Rodeln – Die besten Strecken

Schneeanzug sitzt. Rodel klemmt unterm Arm – es kann los gehen. Eine Einführung in Rodeltechnik und dem Unterschied von Schlitten und Rodel haben wir dir ja schon gegeben. Nach den wilden Trockenübungen kribbelt es dir auch sicher schon in den Fersen. Bevor du hinaus stürmst, hier noch ein paar Tipps zum freundlichen und schmerzlosen miteinander auf der Rodelbahn. Und natürlich die besten Rodelplätze weit und breit.

 Rodel-Tipps

Mehr als gesunden Menschenverstand braucht es eigentlich nicht, um sich selbst und anderen beim Rodeln nicht die Beine zu verknoten. Allerdings kann es auch nicht schaden, die wichtigsten Regeln nochmal in Erinnerung zu rufen. Roman von rodelfuehrer.de fasst sie für uns zusammen:

  • Beim Aufstieg auf abfahrende Rodler achten, besondere Vorsicht auf Kinder und Hunde.
  • Den Verlauf der Rodelbahn beim Aufstieg einprägen.
  • In der Innenkurve aufsteigen und nicht in Kurven stehen bleiben.
  • An unübersichtlichen Stellen am Rand und hintereinander aufsteigen.
  • Bei der Abfahrt stets bremsbereit sein und auf ansteigende Rodler achten.
  • Abwägen, ob die Mitnahme des Hundes auf der ausgewählten Rodelbahn sinnvoll ist, und bei der Abfahrt nicht an die Leine nehmen.
  • Nachts mit Stirnlampe aufsteigen und abfahren und Geschwindigkeit anpassen.
  • Nicht alkoholisiert rodeln.
  • Bei einem Sturz Rodelbahn sofort verlassen.
  • Nicht zu knapp hintereinander fahren.
  • Auf entgegenkommende PKW achten.
  • Warme Kleidung, Helm, feste Schuhe und evtl. Brille tragen

Für den Fall der Fälle hat Roman auch einen Rat, denn hier gelten die internationalen Ski-Regeln. Diese besagen, dass im Falle eines Zusammenpralls der haltende Rodler (zumindest) eine Teilschuld zugerechnet bekommt.

Nicht schwer, oder? Dann kann’s ja losgehen:

 Rodelstrecken

Vom Harz bis zum Brenner, von der Eifel bis zur Sächsischen Schweiz haben wir uns auf die Suche nach Rodelbahnen und Schlittenhängen gemacht.

Hier haben wir für euch fünfzehn Rodelwege als kleine Inspiration für eure Winterabenteuer zusammengestellt. Beim Kürzesten heißt es nach 130 Metern und 15 Höhenmetern wieder absteigen. Der Längste schlängelt sich 3,8 Kilometer von 943 auf 588 Metern ins Tal.

Natürlich dient diese Karte nur der Anregung – da draußen gibt es Unmengen von Hügeln und Bahnen, auf denen mit ein wenig Schnee große Rodel-Helden geboren werden. Such in diversen Suchmaschinen einfach mal nach Rodelbahnen in deiner Umgebung oder deinem Urlaubsort – es wird sicher der ein oder andere Abhang ausfindig zu machen sein.

Hornschlitten-Rennen

Ganz wilde Gäule geben sich nicht mit einem kleinen Schlitten ab – sie springen zu viert auf einen Hornschlitten und versuchen das Ding irgendwie zu kontrollieren. Hornschlitten waren ursprünglich Transportgeräte um Heu oder Holz von den Alphütten ins Tal zu transportieren. Heutzutage wird der Schlitten, der seinen Namen von den nach oben verlängerten Kufen hat, allerdings nur noch für Sport und Spaß verwendet. Lenken kann man sie nur mit Zug oder Druck auf die Hörner, wodurch der Rahmen verzogen wird, was sich wiederum die Laufrichtung auswirkt.

Der Hornschlittenverein Partenkirchen veranstaltet jedes Jahr ein Rennen eigens für diese Riesen-Schlitten. Das nächste Mal wird am 6. Januar 2012 den Berg hinuntergebraust. Wer irgendwie einen Hornschlitten auftreiben kann, sollte sich unbedingt hier anmelden – oder einfach zum Zuschauen vorbei schauen, was fast genauso spaßig ist.

Wir wünschen viel Spaß auf den Kufen und freuen uns auf eure aufgezeichneten Tracks. Eigens dafür haben wir ein Rodel-Icon eingeführt, mit dem ihr eure Aufzeichnungen kennzeichnen könnt. Viele andere Wintersportarten sind übrigens auch dabei. Jetzt aber raus, los los!

Abermals danken wir Roman von rodelfuehrer.de und dem Hornschlittenverein Partenkirchen.

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Rodeln – Rasante Abfahrt auf Kufen

Wie kommt man am schnellsten und ohne viel zu üben den Berg herunter? Richtig, auf zwei Kufen. Am besten zu zweit und mit wildem Gejaule. Dazu braucht es nicht einmal übermäßig viel Schnee oder Pistenpräparation. Rauf auf den Rodel und ab die Post!

Rodeln kann jeder: Großer Bruder, kleine Schwester, Mama, Papa, bester Freund, zweitbester Freund – alle können mitmachen. Die zwei, drei Dinge, die es zu beachten gilt, haben wir hier für dich zusammengefasst. Wo du am besten Rodeln kannst, sagen wir dir dann im nächsten Artikel.

 Schlitten oder Renn-Rodel?

Den Unterschied zwischen einem Schlitten und einem Rodel erklärt Roman von rodelfuehrer.de so: “Schlitten sind die einfachsten Rodel. Mit Ihrer starren Bauweise muss man zwar in der Kurve bremsen, dafür ist die Lenktechnik sehr einfach zu lernen.” Das macht sie zu idealen Freizeitrodeln für Groß und Klein. Wer ab und zu mal auf einen Schlittenberg und vielleicht auch mal eine Tour in den Alpen geht, ist mit einem solchen Schlitten gut beraten. Sie sind einfach mit den Füßen zu lenken, allerdings wird man in Kurven dadurch auch merklich langsamer.

Die etwas Ambitionierteren legen sich einen Tourenrodel zu. “Aufgrund ihrer schrägen Flachkufen eignen sie sich besonders für Schneebahnen,” erzählt Roman. “Bei manchen Tourenrodel sind die Kufen gummigelagert und können somit auch ohne Bremsen gelenkt werden.” Je nachdem ob man sich genau das wünscht oder doch lieber mit weniger Wind um die Nase unterwegs ist, entscheidet sich die Frage für oder gegen einen solchen Rodel wahrscheinlich von selbst.

Roman selbst ist ein Fan von Sportrodeln, mit denen man auf Naturbahnen eindeutig am schnellsten unterwegs ist: “Mit einem Kufen-Neigungswinkel von 25° und geschliffenen Kufen kann man mit Sportrodeln selbst auf Eisplatten präzise und mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve lenken.” Der tiefergelegte Sitz ist höhenverstellbar, federt Stöße ab und hält einen bei hoher Geschwindigkeit auch in den Kurven im Sattel. Wer es mit dem Rodeln wirklich ernst nimmt und die Technik beherrscht ist mit solch einem Geschoss also bestens beraten.

Rodel-Technik

Die Grundregeln zum Steuern eines Rodels sind schnell gelernt. Sitzt man das erste Mal oder nach einer langen Rodelpause auf einem Schlitten, sollte man sich am Anfang in nicht zu steilem, nicht vereistem Gelände mit der Technik vertraut machen.

Roman hat schon vielen Rodel-Beginnern Anweisungen gegeben: „Die Sitzposition ist leicht nach hinten gebeugt, die Beine werden nach vorne gestreckt und können je nach Beinlänge auf dem vorderen Teil der Kufen abgestellt werden.“ Auf keinen Fall sollte man die Füße von innen auf die Kufen stellen, das kann im Fall eines Sturzes zu schlimmen Verletzungen führen.

Das Steuern des Schlittens ist schnell gelernt: Fuß auf den Boden setzen, schon wird diese Seite gebremst und man bewegt sich automatisch in die Seite des Fußes. Nach wenigen Versuchen hat man bereits im Gefühl, wie fest man das Bein belasten muss, um den gewünschten Bogen zu fahren. Wer mit dieser Methode vertraut ist, kann durch Gewichtsverlagerung noch genauer steuern.

Bremsen ist wohl das leichteste am Rodeln: Beherzt die Fersen mit gleichem Druck in den Schnee versenken – schon lässt die Geschwindigkeit nach. Ist das Tempo zu hoch, kann man zusätzlich den vorderen Teil des Schlittens packen und nach oben ziehen, sodass die Kufen-Enden hinten in den Schnee drücken. Wenn gar nichts mehr hilft: Sich selbst zur Seite in den Schnee werfen und abrollen. Das ist immer noch besser als ein Zusammenprall mit einem Menschen oder einem Baum.

Fortgeschrittene setzen sich auf eine Rodel und erkunden durch Ziehen an den Zügeln, die an jedem Rodel befestigt sind, die Kurvensensibilität des Rodels. In der Kurve lehnt man sich nach innen, um bei der Geschwindigkeit nicht nach außen zu kippen. Um dann noch schneller zu werden, lehnt man sich weit nach hinten und macht sich flach um dem Fahrtwind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Je schneller man wird, desto wichtiger ist die Feinmotorik: Spitzenrodler steuern ihre Schlitten mit geringsten Gewichtsverlagerungen. Besonders talentierten Rodlern wird in der Szene dann ein gutes “Pogefühl” nachgesagt.

Bekleidung

Wie bei anderen Winter- und Outdoor-Sportarten gilt: Je funktionaler die Kleidung, desto angenehmer ist es lange draußen zu sein. Um einige Male einen hohen Hügel hinauf zu gehen oder sogar eine größere Rodel-Tour zu machen, empfiehlt sich eine wind- und wasserfeste, mehrschichtige Ausrüstung aus Jacken und Hosen. Atmungsaktivität vergrößert den Spaßfaktor. Speziell fürs Rodeln lohnt es sich Gamaschen anzulegen, die verhindern, dass beim Bremsen Schnee in Hose und Schuh gelangt. Wer nie bremst, braucht sie natürlich nicht.

Trockenübungen

Das ist alles was du wissen musst – jetzt ab auf einen Hocker mit dir, ordentlich zurücklehnen, lenken uuuuuuuuund bremsen! Im nächsten Artikel verraten wir dir ein paar schöne Plätze, wo es sich besonders gut den Berg hinabsausen lässt. Bis dahin kannst du ja schon mal die Rodelbahnen der Umgebung unsicher machen – immer dem Freudengeschrei nach!

Danke Roman von rodelfuehrer.de für die wertvollen Insider-Tipps!

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Viele neue Sportarten!

Klettern! Rodeln! Skifoan! Deine aufgezeichneten Touren kannst du beim Speichern jetzt mit vielen neuen Sportarten kennzeichnen. Passend zur Saison auch mit Wintersportarten wie Langlauf, Skitour, Schneeschuh und Snowboard.

Natürlich gibt es noch viel mehr. Schau sie dir am besten selbst alle an: In der Android oder iPhone App nach dem Speichern deiner Aufzeichnung oder auf der komoot Website, unter GPX-Upload auf Mein komoot.

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