G&K Wanderungen in der Heimat (slueart & KC bei Komoot)

Collection von slueart

Die Collection sollte möglichst alle Wanderungen von KC und mir in unserer Heimatregion umfassen, sie ist aber noch nicht vollständig.
Für die größeren Mehrtages-Touren (Alaska in Deutschland) sind eigene Collectionen angelegt.
Frühere Touren existieren noch bei Gpsies, jetzt leider Alltrails.
Im Jahr 2020 sind die Wanderungen unter das Thema "Breaking Corona" gestellt.
Die (Montags)-Wanderungen von Klaus und mir sind mittlerweile unsere neue/alte Form des Miteinanderwanderns geworden.
Die BC.-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf:
Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    04:39
    21,7 km
    4,7 km/h
    520 m
    570 m

    2020-10-22
    Breaking Corona 10 G&K
    Wuppertal-Zoo - Langenberg 22km/500hm
    Corona ist immer noch da und überschwemmt uns in der sogenannten "Zweiten Welle",
    Die Vorsichtsmaßnahmen aus dem Frühjahr sind wieder akut.
    Wir schauen also, dass unsere mittig gelegenen B&B-Treffpunkte gut zu erreichen sind und mit Bahnlinien, die erfahrungsgemäß nicht überfüllt werden.
    Im Widerspruch dazu mag es stehen, dass wir heute in Wuppertal, immerhin C.-Rankingplatz 19, starten.
    Ich habe es einfach nicht bedacht.
    Das Wetter schaut ziemlich gruselig aus, als wir am Bahnhof Zoo starten, aber -dies sei vorausgeschickt- wir werden keinen Tropfen Regen, sondern etliche Strahlen Sonne abbekommen.
    Die Wettergötter sind uns ein weiteres Mal wohlgesonnen! Bei KC und mir ist dies Wetterglück schon sprichwörtlich mittlerweile.
    Wuppertal hinter uns lassend, nachdem wir erst über die Wupper gehen, dann die steilen Vogelsauer Treppen erklimmen, um anschließend von der Höhe im Nutzenbergpark ernüchternd schnell gen Osten ins Tal hinunterlaufen und die A46 überqueren, kaufen wir am Otto-Hausmann-Ring erst einmal eine Vesper ein.
    (Sluepad nicht auf Pause gesetzt, deshalb so eine "lahme" Durchschnittsgeschwindigkeit!)
    Am westlichen Stadtrand von Katernberg schlängeln wir uns durch den schmalen Streifen Natur und Wald.
    Zunächst passieren wir das Industriedenkmal des Kalktrichterofens am Eskesberg, queren auf der nächsten Höhe die K11 und laufen bald durch den recht wilden Busch am Brucher Bach, der südöstlich von dem mit abweisendem Natodraht und starrenden Videokameras gesicherten Gelände des Forschungszentrums des Bayer Konzerns begrenzt wird.
    In Katernberg erwartet uns wiederum ein kleines Waldstück, das, von Siedlungen umzogen, trotzdem urwaldähnlichen Charakter aufweist.Nachdem wir ein unvermeidliches Wegestück durch Katernberger Siedlungsgebiet mit Blicken auf das "Atadösken" hinter uns gelassen haben, verlassen wir nach etwa zehn Kilometern Wanderung endgültig das Wuppertaler Stadtgebiet."Das Atadösken (‚ATA-Döschen‘) – offiziell Städtischer Wasserturm am Pfaffenhaus – ist ein Wasserturm im Wuppertaler Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg.
    Der 43,5 Meter hohe Wasserturm befindet sich auf den Höhen nördlich der Wupper, nahe der alten Landstraße von Elberfeld nach Neviges. Er wurde im Jahr 1927 auf einem für Wassertürme ungewöhnlichen quadratischen Grundriss errichtet. Wegen seiner Form mit der an die Dosenöffnung erinnernden Laterne erhielt er im Volksmund bald den Namen Atadösken, nach der damals gebräuchlichen Form des Behälters für das Scheuerpulver Ata der Düsseldorfer Firma Henkel.
    Der Turm ist noch als Wasserturm in Betrieb; nach der Restaurierung 1995, die den originalen Farbanstrich wiederherstellte, wurde das Äußere des Atadösken als stadtbildprägendes Element und Landmarke für die umliegenden Siedlungen 1999 unter Denkmalschutz gestellt.
    Das Atadösken trägt außerdem einen UKW-Sender, der das Radioprogramm WDR 2 ausstrahlt.
    (de.wikipedia.org/wiki/Atadösken)
    Unser Weg führt uns heute an vielen Bauernhöfen, auch an den Demeter- und Biohöfen im Windrather Tal vorüber, sodass wir etlichen freundlichen Tieren begegnen.
    Neugierige Hühner in Untenrohleder, ein wohlgesonnener Rappe und ein ebensolcher Schimmel am Mutzberger Weg und schließlich die quiekvergnügten Schweine auf dem Schepershof.
    Die pittoreske Kastanienallee in der Nähe des Hofs zur Hellen ist gesperrt. Die Bänke an der Allee sind obsolet:
    Die neue Wegführung des NLST beginnt von Süden kommend kurz vor der Kastanienallee am Hof zur Hellen.
    Diese Umleitung ist wahrscheinlich wegen der Bruchgefahr unter den alten Kastanien, die in den letzten Jahren so manchen fetten Ast auf den Weg geschmettert haben, angelegt worden und führt um eine Viehweide herum, auf der heute eine kleine Herde Jungbullen weidet.
    Unsere Wanderung führt uns nun wieder auf bekannte Wege, allerdings auch hier teilweise in neuer Kombination.
    Bald erreichen wir die Windrather Kapelle; bei uns heißt dieses schöne Fleckchen Erde "Paradies", weil am Fuße der Kirche viele Apfelbäume auf "freiem Kirchengrund" stehen, da sagt nicht nur Eva nicht nein.
    Vertrieben wurden wir noch nie!
    Und so ernten wir auch heute einige schmackhafte Äpfelchen, die wir bald darauf auf einer BestBank, einer unserer absoluten Lieblingsbänke verzehren.
    Leider nicht nur unserer Lieblingsbank - aber wie meistens haben wir auch heute Glück und sie ist frei. Im Schatten des Weißdorns sitzend genießen wir die Ruhe und den reizvollen Rundblick ins Windrather Land.
    Dabei beobachten wir die Panik einer verlassenen Kuh, die auf der Weide am gegenüberliegenden Hang verzweifelt brüllend und immer im Galopp die Hangwiese umkreisend nach ihrer Herde sucht.
    Phantasie-Geschichte?
    Sieht so aus, als ob es sich genauso verhält!
    Hinter dem Örkhof passieren wir die eisernen Figurensilhouetten am Wegesrand und schauen noch einmal zurück auf die Windrather Kapelle, den Fernmeldeturm an der Westphalenstraße in Wuppertal und den Wasserturm "Atadösken".Die bisher zu jeder Jahreszeit wunderschöne Wiese queren wir heute widerwillig, wurde sie doch frisch eingegüllt und stinkt glitschig vor sich hin.
    Wir müssen mit geschlossener Nase achtsam sein, um nicht auszugleiten und in die frische Gülle zu fallen.
    Im sich anschließenden Wäldchen werde ich endlich fündig: Hatte ich mir doch für heute auf die Fotofahne geschrieben, ein paar leuchtende Fliegenpilze vor das Objektiv zu bekommen.Wir steigen hinab ins Deilbachtal und folgen der kleinen herbstlich leuchtenden Straße am Waldrand entlang nach Langenberg.Nicht nur den Wettergöttern sei für diesen herrlichen Tag gedankt!

    04:36
    22,4 km
    4,9 km/h
    490 m
    570 m

    2020-09-25 Breaking Corona 9 G&K
    Neviges-Werden 23km/550hm
    (Nun, da einige wohlmeinende Leserinnen meiner letzten Tourbeschreibung meinten, da habe ich aber doch ein wenig zu tief ins Schwadroniertöpfchen gegriffen, fasse ich mich hier ein wenig kürzer.)Mittags brechen wir dieses Mal erst auf, da ich zuvor noch zur Arbeit muss.Von Neviges nach Werden ist eigentlich eine altbekannte Verbindung, heute aber ist die Route anders gestrickt, wir folgen weite Strecken dem sehr reizvollen Wanderweg Raute sieben, der sich oft mit dem NLST und dem Bergischen Steig die Wegführung teilt.Besondere Höhepunkte an diesem Tag sind die weiten Blicke von den Nevigeser und Langenberger Höhen; zudem bietet die klare Luft bei aller dramatischen Wolkenbildung heute unbekannte Fernsichten bis weit ins Ruhrgebiet hinein.Besonders attraktiv sind die Wiesen- und Waldwege hinter dem Örkhof in Richtung Deilbachtal. Um ihretwillen ist die Wegführung so geplant; wir schlagen aber anschließend einen spitzen Haken kurz vor der Ankunft im Deilbachtal und folgen wieder einmal einem uns noch unbekannten Pfad, der einem mittlerweile vernachlässigtem MTB-Trail folgt. Recht steil geht es dabei bergan, durch Buchenwald, Ilex und mitten durch ein dicht bewachsenes Farngebiet.In der Nähe der Wallmicher Straße, schon fast auf Tuchfühlung mit dem Langenberger Stadtgebiet, queren wir ein äußerst wildes, wenn auch überschaubares Waldstück, in dem der Boden teilweise dicht mit noch grünen Nadeln bedeckt ist.
    Ein eindeutiges Zeichen für die Entstehung des nächsten "Gespensterwaldes": Auch dieser Nadelwald ist Opfer der Trockenheit des dritten wasserarmen Sommers in Folge geworden.
    Hespertal und Rosenbachtal begegnen uns reizvoll wie immer und bei Anbruch der Dunkelheit sitzen wir zufrieden in unserem Lieblingswanderlokal Hoi Ngo in Werden.Gesehen bei Heidhausen:
    "Der große, walzen- bis eiförmige Hut des Schopf-Tintlings wird bis zu 25 Zentimeter hoch. Wenn er altert, rollt sich der Hut während des „Zerfließens“ auf und wird schwarz. Diesen Pilz findet man vom Frühsommer bis zum Spätherbst an stickstoffreichen Stellen wie Auffüll und Schuttplätzen, Acker-, Straßen- und Wegrändern in Gärten oder auf Fettwiesen. Der Schopf-Tintling ist aufgrund seines zarten Fleisches ein beliebter Speisepilz. Vorsicht jedoch vor alten Exemplaren. Sie lösen sich innerhalb weniger Stunden auf und sind dann ungenießbar."
    (nabu.de/tiere-und-pflanzen/sonstige-arten/pilze-flechten-moose/artenportraets/arten.html)
    Gute Laune, bestes Wanderwetter, freundschaftliche Gespräche, eine sehr reizvolle Streckenführung (abgesehen von den Kilometerchen auf der Landstraße) und zwei neue Wanderhemden.Was will der Mensch mehr?Bedankt für den schönen Tag.

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  • 09:12
    26,0 km
    2,8 km/h
    340 m
    260 m

    Breaking Corona 8:
    Spätestens seit unserem großen Sommer-Wander-Abenteuer
    komoot.de/collection/983254/-2020-07-20-29-breaking-corona-g-k-alaska-in-deutschland-werden-edersee-251km-6000hm
    sind die Wanderungen von Klaus und mir mittlerweile das Miteinanderwandern eines "Haushaltes" geworden.
    Denn welcher Haushalt hält enger als ein kleines Zelt?
    Die BC.-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf:
    Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach und meistens unangenehm ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte.
    Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
    Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.
    Die Strecke von Ratingen Ost nach Neviges stellt einen interessanten Querläufer zu unseren meisten Routen hier in der weiteren Heimat dar.
    komoot.de/collection/1002100/-breaking-corona-wanderungen-g-k-2020
    komoot.de/collection/1002267/-g-k-wanderungen-komoot
    Meine alte Heimat Ratingen stellt sich sofort hinter dem Bahnhof mit neuem Gesicht vor. Die beindruckende Büroarchitektur mit auffallend sorgfältig angelegten Grün- und Erholungszonen für die Mitarbeiter kennen wir beide noch nicht.
    Allerdings sind Corona geschuldete Insolvenzen und nachfolgender Leerstand auch schon sichtbar.
    Hinter der Autobahn an der Mettmanner Straße leuchtet uns vom Bauernladen der Herbst ins Gesicht. Der Beginn der Kürbisausstellung mit den vielfarbigen Kalebassen und sogar an Blumenkohl erinnernden Früchten springt uns spätsommerlich an.Dem Schwarzbach folgend stellen wir fest, dass wir erstaunlicherweise hier noch nie anzutreffen waren, obwohl zwischen alter und älterer Heimat gelegen, ist dieses Bachtal uns streckenweise unbekannt.
    Hinter der A3 passieren wir den Stinshof und wandern ein Stück den nächsten Hügel hinauf, als der Weg plötzlich als Pfad über eine geschwungene Weide unter dichten Brombeerranken in den dunklen Wald führt.
    Hier auf der Grenze zwischen Mettmann und Homberg zeigt sich der Schwarzbach von seiner verschwiegen wilden Seite.
    Zunächst queren wir den Bach über eine kleine ungesicherte Steinbrücke, die Kante getarnt unter’m Randbewuchs ragt über einer stattlichen Fallhöhe von mindestens drei Metern auf.
    Der Matsch bleibt feucht im schattigen Tal, gestürzte Bäume liegen quer unter den hohen Pappeln, wir sind allein und verzaubert von so viel urwaldähnlichem Charakter.
    „Fischscheune“ steht auf einem Wegweiser am Ilbeckweg, dem wir kurz folgen, um zu schauen, ob das Bauerncafé, an das Klaus sich erinnert, noch existiert.
    Groß-Ilbeck hat zu dieser Tageszeit allerdings geschlossen, scheint aber noch als Gaststätte vorhanden zu sein.
    Wir folgen dem Rosendalweg vorbei an einem weiteren Teich bis zum Ententeich mit Reiher und Schönungs(schlamm)teich mit fett im Moder wälzenden Karpfen.
    Der Schwarzbach speist viele Teiche.
    Es kommt zu der bislang einzigen Begegnung mit einem Waldwasserläufer, was uns aber zunächst nicht bewusst ist, sondern erst nach einer Wasservogel-Recherche deutlich wird.
    Überraschend auch dies, da wir uns doch in einer stark besiedelten Region bewegen.
    Zwischen Grevenmühle und Schrieversweg zeigt sich der Bach noch einmal urig, wir rasten neben einer Schautafel, die Auskunft über mindestens fünfzehn Mühlen gibt, die der Schwarzbach einst mit Leben erfüllte."In der Ratinger Ebene entlang des Schwarz- und Angerbachs hat es einst 32 Mühlen gegeben, so ist es im Handbuch der allgemeinen Staatskunde Europa verzeichnet. Sie wurden als Öl- oder Getreidemühle genutzt, angetrieben durch die Kraft des Wassers mittels eines Mühlrades. Übrig geblieben sind davon wenige, vor allem entlang des Schwarzbachs sind die allermeisten im Laufe der Jahre verschwunden.“
    rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ein-bewohntes-muehlen-denkmal-im-schwarzbachtal_aid-38201171
    Mit dem Löffelbeckweg verlassen wir kurzzeitig den Schwarzbach und gelangen auf eine kleine Höhe mit Aussicht, um bald darauf ein letztes Mal ins besagte Tal einzutauchen, bevor wir es gen Meiersberg verlassen.
    Zunächst unten auf dem malerischen Bauernhof in Niederschwarzbach lernen wir eine Hühnerschar kennen, die wahrlich „freilaufend“ lebt.
    Überall auf Weide und Hof stolzieren Hähne, picken Hühner und eine besonders vorwitzige Henne macht sich gerade daran, das Bauernhaus zu inspizieren.
    Unumgänglich sind leider die knapp zwei Kilometer Straße, die nun an Bibelskirch vorbei folgen, dann aber betreten wir ein weiteres Stück Natur, das, durch die Kalksteinwerke geprägt, ausgebeutet und zurückgegeben, nicht allerdings ohne ihm einen weiteren Stempel in Form des von uns getauften „Lhoist-Designs“ aufzudrücken, ziemlich identisch wirkt mit den alten Steinbrüchen etwa in Flandersbach.
    „Lhoist-Design“: Ein „authentischer“ Schienenstrang und eine Bank! oder Felsblöcke inmitten eines kleinen aufgetürmten Felshalbkreises.
    Erfreulicherweise gibt es zweimal eine Sichtschneise im dichten Baumbestand, durch die hindurch wir das unwirklich blaue Wasser des „Wülfrather Sees“ leuchten sehen können.
    Im Hintergrund die Kalksteinwerke Rohdenhaus, deren Hinterland wir bald darauf durchwandern.
    Hier sind wir ganz alleine unterwegs und die leuchtend roten Früchte der Ebereschen krönen die beinahe „unwirkliche“ Landschaft am Adelscheidberg in Nord-Erbach mit ihren Farbakzenten.
    Unterhalb der „Kleinen Schweiz“ stoßen wir auf bekanntes Terrain.
    Nach einer Pause folgen wir dem herrlich wilden Waldweg längst des Kocherscheidtbaches bis zur Tönisheider Höhe, queren die Wülfrather Straße und laufen ein kurzes Stück auf der Trasse des Niederbergbahn-Radweges.
    Hier steht die „Schirmherr-Villa“, rund ansprechend mit gekreistem tonfarbenen Flachdach (über die ich keine Auskunft fand).
    Hoch über Neviges verlassen wir endlich die Straßen und betreten nun die geballt anzutreffende Prominenz der regionalen Wanderwege: Bergischen und Neanderland-Steig nehmen wir unter die Sohlen.
    Im Wald lassen wir ein sich nicht entladendes Unwetterchen über uns hinwegziehen, in der Schutzhütte an der alten Burg, deren Reste wir noch nie zu Gesicht bekamen, warten wir ein Weilchen, bevor wir das Finale der Wanderung antreten.
    Kreuzweg Neviges: Ein wenig Gothik (nicht Gotik), ein bisschen schwülstiges Disney mit kumulierenden Betonfelsen und doch ein Ort von gewaltiger Stille und Andacht.
    Kitsch und echte Berührung gehen bei diesem aufwändig gestalteten und in die Natur gekerbten Kreuzweg Hand in Hand.
    Im Alten Bahnhof nehmen wir ein Getränk, auf die ehrliche Antwort der freundlichen Kellnerin hin verzichten wir auf das Abendessen vor Ort, weil wir nicht die eine Stunde Wartezeit investieren möchten.Fazit: Eine wunderbar wanderbare Strecke, die uns mehrfach äußerst positiv überrascht hat.
    Das Schwarzbachtal ein uns wenig bekanntes Kleinod.
    Insofern eine absolut zu empfehlende Wanderung, die auch in der umgekehrten Richtung sehr attraktiv sein wird, dann liegt das bezaubernde Tal am Ende des Weges.

    10:55
    31,5 km
    2,9 km/h
    600 m
    440 m

    2020.07.20-29-Breaking Corona
    G&K ALASKA 2020:
    Zur Erläuterung: G&K wandern oder paddeln seit etwa 20 Jahren jeden Sommer durch irgendein heimatliches „Alaska“, nachdem der Börsengang unseres Reisegeldes für das echte Alaska ruinös verlaufen war.
    Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist falsch angegeben, da sie alle Pausen mitrechnet?
    Essen-Werden - Edersee 251km/6000hm
    DER PLAN: Von West nach Ost.
    So weit wandern wie es in den zehn Tagen, die wir dafür anberaumen können, möglich ist.
    Nicht weit entfernt fahren, um zu wandern, sondern gemäß der Corona-Zeit stay home ...
    Breaking Corona, zuhause loslaufen, ein Gedanke, der uns schon länger fasziniert.
    Startpunkt Werden, weil Werden der Startpunkt vieler unserer Tageswanderungen war und ist.
    Möglicher und dann auch realer Endpunkt: Der Zufluss der Eder (die wir schon erpaddelt haben) in den Edersee.
    Einmal quer durch's Sauerland.
    Wir haben es geschafft!
    In zehn Tagen.
    Durchschnitt 25km/600hm pro Tag.
    Aber es war harter Tobak.Was wir nicht bedacht hatten:
    Im Sauerland sind die Nächte kälter. Biwak reicht nach einer kalten Nacht-Erfahrung nicht, also muss immer das Zelt stehen, was wiederum meistens illegal ist.
    Die Täler im Sauerland verlaufen in Nord-Süd-Richtung, die Hauptwanderwege folgen den Hängen und Bergrücken. Wir laufen "quer" dazu, das bedeutet, dass die Wege, die Komoot anzeigt, manchmal kaum auffindbar sind:
    Wiesenwege bis zum Hals, Waldarbeitswege, die sich "senkrecht" vor dir auftun und du musst da hoch.
    Wir laufen quasi gegen die Landschaft an.Das Gepäck.
    Wir bringen es mit den vier Litern Flüssigkeit und Proviant p. T., der Zeltausrüstung und dem Nötigsten auf ca. 18kg pro Rucksack.
    Das ist so schwer.
    An manchen Tagen verfluchen wir das Gewicht, unsere Idee und unsere alten Knochen.
    Gebrechen und Siechtum.
    Nach der 220km Schwarzwaldtour im letzten Jahr mit zu kleinen Wanderschuhen und völlig entstellten Füßen nun die auf vielen Tageswanderung gut erprobten Schuhe in 46 statt 44,5.
    Aber: Meine Füße werden immer breiter, nach Tagen ist kein Platz mehr für die kleinen Zehen und sie werden erbarmungslos zu Blasen aufgequetscht.
    Der Schmerz ist wieder mein Begleiter, zumal der neue Wander-Rucksack von D. sich als wenig komfortabel im Schulterbereich auszeichnet:
    Die Polsterung ist knapp, zu schmal, zu dünn und zu kurz.
    C.-Plaster auch auf der rechten Schulter.
    Klausens Schulter ist auch immer dabei, wenn es was zu klagen gibt.
    Wiesenwege: 15 Zeckenbisse insgesamt, teilweise winzige Biester, die sich nicht ziehen lassen, sondern die wir quasi „herausoperieren“.Hygiene: Nach drei Nächten im Freien ohne Waschgelegenheiten weißt du auch, wer du bist.Schlafplätze: Zwei mal leisten wir uns vor allen Dingen aus hygienischen Gründen ein Zimmer, wobei wir nach dem Duschen schon lieber wieder vor'm Zelt gehockt hätten, zweimal passt ein Campingplatz in den Verlauf der Tour, da ist aber Sense mit Abstandhalten und B.C.
    Der Marienhof bietet uns einen Spitzenbiwakplatz plus Dusche, dass ist ganz besonders zu erwähnen und dankend zu loben. Viermal zelten wir wild, das sind die köstlichsten Schlafplätze, dazu mehr in den Tagesberichten.
    Geplant war anders auch: Abends sitze ich am Zelt und tippe meine kleinen Reiseberichte in mein neues Sluepad ein.
    Leider ist dem nicht so.
    Denn am Abend sind wir sowas von groggy, dass gar nix mehr geht.
    Eine Negativbilanz?Bei weitem nicht!
    Das viele Erlebte, Bereichernde, Glücklichmachende …
    kommt jetzt:
    Die gesamte Reise stellen wir jetzt nach Vollendung der Wanderung ausführlich bei Komoot mit Bild und Text vor.Tag EINS
    Essen-Werden - Spielplatz Kaninchenweg Haßlinghausen
    Die Tour führt uns heute zunächst noch über viele bekannte Stellen und Streckenabschnitte, mittendrin vergessen wir schon mal, dass wir heute am Abend nicht mit B&B nach Hause fahren und mit unseren Frauen die Betten teilen, sondern wir noch überhaupt nicht wissen, wie und wo wir nächtigen werden.Das Gewicht der Rucksäcke wiegt schwer, als wir direkt zu Beginn durch das mächtig steile „Velberter Sträßchen“ zur „Grünen Harfe“ hochsteigen.Besondere Höhepunkte stellen wieder die Täler dar. Asbachtal und Hespertal sind immer einen Besuch wert.Schön ist es, sechs Kilometer über die Trasse zu laufen, wir können schneller voran kommen und im Supermarkt für den Abend einkaufen.Bis zur A43 in Sprockhövel kennen wir uns teilweise aus, danach beginnt Neuland, danach beginnt „Urlaub“.Das Naturfreundehaus Hagelsiepen, das wir als stille Option im Hinterkopf haben, erweist sich abweisend, die Innenbeleuchtung brennt wohl nur zur Tarnung.
    Aber im „Loch“ darunter zeigt sich ein verwunschener Ort, ein aufgelassener, ewig ungenutzter Spielplatz.
    Sicher?
    Aber ja!
    Kein Fitzelchen Müll, alles komplett sauber, wo finden wir so etwas noch?
    Und im Randdickicht ein feines Plätzchen für unser Zelt.
    Abendessen (Hartwurst, Brötchen, Fertigsalat) auf der zugehörigen Bank.Glücksmomente.

    08:05
    27,7 km
    3,4 km/h
    260 m
    300 m

    Breaking Corona 7: Die Wanderungen von Klaus und mir sind mittlerweile unsere Form des Miteinanderwanderns geworden.
    Die BC.-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
    Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.
    Nachdem wir bei unseren beiden letzten Wanderungen immer in irgendeiner Form schwer nass geworden sind, haben wir dieses Mal ausgesprochenes Wetterglück. Lange ist die Luft mild und klar und der Himmel zeigt sich uns mit beeindruckenden Wolkenformationen. Erst am Nachmittag wird es schwül und gegen siebzehn Uhr fallen ein paar Tropfen, aber da setzen wir uns in unser Stammlokal, das Hoi Gno in Werden nahe der Brücke und genießen ein scharfes, frisches Bami Goreng.
    Vor diesem kulinarischen Abschluss erfreut uns heute insbesondere die großzügige Heidelandschaft an den Oberläufen des Wambachtales, aber auch zuvor sammeln wir wunderschöne Natureindrücke von wehendem Gras, goldgelb reifen Kornähren und blauen Kornblumenfeldern.
    Die letzten Mohnblüten grüßen verhalten rot, während wir heute eine fleißige Tierbeschau halten: Viele Ziegen, Pferde und zottelige Rinder erwarten uns am Wegesrand.
    Der Graureiher steht stoisch am Ruhraltwasser in den Saarn-Mendener Ruhrauen, einzig das fröhliche Mufflon im Heissiwald zeigt sich heute nicht.
    Ein beeindruckendes Naturspektakel bietet die Blüte der Esskastanien im Mastjahr. Im Witthausbusch überschütten die Bäume alles mit ihren langen, männlichen Blütenständen, sei es das Denkmal des Adam oder die stachligen Eiben, an denen die Fäden hängen bleiben wie Eigenbewuchs.
    Einen weiteren Höhepunkt der Wanderung stellt der Philosophenweg dar: Ein denkwürdiger Name für diesen schnurgeraden Weg, der den wandernden Menschen talab- oder aufwärts bringt. Mitten durch den Mülheimer Hauptfriedhof führt dieser Hohlweg, der von drei sorgfältig gemauerten Brücken überspannt wird. Vom abgezäunten Friedhof, der rechts und links den Weg säumt, ist kaum etwas zu sehen oder zu spüren, nur einmal öffnet sich der Weg dem Blick auf die alte Halle, hier ist auch eine stark verzweigte Buche zu bestaunen.
    Und, es ist Kirschenzeit!
    An einem Ziegengehege im oberen Forstbachtal versauen wir uns an den kleinen "Blutkirschen" nur kräftig die Hände, aber dann am Schuirweg lockt ein Baum mit gelbreifen Kirschen so massiv, dass wir auch hier den Begriff des Mastjahres wählen. Er steht direkt vor dem Eingang des Bauernladens über einem Hühnerpirk.
    Zögerlich erst beginnen wir mit der Ernte (Schließlich haben wir auch schon die Erfahrung gemacht, dass das Genießen einer einzelnen überhängenden Kirsche zornentbrannte Baumbesitzer zeitigen kann.), fallen schließlich gierig wie die Hühner über die längst erntereife, aber kein anderes Interesse weckende Kirschenflut her.
    Mmmmh, lecker.
    Am Flughafen Essen/Mülheim ernteten wir zuvor sogar schon erste Brombeeren.
    Am Flughafen gibt es einen geplanten Pfad nicht mehr, der ist zugewachsen, wir schlagen uns ein bisschen offgrid durchs Unterholz und stoßen dabei auf Bäume, die an beeindruckend heftigem Wildverbiss zu knabbern haben.
    Wieder eine rundum gelungene Tour mit empfehlenswerter Streckenführung, lediglich der Engpass Schuirweg ist etwas unangenehm. Wir wandern mit einem Schnitt von etwa 5,3 Km/Std, Komoot verzeiht uns aber wohl unsere ausgiebigen Pausen nicht und errechnet 3,4.

    08:10
    29,8 km
    3,6 km/h
    380 m
    490 m

    Breaking Corona: Die Wanderungen von Klaus und mir stellen mittlerweile wieder die gewohnte und geliebte Form des Miteinanderwanderns dar.
    Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
    Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.
    Nachdem uns die fünfte Wanderung in der letzten Woche auf einiges Neuland im altbekannten Umland von Werden führte und wir vier Stunden im Starkregen liefen, waren wir an diesem Dienstag schon nach einer halben Stunde nass, weil es unaufhörlich nieselte. Dazu war es aber so warm, dass wir die Ponchos im Rucksack ließen. Folglich blieben wir acht Stunden lang nass. Als die Sonne kurzzeitig herauskam, trockneten wir zwar von außen ein wenig, die absolute Schwüle aber trieb den Schweiß von innen wieder durchs Hemd.
    Deshalb: Sauna-Marsch.
    Mit 30 (+km unverzeichnet) eine anspruchsvolle Länge, die uns von zehn bis 18 Uhr bei Laune hielt.
    Zu den Höhepunkten zählt der zu jeder Jahreszeit umwerfend schöne Düsselpfad vor Schöller:
    Ein schmaler Pfad, dann wieder wegesbreit, nah der Düssel, mit Brücken und gigantischem Wurzelwerk im Bach. Hohe Pappeln und gestutzte Kopfweiden geben den Blick frei auf das Rittergut Schöller. Für kurze Zeit fühlen wir uns wie in einem Zeitsprung zurückversetzt, so ursprünglich empfängt uns die Landschaft. Und trotzdem finden sich zeitgemäß einige Bänke zum Verweilen.
    Ein Erlebnis der besonderen Art, das nicht unbedingt immer so fröhlich zu bewältigen ist:
    Der Marsch über die alte Kölnische Landstraße, die das Stadtgebiet von Mettmann mit dem von Wülfrath verbindet.
    Hier auch sehenswert: Windspiel auf der alten Kölnischen Landstraße.
    Und die Unterquerung der Sau- oder Eulenbachbrücke:
    Endlich! Haben wir gedacht. Endlich unterqueren wir mal diese gigantische Brücke, über die wir schon so oft mit dem Rad gesaust sind.
    Ein wirklich beeindruckendes Zeugnis der Brückenbaukunst. Noch nie haben wir einen so hohen Brückenbau gesehen, der zugleich so dermaßen schmal gebaut ist.
    Zuletzt streifen wir durch einige Schönheiten im Essener Raum:
    Der schmale Grenzpfad auf der Grenze Velbert-Essen (Heidhausen) führt an einem namenlosen Zufluss des Rosentalbaches, hinter dem sich der riesige Golfplatz zeigt, entlang. Sehr schön dicht zugewuchert öffnet er sich auf der anderen Seite hin zu den ausladend geschwungenen Hügeln mit Kornfeldern und Windrad. Außerdem kommen wir auf dieser unserer Juniwanderung 2020 in den Genuss der sonnengereiften, leckersten Wildkirschen!
    Am höchsten Punkt von Essen musst du mal gewesen sein, wenn du ein Essener Wandersmensch bist. Ansonsten ein völlig unspektakulärer Platz, der allerdings einiges an Aussicht zu bieten hat.
    Phantastische Aussichten über Essen bieten auch andere Stellen im Heidhauser Ländle: Der Kontrast zwischen Golfplatz und Fernsicht ist schon bestechend, auch wenn ich die Existenz von Golfplätzen nicht als natürlich notwendig erachte.
    Dann denkt der wandernde Mensch, gleich habe ihn die Zivilisation unweigerlich wieder eingeholt und plötzlich verschwindet er im Heidhauser Umland in Senken und Wäldchen.
    Schließlich steigen wir über das unglaublich steile Velberter Sträßchen nach Werden hinab.
    Eine ganz und gar empfehlenswerte Tour, sicherlich auch in die andere Richtung.
    Die Stadtdurchquerungen von Wülfrath und Velbert mittels "grüner Nadelöhre" lassen ein fast durchgängiges Naturerleben zu.

    06:29
    22,4 km
    3,5 km/h
    340 m
    340 m

    Breaking Corona: Die "Montagswanderungen" von Klaus und mir stellen eine mittlerweile lieb gewonnene Form des Miteinanderwanderns dar, eine Annäherung an die von uns gewohnten gemeinsamen Wanderungen.
    Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
    Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.
    Diese Wanderung findet an einem Freitag im "Quellgebiet" all unserer HEIMATWANDERUNGEN statt: Im Umfeld von Essen-Werden.
    Ein geplanter Höhepunkt des Tages wird der Kick überhaupt: Der Pfad längst des oberen Oefterbaches. Dieses Highlight "Schöner Pfad ..." führt uns in einen unübersehbaren Dschungel aus Kletten, Herkulesstauden, Schilf und anderen Feuchtwiesengewächsen. Von oben, "Am Korstick" kommend, ist jetzt im Juni zu Beginn ein schmaler Pfad erkennbar, dann folgen diverse Wildwechsel und schließlich verlieren wir uns im "Dschungel". Da der verzweigte Bachlauf zudem noch teilweise tief eingeschnitten und von den gefährlichen Herkulesstauden überwuchert ist, gestaltet sich dieser Abschnitt der Wanderung recht abenteuerlich. Wir lieben es, aber allgemein sei hiervor gewarnt. Dazu beschleicht uns ein schlechtes Gewissen, weil wir hier störend in die Natur eindringen.
    Besonders gereizt hat uns bei der heutigen Tour der Zugang zur Ruhr von Schloss Oefte aus, den wir erstaunlicherweise noch nicht kannten. (Dank an Michael: komoot.de/tour/184833727)
    Nachdem wir aus dem Wald zum Schloss Oefte heruntergestiegen sind, wo uns ein unfreundlicher Golfwart auflauert, durchqueren wir die "Golfzone" vorbei am zugehörigen Geschäft, steigen über momentan verwüstetes Waldarbeiter-Gebiet zur Oeftemündung an der Ruhr. Hier erwartet uns ein zwar angekettetes, aber besitzbares Ensemble aus Tisch und Stühlen mit wunderbar unverstelltem Blick auf den Fluss und die Mündung. Schloss Oefte selbst bleibt exklusiv abweisend, lässt sich aber grundsätzlich auf allen Seiten umrunden.
    Die weitere Strecke führt noch einmal über momentan verwüstetes Waldarbeiter-Gebiet zur Neuentdeckung des Tages: Ein wunderbarer Pfad entlang der Ruhr, schlängelt sich mal am Ufer, mäandert durch den Waldstreifen und bietet viele stille Plätze zum Beobachten, Biwakieren oder Pausieren. Vor Blicken vom viel besuchten Ruhruferweg auf der gegenüberliegenden Seite geschützt durch die vorgelagerte Vogelschutzinsel. Die Spuren verweisen darauf, dass er schon vielen bekannt ist, sicherlich den heimischen Anglern, allerdings liegt erfreulicherweise nicht entsprechend viel Müll herum, was hoffentlich auch so bleibt!
    Nachdem wir die Ruhr erreicht haben, setzt der erwartete Regen pünktlich um 12 ein. Wir picknicken mit den neuen Ponchos, die sich zunächst bewähren, allerdings dem Dauerregen, der teilweise während er nächsten vier Stunden Unwetterqualitäten entwickelt, nicht standhalten können.
    Als wir kurz vor 16 Uhr unser Lieblingswanderlokal HOI GNO in Werden aufsuchen, hört der Regen schlagartig auf.
    Perfekt.
    Alles wie geplant und doch voller Überraschungen.
    Eine echt wanderbare, auf- und anregende Tour!

    08:14
    28,7 km
    3,5 km/h
    330 m
    280 m

    Breaking Corona: Die "Montagswanderungen" von Klaus und mir stellen eine erste vorsichtige Form des Miteinanderwanderns dar, eine Annäherung an die von uns gewohnten gemeinsamen Wanderungen.
    Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Unsere Start- und Zielorte sollten dabei halbwegs mittig zu unseren Wohnorten liegen.
    Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.
    Nachdem uns die dritte Wanderung in der letzten Woche von Süden nach Norden über die Velberter "Kleine Schweiz" und das NSG Schlupkothen geführt hat, durchquerten wir diese beiden Ziele bei der vierten BC-Montagswanderung von Westen nach Osten.
    Besonders reizvoll ist die Wanderung durch das Tal der Anger, das am Montagmorgen noch relativ leer ist, die Spuren großer Besucherströme sind aber unübersehbar.
    Besonderer Höhepunkt neben den vielen natürlich gegebenen ist die Kunstinstallation von Stefan Balkenhol zu Beginn unserer Angertalroute: "Mann im Hirschgeweih";
    "Eine Wiese im Angertal. Vor dem blauen Himmel schon von weitem zu sehen: ein überdimensionierter Tisch, darauf ein Hirsch, in seinem Geweih ein Mann. Halb sitzend, halb liegend, scheint er es bequem zu haben, die Trophäe der Jäger als Hochsitz zu nutzen."
    Quelle: www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westart-meisterwerke/video-stephan-balkenhol-mann-im-hirschgeweih-100.html
    Beeindruckende Baustelle A44 Brücke! Ganz gleich, ob wir Auto-affin positiv oder umweltbewusst negativ zu dem Ausbau der Autobahn 44 stehen, die Baustelle ist schon gigantisch.
    Allerdings war im Mai 2020 keinerlei Tätigkeit zu beobachten: Stillstand?
    Unser Mitgefühl gilt den Anwohnern, deren einstige Hofermühlen-Idylle der modernen Verkehrsführung zum Opfer gefallen ist.
    Spannend gestaltete sich ein kurzer OffGrid-Abschnitt entlang der Werksbahntrasse, bei der wir unbeobachtet blieben.
    Endlich Mohnblumenfelder auf den Flandersbacher Höhen, die wir beim letzten Mal vergeblich erwartet hatten.
    Der Eignerbach-Rundweg: Retorten-Landschaft vom Landschaftsplaner: Nix für den wahren Naturmenschen, viel zu steril. Besonders der westliche Teil parallel zur Rützkausener Straße ist schnurgerade und entsprechend öde zu laufen. (Interessant könnte es in unbegrünten Jahreszeiten sein, weil dann der Blick in den Kalksteinbruch Rohdenhaus möglich wird.)
    Aber wer's mag, dem sei's vergönnt.
    Und die Aussicht auf den Betrieb im aktiven Steinbruch lohnt allemal.
    In zehn Jahren hat die Natur bestimmt auch hier einiges geschafft.
    Schlupkothen: Wenn es einen Weg hinab gäbe, wären wir schnellstens unten. "Der See ruft", heißt es mal schräg zitiert. Wild verlockend schaut der mit Wasser gefüllte Steinbruch aus, die Wege drumherum zeugen allerdings durch den Grad ihrer Abnutzung von sehr regem Publikumsverkehr. Gut, dass wir an einem Montag die Zeit finden, hierher zu wandern.
    Wir sind alleine hier und genießen die Stille.
    Düsselquelle: Wir haben die Düsselquelle auf mindestens drei unserer Wanderungen verpasst, weil wir nicht auf die Originalkarte geschaut haben (Bei Komoot sind einige sehr ungenaue Eintragungen!) oder weil wir es im kalten Wintersturm im entscheidenden Moment vergessen hatten oder weil uns bei unserer 3. BC-Wanderung der "Dschungelpfad" schlichtweg dran vorbeigeführt hat.
    Jetzt haben wir sie endlich gefunden und angeschaut:
    Sie ist ausgetrocknet und das schon im Mai: Das weckt Befürchtungen auf einen dritten, viel zu heißen und trockenen Sommer in Folge auch 2020.
    Die Anlage ist gepflegt mit Bank und gerade voll erblühtem Rhododendron.
    Corona-Müll-Fotos habe ich auch wieder geschossen.

    08:49
    30,0 km
    3,4 km/h
    400 m
    460 m

    Breaking Corona: Die "Montagswanderungen" stellen eine erste vorsichtige Form des Miteinanderwanderns dar, eine Annäherung an die von uns gewohnten gemeinsamen Wanderungen. Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken, diese DRITTE WANDERUNG von Vohwinkel nach Langenberg über die "Kleine Schweiz" ist mit 30 km recht lang und weist auch etliche Höhenmeter auf.
    Zudem führt sie uns in diesem Gebiet, in dem wir schon ziemlich viele Strecken kennen, durch "Neuland".
    Wobei das "Neuland", sprich die neugestaltete Landschaft rund um den Kalkabbau Silberberg ziemlich öde daherkommt für den ernsthaften Wanderer und sich eher barrierefrei an den MAINSTREAM wendet.
    Großartig dagegen die kleinen, verschwiegenen Waldpfade in Oberdüssel und um Nord-Erbach. Reizvoll ist auch das Birkental und sind die verschlungenen Wege rund um den Bleiberg.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns“.

    09:44
    31,9 km
    3,3 km/h
    210 m
    200 m

    Die "Montagswanderungen" stellen eine erste vorsichtige Form des Miteinanderwanderns dar, eine Annäherung an die von uns gewohnten gemeinsamen Wanderungen. Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken, diese durch die unterschiedlichen Gebiete ist relativ lang und variiert unsere alten Strecken um ein paar zusätzliche Kilometer durch bisher unbekanntes Gelände im oberen Wambachtal, das sich als sehr reizvoll erweist.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns".

    06:09
    18,4 km
    3,0 km/h
    470 m
    470 m

    Die "Montagswanderungen" stellen eine erste vorsichtige Form des Miteinanderwanderns dar, eine Annäherung an die von uns gewohnten gemeinsamen Wanderungen. Die Breaking Corona-Wanderreihe weist plangemäß mehrere Merkmale auf: Da in Zeiten von Corona die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht immer einfach ist, versuchen wir Start- und Endpunkt einer Wanderung so zu legen, dass wenig Stress beim Fahren entstehen sollte. Die Wanderungen unter dem BC-Motto verlaufen zudem über relativ anspruchsvolle Strecken, diese durch das Arboretum ist von vielen Auf- und Abstiegen geprägt und bringt uns dem Frühling im Exotenwald näher.
    Wir laufen mit K.s iPhone, sprich, die Wanderungen werden von mir am Computer ausgetüftelt und unterwegs "spricht die Maschine mit uns".

    07:44
    28,5 km
    3,7 km/h
    310 m
    210 m
    07:06
    21,1 km
    3,0 km/h
    360 m
    340 m
    06:42
    16,9 km
    2,5 km/h
    250 m
    280 m
    01:30
    15,0 km
    10,0 km/h
    430 m
    410 m
    02:01
    20,2 km
    10,0 km/h
    330 m
    380 m

    Ich war dabei!

    von
    KC
    01:52
    18,7 km
    10,0 km/h
    360 m
    420 m
    01:49
    18,2 km
    10,0 km/h
    440 m
    490 m
    07:59
    22,0 km
    2,8 km/h
    510 m
    490 m
    07:09
    23,0 km
    3,2 km/h
    280 m
    410 m
    04:01
    18,0 km
    4,5 km/h
    410 m
    400 m
    01:39
    16,6 km
    10,0 km/h
    270 m
    330 m
    02:38
    26,3 km
    10,0 km/h
    540 m
    520 m
    02:23
    23,9 km
    10,0 km/h
    400 m
    420 m

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Collection Statistik

  • Touren
    48
  • Distanz
    1 045 km
  • Zeit
    219:09 Std
  • Höhenmeter
    18 450 m

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