Oberpfälzer Wald

Mit der Natur auf Du und Du – der Nurtschweg

Wander-Collection von Oberpfälzer Wald
6-12 Tage
3-6 Std / Tag
140 km
2 620 m
2 740 m

Der Nurtschweg verspricht Wandern pur. Er führt dich auf sieben Etappen durch wenig besiedelte Gebiete des Oberpfälzer Waldes und reduziert deine Tage so auf das Wesentliche. Auf deinen Schultern trägst du alles, was du brauchst – auch deine Brotzeit hast du selbst im Rucksack dabei. So spürst du auf diesem Selbstversorger-Weg, was wirklich wichtig ist. In den schier endlosen Wäldern bist du eins mit der Natur.

In den beschaulichen Orten entlang des 140 Kilometer langen Nurtschwegs lernst du auch die Kultur der Grenzregion kennen. Die Route verläuft entlang der Grenze zwar nur auf deutschem Boden, das Nachbarland Tschechien ist oft aber nur ein paar Meter entfernt. Unterwegs entdeckst du verwunschene Burgruinen, prunkvolle Sakralarchitektur und die Biertradition der Region. Den Überblick behältst du von mehreren Aussichtspunkten. Benannt ist der Fernwanderweg übrigens nach Johann Baptist Nurtsch, der um 1900 Postbeamter in Weiden war. Er markierte die Strecke erstmals in den Farben Gelb-Rot-Gelb, denen du auch heute noch folgst.

Die Etappen sind nicht kurz, aber auch nicht sehr lang und du hast nie viele Höhenmeter zu überwinden. So eignet sich der Weg auch für Fernwander-Einsteiger und Familien. Die Routen sind fürs gemütliche Gehen geplant – damit du entlang des Weges genug Zeit hast, dort anzuhalten, wo es dir gefällt, und dir alles ganz genau anzusehen. Am Wegesrand verlaufen plätschernde Bäche, moosbedeckte Felsen sorgen für eine geheimnisvolle Stimmung und wo sich der Wald lichtet warten weite Blicke übers Land. Schau auch einmal nach oben und sieh den Baumwipfeln zu, wie sie sich im Wind wiegen oder versuche, die Bewohner des Waldes zu erspähen.

Unsere Etappen orientieren sich von Norden nach Süden, du kannst aber genauso gut andersherum wandern. Am schönsten ist der Nurtschweg in den warmen Monaten: vom Frühling, wenn die Natur langsam wieder erwacht, über den Sommer, wenn die Pflanzen in ihrer Pracht stehen, bis in den Herbst, wenn der Oberpfälzer Wald in warmen Farben leuchtet. Sobald du einen Ort verlässt, bist du direkt in der Natur angekommen. So eignen sich die einzelnen Etappen auch wunderbar als Tageswanderungen.

Deine Übernachtungen buchst du am besten im Voraus. Manchmal gibt es nicht direkt am Etappenziel ein Bett für dich, dann suchst du dir etwas in der näheren Umgebung. Die Gastgeber der Region sind hilfsbereit und holen dich auf Nachfrage meist gerne vom Etappenziel ab. Oft bereiten sie auf Wunsch auch eine Brotzeit zum Mitnehmen vor. Die Etappen verlaufen nämlich häufig durch abgelegene Gebiete, deshalb besorgst du dir deine Brotzeit besser rechtzeitig. Halte Ausschau nach den regionalen Bäckern und Metzgereien und nimm dir eine Leckerei mit, auf die du dich unterwegs freuen kannst. Kartenzahlung ist hier noch nicht überall möglich – nimm also genug Bargeld mit.

Mit dem Zug kommst du zu den Bahnhöfen in Marktredwitz und Wiesau. Von dort kannst du dich vom Anrufbus BAXI zum Startpunkt in Kappl bringen lassen. Mehr Informationen dazu findest du hier: fahrmit-tirschenreuth.de/baxi. Am Ziel in Waldmünchen gibt es einen Bahnhof, der die Rückreise einfach macht.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:03
    18,6 km
    3,7 km/h
    240 m
    290 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Nurtschweg beginnt mit einem Paukenschlag: Noch bevor du dich auf den Weg machst, kannst du die prunkvolle barocke Dreifaltigkeitskirche Kappl besuchen. Dann wird es aber Zeit loszuwandern und du betrittst südlich der Kappl das erste Stück Wald. Nun hast du bereits das Leitmotiv für deine erste Etappe auf dem Nurtschweg kennengelernt. Diese schafft einen sanften Übergang von Zivilisation zu Natur, bevor du an den nächsten Tagen in ursprünglichere Regionen vordringst.Schon nach den ersten paar Kilometern wartet der zweite Höhepunkt: In Waldsassen steht eine beeindruckende Abtei, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Zum Kloster gehören unter anderem eine imposante Basilika und eine historische Bibliothek. Recht gemütlich geht es anschließend durch einen Wald bergauf. An einer Kapelle lädt ein Rastplatz zur Pause ein. Hier kannst du ganz entspannt deine mitgebrachte Brotzeit genießen.Bald geht es wieder leicht bergab zwischen Bäumen und Feldern hindurch nach Bad Neualbenreuth. Bevor du den Ort betrittst, kommst du am Sibyllenbad vorbei. Hier kannst du dich nach deinem ersten Fernwandertag im heilsamen Wasser oder in der Sauna wunderbar entspannen. Auch ein Rundgang durch Bad Neualbenreuth lohnt sich: Hier präsentieren sich viele Häuser im besonderen Egerländer Fachwerk, das es nur hier im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet zu sehen gibt – unter anderem auch im nächsten Etappenziel Mähring. In Bad Neualbenreuth findest du außerdem allerlei Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten.

    Schwer
    05:09
    18,3 km
    3,5 km/h
    430 m
    350 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der zweiten Etappe verläuft der Nurtschweg entlang der Grenze zu Tschechien durch ein dünn besiedeltes Gebiet. Am besten packst du dir also eine ordentliche Brotzeit für unterwegs ein. Es darf auch gerne etwas mehr sein, denn am Etappenziel in Mähring gibt es kein Gasthaus zum Einkehren.Zunächst wanderst du nach Osten geradewegs auf Tschechien zu. Sogleich kommst du am Grenzlandturm vorbei, von dem du dir einen guten Überblick verschaffen kannst. Nach Süden und Osten blickst du in die Richtung, in die dich der Nurtschweg noch führen wird. Anschließend wartet ein ausgedehnter Abschnitt im Wald auf dich, der teilweise direkt auf der Grenze verläuft. Dieser bringt dich zu dem kleinen Muglbach-Wasserfall.Weiter durch den Wald und parallel zur Grenze gelangst du zu einer malerischen Lichtung, auf der nur noch die Kapelle des ehemaligen Dorfes Högelstein steht. Auch die letzten Kilometer führen dich wieder durch den Wald zu deinem Etappenziel Mähring. Hier hast du noch einmal die Gelegenheit, das Egerländer Fachwerk zu bewundern, bevor du in einer Pension eine geruhsame Nacht verbringst.

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  • Mittelschwer
    04:42
    17,1 km
    3,7 km/h
    230 m
    280 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der dritten Etappe erwarten dich traumhafte Landschaften und geschichtsträchtige Orte. Der Nurtschweg führt heute nur wenig durch Wald und mehr über Felder, so hast du eine schöne freie Sicht. Du verlässt Mähring in Richtung Süden und wendest dich dann nach Südwesten. Der Wald, durch den die Grenze zu Tschechien verläuft, bleibt dabei immer in Blickweite. Du durchquerst den Ort Griesbach und tauchst dann für ein kurzes Stück in den Wald ein.Auf den anschließenden Feldern, die dich nach Hermannsreuth bringen, hast du eine herrliche Aussicht. Nun wanderst du noch einmal durch einen kleinen Wald. Dort, wo du wieder zwischen den Bäumen hervortrittst, ist dein Etappenziel Bärnau nicht mehr weit. Der recht kleine Ort besitzt Stadtrechte, weil er an der Goldenen Straße liegt. Diese war im Mittelalter ein wichtiger Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag. Wenn dich diese Epoche interessiert, kannst du im Geschichtspark, einem archäologischen Freilichtmuseum, eine Zeitreise machen.Außerdem kannst du in Bärnau das Knopfmuseum besuchen. Überhaupt gibt es im Ort alles, was das Wanderherz begehrt: Einkaufs-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

    Schwer
    05:10
    18,4 km
    3,6 km/h
    380 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der vierten Etappe genießt du wieder die Essenz der Oberpfälzer Natur: Der Nurtschweg führt dich zwischen Bäumen durch eine Landschaft, in der die nächsten Orte weit entfernt scheinen. Nur die ersten zwei Kilometer verlaufen über Felder.Im Wald kommst du bald an einer urigen Blockhütte vorbei, die mit gemütlichen Bänken und Tischen zu einem zweiten Frühstück einlädt. Anschließend passierst du die Silberhütte, woraufhin du bald zum Kreuzstein, einer alten Grenzmarkierung gelangst. Hier kannst du ein Stück auf der Grenze entlanggehen oder – noch besser – du machst einen kurzen Abstecher nach Tschechien. Auf dem Havran, zu Deutsch „Großer Rabenberg“, steht ein Aussichtsturm, von dem du einem herrlichen Blick über den Wald hast.Im weiteren Verlauf des Weges erwarten dich rund um den Schellenberg beeindruckende Felsen, die sich hoch in den Himmel türmen. Auf einem solchen Felsen thront eine Burgruine mit einer Aussichtsplattform. Weiter geht es durch den Wald. Zum Abschluss deiner Etappe kannst du dir in der Alten Mühle Gehenhammer noch eine zünftige Brotzeit schmecken lassen. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Etappenziel.In Georgenberg selbst kannst du nicht übernachten. Wenn du aber noch ein Stück weiter auf dem Nurtschweg gehst, kommst du nach Hinterbrünst, wo es ein Hotel und eine Pension gibt. Oder du entscheidest dich für einen anderen Gastgeber in der Umgebung, der dich am Etappenziel abholt und am nächsten Morgen wieder dorthin bringt.

    Schwer
    06:38
    23,8 km
    3,6 km/h
    410 m
    510 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die fünfte Etappe gehört zu den längeren Strecken auf dem Nurtschweg. Heute lichtet sich der Wald wieder öfter und der abwechslungsreiche Weg macht den Wandertag kurzweilig. Zunächst über Felder und dann durch Wald wanderst du hinauf auf den Sulzberg. Hier entspringen zahlreiche Quellen, deren Wasser teilweise auch hinab nach Waidhaus fließt, wo es einen Badesee in der Freizeitanlage Bäckeröd speist.In Waidhaus kannst du einkehren und dich beim Bäcker mit einer Brotzeit versorgen. Weiter geht es nach Südwesten. Nachdem du den Fluss Pfreimd überquert hast, kannst du einen Abstecher zur Kirche auf dem Ulrichsberg machen und dort eine geruhsame Pause genießen.Anschließend wechseln sich Wälder und Felder auf deinem Weg nach Eslarn ab. Auf dieses Etappenziel kannst du dich besonders freuen, denn Eslarn ist ein Zoiglort. Der Zoigl ist ein Bier, das die Bewohner des Dorfes gemeinschaftlich im Kommunbrauhaus brauen. Das wird dann zu bestimmten Wochenenden in der Zoigl-Stube ausgeschenkt. Ob diese gerade geöffnet hat, erfährst du hier: zoiglstum.de/html/zoiglkalender.html. Und was gibt es besseres als ein verdientes Bier nach einem Wandertag? Mehr zu dem typischen Getränk aus der Oberpfalz erfährst du im Biererlebnis Kommunbrauhaus.

    Schwer
    05:41
    20,1 km
    3,5 km/h
    530 m
    330 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der sechsten Etappe erwartet dich ein munteres Auf und Ab zwischen Wäldern und Feldern. Von Eslarn gehst du nach Süden auf den Stückberg zu. Am Fuß des Berges wirst du von freundlichen Waldbewohnern begrüßt. Im Wildpark wanderst du zwischen den Gehegen von Mufflons, Hirschen und Wildschweinen hindurch, um dann über Lindau nach Friedrichshäng zu gehen.In dem anschließenden Waldstück kannst du nach einem weiteren Aufstieg einen Abstecher zu einem verlassenen und zerstörten Dorf machen. In der Bügellohe steht nur noch ein Gebäude – dieses erzählt heute als Dokumentationszentrum die Geschichte des Ortes. Und dann wird es wieder einmal Zeit für einen Blick von oben: Nur wenige Meter weiter wartet der Böhmerwaldturm mit seiner herrlichen Rundumsicht auf dich.Kurz darauf folgt schon der nächste Höhepunkt im Wald: die verwunschene Ruine Reichenstein. Von der ehemaligen Burg steht noch ein stattlicher Teil des Bergfrieds. Anschließend meisterst du den letzten Abstieg des Tages. Kurz vorm Etappenziel Stadlern kommst du noch am Hochfels vorbei. Diese beeindruckende Steinformation erhebt sich aus einer malerischen Heidelandschaft.In Stadlern selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Am besten suchst du dir in der Umgebung einen Gastgeber, der dich vom Etappenziel abholt und am nächsten Morgen wieder dorthin zurückbringt.

    Schwer
    06:31
    23,3 km
    3,6 km/h
    390 m
    600 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Als letzte Etappe wartet wieder eine längere Wanderung auf dich. So kannst du die Oberpfälzer Natur mit ihren dichten Wäldern noch einmal in vollen Zügen genießen und deinen Nurtschweg zu einem würdigen Ende bringen. Ein kurzes Stück Wald bringt dich nach Charlottenthal, ein weiteres zum Fuße des Kleebergs. Hier kannst du einen Abstecher zur hübschen Wallfahrtskapelle von Steinlohe machen, die einsam über den Wiesen steht.Linksherum umgehst du den Kleeberg und wanderst anschließend an den Dorfrand von Egelsee. Von dort marschierst du südlich am Spielberg und am Kapellenberg vorbei. Wenige Kilometer vor deinem Ziel Waldmünchen gelangst du an das Ufer des Perlsees. Verabschiede dich hier schon vom Wald, denn auf dem letzten Abschnitt wirst du nur noch vereinzelten Bäumen begegnen.Am Perlsee kannst eine gemütliche Pause machen und dich im Wasser abkühlen. Auf dem Kräuterlehrpfad erfährst du Interessantes über die Heilkräfte der Pflanzen. Anschließend wanderst du nach Waldmünchen, wo du dir zum Abschluss des Nurtschwegs eine zünftige Einkehr verdient hast. Vom Bahnhof des Ortes bringt dich ein Zug wieder nach Hause.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    140 km
  • Zeit
    38:54 Std
  • Höhenmeter
    2 620 m2 740 m

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