Entdecke das waldreiche & historische Vogtland auf dem Elsterperlenweg

Wander-Collection von Vogtland

Auf dem Elsterperlenweg gehst du auf eine rund 80 Kilometer lange Entdeckungsreise und erkundest das Thüringer Vogtland des mittleren Elstertals. Der Rundwanderweg, der mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet ist, führt beidseitig entlang der Weißen Elster von der Residenzstadt Greiz, der „Perle des Vogtlandes“, über Neumühle nach Wünschendorf und zurück über Berga an der Elster wieder nach Greiz.

Der Weg besteht aus insgesamt sechs Etappen, die du zusammenhängend gehen oder als Tagestouren planen kannst. Als Besonderheit des Elsterperlenweges gelten die Querverbindungen, die eine individuelle Kombination von Etappen ermöglichen. So kannst du zum Beispiel in Neumühle nach der ersten Etappe auf die gegenüberliegende Seite der Weißen Elster gehen und über die Etappe sechs zurück nach Greiz wandern.

Das Vogtland ist eine Region im Grenzgebiet von Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen. Sein Name bezieht sich dabei auf den ehemaligen Herrschaftsbereich der Vögte von Weida, Gera, Plauen und Greiz. Auf dem Weg durch das wildromantische Tal der Weißen Elster passierst du verträumte Dörfer, geschichtsträchtige Orte und einzigartige Bauwerke. Reizvolle Panorama-Aussichten geben den Blick auf die schöne Mittelgebirgslandschaft frei – und immer wieder auf den Fluss Weiße Elster.

Neben den zahlreichen Naturschönheiten kannst du auf dem Elsterperlenweg auch viele historische Sehenswürdigkeiten bestaunen. Am nördlichen Wendepunkt der Tour befinden sich zum Beispiel die tausendjährige Veitskirche, das Kloster Mildenfurth oder die über 225 Jahre alte, überdachte Holzbrücke in Wünschendorf.

Aber auch unterwegs, inmitten des waldreichen Elstertals, gibt es viel zu entdecken, wie die noch in Betrieb befindliche Clodramühle, die Stadt Berga an der Elster oder das imposante Elsterwehr in Neumühle an der Elster. Im Süden der Wanderung gelangst du in die 800 Jahre alte Residenzstadt Greiz mit ihrem international bekannten Greizer Park, dem Oberen und Unteren Schloss und der Kirche St. Marien.

Die sechs Etappen sind zwischen zehn und 16 Kilometer lang und du überwindest nie mehr als 440 Höhenmeter. Mit einer durchschnittlichen Fitness und guter Trittsicherheit hält der Weg keine größeren Schwierigkeiten bereit. Die kurze Dauer der Etappen ermöglicht es dir, entweder später am Morgen und nach einem ausgiebigen Frühstück zu starten oder am Nachmittag noch einen Kaffee und Kuchen zu genießen, bevor du dich am Abend gemütlich in eine Gastwirtschaft setzt.

Greiz oder Wünschendorf erreichst du mit dem Zug, eine Weiterfahrt bis zum eigentlichen Startpunkt ist mit dem Bus möglich. Falls du mit dem Auto anreist, kannst du dieses im Bereich des Greizer Parks abstellen. Freu dich auf eine Auszeit im Vogtland, wandle auf den Spuren der Vögte, tauche ein in die Natur und Historie einer einzigartig schönen Region!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    03:08
    11,1 km
    3,5 km/h
    250 m
    240 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der ersten Etappe des Elsterperlenwegs entdeckst du die 800 Jahre alte Stadt Greiz, wanderst vorbei an imposanten Felsformationen und genießt wundervolle Aussichten auf das Elstertal. Schöner kann deine Zeit im Vogtland nicht starten! Start- und Endpunkt ist die Stadt Greiz, die wegen ihrer reizvollen Lage und ihrer zahlreichen historischen Bauten den Beinamen „Perle des Vogtlandes“ trägt. Greiz war die Residenzstadt des Fürstentums Reuß älterer Linie, das bis 1918 als selbstständiger Bundesstaat im Deutschen Kaiserreich bestand und vom Haus Reuß regiert wurde.

    Du startest am Haupteingang des Greizer Parks und spazierst am bekannten Sommerpalais vorbei, dem kleinen Schloss im Greizer Park. Es ist ein Beispiel für Frühklassizismus im mitteldeutschen Raum. Im nahegelegenen Café im Küchenhaus probierst du in historischem Ambiente ein schmackhaftes Stück Kuchen.

    Etwas Energie kannst du auch gut gebrauchen, denn von nun an geht es bergauf. Zunächst wanderst du hinauf zur Idahöhe. Von hier genießt du einen traumhaften Blick auf das Obere Schloss. Weiter bergauf gehend, gelangst du zum Aussichtspunkt und Rastplatz Teufelskanzel auf 370 Meter Höhe und marschierst weiter vorbei an den sagenumwobenen Klingensteinen auf 397 Meter Höhe.

    Auf dem Bergrücken wanderst du noch eine Stunde entlang und genießt tolle Ausblicke auf das waldreiche Elstertal, bis du mit dem Abstieg beginnst. Endlich erreichst du den ehemaligen Luftkurort und das Etappenziel Neumühle an der Elster. Hier kannst du deine Unterkunft beziehen und dir ein Feierabendgetränk gönnen. Morgen geht es schon weiter!

    Schwer
    04:43
    16,2 km
    3,4 km/h
    380 m
    420 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Wasser, spektakuläre Felsen und tolle Ausblicke: Etappe 2 des Elsterperlenweges wird dich mit wunderschöner Natur in ihren Bann ziehen. Nach einem leckeren Frühstück kann es schon losgehen. Du startest in Neumühle an der Elster. Zunächst spazierst du auf einem weichen Waldweg und später auf einen schönen Höhenweg, bis du zum Schieferfelsen gelangst.

    Am Rastplatz Lehnamühle kannst du eine kurze Rast einlegen. Nachdem du den kleinen Ort Lehnamühle durchquert hast, gehst du zurück in den Wald. Folge hier unbedingt der Beschilderung „Elsterperlenweg" und „Rüßdorfer Alpenweg". Die Ausweichstrecke nutzt du nur bei schlechtem Wetter oder wenn du dich in der Höhe nicht wohlfühlst. Am Ende des Weges hast du einen herrlichen Ausblick auf das Elstertal auf 295 Meter Höhe.

    Nach einer weiteren halben Stunde erreichst du das Elsterwehr, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Der Höhenunterschied der großen Elsterschleife wird dazu genutzt, die Turbinen anzutreiben. Sehr spektakulär!

    Am größten Mäander der Weißen Elster kannst du auch vergangene Relikte entdecken. So etwa die „Rüßburg“ in der Nähe des Ortes Rüßdorf. Die alte Burgstelle einer Fliehburg erkennst du noch an ihrer Oberflächengestalt. Sie lag auf dem westlichen Hochufer der Elster und wurde schon von den Slawen angelegt. Im späten Mittelalter wurde der vorgelagerte Burgplatz befestigt. Dort entstand dann Rüßdorf.

    Folge nun dem Mühlburschensteig. Auf dem ebenen, leicht abschüssigen Weg gelangst du zur Eulamühle. Am Ende deiner Etappe erreichst du schließlich Berga an der Elster. Dein Nachtlager beziehst du in dieser schönen Stadt. Den Tag lässt du bei einem kühlen Getränk und wunderschönen Erinnerungen an einen ereignisreichen Tag ausklingen.

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  • Mittelschwer
    03:50
    14,1 km
    3,7 km/h
    200 m
    210 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute erlebst du wieder Natur pur! Etappe 3 startet in Berga an der Elster. Von dort gelangst du zur idyllisch gelegenen Clodramühle. Genieße leckeren Käse und ein kühles Getränk, bevor es weiter Richtung Wünschendorf geht. Am Klosterhof kannst du ebenso eine Rast einlegen, dir ein Boot ausleihen und eine kleine Rundtour unternehmen oder im Märchenwald spazieren gehen.

    Eine Stunde später erreichst du das nächste Highlight. Schloss Mildenfurth ist eine Kuriosität unter den Thüringer Baudenkmälern. Ursprünglich wurde es im Jahr 1139 von Heinrich II. Vogt von Weida als Prämonstratenserkloster gegründet. Doch im 16. Jahrhundert wurde die dreischiffige Basilika des Klosters in ein Renaissanceschloss verwandelt. Im Klosterareal sind heute Werke des bekannten Bildhauers Volkmar Kühn ausgestellt.

    Nach Wünschendorf, deinem Ziel, ist es nun nicht mehr weit. Auf dem Weg überquerst du eine historische Holzbrücke. Sie ist die einzige in Deutschland erhaltene Holzbrückenkonstruktion dieser Art. In ihrer Bauart ist sie vergleichbar mit der berühmten Kapellbrücke am Vierwaldstätter See. Sie steht unter Denkmalschutz und wurde 2007 zur schönsten Brücke Mitteldeutschlands gewählt.

    Nun bist du angekommen – genieße deinen Feierabend in einer der schönen, typisch-vogtländischen Gaststätten bei Thüringer Klößen oder einer leckeren Bratwurst.

    Schwer
    04:47
    16,4 km
    3,4 km/h
    440 m
    410 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf Etappe 4 wird es geradezu alpin – und wieder kannst du dich von den beeindruckenden Ausblicken verzaubern lassen. Die Strecke zwischen Wünschendorf und Berga ist vielleicht der schönste Abschnitt auf dem Elsterperlenweg. Der Kammweg rechtsseitig der Elster oberhalb des Steinbruchs lassen alpines Feeling aufkommen.

    Du startest am Rathaus in Wünschendorf an der Elster. Nach etwa zwei Kilometern erreichst du einen imposanten Steinbruch. Der rötliche Fels hebt sich farblich von dem umgebenden Grün ab und lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Von hier oben hast du auch einen spektakulären Blick auf die Weiße Elster. In schönen Mäandern schlängelt sie sich durch das Tal.

    Nach einem weiteren Kilometer erreichst du das nächste Highlight. Den Geyer-Stein. Von dem Felshügel genießt du einen wunderschönen Blick auf die Elster und kannst eine genussvolle Pause einlegen. So nett und idyllisch das Elstertal auch wirkt, wenig später erreichst du den sogenannten „bösen“ Stein. Wenn du den tollen Ausblick von hier oben nicht verpassen willst, musst du deinen Mut zusammennehmen. Vielleicht bringt eine Berührung ja sogar Glück. Wer weiß.

    Wenig später kannst du deine Beinmuskeln nochmal ein wenig herausfordern – die Talsperre Albersdorf erreichst du auf 176 Stufen. Deine Mühen werden mit einem schönen Blick auf das Elstertal und die Talsperre belohnt. Nun geht es nur noch bergab. Versprochen!

    In Berga, deinem heutigen Ziel, angekommen, kannst du einen ganz besonderen Baum begutachten. Die Stieleiche ist das Wahrzeichen der Stadt und steht im Ortszentrum. Seit dem Jahr 2013 wird sie als Naturdenkmal geschützt. Ihr Umfang beträgt etwa sechseinhalb Meter. Probier doch mal, sie zu umarmen! Nach einem spannenden Tag beziehst du deine Unterkunft und lässt den Tag bei einem guten Essen ausklingen.

    Mittelschwer
    02:57
    10,2 km
    3,4 km/h
    270 m
    270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Bevor du heute deine Etappe startest, nimm dir Zeit für einen Stadtbummel durch Berga an der Elster. Die Stadt befindet sich im Landkreis Greiz im Osten des Freistaates Thüringen. Sie erstreckt sich entlang eines Hanges in einer Weitung des Elstertals. Besonders schön hier ist die St. Erhard Kirche, eine rechteckige Saalkirche mit zweigeschossigen Langhausemporen. Das Rathaus leuchtet in grellem Rot und ist ein sehr schönes Fotomotiv.

    Wenig später gelangst du an das Herrenhaus in Markersdorf. Das ehemalige Rittergut wartet mit einer sehr schönen Parkanlage mit mehr als Hundert Jahre alten Bäumen auf. Die evangelisch-methodistische Kirche Mühlberg am Waltersdorf erreichst du nach weiteren eineinhalb Stunden und einer leichten Steigung von etwa 100 Höhenmetern.

    An dem schlichten Gotteshaus kannst du so richtig durchatmen. Der Ort und die Landschaft herum bieten unglaublich viel positive Energie und regen zum stillen Innehalten an. Ein Ort zum Wohlfühlen. Auf deinem Weiterweg genießt um ein weiteres Mal herrliche Ausblicke auf das Elstertal.

    Ein gemütlicher Rastplatz ist das Elsterwehr in Neumühle. Hier kannst du deine Brotzeit verspeisen. Auf dem Parallelweg zur Weißen Elster erreichst du dann das Etappenziel – Neumühle an der Elster. Es ist an der Zeit, dein letztes Nachtlager zu beziehen und dich mit einem guten Abendessen auf die letzte Etappe am nächsten Tag vorzubereiten.

    Mittelschwer
    03:39
    12,9 km
    3,5 km/h
    310 m
    250 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute bricht dein letzter Tag auf dem wunderschönen Elsterperlenweg an. Du startest in Neumühle an der Elster. Zunächst legst du etwa 150 Höhenmeter zurück, bis du auf einem Bergrücken gemächlich dahinwanderst. Unterwegs kommst du am Weißen Kreuz vorbei – ein tolles Fotomotiv, um deinen Lieben zu Hause einen Gipfelbeweis aufs Handy zu schicken. Der Weg ist sehr schön, verläuft durch ruhigen Mischwald, ist wenig begangen und mit Gras bedeckt.

    Nun gelangst du zum Pulverturm. Er befindet sich am nördlichen Stadtrand von Greiz. Der Turm wurde 1841 auf einer 325 Meter hohen Felsspitze des Roth-Berges errichtet und diente der sicheren Unterbringung des Schießpulvervorrats des Reuß-Greizer Militärs. Der Pulverturm besteht aus roten Backsteinen, hat eine Grundfläche von 14 Quadratmetern und ist etwa zwölf Meter hoch.

    Bald ist dein letztes Ziel erreicht: Greiz. Zunächst biegst du hier auf den Schlossberg ab. Dann gelangst du zum Haupteingang des Greizer Parks. Auf dem Weg bestaunst du wieder das Obere und das Untere Schloss. Die beiden Schlösser sind neben dem Sommerpalais Teil der Schlossanlagen in Greiz.

    Im Unteren Schloss, das im barocken Stil gehalten ist, befindet sich ein Restaurant – der perfekte Ort, um deine Wanderung ausklingen zu lassen, noch ein letztes Mal den kulturhistorischen Wert des Vogtlandes zu bestaunen und dich für deine Heimreise zu stärken.

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Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    80,8 km
  • Zeit
    23:04 Std
  • Höhenmeter
    1 850 m