Monumentales Baden-Württemberg – 5 Touren zum Staunen und Genießen

Prachtvolle Schlösser, barocke Gartenanlagen, märchenhafte Burgruinen und keltische Kultstätten – Baden-Württemberg bietet dir ein breit gefächertes kulturelles Erbe, das voller Überraschungen steckt. Wusstest du, dass am Oberlauf der Donau die Ruinen der ältesten Stadt nördlich der Alpen zu finden sind oder dass du von der Neckarschleife bei Neckarsteinach gleich vier Burgen auf einmal sehen kannst?

All das und noch viel mehr kannst du in dieser Collection persönlich in Erfahrung bringen, denn wir wollen dich mitnehmen auf eine ereignisreiche Entdeckungsreise durch die Kulturlandschaft Baden-Württembergs. Auf insgesamt fünf Touren wirst du sowohl in den Genuss berühmter Bauwerke, wie dem Schloss Heidelberg oder der Burgruine auf dem Hohenstaufen kommen, als auch das eine oder andere Kleinod kennenlernen, von dem du bisher vielleicht noch gar nicht gehört hast.

Alle Touren erreichst du völlig unkompliziert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bis auf eine Ausnahme sind sie auch komplett als Rundtouren angelegt, sodass du dir während der Fahrt keine Gedanken über den Rückweg machen musst. Von der gemütlichen Halbtagestour bis zur etwas anspruchsvolleren Ganztagestour bietet dir diese Collection zudem eine gute Mischung verschiedener Schwierigkeitsgrade, um allen Radfahrer-Ansprüchen gerecht zu werden. Längere Touren lassen sich außerdem bequem mit der Bahn abkürzen, sodass auch nicht ganz so fitte Radler ohne Probleme auf Erkundungstour gehen können. Wer es ganz entspannt haben möchte, fährt die Strecken mit dem E-Bike, so kann der Fokus noch ein bisschen mehr auf den kulturellen Teil gelegt werden.

Zuletzt führen dir alle Radtouren natürlich nicht nur herausragende Aspekte der Kultur Baden-Württembergs vor Augen, sie führen dich auch durch herrlich schöne Natur. Angefangen mit den südlichen Ausläufern des Schwarzwaldes, phantastischen Ausblicken in das Rheintal bis hin zu den Vogesen, dem renaturierten Oberlauf der Donau oder den etlichen Schleifen, in denen sich der Neckar durch die Landschaft windet, ehe er in den Rhein fließt. Abgerundet wird das Naturerlebnis durch die hervorragende Schwäbische und Badische Küche, während in so manchen Brauereigaststätten für den nötigen Nachschub an Elektrolyten gesorgt wird.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    02:29
    35,0 km
    14,1 km/h
    520 m
    530 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Halbtagestour östlich von Stuttgart führt dich in einer moderaten Runde vom Remstal hinauf auf den Hohenstaufen und wieder zurück an die Rems. Dein Startpunkt befindet sich in Schwäbisch Gmünd direkt am Bahnhof, der mit der Regionalbahn von Stuttgart aus ganz einfach zu erreichen ist.

    Auf dem Deutschen Limes-Radweg geht es in westlicher Richtung aus der Stadt heraus und schon wartet das erste Highlight auf dich: Noch bevor du die Stadtgrenze erreicht hast, kannst du hier eine alte Befestigungsanlage am Limes begutachten und nicht weit davon die noch grob erkennbaren Überreste eines Römerkastells in Augenschein nehmen.

    Nachdem du in Lorch etwas später das gleichnamige Kloster besichtigt hast, verlässt du das Remstal und beginnst langsam aber stetig mit dem Aufstieg auf den Hohenstaufen. Zunächst führt dich der Weg durch das idyllische Beutental. Während du verzaubert von der Landschaft kontinuierlich in die Pedale trittst, hast du, ehe du dich versiehst, die Burg Wäscherschloss erreicht, wo du eine Verschnaufpause einlegen kannst, bevor du dich an den etwas fordernderen Anstieg auf den Hohenstaufen machst.

    Etwa 240 Höhenmeter gilt es bis auf den Gipfel des Berges ab hier noch zu überwinden – inzwischen bist du aber gut aufgewärmt, so stellt auch das letzte Stück kein größeres Problem dar. Oben angelangt, wirst du mit einer herrlichen Aussicht in das Remstal und auf die Schwäbische Alb belohnt. Direkt an der Burgruine findest du auch ein nettes Café-Restaurant, wo du wieder etwas Energie tanken kannst.

    Die herzhafte Schwäbische Küche wird dir mit Sicherheit ebenso ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wie auch der Blick auf das restliche Höhenprofil der Tour: Auf dem Weg zurück nach Schwäbisch Gmünd erwarten dich ein paar tolle Abfahrten und kaum nennenswerte Anstiege – das hast du dir nun auch mehr als verdient. Über den Höhenzug des Aasrücken führt dich die Strecke gemächlich zurück ins Remstal, wo du auch bald an deinem Ziel angelangt bist.

    Übrigens: Sollte dir der Anstieg auf den Hohenstaufen etwas zu viel des Guten sein, kannst du ihn auch geschickt umfahren: Am Stadtrand von Wäschenbeuren kannst du auf den Bahntrassen-Radweg der ehemaligen Hohenstaufenbahn abzweigen. Dieser führt nahezu völlig flach direkt bis nach Schwäbisch Gmünd ins Ziel. Am Hohenstaufen fährst du zwar nur vorbei anstatt hinauf – aber auch die Aussicht auf den Berg ist ein kleines Highlight.

    Schwer
    03:38
    57,2 km
    15,8 km/h
    460 m
    490 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Für diese Tour durchs Neckartal lohnt es sich, einen ganzen Tag Zeit einzuplanen. Nicht nur, dass unterwegs viele Schlösser und Burgen auf deine Erkundung warten, wenn du überall nicht nur ein schnelles Foto schießen willst, braucht es schon mal gute ein bis zwei Stunden, sich die riesigen, herrschaftlichen Bauwerke anzuschauen – diese Zeit solltest du einplanen.

    Los geht es in der idyllisch am Neckar gelegenen Ortschaft Neckarsteinach – ein angemessener Ausgangspunkt für die heutige Tour, denn vom gegenüberliegenden Neckarufer genießt du einen hervorragenden Blick auf die vier (!) Burgen des Ortes. Neckarsteinach erreichst du ganz einfach mit der Neckartalbahn von Mannheim, Heilbronn oder auch von Stuttgart.

    Vom Bahnhof führt dich der Weg zunächst an das gegenüberliegende Neckarufer. Hier fährst du eine kleine Schleife nach Osten über Mückenloch und Neuhof, was dir den Anstieg zur Burgfeste Dilsberg etwas vereinfacht. Während der anschließenden Abfahrt umrundest du den Dilsberg zur Hälfte, bis du am Fuße des Berges die Neckarschleife erreichst. Von hier hast du einen der besten Blicke auf die vier Burgen von Neckarsteinach.

    Weiter geht es immer gemütlich am Neckar entlang, bis in Heidelberg der zweite kurze, aber durchaus ordentliche Anstieg hinauf zum Heidelberger Schloss auf dich wartet. Für die Besichtigung der gut erhaltenen Ruine lohnt es sich, eine gute Portion Zeit einzuplanen. Auch die Aussicht auf das pittoresk am Neckar gelegene Heidelberg ist von der Burgbrüstung wohl eine der schönsten der Stadt. Die Altstadt lädt zudem mit ihren vielen kleinen Restaurants und Cafés zum Verweilen und Stärken ein.

    Der „Radweg Burgenstraße“ führt dich im Anschluss über Felder und Wiesen direkt zum Schloss Schwetzingen, wo der weitläufige Schlosspark zum gemütlichen Flanieren einlädt – am besten stellst du dein Fahrrad vor dem Park sicher ab. Bevor es an den Endspurt geht, findest du kurz hinter Schwetzingen in der Welde Brauerei regionale Craft-Beer-Spezialitäten, die kombiniert mit einem leckeren Burger für Stärkung auf den letzten Kilometern sorgen.

    Sobald du wieder den Neckar erreicht hast, befindest du dich auch schon fast an deinem Ziel in Mannheim. Ein paar Kilometer führt der Weg noch am Fluss entlang durch die Vororte, dann wechselst du vom Neckar in die Nähe des Rheinufers, wo das prachtvolle Barockschloss Mannheim zum Abschluss zu einer kleinen Besichtigungstour einlädt. Der Bahnhof ist nur wenige hundert Meter vom Schloss entfernt. Von hier kannst du auch wieder zurück nach Neckarsteinach fahren.

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  • Schwer
    05:09
    72,2 km
    14,0 km/h
    810 m
    810 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Tagestour am Rande des südlichen Schwarzwalds ist mit knapp über 70 Kilometern schon ein ganz schönes Stück. Zwar erfolgt der Rückweg auf ausschließlich entspannten Radwegen flussabwärts des Rheins, wenn du möchtest kannst du dich aber auch einfach gemütlich in die Bahn setzen und zu deinem Ausgangspunkt zurückkehren. Das spart dir ganze 32 Kilometer ein, womit du auch einiges an Zeit gewinnst, um die Sehenswürdigkeiten unterwegs noch ausgiebiger genießen zu können.

    Der Startpunkt der Tour befindet sich in Müllheim (Baden) am Bahnhof – von Freiburg oder Weil am Rhein ganz einfach mit der Regionalbahn zu erreichen. Der Weg führt dich zunächst durch Müllheim hindurch, direkt Richtung Schwarzwald. Bevor du nun aber völlig in diesen eintauchst, biegt die Tour bei Badenweiler nach Süden ab. Der eine oder andere Hügel erwartet dich aber selbst hier am Rande des Mittelgebirges – tolle Aussichten inklusive.

    Bei Badenweiler lohnt es sich, die Römerbadruine und die Burg zu besichtigen, auch im angrenzenden Kurpark gibt es viel zu entdecken. Über Sehringen fährst du weiter in Richtung Süden. Bis auf eine kleine Senke beim Blauenbachtal geht es für die nächsten acht Kilometer kontinuierlich bergauf. Die Steigung bleibt dabei glücklicherweise die meiste Zeit über in einem moderaten Bereich, einzig kurz vor Erreichen des Schlosses Bürgeln wandert sie für einen Moment über die Zehn-Prozent-Marke.

    Oben angekommen erntest du die Belohnung für deine Anstrengungen: eine sagenhafte Aussicht über das Rheintal bis hin zu den Vogesen. Übrigens ist an das Schloss ein Café-Restaurant angegliedert und was gibt es schöneres, als sich für seine Mühen gleich zweimal zu belohnen… Wie jeder weiß, sind jedoch alle guten Dinge drei und entsprechend wird auch die anschließende Abfahrt ins Kandertal ein Lächeln in dein Gesicht zaubern.

    Du folgst der Kander für ein gutes Stück in Richtung Süden, bis du bei Wittlingen noch einmal hinauf auf die letzten Ausläufer des Schwarzwaldes abzweigst. Der Anstieg ist zwar kurz, dafür aber auch recht knackig, doch oben wirst du abermals mit einer fantastischen Aussicht belohnt – dieses Mal über Lörrach, in Richtung Alpen und auf die Vogesen.

    Über Eimeldingen fährst du am dortigen Bahnhof vorbei zurück ins Rheintal. Wenn du möchtest, kannst du der Tour folgen und die letzten 32 Kilometer mit dem Rad zurücklegen – der Radweg entlang des Rheins ist absolut entspannt. Alternativ fährt von Eimeldingen die Regionalbahn etwa zweimal in der Stunde zurück nach Müllheim.

    Mittelschwer
    02:59
    47,4 km
    15,9 km/h
    400 m
    400 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Rundtour führt dich zunächst auf einem guten Teilstück durch das liebliche Taubertal, dann auf die Anhöhe zwischen Tauber und Jagst und ab Niederstetten dem Vorbach folgend wieder zurück an deinen Startpunkt in Weikersheim.

    Nachdem du die Tour am Weikersheimer Bahnhof begonnen hast, wartet sogleich das erste Highlight auf dich: das Schloss Weikersheim. Es gilt als eines der schönsten Schlösser in der Hohenlohe. Der angrenzende, barocke Schlossgarten ist mindestens genauso schön anzuschauen. Da das Schloss direkt am Anfang der Tour liegt, kannst du es alternativ auch zum Schluss besichtigen, solltest du erst einmal ein bisschen in die Pedale treten wollen.

    Du folgst nun der Tauber bis nach Bad Mergentheim, wo schon die nächste prunkvolle Schlossanlage von dir erkundet werden will. Nach etwa einem Drittel der Gesamtstrecke lohnt es sich zudem, in der Altstadt von Bad Mergentheim eine kleine Rast einzulegen: viele Cafés und auch ein paar nette Restaurants laden hier zu einer ersten Stärkung ein.

    Die Extraportion Energie kannst du gut gebrauchen, denn für die nächsten zwölf Kilometer geht es immer etwas mehr bergauf, bis du kurz vor Herbsthausen das Plateau zwischen Tauber und Jagst erklommen hast. Noch eine kleine Senke, dann kannst du dich für deine Anstrengungen in der Herbsthäuser Brauereigaststätte mit kühlen, isotonischen Getränken und dazu passenden, regionalen Gerichten belohnen.

    Über ein paar Hügel musst du noch, ehe es bei Niederstetten wieder hinab ins Tal geht. Dem Vorbach folgst du nun zurück nach Weikersheim, wo er in die Tauber mündet. Deine Tour endet, wo sie begonnen hat: am dortigen Bahnhof. Die nächstgelegenen größeren Städte, die du von hier aus mit der Bahn erreichst, sind Tauberbischofsheim im Norden und Crailsheim im Süden.

    Mittelschwer
    03:08
    46,9 km
    15,0 km/h
    320 m
    320 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Tour dieser Collection nimmt dich mit in eine längst vergangene Zeit. Barocke Gärten und herrschaftliche Burgen suchte man damals vergebens. Umso eindrucksvoller ist es, dass die Bauwerke bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind. Es handelt sich um die ältesten Monumente dieser Größe nördlich der Alpen, geschaffen von den Kelten während der Hallstattzeit, einer späten Epoche der Eisenzeit von etwa 800 bis 450 vor Christus.

    Du startest östlich von Sigmaringen etwas außerhalb der Ortschaft Herbertingen direkt am Bahnhof. Diesen erreichst du mit der Bahn zum Beispiel von Sigmaringen oder Tuttlingen aus westlicher Richtung und aus dem Nordosten von Ulm. Insgesamt kannst du für die heutige Strecke einen guten halben Tag einplanen, vielleicht auch etwas länger, je nachdem, wie lange du an den einzelnen Stationen Halt machen willst.

    Die Tour führt dich getreu ihres Mottos zunächst am Keltenmuseum in Hundersingen vorbei. Hier kannst du dich schon mal ausgiebig über die örtlichen Ausgrabungsstätten und Siedlungen informieren, ehe du dich selbst auf die Spurensuche begibst.

    Das Freiluftmuseum Heuneburg mit seinen umliegenden Grabhügeln – insgesamt 50 an der Zahl, wovon aber nur noch die wenigsten heutzutage als solche erkennbar sind – ist sicherlich das eindeutige Highlight der Tour. Etwa 5.000 Menschen sollen hier in der späten Eisenzeit gewohnt haben – eine ganze Menge für die damalige Zeit.

    Vorbei an den Grabhügeln führt dich der Weg über gemütliche Forstwege durch dichten Wald, bis du kurz hinter Langenenslingen einen Abstecher zur Ausgrabungsstätte „Alte Burg“ machen kannst. Viel ist von der damaligen Anlage mitten im Wald zwar nicht mehr zu erkennen, allerdings wurde kein Aufwand gescheut, dem Besucher trotzdem möglichst realitätsnah vor Augen zu führen, wie es damals ausgesehen haben könnte.

    Ab Riedlingen verläuft die Strecke entspannt im Donautal, das hier bereichsweise renaturiert wurde. Vom Weg aus kannst du einige Wasservögel und mit etwas Geduld vielleicht auch ein paar wilde Tiere beobachten. Aber auch ohne Tiersichtungen ist die grüne Landschaft ein Augenschmaus.

    Der Fürstengrabhügel Bettelbühl bildet den Abschluss dieser kleinen Zeitreise. Die insgesamt sieben Grabhügel sind über die Jahrhunderte hinweg derartig von der Landwirtschaft eingeebnet worden, dass heute nur noch der höchste von ihnen einigermaßen sichtbar ist. Kurze Zeit später erreichst du auch schon dein Ziel in Herbertingen.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    259 km
  • Zeit
    17:22 Std
  • Höhenmeter
    2 520 m

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