Nadine

Auf spirituellen Wegen durch das Mühlviertel – der Johannesweg

Jasi

Auf spirituellen Wegen durch das Mühlviertel – der Johannesweg

Wander-Collection von Nadine

Geduld, Humor, Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft – vier positive Eigenschaften, die auf dem Johannesweg thematisiert werden. Diese besondere spirituelle Wanderung führt dich auf vier Etappen durch die wunderschöne Hügellandschaft des Mühlviertels in Oberösterreich. Auf zwölf Stationen mit Sinnsprüchen und Kraftplätzen erhältst du Impulse und Weisheiten, die dich zur inneren Einkehr einladen und dich motivieren, immer positiv nach vorne zu schauen. Die wunderschöne Natur am Wegesrand tut ihr übriges.

Nach vier Tagen auf dem Johannesweg mit Etappen zwischen neun und knapp 27 Kilometern bist du wieder voller Kraft. Denn dann hat das Pilgern seine regenerative Wirkung auf dich entfaltet. Durch das stetige Gehen kommst du in einen angenehm meditativen Zustand und lässt alle Sorgen und Probleme hinter dir. Was zählt, ist das Hier und Jetzt.

Auf dem Weg durch die herrliche Landschaft des unteren Mühlviertels tankst du richtig viel Energie. Die wunderschönen Ausblicke, die angenehmen Waldwege und die Kraftplätze entlang des Weges tun dir gut und erfüllen dich mit tiefer Zufriedenheit. Der Johannesweg führt auf 84 Kilometern durch die Region Mühlviertler Alm Freistadt. Als Wegweiser begleitet dich eine Lilie, das Symbol des Lichts.

Ausgangspunkt ist die Gemeinde Pierbach. Grundsätzlich kannst du auch in jeder anderen Gemeinde entlang des Rundwegs loswandern. Auch Tagestouren sind möglich. Den Weg kannst du entweder in drei oder vier Tagen erwandern. Ich empfehle dir aber, dir vier Tage Zeit zu nehmen, weil du so an den einzelnen Stationen genügend Zeit hast. In der Collection stelle ich dir daher die längere Version vor. Der Johannesweg ist nur in eine Richtung beschildert – im Uhrzeigersinn. So kannst du richtig gut abschalten, weil du höchstens mal andere Wanderer überholst, dir aber kaum Menschen entgegenkommen.

Übrigens: Zwei Etappen sind länger als 20 Kilometer. Falls du dann müde vom Wandern bist, kannst du dich unterwegs auch von einem Taxi abholen und an deinen Wunschort bringen lassen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in allen Orten deiner Wanderung. Pierbach erreichst du mit dem Zug via Linz und Pregarten. Von dort aus geht es weiter mit dem Bus 340 nach Pierbach. Dein Auto kannst du auf einem Parkplatz in Pierbach oder dem Pendlerparkplatz in Pregarten stehen lassen, weil du auf der Rundtour nach vier Tagen wieder hier ankommst.

Mehr Informationen unter anderem auch zum Gepäcktransport findest du unter: johannesweg.at

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    02:36
    9,00 km
    3,5 km/h
    270 m
    150 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Deine erste Etappe startet in der Gemeinde Pierbach. Heute warten nur neun Kilometer auf dich – dafür tauchst du schon vollends ein in die spirituelle Aura des Johanneswegs. Falls du erst heute anreist, kannst du deinen Tag entspannt mit der ersten Etappe ausklingen lassen. Bist du schon am Vortag angereist, dann starte deinen ersten Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Gestärkt und frohen Mutes bist du bereit für die Strecke! Los geht es auf den Ramlberg und weiter zum Hof der Familie Irxenmayer. Hier erwartet dich auch schon die erste Station des Johannesweges. Der Johannesbrunnen und die Engelskapelle in Pierbach sind zweifelsfrei Highlights, die du dir unbedingt anschauen solltest.

    Der Ort entfaltet sofort seine Wirkung auf sich. Die Brunnen und die Kapelle sind so malerisch in die wunderschön hügelige Natur eingebettet, dass du aus dem Staunen nicht heraus kommst. Zur inneren Einkehr tritt ein in die Engelskapelle. Ein wenig Erfrischung bereitet dir der Brunnen. Dessen Wasser besticht durch seine hohe Reinheit. Das Granitgestein, durch das sich das Wasser seinen Weg nach oben sucht, hat einen filternden Effekt und verhindert, dass anorganische Mineralien ins Wasser gelangen. Das Wasser kannst du entweder pur einfach aus dem Brunnen trinken oder für zu Hause in Flaschen mitnehmen. Denn das Wasser wird unter dem Namen irx-Wasser verkauft. Unweit dieses wundervollen Kraftplatzes befindet sich die Kugelmühle, die du danach noch besichtigen kannst .

    Sanft bergauf und bergab wanderst du weiter über Wiesen und auf Waldwegen in Richtung Schönau. Auf den letzten drei Kilometer legst du gut 100 Höhenmeter zurück, bis du in dem wunderschönen Ort Schönau im Mühlkreis ankommst. Hier hast du noch genügend Zeit für einen kleinen Bummel durch die Stadt. Sehenswert ist die im romanischen Stil erbaute Jakobskirche. Nach einem erfüllten Tag beziehst du deine gemütliche Unterkunft und gönnst dir zum Abschluss ein zünftiges Abendessen. Morgen geht es schon weiter!

    Schwer
    07:57
    27,0 km
    3,4 km/h
    820 m
    720 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nach einer entspannten Nacht in Schönau startest du mit einem guten Frühstück und frohen Mutes in die zweite Etappe. Heute erwartet dich wieder Natur pur und ganz viel spirituelle Inspiration. Nachdem du Schönau verlassen hast, geht es aufwärts zum Herrgottsitz. Wie der Name es schon verrät, befindet sich auf dieser imposanten Felsformation eine sitzförmige Mulde, auf der sich der liebe Gott nach der Erschaffung der Erde ausgeruht haben soll. Nimm auch du Platz und genieße die Ruhe und die schönen Ausblicke.

    Der nächste Abschnitt des Johanneswegs führt dich zur Burgruine Prandegg, wo du vom Turm aus einen herrlichen Rundblick bis in die Alpen genießen kannst. Eine tolle Aussicht garantiert dir auch das nächste Highlight. Denn nach gut 200 Höhenmetern des Aufstiegs erreichst du den weithin sichtbaren Herzogreitherfelsen. In Stein gehauene Stufen, Leitern und Stahlseile erleichtern dir den Aufstieg auf das beeindruckende Felsgebilde aus Granit.

    Nun wanderst du weiter in den beschaulichen Ort St. Leonhard bei Freistadt. Hier lohnt sich die Besichtigung der Wallfahrtskirche, deren Ursprung bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts zurückreicht. Weiter geht es zur Bründlkapelle – eine weitere Station auf dem Johannesweg. Diese wurde im Jahr 1728 am alten Ortschaftsweg von St. Leonhard nach Ennsedt errichtet. Bergauf geht es nun über den Haiderberg nach Langfirling und dann nach Waldfeld, wo bald der Galgenbühel erreicht ist.

    Bergab, durch den Wald und entlang der Bundesstraße wanderst du weiter bis zur Zwischenstromwiese. Sie befindet sich bereits im Gemeindegebiet von Weitersfelden. Hier fließen Schwarze und Weiße Aist zusammen und bilden dadurch die Waldaist. Bald erreichst du dein heutiges Tagesziel – den schönen Ort Weitersfelsen, wo du deine Unterkunft beziehst. Freu dich auf einen entspannten Abend bei einem guten Essen und einem Gläschen Wein.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Mittelschwer
    04:22
    15,0 km
    3,4 km/h
    390 m
    480 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe 3 ist mit 15 Kilometern Tagesmarsch heute wieder richtig entspannt. Du startest in Weitersfelsen und wanderst über Wiesen und Waldwege vorbei an der Ortschaft Nadelbach. Vorbei geht es auch an den Bauernhöfen der Silberberger Schnapsbrenner.

    Hier kannst du dir ein edles Tröpfchen von Selbstgebranntem gönnen. Immerhin überwindest du danach bald 300 Höhenmeter beim Aufstieg zum Kammerer Kreuz. Ein wenig Mut und Heiterkeit kann da nicht schaden. Der grandiose Ausblick auf die Alpengipfeln entschädigt dich aber auch so für die Anstrengungen.

    Bevor du stets bergab gehend den Kaltenberger Marktplatz erreichst, führt dich der Johannesweg an der Ursprungskapelle und am Augenbründl vorbei. Zwei weitere Stationen des Weges, die dich zum Innehalten und Kraft tanken einladen. Die Volkssage besagt, dass am Standort der Kapelle einem Hirtenknaben einst die Muttergottes erschienen sei. Atme auch du tief ein, schließe die Augen und sinniere über Gott und die Welt. Vielleicht findest du Antworten auf Fragen, die dich schon lange beschäftigen.

    Über den Kreuzweg mit seinen 14 Steinbloß-Kapellen bergab führt der Weg weiter nach Unterweißenbach, dem Hauptort der Region Mühlviertler Alm – und deinem heutigen Tagesziel. Steinbloß ist übrigens die für das Mühlviertel typische Bauweise. Die Bauwerke sind aus Granitfeldsteinen erbaut. Die größeren Steine blieben unverputzt, dadurch bekamen die Fassaden die typische Optik aus hellen und dunklen Stellen. Der Grund für diese Bauweise war, dass in dieser Gegend der Kalk rar und teuer war und die Bauern somit größere Steine in das Mauerwerk einfügten und diese nicht verputzten. Spannend!

    Auf deinem Weg entdeckst du also nicht nur spirituelle und landschaftliche Schätze, sondern bereicherst dich auch mit kulturellem Wissen. Zufrieden kehrst du in deine Unterkunft ein und belohnst dich mit einem leckeren Essen!

    Schwer
    07:45
    26,7 km
    3,4 km/h
    640 m
    790 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der heutige Tag hat es in sich. Mit knapp 27 Kilometern ist Etappe 4 die längste auf deinem Weg. Falls du nach deinem Frühstück noch Zeit hast, schau dir im Ort die Pfarrkirche mit ihrem feinen Netzrippengewölbe an. Sie ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet. Nachdem du den Markt überquert hast, wanderst du weiter steil bergauf zum Wegererstein. Auf der höchsten Erhebung Unterweißenbachs hast du einen fantastischen Blick auf den Markt, nach Kaltenberg und auf die wunderschöne Hügellandschaft.

    Weiter führt dich dein Weg zur Einsiedlerklause. Der gesamte Hügel hat besondere Energien. Nicht umsonst steht ganz in der Nähe der Einsiedlerklause die Himmelsleiter, auf der sich Himmel und Erde begegnen. Durch den Wald geht es weiter bis zu einer Naturplattform, auf der das Harlingsedter Gipfelkreuz steht. Von hier bietet sich noch einmal eine herrliche Aussicht über die Landschaft des Mühlviertels, bevor du dich bergab auf den Weg nach Königswiesen aufmachst.

    Weiter geht es in die Ortschaft Mötlas, wo du der Kapelle unbedingt einen Besuch abstatten solltest. Dann wanderst du vorbei am Bischofsberg und erreichst nach einem kurzen Marsch bergauf die Ruine Ruttenstein. Die einstmals riesige, mit sieben Ringtürmen versehene Hochburg zählt noch heute zu den eindrucksvollsten Ruinen des Landes und gilt als die größte Wehranlage Österreichs. Ihre Geschichte reicht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück.

    Genieße noch einmal die wunderbaren Ausblicke auf das Mühlviertel bei einem Glas Most in der nahe gelegenen Schutzhütte, denn jetzt geht es schon wieder zurück zu deinem Ausgangspunkt – nach Pierbach. Du blickst zurück auf vier sehr erfüllte Tage in wunderschöner Landschaft. Voller Kraft und neuer Energie trittst du deinen Nachhauseweg an.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    77,6 km
  • Zeit
    22:40 Std
  • Höhenmeter
    2 120 m

Dir gefällt vielleicht auch

Nadine

Auf spirituellen Wegen durch das Mühlviertel – der Johannesweg