Kristof

Zwischen Felsen und Reben – der Nahe-Radweg

Frank Kehren (CC BY-NC-ND 2.0)

Zwischen Felsen und Reben – der Nahe-Radweg

Fahrrad-Collection von Kristof
2-3 Tage
2-4 Std / Tag
129 km
880 m
1 270 m

An den südlichen Ausläufern des Hunsrücks, im Norden vom Saarland, tröpfelt ein winziger Bach aus einem Stein. Das ist die Geburtsstunde der Nahe, die im Laufe ihrer 125 Kilometer durch enge Schluchten, vorbei an beeindruckenden Felsen, schmucken Dörfern und idyllischen Weinbergen fließt, ehe sie in Bingen in den Rhein mündet. Die Landschaften verändern sich ständig und hinter jeder Flussbiegung warten neue, überraschende Highlights darauf, von dir entdeckt zu werden.

In dieser Collection möchte ich dir den Nahe-Radweg schmackhaft machen und habe dir die einzelnen Etappen aufbereitet. Die knapp 130 Kilometer lange Tour kannst du am besten in drei Etappen aufteilen oder, wenn du etwas sportlicher bist, in zwei Tagen meistern. Aber dann verpasst du womöglich einige der vielen Schätze unterwegs, darunter den mediterranen Bostalsee, die Edelsteinmine in Idar-Oberstein, die Kyrburg, atemberaubende Panoramen oder das Freiluftinhalatorium im Salinental. Außerdem sind die Höhenmeter vor allem auf den ersten 50 Kilometern nicht zu unterschätzen.

Die Quelle bei Selbach erreichst du nicht direkt mit dem Zug, aber die Bahnhöfe Sankt Wendel und Türkismühle sind nicht weit weg. Von dort bis zur Mündung hast du dann immer die Möglichkeit in den Zug zu steigen. Sowieso ist die Infrastruktur entlang der Tour sehr gut ausgebaut. Du fährst meistens auf guten Radwegen und du findest genügend Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route. Und sollte dir die Kraft ausgehen, stärkt dich die deftige rheinland-pfälzische Küche mit Spießbraten und Krumbierewurscht. Am Ende jeder Etappe kannst du dann bei einem köstlichen Glas Wein die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    03:26
    50,9 km
    14,8 km/h
    530 m
    730 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Nahe entspringt in den südlichen Ausläufern des Hunsrücks im Saarland im beschaulichen Örtchen Selbach. Wenn du die Tour direkt an der Quelle starten möchtest, kannst du mit dem Zug nach Türkismühle fahren und ein Stück den Weg zurückfahren. Oder du steigst in Sankt Wendel aus dem Zug und fährst bis Oberthal auf einem Bahnradweg. Von dort ist die Quelle nicht mehr weit. Sowohl Türkismühle als auch Sankt Wendel erreichst du ohne Umsteigen stündlich von Mainz in gut eineinhalb Stunden.

    Die erste Etappe ist gleich die anspruchsvollste. Zwar folgst du dem Lauf der Nahe, verlässt aber das Flussbett immer wieder und genießt tolle Ausblicke von Anhöhen aus. Rund um die Quelle gibt es einen schönen Wanderweg, der für die richtige Einstimmung sorgt. Dann fährst du endlich los, um der Nahe 125 Kilometer bis zum Rhein zu folgen.

    Bald erreichst du den Bostalsee, einen Stausee mit maritimem Flair. Du kannst an mehreren Stränden baden oder am Ufer flanieren, während Segelboote an dir vorbei ziehen. Dass die ganze Gegend geschichtlich interessant ist, siehst du unter anderem an den vielen Burgen, die deinen Weg säumen. Bei Birkenfeld gibt es sogar eine originalgetreu rekonstruierte Römerstraße.

    Da das Tal der Nahe anfangs sehr schmal ist, begegnest du dem Flüsschen zunächst selten. Ab Kronweiler folgst du dann aber den Mäandern, die die Nahe tief in den Fels gegraben hat. Kurz vor dem Ende der Etappe gibt es noch einige kurze, aber knackige Steigungen zu überwinden, aber die Landschaft entschädigt für jede Anstrengung.

    Das Etappenziel liegt in Idar-Oberstein. Die Nationalparkstadt mit der beeindruckenden Felsenkirche und den hübschen Fachwerkhäusern ist vor allem für Edelsteine bekannt. Dort liegt auch die einzige für Besucher zugängliche Edelsteinmine Europas. Zum Abendessen erwartet dich deftige, lokale Küche und du musst dich zwischen Idaer und Obersteiner Spießbraten entscheiden.

    Mittelschwer
    02:09
    34,1 km
    15,8 km/h
    190 m
    300 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zweite Etappe des Nahe-Radwegs ist deutlich entspannter, sowohl was die Höhenmeter anbelangt als auch die Länge. Du kannst dir also genügend Zeit lassen, um die Schätze links und rechts der Route zu entdecken. Beispielsweise die beeindruckende Felsenkirche, die stolz über den Fachwerkhäusern von Idar-Oberstein wacht.

    Im schmalen Tal erheben sich immer wieder schöne Felsformationen, die du vom Radweg aus gut siehst. Ziemlich genau auf halber Strecke, wo der Hahnenbach in die Nahe fließt, liegt das Städtchen Kirn. In der schönen Altstadt kannst du eine gemütliche Mittagspause einlegen.

    Das Highlight der Stadt ist zweifelsohne die Kyrburg. Dorthin lohnt sich ein Abstecher, egal ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Von der riesigen Burg aus hast du einen einzigartigen Fernblick. Außerdem findest du dort ein gutes Restaurant und ein Whiskymuseum.

    Ab Simmertal wird das Tal deutlich breiter und sanfte Hügel mit Weinreben säumen deinen Weg. Mitten im Weinbaugebiet Nahe, in der Großlage Paradiesgarten, liegt dein Etappenziel Bad Sobernheim. In der Stadt gibt es viele interessante Kirchen sowie die ehemalige Synagoge, die zu einer Bibliothek umgebaut wurde.

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  • Mittelschwer
    02:45
    44,2 km
    16,1 km/h
    170 m
    230 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die dritte und auch schon letzte Etappe des Nahe-Radwegs ist voller Highlights. Schon bei der Ausfahrt von Bad Sobernheim wartet der spannende Barfußpfad auf dich. In Oberhausen gibt es die erste und einzige nennenswerte Steigung der gesamten Etappe. Aber der Blick von der Domäne über die Weinberge ist einzigartig.

    Durch das Naheried kommst du nach Bad Münster. Dort liegt die gewaltige Rotenfelswand, eine von vielen beeindruckenden Felsformationen im unteren Nahetal. Sobald Salz in der Luft liegt, bist du an den Gradierwerken im Bad Kreuznacher Salinental angekommen. Seit 300 Jahren wird hier in einem aufwendigen Verfahren Salz gewonnen. Heute bildet es das größte natürliche Freiluftinhalatorium Europas. Bereits die Kelten wussten von der heilenden Wirkung des Salzes.

    In Bad Kreuznach fährst du durch die besonders schöne Altstadt und an den einmaligen Brückenhäusern vorbei. Auf den letzten Kilometern radelst du mal durch Ortschaften, mal an der naturbelassenen Nahe entlang, deren Ufer ein Naturschutzgebiet bilden.

    In Bingen – hier ist die Nahe schon zu einem stattlichen Fluss angewachsen – folgst du dem Fluss, bis sie in den Rhein fließt. Die Aussicht von hier ist gewaltig. Auf der anderen Seite des breiten Rheins siehst du riesige Weinberge, mittendrin die Burgruine Ehrenfels. Links von dir steht der Mäuseturm auf einer kleinen Insel. Nachdem du dich sattgesehen und die herrliche Reise Revue passieren lassen hast, kannst du deine Heimreise antreten. Vom Bahnhof Bingen fahren häufig Züge zum Beispiel nach Mainz, wohin die Zugfahrt nur rund eine halbe Stunde dauert.

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Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    129 km
  • Zeit
    08:21 Std
  • Höhenmeter
    880 m1 270 m

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