Tamara

7 Tage Wander-Genuss pur — Schladminger Tauern Höhenweg

Michael Heindl

7 Tage Wander-Genuss pur — Schladminger Tauern Höhenweg

Wander-Collection von Tamara
6-12 Tage
3-6 Std / Tag
79,4 km
5 650 m
6 370 m

Unberührte Wildbäche, traumhafte Gipfel-Panoramen, kristallklare Seen und dazwischen urige Berghütten – hast du deinen Rucksack schon gepackt? Die Bergwelt rund um Schladming zählt zu meinen Lieblings-Wandergebieten, denn nur selten findet man eine so abwechslungsreiche, unberührte Natur wie hier. Vielen ist die Stadt in der Steiermark nur als Wintersportort ein Begriff, doch zählen die Wanderwege in den Schladminger Tauern zu den schönsten Österreichs.

Der Schladminger Tauern Höhenweg führt dich auf sieben Etappen durch dieses herrliche Wanderparadies. Von der Hochwurzen bei Schladming verläuft die Mehrtageswanderung auf insgesamt knapp 80 Kilometern bis nach St. Nikolai im Sölktal. Dabei durchquerst du das faszinierende Naturschutzgebiet Klafferkessel mit seinen 30 Bergseen. Für die langen Etappen sowie teils steilen und ausgesetzten Streckenabschnitte ist Erfahrung im alpinen Gelände, gute Kondition und Trittsicherheit nötig.

Am ersten Tag wanderst du von der Hochwurzen bis zu den schimmernden Giglachseen und verbringst die Nacht in der Ignaz-Mattis-Hütte. Die zweite ist gleichzeitig die kürzeste Etappe und bringt dich über die Rotmandlspitze zur Keinprechthütte. Von dort geht es am nächsten Tag weiter über den duftenden Zirbenboden und den idyllischen Gollingwinkel zur Gollinghütte. Am vierten Tag erwartet dich im Nationalpark Klafferkessel ein Mosaik aus Seen, Lacken und Felsen, bevor es an Tag fünf nochmal richtig hochalpin wird: Schmale, steile Pfade führen dich durch die Felsenlandschaft bei der Trattenscharte. Nach einer Nacht in der Breitlahnhütte wanderst du am Schwarzensee vorbei zur aussichtsreichen Hinterkarscharte und erreichst dein Tagesziel bei der Rudolf-Schober-Hütte. Die letzte Etappe beeindruckt zum Abschluss mit zwei herrlichen Bergseen und dem rauschenden Dürrmooswasserfall.

Den Ausgangspunkt des Schladminger Tauern Höhenwegs auf der Hochwurzen erreichst du mit der Seilbahn von Rohrmoos aus. Wenn du mit dem Zug anreisen möchtest, dann bringt dich der Bus 971 vom Bahnhof Schladming zur Talstation Hochwurzen. Zurück von St. Nikolai im Sölktal nach Schladming geht es ebenfalls mit dem Bus: Die Buslinie 945 bringt dich nach Stein an der Enns, wo du in die Linie 900 wechselst.

Im Schnitt bewältigst du jeden Tag etwa 1.000 Höhenmeter (bergauf und bergab) und wirst dafür mit menschenleeren Wanderwegen und unglaublichen Ausblicken belohnt. Deinen Heißhunger kannst du in traditionellen Hütten stillen und deine heiß gelaufenen Füße kühlst du in den unzähligen Bergseen. Der Schladminger Tauern Höhenweg bedeutet Wander-Genuss pur!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:05
    11,9 km
    2,3 km/h
    710 m
    560 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Offizieller Startpunkt des Schladminger Tauern Höhenwegs ist auf der Hochwurzen bei der Hochwurzenhütte, die du ganz kräfteschonend mit der Gipfelbahn erreichst. Wenn du es von Anfang an wissen willst, kannst du alternativ direkt im Tal in Rohrmoos starten und auf die Hochwurzen hinaufwandern. Von dort führt der Weg über die Kleine Hochwurzen auf den lang gezogenen Grasrücken des Rossfeldes hinauf. Die höchste Stelle des Gipfels markiert hier kein Gipfelkreuz, sondern das Wappen der Gemeinde Rohrmoos.

    Mit herrlichen Ausblicken wanderst du weiter zum nächsten Gipfel, der nicht lange auf sich warten lässt: Durch einen mit vielen Zirben durchsetzten Wald geht es auf den beliebten Aussichtsgipfel der Guschen hinauf, wo dich ein weiteres Berg-Panorama erwartet. Vom Gipfelkreuz der Guschen folgst du dem Giglach-Höhenweg zunächst über den Schneider Gipfel. Dort knackst du die 2.000-Höhenmeter-Marke und wanderst über die Westflanken des Hochfeldes der markanten Erhebung des Schiedecks entgegen.

    Die Besteigung des 2.339 Meter hohen Gipfels ist sehr empfehlenswert – wenn deine Waden aber bereits müde sind, kannst du den Gipfel auch auslassen. Vom höchsten Punkt der ersten Etappe wanderst du Richtung Süden und gelangst in eine herrliche Landschaft, die sich durch kleine und größere Seen wie dem Brettersee auszeichnet. Halte kurz inne und genieße den Blick auf die Gewässer und die majestätische Kammspitze.

    Den Schluss bildet eine kleine Serpentine, die sich über einen Steilhang zu den traumhaft gelegenen Giglachseen hinunter schlängelt. Die Nacht verbringst du in der urigen Ignaz-Mattis-Hütte oder der nahen Giglachseehütte.

    Mittelschwer
    03:14
    6,17 km
    1,9 km/h
    500 m
    600 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit traumhaften Ausblicken und vielen Highlights geht es am zweiten Tag relativ entspannt weiter, denn diese Etappe ist die kürzeste des Schladminger Tauern Höhenweges. Nach einem kräftigen Frühstück kannst du dich auf die unglaubliche Berg-Idylle an den Ufern der Giglachseen freuen. Blaugrün schimmernd liegen die zwei Seen mit den kleinen Inseln vor dir, rundherum erheben sich mächtige Gipfel und Pferde grasen auf den Almwiesen.

    Nachdem du den klaren Giglachbach überquert hast, beginnt der schweißtreibende Aufstieg hinauf zu den Knappenseen. Zwischen kargen Wiesen und Steinfeldern schlängelt sich der Pfad immer weiter hinauf. Bevor du die 2.453 Meter hohe Rotmandlspitze erreichst, hast du dir eine Verschnaufpause an den Knappenseen verdient – das eiskalte Wasser wird deine müden Füße wieder neu beleben.

    Oben angekommen, schaust du zurück auf die Giglachseen und die Ignaz-Mattis-Hütte, ein unvergesslicher Anblick! Von der Rotmandlspitze geht es hinunter zur Kruckeckscharte – Vorsicht, die Wege erfordern Trittsicherheit. Anschließend führt dich der Steig in engen Kurven zur wunderschön gelegenen Keinprechthütte hinab. An der mit Holzschindeln gedeckten Fassade kannst du den Tag mit einer leckeren Brettljause ausklingen lassen.

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  • Schwer
    05:05
    9,75 km
    1,9 km/h
    830 m
    1 050 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Nach einer entspannten Nacht auf der Keinprechthütte läufst du dich zu Beginn der dritten Etappe erstmal gemütlich ein: Ohne größere Höhenunterschiede führt dich der Wanderweg 702 durch ein großes Kar zu den malerischen Zirbenböden. Du wanderst über weite Gras- und Steinflächen und durch lichte Wälder. Nach circa zweieinhalb Kilometern beginnt der Aufstieg hinauf zur Trockenbrotscharte, wo du auf einer Höhe von 2.237 Metern die Grenze zwischen der Steiermark und dem Bundesland Salzburg überquerst.

    Von der Trockenbrotscharte steigst du im Zickzack zur Landawirseehütte hinab, die dich mit leckeren Gerichten wie Tiroler Gröstl empfängt – leg deine Füße hoch und lass es dir schmecken. Gestärkt kannst du dann einen Abstecher zu den schönen Landawirseen unternehmen, bevor du der Route des Schladminger Tauern Höhenweges Richtung Osten folgst.

    Zuerst geht es bergab in den Göriachwinkel und dann steht der letzte fordernde Aufstieg dieser Etappe an. An sprudelnden Gebirgsbächen vorbei wanderst du steil bergauf und genießt fantastische Ausblicke. Den Höhepunkt des Tages erreichst du an der felsigen Gollingscharte auf 2.325 Meter Höhe. Nachdem du das Panorama ausgiebig genossen hast, steigst du die Höhenmeter auf der anderen Seite wieder hinunter.

    Eine wahre Augenweide ist der Gollingwinkel, ein natürliches Amphitheater inmitten schroffer Gipfel, auf dessen flachen Wiesen sich im Sommer unzählige Pferde tummeln. Dem Steinriesenbach folgend, gelangst du in kurzer Zeit zu deinem Etappenziel, der neu ausgebauten Gollinghütte. Dort erwarten dich eine Sonnenterrasse und ein gemütlicher Schlafplatz.

    Schwer
    05:33
    8,44 km
    1,5 km/h
    890 m
    880 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Pack dir beim Frühstück noch eine extra Scheibe Brot auf den Teller – die vierte Etappe startet mit einem langen Aufstieg hinauf auf den Greifenberg. Bei der Gollinghütte überquerst du den glasklaren Steinriesenbach und anschließend windet sich der Weg in unzähligen Serpentinen den Hang hinauf. Auf circa 2.450 Meter Höhe eröffnet sich dir am Greifenbergsattel ein unglaublicher Rundumblick nach allen Seiten.

    Vor dir liegt der kleine Greifenbergsee und wenige Höhenmeter später erreichst du das Gipfelkreuz des Greifenberges auf 2.618 Metern. Vom Gipfel aus blickst du auf die beeindruckenden Klafferkessel, zu denen du sogleich hinabsteigst. Dabei ist Vorsicht gefragt, denn es geht über Schnee- und Geröllfelder teils steil bergab. Unzählige kleine und größere Seen haben sich in der letzten Eiszeit gebildet und an manchen Stellen stürzen Wasserfälle in die Tiefe – deiner Kamera wird keine Pause gegönnt.

    Vorbei an den schimmernden Seen und Lacken wanderst du bis zur Unteren Klafferscharte weiter. Anschließend führt ein Steig in großen Schleifen über das Innere Lämmerkar zum Äußeren Lämmerkar hinab. Auf den letzten Metern dieser Etappe wirst du nochmal mit einer Berglandschaft wie aus dem Bilderbuch verwöhnt: An pink blühenden Alpenrosen vorbei führt dich der Weg direkt am plätschernden Lämmerkarbach entlang, dem du bis zur Preintalerhütte folgst. Die geräumige Hütte liegt aussichtsreich in einem Hochtal und bietet Platz für 100 Wanderer.

    Schwer
    06:04
    10,7 km
    1,8 km/h
    780 m
    1 360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die fünfte Etappe startet im einzigartigen Nationalpark Klafferkessel: Nach einem Frühstück in der Preintalerhütte machst du dich auf den Weg zur Trattenscharte. Du überquerst den plätschernden Sonntagskarbach und hältst dich an der folgenden Weggabelung rechts. Mit Blick auf den 2.328 Meter hohen Gipfel des Schneiders steigst du immer weiter hinauf und machst dabei schnell Höhenmeter gut.

    Nach zweieinhalb Kilometern kommst du beim kleinen Trattensee vorbei, in dem sich die umliegenden Gipfel spiegeln. Im Zickzack steigst du zwischen dem Hohen Schareck und der Wildlochhöhe zum höchsten Punkt dieser Etappe hinauf: Bei der Begehung der Trattenscharte auf über 2.400 Metern ist Trittsicherheit gefragt. Von der Scharte blickst du bereits auf das nächste Highlight hinab – die Goldlacken sind ein wahrlich magischer Anblick. In felsigen Mulden haben sich viele kleine Seen gebildet, die je nach Lichteinfall blau bis grün schimmern.

    Im Anschluss geht es entlang der Südost-Flanken des Scharecks und oberhalb der Stummer Almen zur Felsformation Karlkirchen, einem fotogenen Felsendom. Stetig bergab führt dich der Pfad an den Lassachbach, an dessen Ufer sich die urige Lassachalm befindet. Von saftigen Wiesen umgeben, kannst du hier eine kurze Rast einlegen. Von dort wanderst du durch einen lichten Hochwald weiter zu deinem Etappenziel, der Breitlahnhütte. Sie liegt am Schwarzenseebach und ist für frischen Saibling und die Breitlahner Knödelpfanne bekannt – der perfekte Abschluss deines Wandertages!

    Schwer
    08:55
    19,7 km
    2,2 km/h
    1 330 m
    780 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch die sechste Etappe zeichnet sich durch herrliche Ausblicke, gemütliche Hütten und wunderschöne Seen aus. Von der Breitlahnhütte folgst du dem Schwarzenseebach Richtung Süden. Schon nach kurzer Zeit erreichst du den herrlichen Schwarzensee, einen der schönsten Seen der Tauern. Wenn du genug Kraft für ein paar extra Wandermeter hast, kannst du einmal um das glasklare Gewässer wandern und danach einen Abstecher zur authentischen Harmeralm unternehmen.

    Ansonsten beginnt der Aufstieg zuerst zur Vorderen und dann zur Inneren Neualm hinauf. Im Sommer grasen hier Kühe und bunten Wiesenblumen strahlen um die Wette. Vom Plätschern des Neualmbachs begleitet, marschierst du weiter zum Rossboden und schließlich zum Rantentörl. Auf 2.166 Meter Höhe bist du zurück in der hochalpinen, beeindruckenden Bergwelt der Schladminger Tauern.

    In weiterer Folge schlängelt sich die Route an kleinen Seen vorbei und weiter zur Hinterkarscharte, dem höchsten Punkt dieser Etappe. Mit Blick auf den Lachkogel wanderst du bergab zur unbewirtschafteten Hubenbaueralm und tauchst dann in einen schönen Bergwald ein. Der letzte Abschnitt führt am idyllischen Etrachsbach entlang, dem du zur Rudolf-Schober-Hütte folgst. Dort hast du dein Etappenziel erreicht und kannst den Tag, von duftenden Zirben umgeben, auf der Terrasse ausklingen lassen.

    Mittelschwer
    04:46
    12,8 km
    2,7 km/h
    610 m
    1 140 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Schon bricht die letzte Etappe des Schladminger Tauern Höhenwegs an: Von der Rudolf-Schober-Hütte wanderst du zu Beginn dieses Tages durch einen lichten Bergwald und folgst dem Weg Richtung Schimpelspitz hinauf. Unterhalb des Gipfels querst du die Schimpelscharte und wenn du noch Lust auf einen Gipfelsieg verspürst, bietet sich die Besteigung des Süßleitecks an. Bergerfahrung und Trittsicherheit sind dabei unbedingt erforderlich.

    Ansonsten geht es auf dem aussichtsreichen Höhenweg weiter durch die Tauern. Du kommst beim Schimpelsee vorbei, der in einem kargen Kessel liegt, und nur wenige Schritte entfernt kannst du auch den kleinen Breitenbachsee bestaunen. Wasserreich geht es weiter: Über den Schimpelrücken gelangst du zum malerisch gelegenen Hohensee und der Hohenseealm. Nachdem du den sogenannten Kreuzsteg hinabgestiegen bist, kannst du dich auf die rauschenden Wassermassen des Dürrmooswasserfalls freuen. Bei der Brücke über den Hohenseebach hältst du dich rechts und kannst zu einem tollen Aussichtspunkt wandern.

    Die letzten Meter deines Weitwander-Abenteuers durch die Schladminger Tauern marschierst du ganz entspannt auf einem flachen Weg am Hohenseebach entlang. Kurz vor deinem Ziel in St. Nikolai im Sölktal kommst du noch bei der gemütlichen Bräualm vorbei, in die du einkehren kannst. Der Wasserschaupfad entlang des Bräualmbachs geleitet dich nach St. Nikolai, wo der Schladminger Tauern Höhenweg am Gasthof Gamsjäger offiziell endet.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    79,4 km
  • Zeit
    38:43 Std
  • Höhenmeter
    5 650 m6 370 m

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