Vanessa Kopp

Felsen, Fernsicht und Fondue – 16 Etappen auf dem Jura-Höhenweg

Twjst (CC BY-NC-ND 2.0)

Felsen, Fernsicht und Fondue – 16 Etappen auf dem Jura-Höhenweg

Wander-Collection von Vanessa Kopp
15-33 Tage
3-6 Std / Tag
316 km
10 770 m
10 850 m

Du willst die Schweiz mal anders erleben? Meist erkunden Wanderer vorwiegend die berühmte Bergwelt der Alpen – doch die Schweiz hat für aktive Urlauber noch viel mehr zu bieten. So zum Beispiel zwischen Zürich und Genf: Auf dem 320 Kilometer langen Jura-Höhenweg lernst du den Schweizer Jura von seiner schönsten Seite kennen. Du erklimmst aussichtsreiche Gipfel, streifst durch malerische Wälder und über satte Weiden und lässt es dir in gemütlichen Gaststuben gut gehen. Der Fernwanderweg, auch als Nationale Route 5 bezeichnet, zählt nicht umsonst zu den aussichtsreichsten Wegen der Schweiz. Erlebe die beeindruckende Landschaft dieses atemberaubenden Gebirgszugs nahe der französischen Grenze und schnür deine Wanderstiefel für ein ganz besonderes Wanderabenteuer durch die Schweiz.

Der Jura-Höhenweg verläuft in einem weiten Bogen von Dielsdorf bei Zürich bis nach Nyon am Genfer See. Der Jura ist geologisch gesehen ein junges Gebirge, das sich von Frankreich in einem weiten Bogen über die Westschweiz erstreckt. Auf deiner Wanderung über die felsigen Gipfel und Hochebenen bieten sich dir spektakuläre Aussichten auf die Alpen, den Schwarzwald und die Vogesen. Außerdem erwarten dich unterwegs tiefe Grotten, sprudelnde Quellen, romantische Seen und stille Wälder. Hin und wieder hüpft auch eine Gämse durch diese Postkarten-Idylle. Ich habe dir den Fernwanderweg in 16 Etappen eingeteilt, sodass du immer am Ende eines Wandertags eine Möglichkeit zum Übernachten hast. Meist befinden sich die Unterkünfte direkt am Weg, hin und wieder musst du die Höhen für die Nacht aber auch verlassen. Da du auf den Pässen oftmals nur eine Möglichkeit zum Übernachten hast, empfehle ich dir deine Unterkünfte bereits vorab zu reservieren. Entlang der Strecke findest du zudem zahlreiche gemütliche Gaststuben, die dir traditionelle Gerichte zur Stärkung anbieten. Versäume nicht, dir auch mal ein typisches Schweizer Fondue zum Abschluss eines ereignisreichen Tages zu gönnen.

In den Ortschaften, die dir entlang der Wanderung als Etappenziele dienen, findest du stets Anschluss an den Zugverkehr. So kannst du dir auch einfach ein Teilstück des Jura-Höhenwegs heraussuchen, falls du keine 16 Tage am Stück Zeit hast. Start- und Endpunkt der Gesamtstrecke erreichst du ebenfalls ganz entspannt mit dem Zug. Alle Infos rund um die passenden Verbindungen findest du hier: sbb.ch.

Du bist auf dem Fernwanderweg zwar nicht in alpinen Höhen unterwegs, solltest aber trotzdem gut ausgerüstet sein. Pack eine Regenjacke, Sonnenschutz, ausreichend Wasser und etwas Proviant in deinen Rucksack, so bist du auf meteorologische Überraschungen immer gut vorbereitet.

Der Schweizer Jura ist ein einzigartiger Streifen Erde, der sich besonders schön zu Fuß erkunden lässt. Lass dich von dieser besonderen Landschaft verzaubern und schau dir die Alpen einfach mal aus der Ferne an. Dadurch wirken die mächtigen Felsriesen nicht weniger beeindruckend – und du lernst eine ganz neue Seite der Schweiz kennen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    07:24
    24,3 km
    3,3 km/h
    680 m
    760 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Etappe des 320 Kilometer langen Jura-Höhenwegs steigt gleich traumhafte in dein Wanderabenteuer ein: Auf der 25 Kilometer langen Strecke erwarten dich malerische Ortschaften, beeindruckende Aussichten und einige Höhenmeter. Start des Fernwanderwegs ist am Bahnhof in Dielsdorf. Du kannst also ganz entspannt mit dem Zug anreisen.

    Dielsdorf liegt am Ende der Lägernkette, der östlichste aller Schweizer Jura-Ausläufer. Durch malerische Weinberge wanderst du bergauf nach Regensberg und weiter über den wunderschönen Lägerngrat. Je höher du steigst, umso schöner wird der Ausblick – halte ruhig mal inne und lass das Panorama auf die wirken.

    Bald führt dich der Weg nämlich schon wieder bergab in die schöne Stadt Baden. Wie wäre es hier mit einer Pause am Ufer der Limmat? Danach geht es gleich wieder bergauf. Über das Gebenstorfer Horn wanderst du weiter bis in das historische Städtchen Brugg, dein heutiges Etappenziel. In Brugg findest du eine gute Auswahl an Unterkünften sowie einen Bahnhof.

    Mittelschwer
    04:54
    16,8 km
    3,4 km/h
    540 m
    270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine zweite Etappe auf dem Jura-Höhenweg beginnt mit einer Runde durch die Altstadt von Brugg. Auf der knapp 17 Kilometer langen Tour geht es ziemlich viel bergauf, dafür erwarten dich unterwegs ein paar wunderschöne Aussichtspunkte. Freu dich auf Natur pur im Jurapark Aargau.

    Du verlässt Brugg und beginnst deinen Aufstieg auf den Linnerberg. Der Weg führt dich erst noch durch besiedeltes Gebiet. Dann tauchst du in den Wald ein und beginnst deine Wanderung durch den Jurapark. Bald erreichst du die sagenumwobene Linner Linde – mit ihren 700 Jahren gilt sie als mächtigster Baum im Aargau. Und das zurecht, denn immerhin beträgt ihr Stammumfang stattliche elf Meter.

    Hast du den Aussichtspunkt auf dem Linnerberg erreicht, sind die meisten Höhenmeter für heute geschafft. Zeit also, für eine Pause mit Weitblick. Auf einer relativ ebenen Strecke legst du das letzte Stück bis zur Staffelegg auf 621 Höhenmeter zurück, dein heutiges Etappenziel. Das Postauto 135 bringt dich im Anschluss hinab nach Küttigen, wo du eine Unterkunft für die Nacht findest.

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  • Schwer
    06:02
    19,8 km
    3,3 km/h
    650 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 3 des Jura-Höhenwegs erwartet dich mit einem abwechslungsreichen Auf und Ab. Immerhin stehen heute fünf Pässe auf dem Programm: Der Staffelegg folgen das Bänkerjoch, die Salhöhe, die Schafmatt und der Untere Hauenstein.

    Nachdem du von Küttigen mit dem Postauto wieder hinauf zur Staffelegg gefahren bist, wanderst du heute häufig durch dichten Wald, aber auch mal über satte Weiden, auf denen Kühe grasen. Unterwegs kommst du immer wieder an wunderschönen Aussichtspunkten vorbei, von denen du fantastische Fernsichten genießt. Zur Halbzeit kannst du im Berghaus Schafmatt einkehren und währenddessen deinen Blick über die Alpen schweifen lassen – so schmeckt der Bergkäse oder die Rauchwurst doch gleich noch viel besser.

    In deinem heutigen Etappenziel Hauenstein gibt es eine kleine Auswahl an Unterkünften. Der Pass auf 698 Meter Höhe bildet die Verbindung zwischen Läufelfingen und Trimbach, die übrigens schon für die Römer von Bedeutung war.

    Schwer
    06:36
    20,9 km
    3,2 km/h
    690 m
    870 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der vierten Etappe des Jura-Höhenwegs wanderst du auf knapp 21 Kilometern von Hauenstein nach Balsthal. Die abwechslungsreiche Strecke führt dich durch die typischen Buchenwälder der Jura und zu aussichtsreichen Rastplätzen. Dazu gibt es noch einen geschichtlichen Exkurs und eine traditionelle Einkehr. Et voilà – fertig ist ein ereignisreicher Wandertag.

    Von Hauenstein geht es erstmal eine Weile durch den Wald bergauf. Hin und wieder öffnen sich die Bäume und bieten dir einen schönen Blick über das Mittelland und bei guter Sicht bis zu den Alpen. Nach knapp fünf Kilometern passierst du die Überreste der Fortifikation Hauenstein, einem Festungsbauwerk, das im Ersten Weltkrieg von den Schweizern zum Schutz gegen einen Angriff aus dem Nordwesten errichtet wurde.

    In einem schönen Auf und Ab wanderst du weiter durch die idyllischen Wälder und erreichst schon bald das Tiefmatt Restaurant. In dem traditionellen Gasthaus kannst du eine Pause einlegen – im Garten genießt du eine besonders gute Aussicht. Mit neuer Energie meisterst du den kurzen und knackigen Aufstieg auf die Roggenflue danach mit links. Vom dortigen Aussichtspunkt kannst du das ganze Mittelland bis zu den höchsten Gipfeln im Schweizer Jura überblicken.

    Auf dem letzten Stück läufst du dann nur noch bergab bis zu deinem Etappenziel Balsthal, wo du mehrere Unterkünfte findest sowie einen Bahnhof.

    Schwer
    07:05
    20,9 km
    3,0 km/h
    1 140 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die fünfte Etappe auf dem Jura-Höhenweg hat es mit ihren 1.140 Höhenmetern ganz schön in sich. Als Lohn erwartet dich nach dem knackigen Aufstieg aufs Höllchöpfli eine aussichtsreiche Höhenwanderung durch Wälder und über Weiden. Ausgangspunkt der knapp 21 Kilometer langen Strecke ist in Balsthal.

    Der Anstieg geht gleich in die Vollen und bringt deinen Kreislauf in Schwung. Im Berggasthof Schwengimatt hast du dir eine Erfrischung verdient. Von hier ist es nämlich nicht mehr weit bis zum Kamm auf dem Höllchöpfli. Oben angekommen, bietet sich die ein überwältigendes Panorama über die Schweizer Alpen und das ganze Mittelland. Dafür hat sich jeder Höhenmeter gelohnt.

    Jetzt geht es genussvoll weiter: Über schmale Waldpfade, Grate und Weiden wanderst du weiter auf dem Höhenweg. Unterwegs passierst du weitere traumhafte Aussichtspunkte und gemütlich Almhütten, die dich mit regionalen Speisen versorgen.

    Die fünfte Etappe auf dem Jura-Höhenweg hat es mit ihren 1.140 Höhenmetern ganz schön in sich. Als Lohn erwartet dich nach dem knackigen Aufstieg aufs Höllchöpfli eine aussichtsreiche Höhenwanderung durch Wälder und über Weiden. Ausgangspunkt der knapp 21 Kilometer langen Strecke ist in Balsthal.

    Der Anstieg geht gleich in die Vollen und bringt deinen Kreislauf in Schwung. Im Berggasthof Schwengimatt hast du dir eine Erfrischung verdient, von hier ist es nämlich nicht mehr weit bis zum Kamm auf dem Höllchöpfli. Oben angekommen, bietet sich dir ein überwältigendes Panorama über die Schweizer Alpen und das ganze Mittelland. Dafür hat sich jeder Höhenmeter gelohnt.

    Jetzt geht es genussvoll weiter: Über schmale Waldpfade, Grate und Weiden wanderst du weiter auf dem Höhenweg. Unterwegs passierst du weitere traumhafte Aussichtspunkte und gemütlich Almhütten, die dich mit regionalen Speisen versorgen.

    Einige Höhenmeter gilt es noch zu meistern, bis du schließlich den Weissenstein erreichst. Der Bergrücken zählt als Hausberg der Stadt Solothurn. Bei guter Sicht kannst du zum Abschluss deiner Wanderung vom Säntis bis zum Mont Blanc blicken. Mit der Seilbahn Weissenstein gondelst du dann entspannt ins Tal nach Solothurn, wo du dir eine Unterkunft für die Nacht suchen kannst.

    Schwer
    07:47
    24,2 km
    3,1 km/h
    620 m
    1 350 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der sechsten Etappe des Jura-Höhenwegs kannst du dich auf tolle Blicke über den Jurabogen, ins Mittelland und zum Alpenkranz freuen. Du wanderst auf der gut 24 Kilometer langen Tour durch idyllische Wälder und über typische Juraweiden. Los geht es auf dem Weissenstein. Falls du die Nacht in Solothurn verbracht hast, bringt dich die Seilbahn zurück auf den Hausberg des hübschen Städtchens an der Aare.

    Zu Beginn der Wanderung folgst du zunächst ein Stück dem Planetenweg. Auf dem Kammweg bieten sich dir immer wieder fantastische Blicke auf die Alpen und das vorgelagerte Mittelland. Einfach nur traumhaft! Du wanderst über den Grat der Küferegg und kommst an gleich zwei Einkehrmöglichkeiten vorbei.

    Zwischen Grenchen- und Stierenberg folgst du ein kurzes Stück der Teerstraße, bevor du im Anschluss in den märchenhaften Wald eintauchst und an Farnwäldern und idyllischen Lichtungen vorbeiläufst. Auf dieser Strecke überquerst du übrigens die Sprachgrenze in die französischsprachige Schweiz – der Name deines Etappenziels Frinvillier lässt dich das bereits erahnen. In dem beschaulichen Örtchen gibt es Übernachtungsmöglichkeiten und einen Bahnhof.

    Schwer
    06:22
    18,3 km
    2,9 km/h
    1 150 m
    130 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der siebten Etappe des Jura-Höhenwegs geht es fast stetig bergauf, immerhin gilt es 1.150 Höhenmeter auf der gut 18 Kilometer langen Wanderung zu knacken. Den steilsten Anstieg meisterst du jedoch gleich zu Beginn, sodass du dich nach diesem Aufstieg auf puren Wandergenuss freuen kannst. Los geht es in Frinvillier.

    Die ersten vier Kilometer führt dich der Weg auf schmalen Zickzack-Pfaden stramm bergauf. Oben angekommen, wird der Weg breiter und du wanderst auf ortstypischen Weideflächen weiter. Während es hinauf zum Chasseral geht, bieten sich dir sagenhafte Ausblicke ins Seenland und auf die Alpenkette. Hast du den Turm auf dem Chasseral erreicht, stehst du auf 1.606 Metern Höhe und genießt ein Wahnsinnspanorama. Nicht umsonst gilt der Berg im Volksmund als König der Juragipfel. Du blickst Richtung Süden über die Seen, die Alpen und das Hochplateau von Tessenberg, Richtung Norden reicht dein Blick bis zu den Vogesen.

    Unweit des Gipfels befindet sich das Hôtel du Chasseral, wo du dich nach deinem Wandertag stärken und für die Nacht einquartieren kannst.

    Schwer
    05:57
    19,2 km
    3,2 km/h
    620 m
    870 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die achte Etappe auf dem Jura-Höhenweg startet eindrucksvoll: Nach dem Aufstehen kannst du vom Chasseral das Panorama der Alpenkette noch einmal ausgiebig in der Morgensonne genießen, bevor du mit der knapp 20 Kilometer langen Tour startest.

    Zu Beginn wanderst du bergab, spazierst über einige Juraweiden und tauchst dann in die Wälder der Combe Biosse ein. Die Erosion hat eine wildromantische Schlucht geschaffen, links und rechts des Weges ragen Kalkfelsen in die Höhe. Du verlässt den märchenhaften Wald und erreichst das Bauerndorf Le Paquier. Wie wäre es hier mit einer Pause in einem der Gasthäuser?

    Nun verändert sich die Landschaft: Du wanderst vorbei an Trockenmauern und durch Hecken begrenzte Parzellen. Die sogenannte Bocage-Landschaft ist eigentlich eher typisch für die Normandie. Es folgt der Aufstieg auf den Mont d'Amin: Du verlässt die sanfte Tiefebene und steigst hinauf in aussichtsreiche Höhen. Von der Vue des Alpes, deinem heutigen Ziel, bietet sich dir ein fantastischer Blick auf die beeindruckende Alpenkette.

    Schwer
    06:47
    22,0 km
    3,2 km/h
    420 m
    970 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die neunte Etappe auf dem Jura-Höhenweg führt dich auf der Bergkette weiter über den Tête de Ran und Mont Racine – es bleibt also aussichtsreich. Start der 22 Kilometer langen Tour ist an der Vue des Alpes.

    Der Ausblick auf die Alpenkette und über das Mittelland begleitet dich heute den ganzen Tag. Genieße die grandiose Aussicht über die Schweiz vom Tête de Ran und wenig später vom Mont Racine – so wandert es sich besonders schön. Zudem erwarten dich auf der gesamten Strecke nur kurze Anstiege, das Genusswandern steht also im Vordergrund.

    Aller guten Aussichtspunkte sind drei: Auf dem Rocher des Tablettes liegt dir der Neuenburgersee zu Füßen und du kannst bereits einen Blick auf den Creux du Van erhaschen. Die steil abfallenden Felswände stehen nämlich morgen auf dem Wanderplan. Die Vorfreude auf den nächsten Tag ist also bereits geweckt. In deinem Etappenziel Noiraigue kannst du dich für die Nacht einquartieren. Im Ort befindet sich zudem ein Bahnhof.

    Mittelschwer
    04:20
    13,0 km
    3,0 km/h
    750 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zehnte Etappe auf dem Jura-Höhenweg ist ein Wander-Sahnestück! Heute geht es zum Grand Canyon der Schweiz, zu der Creux du Van. Bis zu 160 Meter fallen die Felswände steil in die Tiefe ab und schaffen ein ganz besonderes Landschaftsbild. Vier Kilometer lang ist die steinerne Wand, von der du einen grandiosen Blick hast. Passenderweise ist die Etappe nur 13 Kilometer lang, so bleibt dir genug Zeit zum Staunen und Genießen.

    Den herrlichen Ausblick musst dir allerdings erst einmal erarbeiten: Der Aufstieg von Noiraigue ist schweißtreibend. Ein schmaler Wanderweg schlängelt sich durch den Wald den Berg hinauf und gibt dir immer mal wieder den Blick auf die Felsenarena frei. Durchhalten, jeder Höhenmeter lohnt sich. Auf der Hochebene der Creux du Van angekommen, hast du dir eine ausgiebige Pause mehr als verdient. Der Weg führt dich hier am Rand der Felswand entlang. Das herrliche Panorama begleitet dich also noch ein ganzes Stück.

    Die restlichen Kilometer der Wanderung spazierst du über Weiden und durch Wälder bis zu deinem Etappenziel Les Rochats. Den Kopf voller unvergesslicher Eindrücke, endet dein Wandertag in der gemütlichen Gaststube bei regionalen Spezialitäten.

    Schwer
    05:41
    18,0 km
    3,2 km/h
    610 m
    680 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf Etappe 11 des Jura-Höhenwegs erklimmst du den dritthöchsten Gipfel der Jura, den Chasseron. Von dem 1.607 Meter hohen Berg hast du eine tolle Sicht über den Neuenburger- und den Genfersee sowie die schier endlose Gipfelkette der Alpen. Los geht die 18 Kilometer lange Wanderung in Les Rochats.

    Die erste Hälfte der Tour wanderst du auf recht ebener Strecke durch schattigen Wald und über Juraweiden. Bei La Cruchaude beginnt dann der Aufstieg auf den Chasseron. Je höher du steigst, desto lichter wird der Wald. Halte die Augen offen nach Gämsen, die sich hier oben heimisch fühlen. Aussichtsreich geht es dann vom Chasseron über den Bergrücken zum Petites Roches – unterwegs bieten sich dir traumhafte Fernblicke bis in die Berner Alpen und zum Säntis.

    Nimm das herrliche Panorama noch einmal ausgiebig auf, bevor du hinab zu deinem Etappenziel Sainte-Croix steigst. In dem schönen Örtchen findest du alles, was du nach einem Wandertag brauchst, inklusive Bahnhof. Weltbekannt ist die Gemeinde übrigens Dank Antoine Favre. Der Genfer Uhrmacher erfand hier im Jahr 1796 die Spieluhr. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, lohnt sich ein Besuch im Automaten- und Musikautomaten-Museum.

    Schwer
    07:13
    23,1 km
    3,2 km/h
    600 m
    940 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die zwölfte Etappe auf dem Jura-Höhenweg führt dich von Sainte-Croix nach Vallorbe. Die erste Hälfte der gut 23 Kilometer langen Tour legst du auf der Höhe zurück mit Aussicht auf die umliegenden Gipfel, dann steigst du hinab ins Flachland. Beim Col de l’Aiguillon bist du übrigens nur einen Katzensprung von Frankreich entfernt, Militärbunker und dem Verfall überlassene Panzer erinnern auf deinem Weg in Grenznähe an die Vergangenheit dieser Region.

    Du verlässt Sainte-Croix und wanderst über herrliche Weideflächen mit toller Aussicht. Dann steigst du hinauf zum Grange Neuve und weiter Richtung Le Suchet. Der kurze Abstecher zum Gipfel lohnt sich auf jeden Fall. Lass die traumhafte Bergkulisse noch einmal ausgiebig auf die wirken, bevor es dann bergab nach Ballaigues geht.

    Du überquerst die Autobahn und kannst am Ufer des Lac de la Jougnenaz eine Pause einlegen. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu deinem heutigen Etappenziel Vallorbe. Die Stadt entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem bedeutenden Standort der Eisenindustrie. Im Ort gibt es auch ein Museum, das dir mehr über die interessante Stadtgeschichte verrät. Außerdem findest du eine gute Auswahl an Unterkünften und einen Bahnhof.

    Mittelschwer
    03:51
    11,1 km
    2,9 km/h
    700 m
    480 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die 13. Etappe des Jura-Höhenwegs verbindet alles, was für das Jura-Gebirge so typisch ist: felsige Aussichtsberge, idyllische Waldwege und malerische Seen. Mit ihren gut elf Kilometern zählt die heutige Tour von Vallorbe nach Le Pont zu den kürzeren Etappen – eine willkommene Abwechslung auf dem Fernwanderweg, zumal du in Le Pont ganz vortrefflich am Ufer des Lac de Joux entspannen kannst.

    Zwar warten heute nicht so viele Kilometer auf dich, dafür gilt es wieder einige Höhenmeter zu meistern. Der Weg hinauf zum Dent de Vaulion steigt peu à peu an. Du wanderst durch einen herrlichen Wald, dessen Ruhe und Idylle dich auf deinem Weg bergauf begleiten. Oben auf dem 1.483 Meter hohen Gipfel angekommen, lässt dich das atemberaubende Panorama einfach nur staunen. Bei klarer Sicht kannst du über die ganze Westschweiz mit ihren zahlreichen Seen blicken. Falls du Hunger hast, findest du unweit des Gipfels ein gemütliches Restaurant.

    Frisch gestärkt geht es ab hier nur noch bergab. Unterwegs bieten sich dir immer wieder schöne Blicke auf die glitzernden Seen Lac de Brenet und Lac de Joux. Das Wasser der beiden Gewässer fließt übrigens unterirdisch ab und bildet bei Vallorbe die Karsthöhle Grottes de l’Orbe.

    In Le Pont, einem romantischen Ort am Ufer des Lac de Joux, kannst du dann die Schnürsenkel deiner Wanderstiefel lockern und den restlichen Tag am Wasser entspannt ausklingen lassen.

    Schwer
    06:25
    20,8 km
    3,2 km/h
    780 m
    340 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf Etappe 14 des Jura-Höhenwegs geht es hoch hinaus: Heute erklimmst du den Mont Tendre, höchster Punkt des Schweizer Juras. Auf dem 1.679 Meter hohen Gipfel erwartet dich eine spektakuläre Rundumsicht. Los geht die gut 20 Kilometer lange Wanderung in Le Pont am Ufer des Lac de Joux.

    Um das Panorama vom Mont Tendre genießen zu können, geht es erst einmal ordentlich bergauf. Gut die Hälfte der heutigen Etappe wanderst du bergauf, doch die Steigung verläuft relativ sanft. Kurz vor dem Gipfel kannst du im Chalet du Mont Tendre einkehren und auf der Sonnenterrasse eine verdiente Pause einlegen. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Spitze. Auf dem Gipfel kannst du deinen Blick über den Genfer See, das Mittelland und die Alpenkette am Horizont schweifen lassen. Auf der anderen Seite siehst du die markanten Berge der Vogesen. Egal in welche Richtung du blickst, die Aussicht hier oben ist einfach nur spektakulär.

    Die restlichen Kilometer deiner heutigen Wanderung spazierst du dann auf einer leicht abschüssigen Strecke bis zum Col du Marchairuz, ein Höhenrücken der vordersten Jurakette. Im Hôtel du Marchairuz kannst du dich für die Nacht einquartieren.

    Mittelschwer
    04:41
    16,6 km
    3,5 km/h
    210 m
    610 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 15 auf dem Jura-Höhenweg führt dich auf entspannten Wegen ohne große Anstiege durch eine fast parkähnliche Landschaft mit verstreuten Sennhütten und einem kilometerlangen Netz an Trockenmauern. Mit seinen gut 16 Kilometern kannst du den Wandertag heute gemütlich angehen lassen. Los geht es auf dem Col du Marchairuz.

    Du bleibst erst noch ein Stück auf der Höhe und genießt vom Crêt de la Neuve einen tollen Blick auf den Genfersee und die umliegenden Berge. Hinter dem halbmondförmigen See ragen die Waadtländer Alpen in die Höhe und bieten dir eine wunderschöne Kulisse inklusive Sicht auf den Mont Blanc.

    Hast du dich an der postkartentauglichen Aussicht satt gesehen, wanderst du über grüne Wiesen und durch schattige Wälder bergab. Entspannt legst du die letzten Kilometer der Etappe zurück und erreichst Saint-Cergue, dein heutiges Ziel. Hier kannst du dir eine Unterkunft für die Nacht aussuchen und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Im Ort gibt es außerdem einen Bahnhof.

    Schwer
    08:21
    26,5 km
    3,2 km/h
    620 m
    1 300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die letzte Etappe auf dem Jura-Höhenweg wird noch einmal richtig aussichtsreich. Vom Gipfel des La Dôle ist das Ziel des 320 Kilometer langen Fernwanderwegs bereits in Sichtweite. Grund genug, die Aussicht auf dem 1.677 Meter hohen Berg noch einmal ausgiebig aufzusaugen. Startpunkt der gut 26 Kilometer langen Strecke ist in Saint-Cergue.

    Bis zum Gipfel des La Dôle gilt es noch einige Höhenmeter zu erklimmen. Da es danach jedoch nur noch bergab geht, kostest du deinen letzten Anstieg auf dem Jura-Höhenweg natürlich nochmal richtig aus, oder? Oben auf dem Berg angekommen, liegt dir der Genfer See zu Füßen. Hinter ihm ragen die Gipfel der Alpen aneinandergereiht in die Höhe. Ein Panorama, das dich bereits seit Tagen begleitet, an dem man sich aber nur schwer satt sehen kann. Lass deinen Blick noch einmal ausgiebig über diese traumhafte Landschaft der Westschweiz schweifen, bevor du die 1.300 Tiefenmeter hinab zum Genfer See in Angriff nimmst. Im Chalet de la Dôle kannst du dir davor noch eine aussichtsreiche Stärkung gönnen.

    Dann wanderst du immer weiter den Berg hinab und schließlich auf nahezu ebener Strecke weiter bis du in Nyon am Ufer des Genfer Sees stehst. 16 aufregende Wanderetappen liegen hinter dir mit schweißtreibenden Anstiegen, malerischen Landschaften und beeindruckenden Fernsichten. Ein intensives Wander-Erlebnis, das dir die Schweiz von einer ihrer schönsten Seiten gezeigt hat.

    Falls du in Nyon noch eine Nacht bleiben willst, hast du eine gute Auswahl an Unterkünften. Im Ort gibt es zudem einen Bahnhof, von dem du Anschluss Richtung Genf oder Lausanne hast.

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Collection Statistik

  • Touren
    16
  • Distanz
    316 km
  • Zeit
    99:26 Std
  • Höhenmeter
    10 770 m10 850 m

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Felsen, Fernsicht und Fondue – 16 Etappen auf dem Jura-Höhenweg