Tobias

Einmal quer durch den Schwarzwald – der Drei-Täler-Radweg

Tobias

Einmal quer durch den Schwarzwald – der Drei-Täler-Radweg

Fahrrad-Collection von Tobias
2-4 Tage
3-6 Std / Tag
194 km
1 490 m
2 050 m

Wolltest du schon immer mal den Schwarzwald mit dem Rad durchqueren und das ganz entspannt, ohne allzu anstrengende Steigungen? Der Drei-Täler-Radweg macht's möglich!

Von Villingen nahe der Schwäbischen Alb führt er dich direkt durch Deutschlands höchstes und größtes zusammenhängendes Mittelgebirge bis nach Kehl an die französische Grenze. Auf 194 Kilometern Strecke, verteilt über sieben Etappen, erwarten dich dabei 1.490 Höhenmeter – macht im Schnitt nur etwas mehr als 200 pro Tag. Der Clou an der ganzen Sache: Wie der Name des Radwegs schon sagt, fährst du auf deiner Tour durch ganze drei Täler und machst dir die jahrtausendelange Arbeit des Wassers zunutze, das hier tiefe Schneisen in die Berge gegraben hat.

Von der Neckarquelle bis an die Glatt, von der Kinzigquelle bis an den Rhein – gemütlicher kann Fahrradfahren kaum sein. Einzig auf halber Strecke der Tour gilt es, eine 770 Meter hohe Erhebung zu überwinden – hier teilen sich die Wasser des Schwarzwalds gen Westen und Osten. Im Herzen des Schwarzwalds fährst du durch herrlich kühle Wälder, durchzogen von moosigen Böden, auf denen Heidelbeeren wachsen. Ab und zu lichtet sich der Wald und die frische, harzige Luft wechselt sich mit duftenden, sonnendurchfluteten Wiesen ab, auf denen fast immer Sommer zu sein scheint.

Die Drei-Täler-Radtour ist sowohl für den ambitionierten Genussradler, wie auch für Familien eine tolle Gelegenheit, diesen einzigartigen Naturraum im Südwesten Baden-Württembergs zu genießen und zu entdecken. Ich habe die gesamte Strecke in sieben gemütliche Etappen aufgeteilt, die selbst für nicht ganz so fitte Radler jeweils gut an einem Tag zu schaffen sind. Wer will und genug Puste hat, kann die Strecke auch in zwei Tagen fahren, dann schmeckt das frisch gebraute Bier in Alpirsbach – einem idealen Übernachtungs-Spot für eine Zweitagestour – natürlich gleich doppelt so gut.

Bis auf wenige Forstwege ist die Wegbeschaffenheit dank des gut ausgebauten örtlichen Radnetzes überwiegend von hervorragender Qualität. Im Wald kann der Untergrund hingegen schon mal etwas rauer werden – aber das gehört schließlich dazu und ist mit einem normalen Tourenrad ohne Probleme zu meistern. Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz, ebenso wie Übernachtungsmöglichkeiten musst du ebenfalls nicht lange suchen. Fast alle Etappen-Stopps haben ausreichend Unterkünfte im Angebot – wenn nicht, weise ich gesondert darauf hin. Start und Ende der Tour sind ohne Probleme mit der Bahn zu erreichen und auch auf der Strecke begleiten dich oft Bahngleise durch die Täler – so kannst du auch einzelne Etappen abkürzen, wenn du möchtest. Von deinem Ziel in Kehl kommst du mit der Bahn ebenfalls wieder geschickt zu deinem Ausgangspunkt nach Villingen zurück. Ab Offenburg führt dich die Strecke außerdem durch einen Teil des Kinzigtals. Du kannst deine Reise während der Rückfahrt also nochmal gemütlich Revue passieren lassen, während die Ausläufer des Schwarzwalds an dir vorbeiziehen.

Natürlich spricht nichts dagegen, die Strecke auch andersherum – von Kehl nach Villingen in östlicher Richtung – zu fahren. Am besten du machst dir im Vorfeld ein grobes Bild von der Wettervorhersage, denn insbesondere im Kinzigtal kann es vorkommen, dass ein harscher Wind das Tal hinauf weht. Diesen hat man natürlich lieber im Rücken als im Gesicht.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    01:52
    29,9 km
    16,0 km/h
    180 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du beginnst deine Drei-Täler-Radtour durch den Schwarzwald in Villingen im Süden Baden-Württembergs. Die Tour startet direkt am Bahnhof, den du zum Beispiel mit den Regionalbahnen von Stuttgart und ab Rottweil mit der Hohenzollerischen Landesbahn problemlos erreichst.

    Vom Bahnhof aus führt dich der Weg in einem großen Bogen auf die Brücke über die Gleise und auf der anderen Seite in einen kleinen Park beim Villinger Landratsamt. Du verlässt den Radweg kurz, um einen Abstecher zum Aussichtsturm Wanne zu machen. Er ist einer der ältesten Stahlfachwerktürme der Welt – kaum zu glauben, dass er im Jahr 1888 erbaut wurde und heute immer noch einen sehr stabilen Eindruck macht. Es lohnt sich, einen kleinen Ausflug auf die oberste Aussichtsplattform zu machen, erhältst du von dort doch schon mal einen recht guten Überblick, wohin deine heutige Tour geht. Ein bisschen Schwindelfreiheit solltest du dafür aber mitbringen.

    Nur noch ein kurzes Stück, dann fährst du auch schon aus Villingen heraus – nächster Zwischenstopp Schwenningen. Über eine leicht holprige Landstraße fährst du an der europäischen Wasserscheide vorbei, die durch einen typischen Radwegweiser am Straßenrand markiert ist. Im Gegensatz zu den üblichen Wegweisern informiert dich dieser aber in deutlich größeren Dimensionen über die Strecke: Wo geht es zum Schwarzen Meer, wo zur Nordsee? Hier erfährst du es. Du fährst natürlich zu Nordsee – die du übrigens auch wirklich erreichen würdest, wenn du dem Rhein am Ziel des Drei-Täler-Radwegs noch für ein „Stück“ in Richtung Norden folgst.

    Schnell wird die Gegend etwas ländlicher und nach einem kurzen Waldstück erreichst du auch schon das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos – hier sammeln sich die Wasser, die etwa einen Kilometer später zur Neckarquelle werden. Übrigens fließt nur ein Teil dieses Gewässers in den Neckar, der andere macht sich in der Donau auf den Weg Richtung Schwarzes Meer.

    An der Neckarquelle ist Zeit für ein kleines Päuschen, das Café im Park, der für die Landesgartenschau 2010 angelegt wurde, lädt dazu ein. Nun befindest du dich also offiziell im ersten Tal. Der Neckar ist hier nicht viel mehr als ein schmaler Rinnsal. Es dauert aber nicht sehr lang und er wird deutlich an Größe gewinnen.

    Die Route führt dich nun aus Schwenningen heraus, linker Hand siehst du noch die nostalgischen Flieger des Museums für Luftfahrt, dann verwandelt sich der Asphalt unter dir auch schon zum geschotterten Forstweg. Immer wieder siehst du die imposanten Vulkanhügel der Schwäbischen Alb am Horizont rechts von dir aufragen. Dann kommt auch bereits Rottweil in Sicht. Als erstes macht der futuristische Testturm von ThyssenKrupp auf dein nahendes Etappenziel aufmerksam. Durch seine bemerkenswerte Höhe von 246 Metern ist er aber schon von weitem sichtbar, so dauert es noch eine kleine Weile bis du in Rottweil einrollst – übrigens die älteste Stadt Baden-Württembergs. In der Altstadt kannst du gemütlich den Tag ausklingen lassen, diverse Übernachtungsmöglichkeiten finden sich ebenfalls.

    Mittelschwer
    02:03
    31,6 km
    15,4 km/h
    280 m
    440 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wie du bereits festgestellt hast, ist der Testturm in der Rottweiler Innenstadt ebenso präsent wie auch in der näheren Umgebung. So wirst du während deiner Weiterfahrt, vor allem wenn du dich ab und zu umdrehst, noch den einen oder anderen Blick darauf erhaschen können. Einer der letzten tollen Ausblick auf den Turm bietet sich dir kurz vor der Abfahrt ins Neckartal: Deutlich ist er über den Baumwipfeln zu sehen, dann tauchst du ins Tal ab.

    Die schöne Abfahrt hinab zum Neckar hat nur einen „Haken“: Du musst mindestens einmal anhalten und die Aussicht genießen. Früher floss der Neckar an dieser Stelle um einen kleinen Berg herum, den sogenannten Umlaufberg. Nachdem er seinen Lauf begradigt hatte, blieb ein idyllisches Tal übrig an dessen Ende auf einer Hügelkuppe eine kleine Burgruine thront. Das Beste: Direkt darunter befindet sich ein hübscher Biergarten, der mit seiner angegliederten Pferdestallung für ein gemütlich landwirtschaftliches Flair sorgt – der perfekte Platz um eine erste Rast einzulegen.

    Etwas weiter unten im Tal hat man am Wasserwerk Neckarburg eine eigens für Radfahrer und Wanderer gedachte Trinkwasserquelle errichtet – eine absolut prima Sache. Auch hat der Neckar inzwischen deutlich an Größe zugelegt. Mit dem Rinnsal vom Vortag hat er nichts mehr gemein, auch von einem Bach distanziert er sich deutlich. Er ist zu einem stattlichen Fluss herangewachsen, der immer mehr an Größe gewinnt, bis er in Mannheim schließlich in den Rhein fließt.

    So weit wirst du ihn aber nicht begleiten, denn dein heutiges Etappenziel liegt in Sulz am Neckar. Von dort ist es nicht mehr weit und du wirst dich bereits vom ersten Tal verabschieden. Genieße deshalb bis dahin noch ein bisschen die Urtümlichkeit des jungen Neckars, der hier durch fast unberührte Natur fließt, während an den hohen Hängen zu seinen Seiten dunkle Nadelbäume mit schroffen Felswänden um die letzten noch nicht bewaldeten Stellen konkurrieren.

    Bevor du dein Ziel in Sulz am Neckar erreichst, wird es zum Ende hin ein klein wenig hügeliger und der Weg führt dich am Hang entlang durch dichten Wald. Dann erwartet dich eine letzte kleine Abfahrt in den Ort. Hier kannst du den Tag gemütlich an der Neckarpromenade ausklingen lassen, eine passende Übernachtungsmöglichkeit findet sich ebenfalls.

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  • Mittelschwer
    01:28
    20,5 km
    14,0 km/h
    320 m
    300 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Aus Sulz am Neckar führt dich der Radweg unter einer tollen Brücke mit einem hohen, modernen Rundbogen hindurch. Hier in Sulz am Neckar befinden sich übrigens auch die ersten Schleusen, die der Neckar auf seinem Weg in den Rhein passieren muss. Ab Fischingen gewinnt der Neckar nochmals deutlich an Größe bevor du ihn verlässt, hier vereint er sich mit dem Mühlbach.

    Nur ein kurzes Stück weiter, dann ist es soweit: Du verlässt das erste Tal und biegst direkt in das zweite ab. Ab hier folgst du der Glatt talaufwärts bis nach Leinstetten, deinem heutigen Zielort. Nach der ersten Einrollphase am heutigen Tag entlang des Neckars wird es nun deutlich hügeliger – die Berge des Schwarzwalds rücken näher.

    In Glatt lohnt es sich, eine Pause einzulegen. Das Wasserschlösschen und der Schlosspark mit angegliedertem Minigolfplatz und Imbissbude laden zum Verweilen ein. Im Schlosscafé kannst du übrigens nebst anderen Kuchen auch ein Stück leckere Schwarzwälder Kirschtorte bestellen.

    Der Radweg verläuft fortan idyllisch an der Glatt entlang. Immer tiefer tauchst du in die Berge des Schwarzwaldes ein, von denen aber bis auf ein paar kleinere Hügel nicht viel zu spüren ist – der eigentliche Anstieg, um vom zweiten Tal ins dritte überzusetzen, folgt erst am nächsten Tag.

    In Hopfau kannst du nochmal eine kleine Pause einlegen, dann geht es an die letzten fünf Kilometer der Etappe. Auch wenn es auf dem Höhenprofil der Strecke nicht so aussieht, der letzte kleine Anstieg direkt kurz vor Leinstetten ist nicht zu verachten. Dann hast du es geschafft. Am Brunnen vor der Dorfkirche kannst du noch kurz Halt machen, um dir mit herrlich kaltem Wasser den Schweiß aus dem Gesicht zu waschen. Da Leinstetten ein recht kleiner Ort ist, finden sich nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten (am besten im Vorfeld reservieren). Der Gasthof Pension Schloßbrücke ist deshalb sehr zu empfehlen. In dem angegliederten Biergarten kannst du dich auch erstmal bequem erfrischen, bevor du dein Zimmer beziehst.

    Mittelschwer
    01:58
    24,9 km
    12,7 km/h
    440 m
    460 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute geht es zwar tief in den Schwarzwald hinein, die Etappe mit der höchsten Steigung auf dem Drei-Täler-Radweg schlägt dabei aber trotzdem nur mit 440 Höhenmetern zu buche – ein durchaus machbares Unterfangen. Da dich die Tour heute ausnahmsweise aus den Tälern herausführt, sind dir phänomenale Ausblicke und Fahrten durch herrlich dichte Wälder gewiss. Du kannst dich also auf einen eindrucksvollen Tag freuen, an dessen Ende ein ganz besonderes Radler-Highlight auf dich wartet.

    Ab Leinstetten geht es innerorts noch sehr steil den Berg hinauf – selbst die Anwohner haben hier kleine Lastenaufzüge im Vorgarten. Sobald du die Ortschaft verlässt, flacht das Höhenprofil aber merklich ab. Am Hang entlang fährst du für ein Stück durch jenes Tal, das der Heimbach hier in den Sandstein geschnitten hat. Bereits hier macht sich pure Schwarzwald-Idylle breit. Durch dichten Wald und an Gehöften auf sonnigen Lichtungen vorbei führt der Weg weiter bis nach Loßburg – ein guter Stopp für eine ausgiebige Rast.

    Nun wird es langsam Zeit für das dritte Tal im Bunde: das der Kinzig. Damit du den Fluss auch von Anfang an miterlebst – wohlgemerkt fährst du ja auch bis an sein Ende – machst du noch einen kleinen Abstecher in den Zauberwald zur Kinzigquelle. In dem kühlen Wäldchen, das mit seinen mystischen Gebilden und Skulpturen einen ganz eigenen Charme versprüht, lohnt es sich abermals einen Moment zu verweilen, um den Zauber des Ortes zu genießen. Hier auf 680 Meter über Normalnull hat die Kinzig ihren Ursprung. Auf ihrem 112 Kilometer langen Lauf wirst du ihr die nächsten Tage auf „Schritt und Tritt“ folgen, bis sie ganze 540 Meter tiefer in den Rhein mündet.

    Einen kleinen Umweg fährst du jedoch noch, bevor du dich an ihren Lauf gesellst – so vermeidest du auch die Strecke entlang der Hauptstraße. Ein Stück geht es nun noch bergauf, dann hast du den höchsten Punkt der Tour erreicht. Im Tannen Stüble kannst du inmitten von herrlichen Schwarzwald-Gehöften eine Rast einlegen, bevor du dich auf der Hochebene durch dichte Wälder in Richtung Abfahrt begibst.

    Die Fahrt zurück ins Tal nach Alpirsbach, wo du auch wieder auf die Kinzig triffst, verläuft zwar größtenteils auf Forstwegen – schnell fahren wirst du deswegen kaum – dafür schickt dich dieses Teilstück der Strecke nun wirklich tief in den Wald hinein. Genieße die Ruhe, die der Wald versprüht, und hin und wieder auch einen Ausblick durch die aufragenden Baumstämme in Richtung Tal und Glaswald – hier bediente man sich früher an Brennholz für die berühmte Schwarzwälder Glasbläser-Kunst.

    In Alpirsbach warten nach einer letzten, diesmal schnellen, Abfahrt diverse Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf dich. Das i-Tüpfelchen dieser Etappe stellt natürlich die Alpirsbacher-Klosterbrauerei dar, denn was gibt es schöneres, als sich nach einem so ereignisreichen Tag mit einem leckeren isotonischen Getränk zu erfrischen.

    Leicht
    01:36
    26,2 km
    16,4 km/h
    140 m
    340 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach einer erholsamen Nacht in dem verträumten Örtchen Alpirsbach machst du dich auf den Weg die Kinzig hinab. Sie wird dich auch die folgenden Tag bis zu deinem Ziel begleiten. Du hältst dich zunächst an der Bahnlinie, die hier ebenfalls im Tal entlang führt. Ein paar mal kreuzt du diese, fährst unter ihr hindurch und biegst dann auf ein kurzes, steiles Stück in den Wald ab. Sobald sich die Bäume lichten, macht sich wieder herrliches Schwarzwald-Panorama breit und du passierst die historische Grenze zwischen dem Königreich Württemberg zum Großherzogtum Baden.

    Es folgt eine großartige Abfahrt durch von der Sonne durchfluteten Wald nach Schenkenzell. Hier gesellst du dich wieder direkt an die Kinzig. Links und rechts von dir türmen sich die steilen, dicht bewachsenen Hänge des Schwarzwalds auf. Hin und wieder lugt auch ein schroffer Felsen aus dem dunklen Grün dervor. Nur noch wenige Kilometer und du fährst in das historische Flößerörtchen Schiltach ein. Hier kannst du inmitten von wunderschönen Fachwerkhäusern im Ortskern eine kleine Pause einlegen. Kurz vor Schiltach lohnt sich übrigens auch ein kurzer Stopp an der Burgruine Schenkenburg. Alternativ zur Pause im Ortskern von Schiltach findest du hier direkt unterhalb der Burg auch eine Pizzeria, um deine Energiereserven wieder aufzufüllen.

    Der Radweg folgt weiter der Kinzig, immer leicht bergab. Das Gefälle ist aber so gering, dass du trotzdem kontinuierlich in die Pedale treten musst. Mitunter kann es auch mal vorkommen, dass ein harscher Gegenwind das Tal hinauf weht. Dann wird selbst die Fahrt auf relativ ebener Fläche zum fordernden Kampf gegen den Wind.

    Glücklicherweise wartet in Wolfach gleich die Nächste hübsche Gelegenheit zur Pause auf dich. Der Ortskern beherbergt eine wahre Blumenpracht und lädt mit diversen kleinen Restaurants und Cafés entlang der verkehrsberuhigten Straße zur Rast ein. Interessierst du dich für Glasbläserei? Dann kannst du vor der Ortsausfahrt noch einen kleinen Abstecher zur Glashütte machen. Du findest sie direkt am Glashüttenweg im südlichen Ortsteil unweit der Stelle, wo der Radweg abermals direkt an die Kinzig führt. Wenn es dir in Wolfach selbst zu hektisch zugeht, findest du hier, leicht außerhalb, auch einen gemütlichen Biergarten zur Einkehr.

    Aber auch bis an dein Ziel Hausach ist es von hier nicht mehr weit. Sechs Kilometer hinter Wolfach hast du dieses bereits erreicht. So kannst du die Rast auch in den Abend verlegen, mit dem guten Gefühl danach die Beine hochlegen zu können und dem regen Treiben am Kinzigdamm zuzuschauen. Hast du noch Energie, bietet sich ein kleiner Ausflug hinauf zur Burg Husen an. Von dort kannst du einen tollen Ausblick über Hausach und das Kinzigtal genießen. An passenden Übernachtungsmöglichkeiten mangelt es in Hausach ebenfalls nicht.

    Leicht
    01:34
    27,5 km
    17,6 km/h
    50 m
    110 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der Radweg wird nun zunehmend flacher, die Kinzig breiter und die Freizeitsportler häufiger. Inlineskater, Spaziergänger, Radfahrer – hier profitiert nahezu jeder von den gut ausgebauten Radwegen. Sollte das Wetter deine Radreise mit einem vehementen Gegenwind im Kinzigtal gesegnet haben, so darfst du dich nach acht Kilometern auf die Ortschaft Haslach freuen. Hier biegt der Radweg Richtung Nordwesten ab, was dem Wind etwas Einhalt gebietet.

    Zunehmend werden auch die Ausläufer des Schwarzwalds immer flacher, bis sich am Horizont inmitten von weitläufigen Wiesen und Feldern nur noch kleine, grüne Hügelkuppen breit machen. Immer öfter fährst du durch riesige Obstbaumplantagen. Äpfel, Birnen, Kirschen – die Landwirtschaft weiß das milde Klima der Ortenau zu schätzen. Vielleicht kannst du ja einen Apfel direkt vom Radweg aus erhaschen, auch wenn das unter den Bauern nicht so gern gesehen ist. Ein bisschen Schlaraffenland-Feeling darf ja auch mal sein.

    Je breiter das Tal wird, desto öfter biegt der Radweg auch von der Kinzig ab, macht hier und da einen Abstecher durch die Streuobstwiesen und quert kleine, verträumte Weiler, oft aus nicht viel mehr als ein paar Höfen und Häusern bestehend. Nach etwa 27 Kilometern hast du heute dein Ziel erreicht: Gengenbach. Die Einfahrt in den Ortskern wird dich garantiert in Staunen versetzen, denn die zwei mächtigen, noch gut erhaltenen Stadttore zeugen von vergangenen Zeiten und die idyllischen Fachwerkhäuser versprechen schon jetzt einen standesgemäßen Tagesausklang. Lass dich doch in einem der Straßencafés nieder und genieße dieses herrliche Ambiente bevor du dein Nachtquartier beziehst.

    Mittelschwer
    02:02
    33,2 km
    16,4 km/h
    70 m
    110 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Lass dir heute etwas Zeit und genieße die allerletzten Ausläufer des Schwarzwaldes, bis du dich bei Offenburg in die Rheinebene begibst. Der Mineralbrunnen bei Ohlsbach und das Schloss Ortenberg sind zwei tolle Haltepunkte, wo man durchaus auch mal etwas mehr Zeit verbringen kann. Auch lohnt sich ein Abstecher auf die Weinberge beim Schloss, denn von dort erschließen sich dir völlig neue Aussichten, zum einen auf das majestätische Schloss, zum anderen in Richtung Kinzigtal und Rheinebene.

    In Offenburg lohnt sich ein Stopp im kultigen Café Kakadu. Aber auch diverse andere Cafés und Restaurants laden in der gemütlichen Innenstadt zum Verweilen ein. Ist dir nach etwas exotischerer Küche, kann ich einen Abstecher nach Windschläg empfehlen. In dem kleinen Stadtteil im Norden von Offenburg findest du in einem unscheinbaren Wohngebiet die wohl authentischste Thai-Cuisine, die einem in diesen Breitengraden unterkommen kann. Amporn's Thai Restaurant ist eine klare Empfehlung für alle Liebhaber der asiatischen Küche. Vorsicht: Scharf bedeutet hier nicht nur ein leichtes Kribbeln auf der Zunge.

    Weiter geht es entlang der Kinzig in Richtung Rhein. Du kreuzt die Autobahn A5 und gelangst schon bald in die Nähe von Kehl. Zwischen Sundheim und Kork finden sich hier diverse kleine Seen, die im Sommer zum Baden einladen. Besonders der Korker Baggersee ist sehr beliebt und hat auch einen kleinen Sandstrand. Im hinteren Teil des Sees befindet sich ein FKK-Bereich, falls du deine Badesachen vergessen haben solltest.

    Nachdem du die Innenstadt von Kehl durchquert hast, in der immer ein reges Treiben durch den Grenzverkehr mit Frankreich und die Nähe zu Straßburg herrscht, endet deine Drei-Täler-Tour an der Passerelle des Deux Rives – der „Fussgängerbrücke der beiden Ufer“. Die Brücke ist speziell für Radfahrer und Fußgänger gestaltet worden und lädt in ihrer Mitte mit ein paar Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein – hier, genau auf der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Eine gute Gelegenheit, um deine Reise durch den Schwarzwald und entlang der drei Täler nochmal Revue passieren zu lassen.

    In Kehl hast du natürlich auch einen guten Anschluss an das regionale Bahnnetz. Von hier fahren Züge in Richtung Süden nach Freiburg und in Richtung Norden nach Karlsruhe. Außerdem nach Offenburg und von dort zurück zu deinem Ausgangspunkt nach Villingen.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    194 km
  • Zeit
    12:32 Std
  • Höhenmeter
    1 490 m2 050 m

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Einmal quer durch den Schwarzwald – der Drei-Täler-Radweg