Radfernweg München-Venezia

Erlebnis Alpenüberquerung – der Radfernweg München-Venezia

Olli77

Erlebnis Alpenüberquerung – der Radfernweg München-Venezia

Fahrrad-Collection von Radfernweg München-Venezia

Eine Überquerung der Alpen steht bei vielen Tourenradlern auf der Bucket-Liste. Und nicht nur das: für viele ist es DAS Highlight ihrer Leidenschaft zum Fahrradfahren schlechthin – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als höchstes Gebirge Europas mit einer Ausdehnung von insgesamt 200.000 Quadratkilometern bieten die Alpen unzählige Möglichkeiten, sich dieser Aufgabe zu widmen. Der Radfernweg München-Venezia ist ganz klar eine der herausragendsten.

In dieser Collection kommst du auf 584 Kilometern, unterteilt in acht Etappen, dem Traum der Alpenüberquerung Umdrehung für Umdrehung immer ein Stück näher. „Von München über die Alpen bis zur Adria“ – wenn das mal kein super Titel für einen Diavortrag ist. Übernehme ihn doch einfach und berichte nach deiner Tour von deinen Erlebnissen, denn davon wird es unzählige geben: herrliche Flusslandschaften, atemberaubende Gebirgspanoramen, glitzernde Alpenseen und zahlreiche kulturelle Highlights werden deinen Weg bereichern und dich täglich mehrmals in Staunen versetzen.

Du startest in der herrlichen Landschaft des Bayerischen Oberlands, gefolgt vom Karwendelgebirge, Österreichs größtem Naturpark. Der Brennerpass bringt dich in Höhen hinauf, bei denen beim bloßen Gedanken normalerweise jedem Fahrradfahrer schwindelig wird – und das bei durchweg moderater Steigung. Übertroffen wird dieser Höhenflug nur noch vom UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten, das dich mit seinen schroffen Felsformationen in eine andere Welt entführt. Schließlich erwartet dich müßige italienische Lebensart – genau das richtige, um es sich nach einer solchen Meisterleistung gut gehen zu lassen – und nicht zuletzt die weltberühmte Lagunenstadt Venedig, wo du das Rad gegen eine Gondel eintauschst.

Möchtest du noch ein paar Extras in deine Reise einbauen, haben wir drei Variations­möglichkeiten für dich ausgesucht, die wir ebenfalls in dieser Collection vorstellen: Während sich die Westvariante des Fernradwegs als Hauptroute durch die Collection zieht, bieten wir dir auch die Ostvariante als Alternativstrecke an. Zusätzlich versorgen wir dich noch mit einer etwa zwei Tage langen Extrarunde entlang des Dolomiten-Nationalparks von Belluno. Bis auf die Variationsmöglichkeiten enden alle Etappen an Orten, wo du ausreichend Unterkünfte findest. Sollte es davon mal nur wenige geben, weisen wir gesondert darauf hin. Dann lohnt es sich auf jeden Fall bereits im Vorfeld dein Zimmer zu reservieren.

Auch wenn sich eine Alpenüberquerung erst mal nach einer sportlichen Herausforderung anhört, findest du mit dem Radfernweg München-Venezia in dieser Collection immer genau die richtigen Täler und Pässe, um dich möglichst kommod durch das Hochgebirge zu schlängeln. Da der Radweg noch recht neu und deshalb stellenweise noch nicht asphaltiert ist, empfiehlt sich der Einsatz eines robusten Tourenrads. Möchtest du die Strecke hingegen mit dem Rennrad meistern, solltest du auf jeden Fall auf eine strapazierfähige Bereifung achten und die Strecke ab und zu etwas anpassen, um auf die Hauptstraßen auszuweichen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    04:14
    60,1 km
    14,2 km/h
    480 m
    360 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du beginnst deine Radreise nach Venedig am Münchner Ostbahnhof. Dieser ist sehr gut an das Netz der Deutschen Bahn angebunden und praktisch von überall aus zu erreichen. Vom Bahnhof ist es nur ein kurzer Ritt vorbei am Bordeauxplatz und schon befindest du dich an der Isar, die dich die komplette heutige Strecke über begleiten wird.

    Das Isarufer kann gut und gerne als die grüne Lunge der bayerischen Landeshauptstadt angesehen werden, denn an ihrem Ufer finden sich viele der städtischen Parkanlagen und das lebensspendende Wasser lockt viele heimischen Tiere an. Zwar dauert es noch eine Weile, bis du auch die letzten Vororte der Metropole hinter dir gelassen hast, die Fahrt am Münchner Isarufer wird dir aber schonmal einen schönen Vorgeschmack auf die ursprüngliche Auenlandschaft entlang zunehmend wilder Flusswindungen geben, wie sie dich auf der weiteren Etappe erwarten.

    Kurz vor Grünwald teilt sich der Radfernweg übrigens in West- und Ostvariante auf. Wenn du dich für die östliche Option entschieden hast, solltest du hier kurz anhalten und in deinem Navigationsgerät die Alternativroute aufrufen.

    Der Radweg gesellt sich infolge mal näher an das Isarufer, mal führt er etwas weiter entfernt davon über dicht bewaldetes, seichtes Hügelland. Immer wieder wirst du auf idyllische Badestellen treffen, die im Sommer zu einem Sprung ins kühle Nass einladen und auch der eine oder andere Biergarten wird dich mit den landestypischen Erfrischungen anlocken.

    Die heutige Etappe ist mit 60 Kilometern noch etwas kürzer gehalten als jene, die auf der Reise noch auf dich warten – perfekt, um dich erst mal etwas warm zu fahren, bevor es am morgigen Tag in die Alpen geht. Deine Unterkunft findest du heute in dem malerischen Bad Tölz. Hier kannst du an der Isarpromenade gemütlich den Tag ausklingen lassen, während dich die Erhebungen der Alpen bereits am Horizont erwarten.

    Schwer
    06:01
    81,2 km
    13,5 km/h
    750 m
    480 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Ostvariante des Radfernwegs von München nach Venedig führt hier am Ufer des malerischen Tegernsees entlang. Kurz vor Grünwald zweigt sie von der Isar ab und führt zu einem großen Teil entlang der Bahngleise über Oberhaching bis nach Otterfing und von dort über Holzkirchen und Oberwarngau bis nach Gmund am Nordufer des Tegernsees. Bei Oberhaching lohnt sich ein Stopp in der Kugler Alm: Der Biergarten gilt als Geburtsstätte der beliebten Radlermaß – wenn das mal kein Grund ist, seinen Durst mit einem großen Schluck davon zu stillen.

    Der Übersichtlichkeit halber haben wir die Ostvariante über den Tegernsee in dieser Collection an einem Stück dargestellt. Sie ist deshalb nicht als eine einzelne Etappe zu begreifen. Wenn du dich für die Ostroute entscheidest, fährst du auf Etappe 1 dieser Collection bis nach Grünwald und wechselst dann in deinem Navi auf die Alternativroute. Einige schöne Übernachtungsmöglichkeiten für den ersten Tag bieten sich dir am Tegernsee direkt in Gmund oder etwas weiter südlich in Bad Wiessee.

    Am nächsten Tag verlässt du den Tegernsee im Süden und fährst an der Weißach entlang bis nach Glashütte. Hier kannst du dir kurz vor dem höchsten Punkt der heutigen Strecke überlegen, auf die Bundesstraße zu wechseln, die vom Terrain her etwas einfacher zu befahren ist. Wenn du mit einem einigermaßen geländegängigen Tourenrad unterwegs und nicht allzu schwer beladen bist, lohnt sich die Strecke abseits der Straße aber dennoch, denn hier genießt du herrliche Ruhe, während du umgeben von schönster Natur die Grenze zu Österreich überquerst.

    Nach einer recht steilen Abfahrt über Schotterwege trifft die Alternativroute nahe der Grenze und dem Walchen auf die Westroute und vereint sich wieder zur Hauptroute, die weiter bis zum Achensee führt. Ab hier solltest du in deinem Navi also zu Etappe 2 wechseln.

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  • Schwer
    05:16
    65,9 km
    12,5 km/h
    690 m
    410 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die heutige Etappe bringt dich den Alpen nicht nur näher, du fährst bereits ein gutes Stück in sie hinein und damit in das Karwendelgebirge, Österreichs größten Naturpark. Am Ende des Tages wirst du bereits knapp die 1.000er-Höhenmarke überschritten haben, nur noch wenige Meter trennen dich von ihr. Auch in deinen Waden wird sich der seichte, wenn auch dauerhafte Anstieg über knapp 700 Höhenmeter bemerkbar machen – ein weiterer Teil des Aufwärmprogramms für die bevorstehende Alpenüberquerung.

    Bis dich die ersten größeren Erhebungen an diesem Tag erwarten, führt dich der Weg jedoch noch für etwas mehr als zwanzig Kilometer an der Isar entlang, deren Unterlauf dem Sylvensteinspeicher entspringt. Bevor du den Stausee erreichst und den Fahrradtunnel zur Staumauer passierst, eröffnet sich dir eine herrliche Aussicht hinunter zur Isar. Auch von der Staumauer aus wirst du diesen Blick abermals genießen können, hier erstreckt sich zur anderen Seite hin auch der Sylvensteinspeicher mit einem erstklassigen Alpenpanorama im Hintergrund.

    Du überquerst den See und kannst in der Ortschaft Fall erstmal gemütlich einkehren und dich für die Weiterfahrt stärken. Dann machst du dich auf in Richtung Österreich. Am östlichen der drei Zuflüsse fährst du aus dem Bereich des Stausees hinaus und folgst dem Walchen bis zur Grenze, die du ein kurzes Stück entlang fährst. Dort, wo du das Grenzgebiet landeinwärts Richtung Österreich verlässt, stößt übrigens auch die Tegernsee-Variante des Radfernwegs wieder zur Haupstrecke.

    In Österreich heißt der Walchen übrigens Ache oder auch Seeache. Sie geleitet dich für den restlichen Tag bis zu deinem Etappenziel Pertisau am Achensee. In Pertisau kannst du an der Strandbar gemütlich die Beine hochlegen oder im Tiroler Steinöl Vitalberg in das Stollen-Museum abtauchen, wo du alles über dieses besondere Produkt erfahren kannst. Am besten nimmst du dir ein passendes Fläschchen mit, denn das Öl soll eine heilende Wirkung besitzen – ideal, um nach einem anstrengenden Tag in den Alpen deinen Beinen etwas Gutes zu tun.

    Schwer
    05:38
    82,7 km
    14,7 km/h
    910 m
    790 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute fährst du in das imposante Inntal, dem du von Jenbach bis nach Innsbruck folgst. Am Südufer des Achensees kommst du kurz vor Maurach am Seespitz vorbei. Hier macht die Achenseebahn mit ihrer nostalgisch vor sich hin tuckernden Dampflok Halt. Wenn du möchtest, kannst du deinen Drahtesel gegen ein tolles Eisenbahnerlebnis bis hinab nach Jenbach eintauschen – keine Sorge: gegen einen Preis von 6 Euro wird er mitbefördert, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung. Der normale Fahrpreis beträgt 24 Euro bis nach Jenbach. Das ist zwar nicht gerade günstig, das Erlebnis aber allemal wert. Die knapp fünf Kilometer lange Abfahrt mit dem Rad ins Inntal hat hingegen natürlich auch ihren Reiz.

    Ab Jenbach folgst du dem Inn auf gemütlich flachen Wegen. Bei Stans kannst du einen Abstecher zur Wolfsklamm machen – einer der schönsten Klammen in den Tiroler Alpen, die du aber nur zu Fuß betreten kannst. Dein Fahrrad und dein Gepäck solltest du also vorher sicher abstellen.

    Auch auf der weiteren Strecke gibt es noch einiges zu entdecken: So zum Beispiel die Swarovski Kristallwelten in Wattens, eine der meistbesuchten Attraktionen Österreichs oder die Münze Hall, wo vor über 500 Jahren der erste Taler geprägt wurde, der Vorfahr des heutigen Dollars.

    In Innsbruck verlässt du das Inntal wieder und hast einen ordentlichen Anstieg von 470 Höhenmetern vor dir. Da lohnt es sich, noch einmal eine Rast einzulegen, bevor du dich dieser Aufgabe widmest. Wenn dir nach einer ganz besonderen Pause ist, bietet sich das Restaurant „Bergisel Sky“ in Innsbrucks berühmter Olympia-Sprungschanze an, denn von hier genießt du während deiner Mahlzeit eine ganz besondere Aussicht.

    Oberhalb der Sill führt dich der Weg immer höher in die Bergwelt der Alpen hinauf, bis du bei Patsch das Gröbste geschafft hast. Um die 1.000er-Höhenmarke geht die Fahrt weiter oberhalb des Silltals, begleitet von einem immerwährenden traumhaften Blick hinab ins Tal. Bei Mühlbach gesellst du dich wieder direkt an den Fluss, der dich noch weiter bis nach Steinach am Brenner begleitet, wo du dein Nachtquartier beziehst.

    Schwer
    04:43
    77,7 km
    16,5 km/h
    730 m
    1 010 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der heutigen Etappe erwartet dich ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: Der Brennerpass steht auf der Bucket-Liste vieler Tourenradler und du wirst ihn heute bezwingen! Von deinem Startpunkt sind es noch zehn Kilometer entlang der Sill bis zum Brennersee und von dort eigentlich nur noch ein Klacks, bis du mit deinem Rad auf sage und schreibe 1.370 Höhenmetern plötzlich in Italien stehst – ein Siegerfoto ist hier quasi Pflicht.

    Nach dieser Meisterleistung steht dir natürlich auch eine entsprechende Belohnung zu. Du bekommst sie in Form einer ehemaligen Bahnstrecke, auf welcher der neu angelegte Radweg entlang der Eisack bis nach Sterzing hinab führt. Dieser wird mit einer Wahnsinns Aussicht, ehemaligen Bahngebäuden und Signalanlagen entlang der Strecke zu einem wahrlich nostalgischen Erlebnis. In Sterzing findest du ein gemütliches alpin-mediterranes Ambiente vor, was zu einer ausgedehnten Pause einlädt.

    Die Strecke verläuft weiter entlang der Eisack, die zunehmend an Größe gewinnt und, ebenso wie du, ihren Weg in Richtung Mittelmeer antritt. Kurz bevor sie durch den Stausee Franzenfeste fließt, lohnt sich eine Besichtigung der gleichnamigen Festungsanlage aus den 1830er Jahren. Zuvor bietet sich ein Abstecher ins Restaurant Sachsenklemme an, solltest deinen Hunger nicht bereits in Sterzing gestillt haben.

    Über eine flache Hügelkuppe biegst du nun in das Tal der Rienz ab, wo die heutige Etappe alsbald in St. Sigmund endet. Solltest du noch Energie in den Beinen haben, lohnt sich eine Weiterfahrt in Richtung Bruneck. Auf diese Weise verkürzt sich die morgige Strecke für dich etwas und damit auch der Anstieg in die Dolomiten. Entlang der Strecke finden sich zudem im Abstand von etwa fünf Kilometern immer wieder Übernachtungsmöglichkeiten. So kannst du jederzeit absteigen, sollten deine Beine nicht mehr in die Pedale treten wollen.

    Schwer
    04:29
    56,2 km
    12,5 km/h
    910 m
    270 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute begibst du dich auf direktem Weg in Richtung Dolomiten. Damit es nicht ganz so anstrengend wird, folgst du den kompletten Tag über der Rienz – quasi fast bis an ihre Quelle. Im Ergebnis verteilen sich die mehr als 900 Höhenmeter, die es heute zu bewältigen gilt, auf angenehme 56 Kilometer, da dich keine größeren Talfahrten erwarten. Doch was zunächst etwas bitter klingt, sorgt letztendlich für eine durchaus machbare Bergfahrt, an die du dich aufgrund der kontinuierlich geringen Steigung schnell gewöhnt hast.

    Trotzdem kannst du dich inzwischen – auf dem nun zweiten legendären Anstieg durch die Alpen – ganz klar zu den Bergsteigern unter den Tourenradlern zählen. Und als solcher lohnt es sich natürlich auch, einen Blick auf die berühmten Pioniere des Bergsports zu werfen. Das Messner Mountain Museum im Schloss Bruneck bietet dir dafür eine gute Gelegenheit, bevor es so richtig ans Eingemachte geht.

    Das Ufer der Rienz wird immer idyllischer, je weiter du dich das Tal hinauf arbeitest. Immer schmäler wird der Flusslauf, immer deutlicher wandelt sich das stumme Fließen des Wassers hin zu einem plätschernden Gebirgsbach. Hin und wieder tauchen gemütliche Rastplätze am Ufer auf, die zu einer ausgiebigen Pause einladen. In Welsberg bietet sich dir zudem die Möglichkeit, einen kurzen Abstecher zur gleichnamigen Burg zu machen, die erhaben über die Ortschaft wacht.

    Spätestens am Toblacher See tauchst du nun so richtig in die Landschaft der Dolomiten ein. Steile Berghänge verengen das Tal hinter dem See und deuten den nahenden Pass an. Noch etwa acht Kilometer und du hast dein heutiges Ziel erreicht. Dieses beschert dir nicht viel mehr als einen sagenhaften Ausblick auf die Drei Zinnen – das Wahrzeichen der Dolomiten. Wenn es Zeit und Energie erlauben, lohnt sich ein Ausflug zu diesem beeindruckenden Berg-Ensemble, um es aus der Nähe zu betrachten.

    Die Nacht verbringst du heute mitten in der Einsamkeit der Berge. Zwar ist der Drei-Zinnen-Blick ein beliebter Ausflugsort, aber die meisten Touristen verschwinden mit der untergehenden Sonne und am nächsten Tag steht nichts außer der Ruhe der Berge zwischen dir und einem einzigartigen Sonnenaufgang direkt über den Drei Zinnen. Das einzige Hotel direkt am Aussichtspunkt ist das Hotel Drei Zinnenblick. Sollte es dir nach einer etwas gehobeneren Preisklasse sein, findest du zwei weitere Hotels etwa drei Kilometer die Straße hinauf in Schluderbach.

    Schwer
    05:15
    82,3 km
    15,7 km/h
    670 m
    1 670 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute erreichst du den höchsten Punkt auf deiner Reise nach Venedig. Etwa sechs Kilometer sind es vom Startpunkt aus, dann hast du den Pass überwunden – auf mehr als 1.530 Metern über Normalnull. Doch auch wenn die anschließende Abfahrt viel Freude verspricht, lohnt es sich den Morgen in den Bergen zu genießen. Am Dürrensee erwartet dich ein fantastischer Ausblick auf die Cristallo-Gruppe, die sich bei Windstille auf der Seeoberfläche im Wasser spiegelt. Außerdem findest du auf der anderen Straßenseite ein nettes Restaurant, in dem du dein Frühstück einnehmen kannst.

    Auf der Strecke der ehemaligen Dolomitenbahn geht die Fahrt fortan bergab – kaum zu glauben, aber ganze 1.670 Höhenmeter darfst du heute hinab bis an dein Ziel rollen. Der Schein trügt zwar etwas, denn auf die 82 Kilometer verteilt wird dir das kaum genug Schwung geben, um deine Beine auch während der Fahrt hochzulegen. Einer gemütlichen Tagestour mit tollen Aussichten steht trotzdem nichts im Weg – das hast du dir auch verdient!

    Alsbald gesellst du dich ins Tal des Boite, dem du zunächst in den Wintersportort Cortina d'Ampezzo folgst, wo du eine Pause einlegen kannst. Du folgst dem Flusstal noch für eine ordentliche Strecke von 27 Kilometern, dann zweigt die alte Bahnstrecke bei Valle di Cadore ab und verläuft fortan entlang des Piave, in den kurze Zeit später auch der Boite mündet.

    Für ein kurzes Stück gewinnt die Strecke an Schwung, dann geht die Fahrt gemächlich weiter, an steilen Felshängen entlang und durch tiefe Täler, in die sich die Gewässer der südlichen Dolomitenausläufer mit der Zeit gegraben haben. Auf der Höhe von Longarone erkennst du, wenn du genau hinschaust, die letzten Zeitzeugen einer gewaltigen Flutkatastrophe, die den Ort in den 1960er Jahren komplett zerstörte.

    Wie lautet noch gleich das Sprichwort? „Das Wasser findet immer seinen Weg.“ So auch du. Denn so zerstörerisch die Kraft des Wassers auch sein kann, auf dem Weg nach Venedig ebnet sie dir den Weg und schenkt dir treues Geleit. Heute endet deine Fahrt etwas nördlich von Soverzene, wo du neben einem Bed & Breakfast direkt eine Pizzeria findest – was will man mehr nach einem Tag wie diesem?

    Schwer
    07:20
    114 km
    15,6 km/h
    1 260 m
    1 270 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Ergänzungsmöglichkeit auf der Strecke von München nach Venedig führt dich am südlichen Teil des Nationalparks der Dolomiten von Belluno entlang. Neben vielfältiger Landschaften, deren Pracht vor allem im Sommer zum Vorschein kommt, wenn die Blumen und Gräser auf den Hochebenen in den buntesten Farben erblühen, entdeckst du auf dieser Tour geschichtsreiche Städte wie Belluno und Feltre, die bereits einen Hauch von Venedig versprühen.

    Die Tour startet an der Hauptstrecke südlich von Soverzene nur etwa einen Kilometer vom Endpunkt der sechsten Etappe entfernt. Wenn du nicht gerade ein Profisportler bist, der die Alpen an einem verlängerten Wochenende überquert, lohnt es sich, die Runde in zwei Etappen aufzuteilen. Ein guter Übernachtungsspot auf halber Strecke ist Feltre im Südwesten der Route.

    Im Grunde genommen fährst du in einem großen Bogen um den Piave, der in dem weitläufigen Tal mit mehreren Flussläufen zu einigen länglichen Seen zusammenfließt. Doch was zunächst nach einer flachen Strecke klingt, wird in der Nähe der Berge schnell zu einem durchaus hügeligen Unterfangen – landschaftlich aber ganz klar ein Erlebnis, denn grandiose Ausblicke sind dir gewiss.

    Etwas südlich von Soccher stößt diese Extrarunde nach 114 ereignisreichen Kilometern wieder zurück zur Hauptroute – in etwa auf der Höhe von Kilometer 5 der siebten Etappe.

    Schwer
    04:35
    76,2 km
    16,6 km/h
    560 m
    880 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auch wenn Venedig vorerst noch nicht in Sicht ist, näherst du dich heute bereits dem Ende deiner Alpenüberquerung. Von Soverzene fährst du auf nahezu ebenem Terrain bis zum Lago di Santa Croce, einem Kite- und Windsurfer-Paradies. Hier kannst du nach 13 Kilometern die erste Pause einlegen, den Blick über den See und die darauf herumflitzenden Surfer schweifen lassen und in der Strandbar am Campingplatz einen leckeren Kaffee trinken.

    Vom Lago di Santa Croce geht die Fahrt über eine kleine Anhöhe hinab zum kleineren Lago Morto. Nach weiteren fünf Kilometern erreichst du den noch kleineren Lago del Restello. So hangelst du dich See um See über die letzten Ausläufer der Alpen hinab, bis du bei Vittorio Veneto den letzten Bergkamm durchbrichst und sich die weitläufige venezianische Ebene vor dir ausbreitet.

    Die restliche Etappe führt dich überwiegend durch flaches Land in die sehenswerte Stadt Conegliano und von dort über den dir bekannten Piave, der inzwischen deutlich an Größe gewonnen hat, nach Volpago del Montello. Wenn du auf diesem Teilstück aufmerksam bist, fällt dir vielleicht das unscheinbare Ortsschild des Dorfes Bavaria auf – ein ehrwürdiger Moment, denn genau dort bist du gestartet.

    In deinem Zielort Volpago del Montello kannst du es dir heute doppelt und dreifach gutgehen lassen, schließlich liegen die Alpen hinter dir. Und das darf durchaus auch mal mit zwei oder sogar drei leckeren, italienischen Pizzen belohnt werden.

    Schwer
    05:09
    82,5 km
    16,0 km/h
    100 m
    190 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute schwenkst du auf die Zielgerade Richtung Venedig ein. Wow, was für ein Moment! Gerade mal noch 82 Kilometer trennen dich von den Toren der Lagunenstadt. Und diese werden sich aufgrund des absolut flachen Höhenprofils wie am Schnürchen runter radeln lassen. Von Volpago del Montello geht es zunächst noch auf leicht abschüssiger Strecke auf ländlichen Überlandstraßen bis nach Treviso, deinem ersten Tagesziel.

    Die von einer Ringmauer umschlossene Altstadt lädt mit ihren idyllischen Kanälen zu einem kleinen Abstecher ein. Der Piazza dei Signori stellt den Mittelpunkt der Stadt dar. Hier kannst du dich in einem der vielen schmucken Cafés niederlassen und dem bunten Treiben zuschauen. Anschließend fährst du im Südosten aus der Stadt heraus und hältst dich an den Lauf des Sile. Auf Höhe des Cimitero dei Burci, einer noch recht jungen archäologischen Stätte, wo die Gerippe halb versunkener venezianischer Boote aus dem Wasser heraus ragen, teilt sich der Weg abermals in West- und Ostvariante.

    Du folgst dem westlichen Verlauf der Strecke entlang des Sile, durchquerst das archäologische Juwel Quarto d'Altino und biegst vom Fluss in Richtung Süden ab. Schon bald gelangst du nach Mestre. Die Venedig vorgelagerte Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Ausgangspunkt für viele Tagesausflügler nach Venedig.

    Bevor du dich der Ponte della Libertà annimmst, jener Brücke, die dich auf 3.850 Metern Länge über die Lagune von Venedig führt, machst du noch einen kleinen Abstecher zum Parco San Giuliano. Hier lohnt es sich nochmal kurz innezuhalten – lass dir kurz deine Reise durch den Kopf gehen und welche Meisterleistung du fertig gebracht hast. Am besten fährst du dafür an die Südspitze des Parks, wo du einen tollen Blick hinüber nach Venedig hast – deinem Ziel der Reise! Eventuell neigt sich der Tag nun auch schon seinem Ende zu, dann verbring die Nacht doch einfach in Mestre und genieße Venedig in aller Ruhe am nächsten Tag.

    Wenn du schließlich nach Venedig übersetzt, beachte bitte, dass in der kompletten Stadt Fahrräder verboten sind. Selbst das Schieben der Räder ist aufgrund der engen Gassen und den vielen Menschen nicht gestattet – es fehlt einfach der Platz. Natürlich kannst du trotzdem das Erlebnis genießen und mit deinem Rad über die Ponte della Libertà fahren. Am Ortseingang von Venedig findest du ein Parkhaus extra für Fahrräder, wo du deinen treuen Begleiter inklusive Gepäck in einer sicheren Fahrradbox abstellen kannst.

    Schwer
    05:24
    81,8 km
    15,2 km/h
    100 m
    110 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die Ostvariante von Etappe 8 ist in dieser Collection abermals separat dargestellt und nicht unbedingt als eine einzelne Etappe zu begreifen, da sie hinter Treviso an die Westvariante von Etappe 8 anknüpft. Von Volpago del Montello ergibt sich damit eine Gesamtstrecke von 110 Kilometern, die du auch in zwei Tage aufteilen kannst. Einen idealen Übernachtungsspot findest du in der Küstenstadt Jesolo. So hast du am nächsten Tag nur etwa 24 Kilometer vor dir und genügend Zeit in aller Ruhe Venedig zu besichtigen.

    Entscheidest du dich für die Ostvariante, solltest du kurz hinter Treviso auf Höhe des Cimitero dei Burci einen kurzen Stopp einlegen und auf deinem Navi von Etappe 8 auf die Ostvariante wechseln. Du verlässt nun alsbald den Lauf des Sile und biegst auf gemütlichen Überlandstraßen in Richtung Osten ab.

    Nach etwa 19 Kilometern erreichst du den Piave, der dich bereits in den Bergen ein gutes Stück begleitet hat. Vorbei an den großflächigen Parks des anmutigen Städtchens San Dona di Piave orientierst du dich nun weiter gen Süden. Wenn du willst, kannst du hier noch eine kleine Pause einlegen. Im Parco della Scultura in Architettura sind zum Beispiel zahlreiche Skulpturen von Künstlern internationalen Rufs ausgestellt.

    Dem ursprünglichen Flusslauf weiter folgend, erreichst du schon bald das östliche Ende der Lagune von Venedig. Auf einer nicht ganz zwei Kilometer breiten Landzunge fährst du weiter, immer zwischen Lagune und Meer von Jesolo. Der Punta Sabbioni bildet das westliche Ende der Landzunge und auch Venedig gerät bereits in Sichtweite. Ab hier geht es mit der Fähre weiter.

    Möchtest du dein Rad mit nach Venedig nehmen, um beispielsweise eine Runde um die Lagune zu fahren, empfiehlt sich die Autofähre nach Tronchetto. Sie bringt dich in die Nähe eines Parkhauses mit Fahrradboxen, wo du dein Rad sicher abstellen kannst: den Bicipark Venezia. Bitte beachte, dass Fahrräder und auch das Schieben von Rädern in Venedig selbst verboten sind.

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Collection Statistik

  • Touren
    11
  • Distanz
    861 km
  • Zeit
    58:02 Std
  • Höhenmeter
    7 160 m

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