Emma Pooley

Ein Sommer voller Abenteuer in den Schweizer Voralpen

Emma Pooley

Ein Sommer voller Abenteuer in den Schweizer Voralpen

Collection von Emma Pooley

Wenn man dem Jahr 2020 und den vielen abgesagten Veranstaltungen etwas Positives abgewinnen will, dann ist es für mich die Tatsache, dass es dadurch mehr Gelegenheiten gab, meine Wahlheimat in der Schweiz noch besser zu erkunden und herauszufinden wie man auch zu Hause richtige Abenteuer haben kann.

Ich liebe meinen Wohnort und schätze mich sehr glücklich, die Voralpen vor der Haustür zu haben. Zeit in der Natur zu verbringen und ihre Schönheit zu schätzen, ist für mich einer der größten Beweggründe zum Radfahren, Biken, Laufen, Skifahren, Schwimmen oder Wandern... und nachdem ich meine Gegend hier schon viele Jahre erkunde, dachte ich eigentlich, dass ich meine heimischen Berge und Wälder recht gut kenne.

Dieses Jahr fand ich heraus, dass es noch mehr zu entdecken gibt! Ich wagte mich auf neue Wege, Pfade und Pässe, auf denen ich noch nie zuvor unterwegs war - einige durch Zufall, andere dank Empfehlungen von ähnlich abenteuerlustigen Kumpels. Unterwegs hatte ich so viel Spaß* wie schon seit Jahren nicht mehr und es machte mir bewusst, warum ich eigentlich Sport treibe: nicht um für Rennen zu trainieren, sondern weil ich es liebe.

Diese Collection beinhaltet eine bunte Mischung von Touren aus verschiedenen Sportarten (weil ich die Abwechslung einfach liebe!): Trail Running, Gravel und Rennrad, alle aus dem Sommer 2020 und alle rund um meine Heimat.
Obwohl ich einige Jahre lang Profi-Rennradfahrerin war, bin ich im Herzen kein richtiger Roadie... mein Hintergrund ist der Laufsport, und ich liebe es, auch mit dem Fahrrad abseits der Straßen und tief in die Berge zu fahren. Je steiler, desto besser! Im Grunde genommen ist Hike-a-Bike mein Traumsport! ;-)

Vielleicht fehlten mir einige Aspekte der abgesagten Bikepacking- und Trailrunning-Rennen, oder vielleicht mag ich einfach Herausforderungen, die ein wenig verrückt erscheinen... aber auf jeden Fall wurden einige der lokalen Abenteuer zu einem ziemlich epischen Tagesausflug. Seine eigenen Grenzen auszuloten, hat etwas wirklich Befriedigendes, wo auch immer diese Grenzen liegen. Der springende Punkt beim Thema Herausforderung ist, dass jeder eine solche für sich persönlich definieren muss.

Ich hoffe, dass einige der Touren in dieser Collection dir dabei helfen, selbst spannende Abenteuer und vielleicht auch die ein oder andere Herausforderung zu finden. Viel Spaß!

*und Snacks. So viele Snacks! 2020 war ein gutes Jahr für Abenteuer-Essen - aber das ist ein Kapitel für sich...

Auf der Karte

Touren & Highlights

    11:24
    179 km
    15,7 km/h
    4 050 m
    4 540 m

    Der Vierwaldstättersee ist ein wunderschöner See mit vier Armen, die weit in die Berge hineinreichen. Zu meinem Glück liegt er bei mir ganz in der Nähe. Die Umfahrung ist eine kleine Herausforderung, denn entlang einer Seite sind die Berghänge steil und es gibt keine Straße!

    Weil Liesbeth und ich Herausforderungen lieben, schien mir diese Route das perfekte Abenteuer für einen schönen Frühlingstag zu sein.

    Wenn du diese Strecke fahren möchtest, wappne dich für schöne Schotterwege bergauf, einige Straßenabschnitte und eine anstrengende Tragepassage auf einer (scheinbar) nicht enden wollenden Treppe. Abwechslung pur!

    16:42
    284 km
    17,0 km/h
    10 060 m
    10 090 m

    Eines Tages kam mir in den Sinn, dass ich einmal 10.000 Höhenmeter an einem Tag schaffen wollte. Vielleicht stammt die Idee vom Everesting – der Challenge, die Höhe des Everest irgendwo anders auf der Welt hinaufzufahren … Der misst allerdings nur 8.848 Meter. Deshalb beschloss ich, noch ein paar Meter draufzulegen, um daraus eine schöne runde Zahl zu machen.

    Bei meinem ersten Everesting-Versuch dachte ich mir: Warum nicht? Ich wollte es versuchen. Um auf die 10.000 Höhenmeter zu kommen, könnte ich ein etwas entspannteres Tempo wählen und mich mit mehr Abwechslung bei Laune halten. Ich liebe die Straßen und die vielen Anstiege auf winzigen Nebenstraßen in meiner Heimat. Deshalb wollte ich viele davon aneinander reihen und eine große Runde daraus machen.

    Ich nahm ein paar Freunde mit, fuhr aber den größten Teil der Strecke allein und war am Tag nach dem Start gegen 2 Uhr morgens am Ziel. Es ist bis heute meine längste Fahrt aller Zeiten (nein, vorher bin ich noch nie 300 Kilometer an einem Tag gefahren ...) und es war, wie erwartet, nicht gerade einfach. Aber es hat so viel Spaß gemacht!

    Wenn ich mich dieser Herausforderung noch einmal stellen würde, würde ich eine etwas andere Route fahren, weniger flach am Anfang, und einen weniger heißen und feuchten Tag wählen (die Pause, um ein Gewitter auszusitzen, war alles andere als ideal). Oh, und die Haggenegg würde ich wahrscheinlich weglassen, weil ich dort mein erstes Everesting gemacht habe und bei dem Gedanken wird mir immer noch schlecht ...

    Ich denke, diese Route eignet sich am besten als Auswahl, um einige spaßige Anstiege abseits der ausgefahrenen Pfade zu finden. Such dir einfach die aus, die dir am besten gefallen!

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  • 13:22
    119 km
    8,9 km/h
    9 130 m
    9 210 m

    Everesting mit dem Rennrad hat Spaß gemacht ... so wie „Type two fun “ eben Spaß macht! Diese Strecke war mein zweiter Versuch, die Höhe des Everest mit dem Fahrrad zu fahren und ich wollte bewusst langsamer unterwegs sein und mir mehr Zeit nehmen, um all das zu genießen, was es so schön macht, eine lange Route an einem paradiesischen Ort zu fahren.

    Also machte ich mich mit meinem geliebten Sonder Camino auf zum steilsten fahrbaren Gravel-Anstieg, den ich kenne – und der zufällig auch noch atemberaubend eindrucksvoll ist.

    „Fahrbar“ stimmt mit dem Gravelbike aber nur ganz knapp! Es ist richtig steil, also würde ich eine MTB-Schaltung empfehlen. Und obwohl ich immer wieder davon spreche, wie wichtig es ist, die richtige Übersetzung zu haben … ist das natürlich etwas, was ich oft selbst vergesse.

    Ich „entdeckte“ diese Schotterstraße (zufällig) am zweiten Tag meiner Fahrradtour mit Iris im Juli, und sie ist so steil, dass ich einen Teil der Strecke schieben musste – und das bergab! Aber das war mit kompletter Campingausrüstung, also hoffte ich, dass ich ohne Gepäck zurecht kommen würde.

    Die Hoffnung mag Berge versetzen, aber sie kann die Mathematik der Übersetzung nicht ändern, und so bemühte ich den größten Teil der Strecke mein größtes Ritzel, und das auf jeder Runde. Ich wusste, dass ich es überhaupt nicht schaffen würde, wenn ich es zwischendrin übertreiben würde, also machte ich regelmäßig Snack-Pausen.

    Ich hatte Glück, dass ein Freund mit seiner Kamera mitkam, und ein anderer mir auf ein paar Anstiegen Gesellschaft leistete. Bei einer solchen Herausforderung ist es zwar gut, wenn man einen meditativen, distanzierten Zustand einnimmt, aber dann wäre ich ganz schön lang allein gewesen.

    Dieser Aufstieg ist allein schon wegen der Aussicht auf das darunterliegende Tal und die umliegenden Berge eine Fahrt wert. Ich kann ihn sowohl bei Sonnenaufgang als auch bei Sonnenuntergang empfehlen.

    06:49
    84,0 km
    12,3 km/h
    3 020 m
    1 880 m

    Als eine Freundin und ehemalige Teamkollegin, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, mich mit ihrem Fahrrad besuchen kommen wollte, musste ich ihr einfach die spektakulärsten Aussichten meiner Heimat zeigen! Und natürlich gehörten dazu auch viele Höhenmeter, denn nach mehreren Monaten Lockdown in den Niederlanden hatte sie ein bisschen was nachzuholen.

    Um Iris zu verwirren, bevor die Reise überhaupt begonnen hatte, schickte ich ihr etwa zehn verschiedene komoot-Routen, weil es hier so viel Auswahl an herrlichen Offroad-Strecken gibt. Ein paar Freunde von mir wollten auch mitkommen und so haben wir unser Wissen gebündelt, um eine, wie ich finde, wirklich umwerfende Offroad-Route zu planen. Es gibt ein paar Asphaltabschnitte, die die Schotterwege verbinden, aber nie viel Verkehr. Die Route ist gar nicht technisch und gut auf einem Gravelbike statt auf einem MTB zu meistern.

    Enttäuschend finde ich, dass ich fast gar nicht absteigen und mein Rad tragen musste. Aber das haben wir am Tag danach wieder wettgemacht, als ich Iris auf eine herrlich schlecht geplante Route mit stundenlangem Schieben und Tragen und auch viel Straße mitnahm!

    Hier erfährst du mehr über unser Sommerabenteuer aus Iris' Perspektive: komoot.com/collection/990127

    09:20
    64,5 km
    6,9 km/h
    3 210 m
    3 180 m

    Diese Route ist von einem Feldzug Ende des 18. Jahrhunderts inspiriert und verbindet einige meiner liebsten Laufreviere in der Zentralschweiz..

    Auf meinem Gravel-Abenteuer mit Iris im Juli erzählte mir ein Freund von dem gewaltigen Marsch des russischen Feldherrn Suworow und seiner Armee im Jahr 1799. Suworow kämpfte gegen winterlichen Schnee sowie ständige Angriffe und führte seine Truppen über mehrere Bergpässe (darunter Chinzig) in einem strategischen Rückzug vor den napoleonischen Truppen, die ihnen zahlenmäßig weit überlegen waren.

    Ich wollte diese Route unbedingt nachlaufen. Nicht, dass ich begeistert von Kriegen und Kämpfen wäre (ganz im Gegenteil), aber es ist einfach eine so erstaunliche Geschichte aller Widrigkeiten zum Trotz und mit so vielen schönen abgelegenen Pässen!

    Es gibt eine ausgeschilderte Wanderroute auf der Via Suworow, aber nach einigen Erkundungstouren im Sommer (nochmals Entschuldigung für das viele Fahrradtragen an Iris, Yorit und Liesbeth!) dachte ich, ich könnte einen abenteuerlicheren und landschaftlich schöneren Weg auf dem zentralen Teil von Altdorf nach Glarus finden. Suworows Route war viel länger, von Airolo nach Chur.

    Der Lauf hat mich nicht enttäuscht, er ist ziemlich spektakulär. Er würde sich für eine Zweitagestour oder eine Wanderung eignen, wenn Ultrarunning nicht so deins ist!

    Im Sommer haben viele Bergrestaurants und Bauernhöfe geöffnet, wo du dich verpflegen und deine Wasserflaschen aufzufüllen kannst. Nimm aber für alle Fälle genügend mit.

    Der gewagteste Teil von Suworows Schweizer Feldzug war, als er nach wochenlangem Marsch, von den Franzosen bei Glarus zurückgeschlagen, seine erschöpfte Armee über den schneebedeckten 2.404 Meter hohen Panixerpass führte. Viele Menschen kamen ums Leben, aber die Truppen wurden vor der totalen Vernichtung gerettet.

    Zum Vergleich: Ich rutschte nach sechs Stunden auf einem eisigen Felsen aus, bekam einen blauen Fleck am Hintern, weinte ein wenig und humpelte dann 25 Kilometer eine Straße hinunter zum Bahnhof. Wir sind einfach nicht mehr das, was wir mal waren ...

    08:19
    57,5 km
    6,9 km/h
    2 800 m
    2 780 m

    Die Umrundung des Zugersees ist eine Standardrunde aus dem Rennrad-Repertoire, flach und schnell. Da ich aber kein großer Fan von flach bin, habe ich mir diese Route ausgedacht, um den See hoch oben zu umrunden ... mit Rigi, Gnipen, Wildspitz und Zugerberg auf dem Weg.

    Ein Haufen Verrückter erklärte sich bereit, mitzumachen, und wir wurden mit herrlichem Herbstwetter und tollen Aussichten verwöhnt.

    Die Route macht Spaß, weil man sie in Stücke teilen kann, die von Bahnhöfen begrenzt werden. So konnte jeder unterwegs entweder dazukommen oder schon früher aufhören (bei Immensee oder Arth-Goldau), je nachdem, wie weit man laufen und wie viele Höhenmeter man erklimmen will.

    Auf der Rigi und dem Wildspitz gibt es Bergrestaurants und viele kleine Beizli, wo du einen Snack bekommst, aber je nach Jahreszeit solltest du vorher die Öffnungszeiten überprüfen. Dazu kommen natürlich die Läden und Bahnhofsautomaten in Immensee und Arth-Goldau.

    Im Winter ist auf der Rigi und dem Wildspitz mit Schnee zu rechnen. Außerdem sind die Wege teilweise sehr schmal und steil, also zieh dir die entsprechenden Schuhe an!

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Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    788 km
  • Zeit
    65:56 Std
  • Höhenmeter
    32 270 m

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