Stadt Aachen

Die schönsten Touren des Aachener Fahrradsommers

lewinb (CC BY-SA 2.0)

Die schönsten Touren des Aachener Fahrradsommers

Fahrrad-Collection von Stadt Aachen

Die Stadt Aachen ist in vielerlei Hinsicht besonders. Allein die Lage am Dreiländerpunkt Deutschland-Niederlande-Belgien macht die westlichste Großstadt Deutschlands zu einem Ort der Vielfalt und Weltoffenheit. In Aachen selbst verzaubert dich eine großartige Mischung aus historischem Ambiente in der wunderschönen Altstadt und dem belebenden Flair eines modernen Hochschulstandorts – die RWTH Aachen ist mit mehr als 45.000 Studenten die größte Universität für technische Studiengänge in Deutschland. Doch nicht nur die Innenstadt ist einen Besuch wert: Auch das grüne Aachener Umland am Rande der Eifel ist absolut sehenswert. Und um all das zu entdecken, ist das Fahrrad einfach ideal geeignet! Mit dem Aachener Fahrradsommer möchte die Stadt Aachen ihr gut ausgebautes Routennetz zelebrieren und noch bekannter machen. Seit 1995 wird in jedem Jahr eine andere thematische Rundtour ausgeschildert, die auch für Familien und wenig geübte RadfahrerInnen bestens geeignet ist. Wir zeigen dir die fünf schönsten und spannendsten Touren des Aachener Fahrradsommers.

Mit dieser Collection begibst du dich auf die zahlreichen Spuren von Karl des Großen, der sich so gern in Aachen aufhielt, dass er die Stadt zum Zentrum seines Reichs machte. Du erlebst das wunderschöne grüne Umland der Stadt und gehst auf „Shoppingtour“ auf den Biohöfen südlich der Stadt. Du radelst über den Vennbahnweg, einen der schönsten Bahntrassen-Radwege Europas und erkundest von ihm aus einen spannenden Mix aus Kultur, Natur und Geschichte. Entlang beeindruckender Herrenhöfe entdeckst du das Grenzland nördlich von Aachen, wo du dich im Zollmuseum Locht über die Geschichte des Zolls informieren kannst. Das deutsch/niederländische Industriegebiet Avantis liefert dir ein lebendiges Beispiel dafür, wie offen die Beziehungen zu den Nachbarländern heute gepflegt werden. Auf der „Tour de Science“ – der neuesten Tour des Aachener Fahrradsommers – erwartet dich schließlich eine spannende Fahrt rund um den Campus der RWTH mit vielen sehenswerten Gebäuden, bei denen historische und moderne Architektur aufeinandertreffen.

Worauf wartest du noch? Schnapp dir dein Rad und erkunde die Stadt Aachen und ihre spannende Geschichte – auf tollen Radwegen, die jede dieser fünf Routen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    01:49
    28,4 km
    15,6 km/h
    180 m
    190 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Karl der Große regierte von 768 bis 814 als König das Fränkische Reich. Er stieß kulturelle und geistliche Reformen an und er ließ bauen: Kirchen und Klöster ebenso wie mehr als 100 „Kaiserpfalzen“, die er verstreut über sein ganzes Reich errichten ließ, um auf Reisen „angemessen“ wohnen zu können. Eine der wichtigsten Kaiserpfalzen errichtete er in Aachen. Doch sie diente Karl dem Großen nicht nur als gelegentliche Unterkunft – Aachen war lange Zeit das Zentrum seines Reiches. Kein Wunder also, dass er hier viele Spuren hinterließ, denen du auf dieser Tour folgst.

    Die Runde beginnt mitten im Zentrum von Aachen, wo Karl der Große auf den Ruinen einer römischen Therme die achtseitige Pfalzkapelle bauen ließ, deren Obergeschoss heute den Kern des Aachener Domes bildet. Ob vor oder nach der Tour – es lohnt sich, genug Zeit für die Aachener Innenstadt einzuplanen, denn hier gibt es sehr viel Sehenswertes. Nun wird aber erstmal geradelt: Vom Dom aus fährst du aus der Altstadt heraus, vorbei an verschiedenen sehenswerten Kirchen bis zu der schönen Grünfläche, die Anfang des 19. Jahrhunderts für die Kurgäste und Bürger gärtnerisch als Stadtgarten ausgebaut wurde.

    Nun folgst du eine Weile der Jülicher Straße, die schon früher – allerdings unter dem Namen Kölnsteinweg – eine wichtige Ausfallstraße von Aachen war. Hier überquerst du zum ersten Mal die Wurm, die im Süden der Stadt im Aachener Stadtwald entspringt. Entlang des Flusses wurden im 17. Jahrhundert viele Mühlen errichtet, die der Kupferindustrie dienten.

    Du verlässt nun die Stadt und radelst eine Weile durchs idyllische Haarbachtal und vorbei am ehemaligen belgischen Militärstützpunkt „Camp Astrid“ bis in den Würseler Stadtwald. Wenn du eine kleine Stärkung vertragen kannst, bietet sich das Forsthaus Weiden unterwegs zur Einkehr an, bevor du den Rückweg antrittst.

    Du fährst nun durch das Dorf Weiden und nimmst Kurs auf Würselen. Hier lohnt sich ein Abstecher zu der auf karolingische Zeit zurückgehenden Pfarrkirche St. Sebastian im Würselener Stadtzentrum. Entlang alter Höfe im Ortsteil Dobach radelst du wieder zurück in Richtung Aachen. Endpunkt der Tour ist der Münsterplatz, wo du noch einmal einen Blick auf eine der wichtigsten Hinterlassenschaften Karls des Großen werfen kannst – den Dom.

    Schwer
    01:55
    23,4 km
    12,2 km/h
    220 m
    220 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Auf dieser rund 23 Kilometer langen Radtour unternimmst du einen Ausflug ins Grüne südlich von Aachen. Unterwegs kommst du an malerischen Burgen und idyllischen Weihern vorbei. Und du machst Stopp an einem historischen Gut, auf dem heute gesundes Biogemüse sprießt – montiere also besser deinen Korb ans Rad, damit du ein paar Tomaten, Gurken oder Kräuter mit nach Hause nehmen kannst!

    Du startest mitten in der Stadt. Vorbei am imposanten Aachener Dom radelst du in Richtung Frankenberger Viertel, wo du einen Blick auf die uralten Gemäuer der Burg Frankenberg werfen kannst, bevor es langsam immer grüner wird. Du fährst durch den Landschaftspark Gillesbachtal und vorbei am Waldfriedhof mit seinem Bismarckturm, bis du schließlich den herrlich ruhigen Aachener Wald erreichst.

    Hier kannst du eine kleine „Bio-Pause“ einplanen: Auf dem 800 Jahre alten historischen Wehrhof „Gut Hebscheid“ baut die VIA Integration seit 15 Jahren Biogemüse an. Salate, Tomaten, Gurken, Kürbisse und Kräuter wachsen auf den Feldern und in Gewächshäusern. Ebenfalls sehenswert: In den „Öcher Ökogärten“ können Hobbygärtner ihr eigenes Biogemüse auf Saisonparzellen ziehen. Auf dem Hof arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand.

    Gestärkt und mit vollem Bio-Einkaufskorb machst du dich nun auf den Weg zurück nach Aachen. Noch eine Weile verläuft die Route durch den Wald, der immer lichter wird, je näher du der Stadt kommst. Vorbei an verschiedenen idyllischen Weihern wird es langsam wieder urbaner, bis du schließlich zurück im Zentrum der Stadt bist.

    Tipp: Wenn du auf den „Bio-Geschmack“ gekommen bist, lohnen sich verschiedene Abstecher zu weiteren Biohöfen, die sich in der Gegend befinden. Du könntest zum Beispiel dem Michaelshof, dem Gut Hasselholz, dem Gut Paulinenwäldchen oder dem Gut Wegscheid einen Besuch abstatten.

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  • Mittelschwer
    01:52
    28,1 km
    15,0 km/h
    220 m
    220 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf rund 26 Kilometern bietet dir diese Runde einen spannenden Mix aus Kultur, Natur und Geschichte. Unterwegs lernst du den wunderschönen Vennbahnweg kennen, der auf der Trasse einer ehemaligen Bahnstrecke verläuft und dir eine wahrhaft genussvolle Fahrt bietet.

    Du startest am Bahnhof „Rothe Erde“ und somit mitten im Zentrum der ehemaligen Aachener Großindustrie. In dem hier ansässigen Hüttenwerk wurde einst im großen Stil Stahl hergestellt. Die Produktion wurde allerdings bereits 1926 als Folge des Ersten Weltkriegs eingestellt. Wusstest du, dass nach der Schließung der Hütte die vorhandenen Schuttberge als „Original Aachener Rothe Erde“ für Sportplätze in ganz Europa verkauft wurden? Das alte Stadion von Borussia Dortmund wurde sogar danach benannt. Wer gern Rad fährt, freut sich aber vor allen Dingen über ein anderes Relikt aus der alten Zeit: die Bahntrasse, die mitten durch das Gelände verläuft. Denn die ehemalige Vennbahn ist heute ein Radweg – genaugenommen sogar einer der längsten und schönsten Bahntrassen-Radwege Europas. Wenn das mal nicht gut losgeht!

    Wie es weitergeht, verrät der Name dieser Tour: Zunächst folgst du dem Vennbahnweg ins schöne Münsterländchen. Dieses hat übrigens rein gar nichts mit dem bekannten Münsterland zu tun. Seinen Namen bekam die schöne Landschaft von der Reichsabtei Kornelimünster, nach der auch der Münsterwald, der Münsterbach und das Naturschutzgebiet Münsterbusch benannt sind. Vom Vennbahnweg aus kannst du einen herrlichen Ausblick auf das Münster genießen – oder du schaust es dir wenig später in Ruhe aus der Nähe an.

    Nun verlässt du den Vennbahnweg und radelst durchs schöne Indetal in Richtung Eilendorf. Dabei kommst du an der Komericher Mühle vorbei. Sie ist ein weiterer Zeitzeuge, der dich an die industrielle Vergangenheit der Region erinnert, denn sie lieferte die Energie für die Metall- und Tuchindustrie längst vergangener Zeiten. Durch den schönen Brander Wald – das größte Naturschutzgebiet Aachens – erreichst du Deltours Erb, einen der ältesten Höfe Eilendorfs. Hier gibt es einen Hofladen, der dich „zum Shoppen“ einlädt. Wenig später radelst du am alten jüdischen Friedhof Eilendorfs vorbei, der etwas versteckt abseits vom Radweg gelegen ist. Hier stehen noch ein gutes Dutzend alter Grabsteine von jüdischen Familien, von denen die meisten Opfer des Holocaust wurden.

    Vom ruhig gelegenen „Prunkweg“ aus hast du eine wunderbare Aussicht auf Aachen. Und genau dort geht es nun hin: Durch Eilendorf hindurch erreichst du wieder den Vennbahnweg, dem du noch für ein paar Kilometer bis zum Ausgangspunkt der Tour am Bahnhof Rothe Erde folgst.

    Mittelschwer
    01:59
    29,8 km
    15,0 km/h
    220 m
    210 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese 30 Kilometer lange Tour führt dich in den Norden von Aachen bis zur niederländischen Grenze, wo du dich im Zollmuseum Locht über die Geschichte des Zolls informieren kannst. Das deutsch/niederländische Industriegebiet Avantis hingegen ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie offen die Beziehung zum Nachbarland heute gepflegt wird. Unterwegs kommst du an zahlreichen Herrenhöfen vorbei, jeder davon mit seiner eigenen spannenden Geschichte...

    Deine Fahrt beginnt am Republikplatz, gleich gegenüber vom Aachener Westbahnhof. Über das Campusgelände der RWTH Aachen radelst du nun in den Aachener Norden, bis es schließlich hinter dem Stadtbezirk Richterich immer ruhiger und grüner wird. Auf dem Weg hierher hast du gleich zweimal gute Sicht auf herrschaftliche Anwesen: das Schloss Rahe und das Schloss Schönau.

    Durchs schöne Amstelbachtal nimmst du nun Kurs auf die Grenze zu den Niederlanden. Nachdem du die kleine Ortschaft Horbach passiert hast, ist es nicht mehr weit bis zum modernen Industriegebiet Avantis, einem grenzüberschreitenden Projekt, das zu den Gemeinden Heerlen in den Niederlanden und Aachen in Deutschland gehört. Kurz darauf erreichst du das Zollmuseum Locht, in dem du dich darüber informieren kannst, wie der Handel zwischen beiden Ländern früher ablief. Durchs Dorf Vetschau mit vielen historischen Höfen radelst du schließlich zurück zum Ausgangspunkt nach Aachen.

    Schwer
    01:16
    17,1 km
    13,5 km/h
    150 m
    150 m
    Schwere Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen feierte 2020 ihren 150. Geburtstag! Als „Exzellenzuniversität“ zählt sie zu den besten technischen Hochschulen. Mehr als 46.500 Studierende werden hier von rund 10.000 Beschäftigten aufs Berufsleben vorbereitet – kein Wunder also, dass die RWTH Aachen das Stadtbild eindrucksvoll prägt. Die teils international renommierten Institute sind in vielen sehenswerten Gebäuden untergebracht, bei denen historische und moderne Architektur aufeinandertreffen. Diese Vielfalt und natürlich den Geburtstag der RWTH kannst du auf dieser spannenden „Tour de Science“ in aller Ruhe zelebrieren.

    Obwohl die Runde mit gerade einmal rund 17 Kilometern ziemlich kurz ist, solltest du besser etwas Zeit einplanen. Denn es gibt wirklich an jeder Ecke etwas zu entdecken. Gleich nach dem Start am Aachener Dom lohnt ein Blick auf das denkmalgeschützte „Kármán“-Auditorium, das nach dem berühmten Luft- und Raumfahrtwissenschaftler Theodore von Kármán benannt ist. Und dann geht es Schlag auf Schlag: Das historische Hauptgebäude der RWTH am Templergraben steht im krassen Kontrast zum modernen „SuperC“, in dem sich das Studierendensekretariat, das International Office und das Prüfungsamt befinden.

    Beeindruckend wird es, wenn du an der Uniklinik vorbeiradelst und wenig später entlang des Campus Boulevards rollst, an dem du spektakuläre Architektur von weltweit bekannten internationalen Baumeistern bewundern kannst. Ganz am Ende der Tour gibt’s dann nochmal ein wenig historisches Flair, wenn du an der Schinkelstraße vorbeirollst: Hier befinden sich zwei der ältesten erhaltenen RWTH-Gebäude. Nach so viel Bildung tut es anschließend richtig gut, den Tag in der Aachener Altstadt mit ganz banalen Dingen wie einem frischen Kaffee oder einem leckeren Essen ausklingen zu lassen.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    127 km
  • Zeit
    08:53 Std
  • Höhenmeter
    980 m

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