Valerie

Bergabenteuer pur! Unterwegs auf dem Ötztal Trek

Robert J Heath (CC BY 2.0)

Bergabenteuer pur! Unterwegs auf dem Ötztal Trek

Wander-Collection von Valerie

Herrliche Stille, stolze Bergspitzen soweit das Auge reicht, das Ötztal zu deinen Füßen. Es ist mit seinen 65 Kilometern Länge von überschaubarer Größe – der Ötztal Trek, der sich hoch oben durch die eindrucksvolle Berglandschaft zieht, erweitert deinen Wandergenuss aber auf stolze 227 Kilometer. Ein alpiner Weitwanderweg, der auf der To-Do-Liste eines jeden geübten (!) Bergfexes stehen sollte.

Ausgehend vom Ötztal-Bahnhof, dessen altes Gebäude dich gleich zu Beginn in eine andere Zeit versetzt, geht’s direkt in luftige Höhen. Immer schön an der östlichen Talseite entlang und auf den Spuren von Ötzi wanderst du bis Sölden. Anschließend bringt dich ein Bus nach Obergurgl, von wo du den Naturpark Ötztal erkundest und dann auf der westlichen Seite des Tals, dem sogenannten Geigenkamm, wieder nach Norden wanderst. Ab hier begleiten dich Eindrücke vom Ballonpionier Auguste Piccard, aufgeweckte Steinböcke und die fantastische Gletscherwelt zurück zum Ausgangspunkt.

Insgesamt erwarten den ambitionierten Fernwanderer hier 22 Etappen und stolze 15.000 Höhenmeter voller großartiger Naturschauspiele. Es geht über Scharten, Grate, Gipfel und sogar Gletschereis. Ein einmaliges Erlebnis, für das du aber schon ordentlich alpine Erfahrung und natürlich die richtige Ausrüstung für Gletscherüberquerungen mitbringen solltest.

So marschierst du von Hütte zu Hütte. Die richtige Tourenplanung und rechtzeitige Reservierung vorausgesetzt, kannst du dich jeden Abend auf köstliche Hüttenspezialitäten und ein gemütliches Bett freuen. Die 22 Etappen teilen sich wiederum auf sechs Routen auf. Wenn du also nur eine Route absolvieren möchtest, kannst du an den jeweiligen Endpunkten, teilweise aber auch dazwischen ganz einfach wieder ins Tal absteigen. Für die einzelnen Etappen kannst du dir dabei natürlich auch gerne mehr Zeit lassen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:46
    20,0 km
    3,0 km/h
    1 470 m
    210 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 1 des Ötztal Treks ist auch Teil der ersten Route. Sie ist die Einsteigerroute, erfordert zwar gute Kondition, ist mit etwas Übung aber gut zu meistern. Für Etappe 4 und 5 braucht es dann schon etwas mehr Erfahrung, aber alles der Reihe nach.

    Heute startest du dein Abenteuer erst einmal. Und das auf einer Länge von stolzen 20 Kilometern. Vom Ötztaler Bahnhof geht es erst durch einen herrlichen Wald hinauf zu einem Weiler und wenig später zum malerischen Brandsee. Immer in Richtung „Sattele“ marschierst du nach Marlstein oder Mareil, wo sich bereits eine Übernachtungsmöglichkeit anbietet. Hast du noch genügend Kraft übrig, folgst du dem Kaiser-Franz-Josef-Weg und nimmst noch einmal knackige 200 Höhenmeter hinauf zum ersten Etappenziel, der Dortmunder Hütte, in Angriff.

    Schwer
    05:05
    11,1 km
    2,2 km/h
    800 m
    720 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 2 des Ötztal Treks geht es, zumindest was die zu meisternden Kilometer angeht, etwas gelassener an. Höhenmeter stehen aber doch einige auf dem Programm. Aber das schaffst du mit links, denn unterwegs warten wieder einige Natur-Highlights, am Ende dann ein warmes Bettchen in der Schweinfurter Hütte.

    Los geht’s am gestrigen Etappenziel, der Dortmunder Hütte. Vom Ortsbeginn von Kühtai folgst du einem Wiesensteig hinauf zum Finstertaler Stausee. An seiner Dammkrone angekommen, führt dich der Weg auf die 2.777 Meter hohe Finstertaler Scharte, von der du noch einmal eine geniale Aussicht auf das glitzernde Türkis des Seewassers, aber auch auf Nordtirols höchsten Berg, die Wildspitze, genießt. Dann marschierst du durch sattgrünes Almgelände und begleitet von einem malerischen Bächlein hinunter zur Schweinfurter Hütte, deinem heutigen Etappenziel.

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  • Schwer
    04:38
    10,4 km
    2,2 km/h
    810 m
    490 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    An der Schweinfurter Hütte, dem gestrigen Etappenziel, trifft das wunderbare Horlachtal auf das reizvolle Zwieselbachtal. Letzteres darfst du heute erkunden – auf insgesamt knapp zehneinhalb Kilometern geht’s in Richtung Winnebachseehütte.

    Du startest direkt vor der Tür deines Quartiers und marschierst hinein ins Zwieselbachtal. Vorbei an der Zwieselbacher Sennhütte, bei der du auf Wunsch ein paar selbstproduzierte Köstlichkeiten probieren kannst, geht es dann auch schon ordentlich bergauf.

    Der bis jetzt noch recht breite Fahrweg mündet bald in einen Steig und führt über ein großes Geröllfeld. Hier heißt es: „Augen auf“, da der Weg nur noch schwer zu erkennen ist. Dafür belohnt das Zwieselbachjoch, das du – im Hochsommer ohne Eis und Schnee – nur wenige Schritte weiter erreichst, doppelt: Du genießt hier einmalige Blicke auf den Zwieselbachferner und den Gletscher des Grießkogels. Dann geht’s zügig bergab – durchs Winnebachkar zu deinem Etappenziel, der Winnebachseehütte.

    Schwer
    06:33
    9,51 km
    1,5 km/h
    700 m
    930 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 4 des Ötztal Treks erfordert erstmals Gletschererfahrung und eine entsprechende Ausrüstung. Auch ein Bergführer kann hier hilfreich sein. Denn es geht hoch hinaus und einmal quer über einen Ferner. Solltest du dir das nicht zutrauen, kannst du von der Winnebachseehütte aber auch zurück ins Tal wandern.

    Von der Winnebachseehütte marschierst du vorbei an der Ernst-Riml-Spitze und über einen steilen Moränenkegel hinauf zum Bachfallenferner. Dieser wird – entsprechende Erfahrung und Ausrüstung vorausgesetzt – überquert. Zuerst geht’s dabei relativ flach, dann schon bald steiler dahin. Über die Gaislehnscharte, für die außerdem Kletterkenntnisse mitzubringen sind, und durch’s Schrankar steigst du dann ab ins Hintere Sulztal. Hier erwartet dich dein heutiges Nachtquartier: die Amberger Hütte.

    Schwer
    04:13
    8,36 km
    2,0 km/h
    1 060 m
    40 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch für Etappe 5 des Ötztal Treks ist hochalpine Erfahrung gefordert. Es steht wieder eine Ferner-Überquerung an. Dafür solltest du außerdem natürlich die entsprechende Ausrüstung und eventuell sogar einen Bergführer mitbringen. So wird das bestimmt zu einem unvergesslichen Abenteuer – im positiven Sinne.

    Von der Amberger Hütte marschierst du erst einmal durch den flachen Talboden der Sulze in Richtung Süden. Dann geht es schon bald den Hang hinauf und über die westliche Randmoräne zum Sulztalferner. Anseilen ist angesagt! Denn auf dem Weg zum Fuße der Wilden Leck und zum Wütenkarsattel gibt es Gletscherspalten.

    Während du dann in Richtung Wütenkarferner marschierst, kommst du an einem kleinen, malerischen See vorbei. Schließlich mündet der Weg in die Zustiegsroute von Sölden zur Hochstubaihütte. Über einen Grat meisterst du noch die letzten 100 Höhenmeter und sinkst dann im am dritthöchsten gelegenen Schutzhaus Österreichs zufrieden in dein Bett.

    Schwer
    05:14
    8,25 km
    1,6 km/h
    620 m
    900 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 6 markiert den Start von Route 2 des Ötztal Treks. Mit ihrem Verlauf entlang alter Schmugglerwege rund um das Naturwaldreservat Windachtal östlich von Sölden und über viele stolze Gipfel ist sie ein Klassiker für Bergsteiger. Eine dementsprechende Erfahrung und Ausrüstung solltest du für sie also mitbringen. Und steigst du überhaupt erst hier in den Ötztal Trek ein, kannst du von Sölden aus zur Hochstubaihütte aufsteigen.

    Denn hier startet die Etappe. Von der Hütte geht’s auf direktem Wege zur sogenannten Himmelsleiter, einem mit Seilen und Steintreppen versehenen Wegabschnitt. Dann führt dich der Steig bergab – zu den beiden malerischen Seekarseen.

    Ein knackiger Anstieg steht dir noch bevor: Nach dem sumpfigen Ausläufer des Warenkars geht’s stramm bergauf zur Scharte am Windachferner. Es folgt ein Abstieg auf den Gletscher und der Weg verläuft weiter am Skigebiet vorbei in Richtung Gaiskarferner. Südöstlich davon erreichst du bald einen Felsrücken, von dem es nicht mehr allzu weit bis zu deinem Etappenziel, der Hildesheimer Hütte, ist.

    Schwer
    02:31
    5,31 km
    2,1 km/h
    310 m
    440 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 7 fordert nur knappe fünfeinhalb Kilometer und gute 300 Höhenmeter von dir. Außerdem führt sie dich ins Hoheitsgebiet des Zuckerhütls, seines Zeichens der höchste Berg der Stubaier Alpen. Los geht’s aber erst einmal vor der Tür deines Nachtquartiers. Entlang des Hüttenzusteigs marschierst du hinab durch’s Windachtal und weiter zum Gaiskarbach.

    Hier wird’s besonders spannend: Du querst die Moräne des eindrucksvollen Pfaffenferners – ein Abschnitt, der ordentlich Trittsicherheit und Erfahrung von dir fordert. So auch der Teil, der danach kommt: Es geht über Blockwerk und seilgesicherte Passagen zum Gamsplatzl hinauf. Schon beim Aufstieg, spätestens aber, wenn du oben stehst, genießt du herrliche Blicke aufs Zuckerhütl und die stolzen Gipfel der Ötztaler Alpen. Dann geht’s steil bergab zum Triebenkarsee und über einen relativ ebenen Steig bis zur Siegerlandhütte, deinem heutigen Etappenziel.

    Schwer
    04:16
    9,16 km
    2,1 km/h
    180 m
    1 090 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 8 des Ötztal Treks lässt dich zwischendurch mal wieder deine Beine lockern. Du verlässt die schwindelerregenden Höhen fürs Erste und wanderst etwas weiter talwärts. Doch Ausruhen ist auch hier nicht angesagt – es geht ganz schön lang und teilweise auch steil bergab.

    Doch davor gilt es – ausgehend von deinem Nachtquartier und über alte Schmugglerpfade – noch einen kurzen Anstieg auf die 2.846 Meter hohe Windachscharte zu meistern. Hier passierst du die grüne Grenze nach Italien und wanderst gleich darauf leicht abwärts zum Timmler Schwarzsee und wenig später zur verträumten Timmelsalm. Von der ist es nicht mehr weit bis zu deinem Etappenziel: Der Gasthof Hochfirst erwartet dich direkt an der beliebten Timmelsjoch-Hochalpenstraße, die Nord- und Südtirol verbindet. Hier verbringst du die Nacht und bereitest dich auf den letzten Teil von Route 2 des Ötztal Treks vor.

    Tipp: Falls du diese Etappe erweitern möchtest, kannst du beim Timmler Schwarzsee in Richtung Schneeberghaus abbiegen und dort ein wenig Südtiroler Bergwerkgeschichte schnuppern.

    Schwer
    06:13
    12,1 km
    2,0 km/h
    1 160 m
    250 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute steht die letzte Etappe von Route 2 des Ötztal Treks auf dem Programm. Sie lässt dich noch einmal ordentlich Höhenmeter meistern, belohnt dafür aber auch mit einzigartiger Natur und eindrucksvollen Bergspitzen. Los geht’s an deinem gestrigen Etappenziel, dem Gasthof Hochfirst.

    Von hier wanderst du hinauf zum Rasthaus am Timmelsjoch und passierst dabei einige kleine, hübsche Seen sowie ein altes Zahlhaus. Du querst das Wannenkar, das Röten- und das Wietenkar, danach führt dich der Weg durch felsiges Gelände hinauf auf den Wannenkarsattel. Über den Grat gelangst du zum höchsten Punkt der Tour, den Wilden Rötespitz. Ein Moment, zu dem du dir einmal kräftig selbst auf die Schulter klopfen kannst. Denn ab hier geht’s nur noch bergab bis zu deinem heutigen Ziel, dem Brunnenkogelhaus.

    Hier kannst du übernachten. Falls du aber noch genügend Energie hast, kannst du auch direkt den Abstieg nach Sölden angehen. Denn da musst du hin, wenn du morgen mit Etappe 10 weitermachen möchtest. Der Weg mit der Nummer 171 führt dich in etwa zwei Stunden hinunter zu Fiegl’s Hütte. Von dort nimmt dich ein Bus erst mit nach Sölden, dann weiter nach Obergurgl, wo Etappe 10 des Ötztal Treks startet. Unter diesem Link kannst du vorab eine passende Verbindung suchen: oetztal.com/de/sommer/wandern-bergsteigen/sommerbahnen-aufstiegshilfen/wanderbus.html

    Schwer
    06:20
    11,6 km
    1,8 km/h
    1 230 m
    230 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Bereit für Route 3 des Ötztal Treks? Sie führt ins hintere Ötztal und lässt dich auf den Spuren des Ballonpioniers Auguste Piccard und des Gletschermannes Ötzi wandern. Außerdem lädt sie dich dazu ein, die wunderbare Gletscherwelt bei Vent zu entdecken. Auch einen Abstecher nach Südtirol wirst du unterwegs einlegen. Aber alles der Reihe nach.

    Du startest die Route – und Etappe 10 – im aufgeweckten Zentrum von Obergurgl. Von hier marschierst du erst einmal taleinwärts, um auf der Höhe von David’s Hütte schließlich in den Zirbenwald einzubiegen. Du erreichst das Langtal und die Moräne des Gurgler Ferners. Parallel zum Gletscher steigst du von hier zum Hochwildehaus hinauf.

    So ganz ist’s noch nicht vorbei mit dem Auf und Ab dieser Tour. Nach einer möglichen Einkehr im Hochwildehaus geht’s nun wieder bergab zum Gurgler Ferner. Hier ist trotz Eisentritten und Markierungen, die dir zeigen, wo du den Gletscher gefahrlos überqueren kannst, höchste Vorsicht geboten! Dann geht’s noch ein letztes Mal steil bergauf zu deinem Etappenziel, dem Ramolhaus am Köpfle.

    Schwer
    05:39
    12,1 km
    2,1 km/h
    520 m
    980 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Rund 12 Kilometer durch eine einmalige Bergwelt erwarten dich auf der elften Etappe des Ötztal Treks. Aufgewacht im gestrigen Etappenziel und gut gestärkt vom Frühstück wartest du deshalb auch nicht mehr lange ab, sondern startest direkt los – mit dem Aufstieg zum Ramoljoch. Dabei geht es über Felsplatten und Geröll. Fixseile und Stahlbügel helfen dir zwar, trotzdem sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hier ein absolutes Muss!

    Oben angekommen, führt der Weg neben dem Spiegelferner hinab bis zu einer Kreuzung. Hier ist dein Ziel, die Martin-Busch-Hütte, schon angeschrieben. Es geht durch hochalpines Almgelände, vorbei an dem einen oder anderen Schaf und dann einmal quer über die Hänge über dem Niedertal. Du überquerst den Diembach und den Niedertalbach und lässt dich dann von einem breiten Fahrweg zum deinem Etappenziel leiten.

    Schwer
    02:08
    4,63 km
    2,2 km/h
    510 m
    0 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Gut ausgeschlafen und voller Elan machst du dich bereit für Etappe 12 des Ötztal Treks. Dein heutiger Begleiter (neben einem gut gefüllten Rucksack und alpiner Ausrüstung)? Der Gletschermann Ötzi, auch „Mumie vom Similaun“ genannt. Die Similaunhütte, die auf über 3.000 Meter Seehöhe am Niederjoch auf Südtiroler Seite thront, ist heute dein Ziel.

    Von der Martin-Busch-Hütte geht es erst einmal durch das Niedertal und immer schön entlang des Niederjochbachs. Über Moränenhänge beginnst du schon bald aufwärts zu marschieren. Dabei umgehst du den Niederjochferner zwar auf einem etwas „gemütlicheren“ Wanderweg, genießt aber trotzdem wunderbare Blicke auf ihn. Westlich oberhalb des Ferners bringt dich dann ein markierter Pfad bis zu deinem Ziel.

    Tipp: Falls das noch nicht genug für dich war und du den Similaun besteigen willst, brauchst du unbedingt eine entsprechende Gletscherausrüstung und alpine Erfahrung! Auch schwindelfrei musst du hier sein.

    Schwer
    03:54
    8,45 km
    2,2 km/h
    290 m
    960 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Hoch oben auf den schwindelerregenden 3.019 Metern der Similaunhütte startet Route 4 des Ötztal Treks. Sie schenkt dir einen tiefen Einblick in die Gletscherwelt rund um Vent im Ötztal. Begleitet wirst du auch hier teilweise von Ötzi und dementsprechend schwierigen Passagen. Ohne hochalpine Erfahrung, entsprechende Ausrüstung wie Pickel und Seile und Gletscherkenntnisse ist dir dieser Abschnitt des Weitwanderwegs keinesfalls anzuraten.

    Kannst du all diese Dinge aber doch vorweisen, steht der Etappe 13 nichts im Wege. Von der Similaunhütte steigst du mit Hilfe von Fixseilen und über einen steilen Blockgrat erst einmal zum Tisenjoch auf. Hier oben hat man im Jahre 1991 Ötzi entdeckt. Ein Denkmal markiert die historische Stelle.

    Nach der Besichtigung geht es noch einmal etwa 100 Höhenmeter weiter hinauf zum Hauslabjoch und anschließend ein Stück weit über den Hochjochferner. Du erreichst bald einen Bergsteig, der vom Seilkogel kommt. Auf ihm steigst du ins Rofental ab, querst einmal den Hochjochbach und findest dich bald darauf am Bach vom Hintereisferner wieder. Ein letzter knackiger Aufstieg führt dich von hier an dein Ziel, das Hochjoch-Hospiz.

    Schwer
    03:46
    5,72 km
    1,5 km/h
    850 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute geht es wieder hinauf auf majestätische Höhen! Das Brandenburger Haus, Ziel der vierzehnten Ötztal-Trek-Etappe, thront auf stolzen 3.277 Meter Seehöhe. Durchdacht auf einem Felsen oberhalb des Kesselwandferners platziert, gibt es einmalige Blicke auf den Gletscher frei.

    Los geht’s an deinem gestrigen Nachtquartier. Über einen steilen Wiesenhang, dann über Gletscherschnee ist der Kesselwandferner von hier aus bald erreicht. Über den Gletscher geht es dann mithilfe einer Stangen-Markierung und natürlich nur angeseilt und mit entsprechendem Know-how. Nach der Passage bahnst du dir deinen Weg über Blockwerk und Felsen hinauf zum Brandenburger Haus.

    Tipp: Falls du noch mehr willst, trittsicher und schwindelfrei bist, kannst du von hier in etwa 30 zusätzlichen Minuten zur 3.397 Meter hohen Dahmannspitze aufsteigen.

    Schwer
    03:25
    5,48 km
    1,6 km/h
    210 m
    700 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute geht es wieder einmal mehr bergab als bergauf. Nach deiner Nacht in solch schwindelerregenden Höhen freust du dich vielleicht sogar darauf, etwas weiter unten wieder einmal so richtig tief Luft holen zu können.

    Vom Brandenburger Haus geht’s durch Blockwerk wieder hinunter zum Kesselwandferner. Dieses Mal überquerst du den Gletscher in nordöstlicher Richtung, hin zum Oberen Guslarjoch. Und von dort ist es nur ein etwa 150 Höhenmeter starker Aufstieg und du stehst am wunderbaren, 3.494 Meter hohen Aussichtsgipfel Fluchtkogel, dem Höhepunkt der heutigen Tour. Zurück am Oberen Guslarjoch wanderst du dann steil hinunter zum Guslarferner und überquerst ihn. Achtung! Hier gilt es besonders gut auf eventuelle Gletscherspalten zu achten. Dann geht’s über einen Steig im Moränengelände stetig bergab zu deinem Ziel, der Vernagt-Hütte.

    Schwer
    02:43
    6,96 km
    2,6 km/h
    300 m
    220 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute liegen knapp sieben Kilometer vor dir. Technisch wird es nicht allzu herausfordernd auf dieser Etappe. Aber spektakuläre Aussichten genießt du unterwegs umso mehr. Unter anderem zum Großen Vernagtferner mit der Hochvernagtspitze.

    Los geht’s aber erst einmal vor der Tür deines gestrigen Quartiers. Du marschierst den Hang hinunter und immer schön in Richtung Tal des Vernagtbachs. Hast du ihn einmal überquert, wartet auf der gegenüberliegenden Seite auch schon wieder ein Anstieg – hinauf zum Platteiberg. Ab hier bleibst du immer schön weit oben, hoch über dem Rofental. Dabei kommst du an dem Platteikar und dem Mitterkar (mit einmaligem Blick auf die Ötztaler Wildspitze) vorbei. Dann ist auch schon bald dein ebenso aussichtsreiches Ziel, die Breslauer Hütte, erreicht.

    Schwer
    07:26
    16,4 km
    2,2 km/h
    700 m
    780 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 17 bildet den krönenden Abschluss von Route 4 des Ötztal Treks. Ausgehend von der Breslauer Hütte und vorbei an den Ausläufern des Rofenkars geht’s zu Beginn erst einmal bergab. Nach einer Weile erreichst du einen schönen Höhenweg, der wenig später in einen herrlichen Panoramaweg mündet. Er führt dich immer schön über dem Venter Tal bis zum Restaurant Tiefenbach am Tiefenbachgletscher.

    Eine Einkehr lohnt sich, du brauchst die Kräfte für deine nächste Gletscherquerung. Dann steigst du die Skipiste empor zum Seiter Jöchl und wanderst von dort hinab zum Rettenbachferner. Du überquerst ihn – wiederum nur unter der Voraussetzung, dass du entsprechende Gletscherkenntnisse mitbringst. Vom Rettenbachjoch bringt dich dann ein markierter Weg an dein Ziel, die Braunschweiger Hütte.

    Variante: Du kannst vom Restaurant Tiefenbach zur Talstation des Rettenbachferners und zu Fuß hinauf zum obersten Parkplatz der Gletscherstraße wandern. Von dort steigst du auf zum Pitztaler Jöchl. Die letzten Meter führen über ein spaltenfreies Gletscherfeld (Steigeisen nicht vergessen!), dann geht’s bergab zur Braunschweiger Hütte.

    Schwer
    08:14
    10,2 km
    1,2 km/h
    590 m
    1 000 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Route 5 markiert den vorletzten Abschnitt des Ötztal Treks. Und auch hier – so bist du es ja mittlerweile von dem Weitwanderweg gewohnt – bedarf es viel Erfahrung. Diese Route ist nämlich sehr anspruchsvoll, manche Abschnitte erfordern sogar ein gewisses Kletterkönnen. Dafür erwarten dich so einige Natur-Highlights und mit ein bisschen Glück entdeckst du den einen oder anderen Steinbock. Also, Fernglas nicht vergessen!

    Die Route startet mit Etappe 18, einer gut zehn Kilometer langen Tour, auf der es direkt hochalpin und fordernd losgeht. Von der Braunschweiger Hütte marschierst du unterhalb des Pitztaler Jöchls in die Silbergrube hinab. Und dann geht es auch schon hinauf auf ein paar stolze Dreitausender: zuerst auf den Wurmsitzkogel (3.079 Meter), dann auf den Grschrappkogel (3.197 Meter) und schließlich meisterst du auch noch den Wassertalkogel (3.252 Meter) mit seinem Neun-Personen-Biwak.

    Doch die Nacht lässt sich auch gemütlicher verbringen, deshalb wanderst du natürlich noch weiter bis an dein Etappenziel. Die Rüsselsheimer Hütte erwartet dich nach einigen Abstiegen über kleine Gletscherfelder und einer anspruchsvollen Kletterpassage, sowie der Besteigung des Weißmaurachjochs und des Weißmaurachkars. Ich habe es ja anfangs erwähnt: Zehn Kilometer erscheinen recht harmlos – aufgrund der hohen Ansprüche, die diese Tour an deine alpinen Kenntnisse stellt, wirst du dafür aber mindestens acht, wenn nicht sogar zehn Stunden einplanen müssen. Umso mehr hast du dir ein leckeres Essen und ein warmes Bettchen auf der Hütte verdient.

    Schwer
    07:16
    11,2 km
    1,5 km/h
    900 m
    880 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Hoffentlich hast du ordentlich Kräfte getankt. Denn heute wird es nicht viel weniger anspruchsvoll als auf Etappe 18, gestern. Es gilt, einige Jöcher und einen kleinen Gletscher zu bewältigen. Am Ende erwartet dich dann eine Selbstversorgerhütte, dafür sollte also auch vorgesorgt sein. Und so viel sei gesagt: Diese Etappe ist ein einziges Auf und Ab! Los geht’s aber erst einmal an der Rüsselsheimer Hütte – von hier führt dich der Weg zunächst auf den Aussichtspunkt Gahwinden.

    Durch Geröll bahnst du dir deinen Weg hinab ins Rötkarle, dann wieder bergauf zum Kapuzinerjöchl. Seilversichert und durch steiles Gelände geht's wieder bergab, dann folgt ein weiterer Aufstieg zum Breitlehnjöchl und zum Sandjöchl. Ein wenig musst du noch durchhalten: Nach einer Steiggabelung steigst du steil zur Luibisscharte hinauf, dann wieder hinunter zum spaltenfreien Hauerferner. Der Weg, der von hier zur Hauerseehütte führt, ist wegen Felssturz gesperrt – eine Ausweichroute leitet dich nach der Gletscherpassage an einem Felsen entlang hinunter zu deinem Etappenziel.

    Schwer
    03:48
    7,30 km
    1,9 km/h
    510 m
    710 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    So schnell ist Route 5 auch schon wieder vorbei. Zumindest nach der heutigen Etappe. Und die meint es im Vergleich zu den letzten beiden relativ gut mit dir: Auf knapp siebeneinhalb Kilometern Strecke wanderst du durch herrliche Natur und vorbei an ein paar malerischen Bergseen. Das Beste: Es gibt nur einen (längeren) Anstieg zu meistern.

    Vor deinem gestrigen Etappenziel, der Hauerseehütte, nimmt dich gleich der erste glitzernde See in Empfang. Du lässt ihn bald hinter dir und marschierst bergab, um schon wenig später den nächsten tiefblauen Kameraden vorzufinden. Dieses Mal ist es der Untere Spitzigsee. Das hintere Innbergtal und die Hänge über dem Felderkar leiten dich bald zu einem Anstieg und damit hinauf zum Weißen See. Anschließend wanderst du über einen versicherten Steig durch felsiges Gelände hinauf zum Felderjöchl. Und wer hinauf geht, muss bekanntlich auch wieder runter: In deinem Fall geht’s durch das Fernerkar und unterhalb der Griesköpfe zum Schluss über sanfte Almböden zur Frischmannhütte.

    Schwer
    06:04
    10,0 km
    1,7 km/h
    1 100 m
    760 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Mit Etappe 21 steigst du in Route 6 – den finalen Abschnitt des Ötztal Treks – ein. Es geht durch eine wunderschöne Landschaft, bespickt mit wunderbaren Fernblicken. Und heute vor allem zu einem der schönsten Bergseen Tirols.

    Von der Frischmannhütte wanderst du dazu erst einmal ins Funduskar und weiter zur Fundusfeilerrinne. Bald gilt es, mithilfe von Seilen zwei Felsvorsprünge zu überwinden, um die Feilerscharte zu erreichen. Von hier sind es nur noch 150 Höhenmeter bis zum 3.079 Meter hohen Fundusfeiler-Gipfel. Anstrengung, die sich dank wunderbarer Aussichten doppelt und dreifach bezahlt macht. Zurück an der Scharte geht’s durch Geröll hinab ins sogenannte Schwarze Loch, dann über schöne Almböden und schließlich in Serpentinen steil hinauf zum glasklaren Wettersee. Von seinem Ufer ist es nicht mehr weit bis zu deinem Etappenziel, der Erlanger Hütte.

    Schwer
    08:58
    22,6 km
    2,5 km/h
    410 m
    2 230 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Es ist soweit: Du stehst am Beginn der finalen Ötztal-Trek-Etappe. Wenn du diese Tour an nur einem Tag bewältigen möchtest, erwarten dich gute 2.200 Höhenmeter Abstieg. Deshalb empfiehlt es sich, auf der Maisalm zu übernachten. Los geht’s fürs Erste an deinem gestrigen Etappenziel, der Erlanger Hütte.

    Du wanderst ins hinterste Tumpental, dann hinauf zum Murmentenkarjoch. Der Abstieg erfolgt auf der anderen Seite, vorbei an der kleinen Forchheimer Biwakschachtel und weiter den Grat entlang hinunter und dann ostseitig am Hahnenkamm vorbei. Vom Vorderen Geigenkamm geht’s noch zum Mutkopf, dann auf einem Karrenweg hinunter zur Maisalm.

    Falls du jetzt noch Kräfte übrig hast, kannst du auch noch direkt weiter nach Roppen absteigen und von dort zum Ausgangspunkt des Ötztal Treks, dem Ötztal-Bahnhof marschieren. Wie gesagt, ist so eine Übernachtung auf der Maisalm aber definitiv zu empfehlen. Der Abstieg kann gerne noch bis morgen warten.

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Collection Statistik

  • Touren
    22
  • Distanz
    227 km
  • Zeit
    115:08 Std
  • Höhenmeter
    15 220 m

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