Anette

Zwischen lebhaft und einsam – der Uplandsteig in Nordhessen

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Zwischen lebhaft und einsam – der Uplandsteig in Nordhessen

Wander-Collection von Anette

Auf dem Uplandsteig werden deine Augen und Sinne auf eine wundervolle Reise gehen. Das Upland liegt im hessischen Teil des Sauerlandes und damit gut erreichbar in der Mitte Deutschlands. Es ist eine Mittelgebirgslandschaft, die kaum Wünsche offen lässt. Du wanderst durch Fichten-, Buchen- oder Mischwald, kommst an Feldfluren vorbei und begleitest Bäche in schattigen Tälern. Auf den Wiesen weiden Kühe und die Hochheide glüht zur Blütezeit. Der Weg führt durch Täler, über Berge und durch die kleinen und etwas größeren Uplanddörfer. Und immer wieder bietet die Tour eine weite Sicht in die umgebende Landschaft. Bis auf den Abschnitt um das lebhafte Willingen wanderst du durch winzige Orte und durch einsame Landschaften, in denen du nur wenige andere Wanderer triffst.

Der Rundwanderweg wurde 2005 als Qualitätswanderweg angelegt. Er ist 66 Kilometer lang und führt um die Gemeinde Willingen (Upland). Es ist ein einfacher bis anspruchsvoller Weg, den du gut in drei Etappen wandern kannst. Tagesausflüge sind natürlich auch eine wunderbare Möglichkeit, die Landschaft zu erkunden. Fahrpläne und Fahrplanauskünfte findest du unter nvv.de. Für den westlichen und südlichen Teil der Strecke empfiehlt es sich jedoch, die individuelle An-/Abreise selbst zu organisieren, da er nicht an den ÖPNV angebunden ist.

Das Upland ist ein Wintersport-, Bike- und Wandergebiet und du findest überall eine schöne Unterkunft. Vor allem in Willingen und in Usseln, die beide an der Bahnlinie und der Bundesstraße gelegen und damit gut erreichbar sind, gibt es Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Aber auch in den anderen Uplanddörfern findest du charmante Unterkünfte.

Nach der ersten Etappe gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im naheliegenden Usseln, da die Graf Stolberg Hütte keine Beherbergung anbietet. Du erreichst Usseln, indem du noch etwa drei Kilometer das reizvolle Diemeltal hinabwanderst. Dort findest du ein ausreichendes Angebot an Unterkünften und Gastronomie. Nach der zweiten Etappe hast du die Möglichkeit, nach vorheriger Reservierung auf einem schönen Ferienhof in Hemmighausen zu übernachten. Die dritte Etappe beendest du in Willingen, dem Hauptort des Uplands, mit seinem großen touristischen Angebot.

Und vergiss nicht, für unterwegs ein Getränk und ein Picknick mitzunehmen. Es gibt zwar Einkehrmöglichkeiten aber sie sind rar gesät und haben möglicherweise nicht geöffnet, wenn du vorbeikommst.

Hört sich an wie ein kleines Abenteuer? Ist es auch. Und es lohnt sich. Die wunderbare Mittelgebirgslandschaft wird dich in den Bann ziehen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:09
    22,0 km
    3,6 km/h
    460 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Wanderung startet in der Nähe des Haus des Gastes in Willingen, denn dort sind in der Regel ausreichend Parkplätze vorhanden. Die Route führt aber auch wenig später nah am Bahnhof vorbei, so dass du alternativ bequem mit Zug oder Bus anreisen kannst.

    Dein erster Eindruck werden die vielfältigen Freizeitangebote sein, die Willingen bereithält. Schon beim Start der Wanderung bemerkst du das Lagunenbad, die Eissporthalle und das Kino. Weiter oberhalb siehst du die Seilbahn und den markanten Ettelsbergturm. Mit Skipisten, Loipen und einem großen Bike-Angebot kann die Region ebenfalls punkten.

    Aber beim Wandern nimmst du eine der besten Möglichkeiten wahr, diese schöne Region zu erkunden. Rechterhand liegt Willingen mit seinen grauen Schieferdächern, eng ins Tal geschmiegt, und vor dir kannst du bereits den Ritzhagen mit der Sommerrodelbahn erkennen. Dort tauchst du in den Wald ein − und wirst es genießen: Der Uplandsteig führt dich nun durch eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft mit viel Wald, Heide und wunderbaren Ausblicken. Es geht auf und ab, auch schon mal recht steil und über Baumwurzeln, aber der Weg ist immer gut zu gehen.

    In einem weiten Bogen wanderst du zuerst Richtung Süden zum Langenberg und dann zum Naturschutzgebiet Neuer Hagen, einer wunderschönen und zur Blütezeit recht gut besuchten Heidelandschaft. Dort findest du die Hochheide Hütte, einen kleinen Restaurantbetrieb mit weitem Blick in die umliegende Landschaft. Weiter geht es in östlicher Richtung und du kannst immer wieder die schönen Ausblicke genießen oder die Ruhe der Wälder und Berge auf dich wirken lassen.

    Das Ziel der Etappe ist die Graf Stolberg Hütte. Eine Übernachtung ist hier leider nicht möglich. Aber du kannst dich im Restaurantbetrieb stärken und den herrlichen Aussicht in das Medebacher Land genießen.

    Um zu deiner Unterkunft oder dem nächsten Bahnhof zu gelangen, wanderst du noch circa drei Kilometer durch das schöne Diemeltal nach Usseln.

    Schwer
    06:20
    22,7 km
    3,6 km/h
    340 m
    580 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Graf Stolberg Hütte hat keine öffentliche Anbindung. Du kannst aber von Usseln aus das Diemeltal bis zur Hütte hochwandern (circa drei Kilometer) oder du organisierst einen persönlichen Bringdienst, falls du dein Basislager in Willingen aufgeschlagen hast. Es lohnt sich. Für diese Wanderung gilt: pack dir ausreichend Getränke und ein Picknick ein.

    Von der Graf Stolberg Hütte wanderst du zum Naturschutzgebiet Usseler Heide / Kahle Pön mit seiner einzigartigen Heidelandschaft. Nimm dir die Zeit, die Aussicht zu genießen. Vielleicht sind sogar die Heidelbeeren reif oder die Heide steht in voller Blüte. Am Südhang des Pön folgst du den einfachen Wegen weiter bis zum Naturschutzgebiet Grotenberg. In südlicher Richtung siehst du nun das flacher werdende Waldecker Land mit dem markanten Berg bei Goldhausen.

    Am Bömighäuser Teich wechselst du die Himmelsrichtung und folgst dem Uplandsteig durch Wirtschaftswälder und Feldflure nach Neerdar. Um zu den Enklaven Eimelrod und Hemmighausen zu gelangen, gehst du nun wieder etwas bergauf, über die Bahnlinie und wieder hinab Richtung Eimelrod. Der Ort wird großzügig umgangen, aber falls dein Picknick nicht ausgereicht hat, kannst du einen Abstecher zu den Gasthöfen Zur Zweere oder Sauer machen. Erkundige dich aber vorher, ob sie geöffnet sind.

    Das landwirtschaftlich strukturierte Hemmighausen ist heute dein Ziel. Es ist eines der kleinsten Uplanddörfer mit nur etwa 100 Einwohnern, aber einem regen Vereins- und Dorfleben. Hier kannst du bei rechtzeitiger Reservierung im Ferienhof Schmiddes übernachten. Falls du dein Basislager in Willingen aufgeschlagen hast, nimmst du den stündlich fahrenden öffentlichen Bus oder das Anrufsammeltaxi nach Willingen.

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  • Schwer
    06:16
    21,6 km
    3,4 km/h
    590 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am dritten Tag deiner Wanderung erwartet dich noch einmal eine kleine Herausforderung. Es geht teilweise steil bergauf und bergab und du bist am besten mit deinen festen Wanderschuhen unterwegs. Packe auch für diese Tour ausreichend Getränke und ein kleines Picknick ein, denn es gibt nicht allzu viele Gaststätten am Weg. Aber vielleicht haben ja in Rattlar das Cafe Fernblick direkt am Wanderweg oder auch das etwas abseits des Wanderwegs gelegene Gasthaus Schäfer-Grebe geöffnet. Am besten erkundigst du dich vorher.

    Hemmighausen, der Startpunkt deiner Wanderung, ist eine von diesen kleinen Enklaven im Upland, in denen man nicht zufällig vorbei kommt. Der dörfliche Charakter und die deutlich erkennbare landwirtschaftliche Prägung beamen dich gefühlt ein paar Jahrzehnte zurück. Nach nur ein paar Metern hast du den Rand des Dorfes erreicht und wanderst von dort durch Feldflure und Wald zur großen Dommel. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Dommelturm. Ursprünglich aus Holz errichtet, wurde er 2008 neu erbaut und gewährt von seinem 14 Meter hohen Aussichtsturm einen wunderbaren Blick weit in das Hochsauerland und das Waldecker Land hinein.

    Von dort aus geht es durch Wald hinab ins Tal zum Dommelbach und zur Dommelmühle und dann wieder über Felder hinauf auf die Höhe vor Rattlar. Und weiter immer wieder auf und ab über die Schwalenburg, durch das Ittertal und am Hang des hohen Eimbergs vorbei nach Willingen.

    Am Ende des schönen Wandertages hast du die wunderbare Upländer Natur intensiv erlebt, die Ausblicke genossen und ganz schön was geleistet. In Willingen wirst du nun genug Einkehrmöglichkeiten finden, wo du den Tag ausklingen lassen kannst.

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Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    66,3 km
  • Zeit
    18:44 Std
  • Höhenmeter
    1 390 m

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