Rothaarsteig

Wald, Wiesen, Wunderland – unterwegs auf den Rothaarsteig-Spuren

© Rothaarsteigverein e.V. | Klaus-Peter Kappest

Wald, Wiesen, Wunderland – unterwegs auf den Rothaarsteig-Spuren

Wander-Collection von Rothaarsteig

Sanfte Mittelgebirgszüge, dichte Wälder, herrliche Heidelandschaften – und mitten hindurch führt ein wunderschöner Fernwanderweg: der Rothaarsteig. Doch nicht nur direkt auf dem 154 Kilometer langen Weg lässt sich die Natur des Rothaargebirges entdecken. Auch entlang der Strecke zwischen dem Startpunkt in Brilon am Nordrand des Sauerlandes und der Oranienstadt Dillenburg im Süden findest du Rundwanderwege die sogenannten Rothaarsteig-Spuren, die sich ideal für deine Tagestour eignen.

In dieser Collection stellen wir die 13 lohnendsten Touren auf den Rothaarsteig-Spuren vor, die wunderbare Tagestouren ergeben. Erwandere den Gipfel des Kahlen Asten oder erlebe intakte Natur in einzigartigen Biotopen in den weitläufigen Heide- und Wiesenflächen am Kahle Pön oder dem Wacholderweg. Wandere auf historischen oder von Kunst geprägten Wegen und erlebe altes und neues Kunsthandwerk auf dem Sorper Panoramapfad oder gehe (fast) auf Tuchfühlung mit den gutmütigen und majestätischen Wisenten. Deine Auswahl ist groß, aber ein erholsamer Tag in der Natur ist dir auf jeder Spur sicher.

Die Touren sind zwischen knapp sieben und 23 Kilometern lang und größtenteils mit einer guten Fitness zu bewältigen. Empfehlenswert sind überdies festes Schuhwerk, Wanderstöcke, eine Brotzeit und natürlich ausreichend Flüssigkeit. Auf den meisten Touren findest du Einkehrmöglichkeiten – informiere dich aber am besten vorab über Öffnungszeiten und freie Plätze, damit du vorausschauend planen kannst. Viele der Touren am Rothaarsteig sind gut an das Bus- und Bahnnetz angebunden. Weitere Informationen zur Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr findest du tourenspezifisch hier: rothaarsteig.de/de/Tourenplanung/Mit-Bus-Bahn

Die Wege sind entweder Teil des Rothaarsteigs oder verlaufen über einen Rothaarsteig-Zugangsweg. Damit du bei der Wegemarkierung nicht den Überblick verlierst, hier noch einmal die wichtigsten Infos in Kürze: Der Hauptweg ist mit einem weißen, liegenden R auf rotem Grund gezeichnet, die Zu- und Abgangswege sind mit einem schwarzen, liegenden R auf gelbem Grund markiert und die Rothaarsteig-Spuren sind mit einem weißen, liegenden R auf schwarzem Grund gekennzeichnet.

In den weiten Wäldern am Rothaarsteig leben viele Wildarten. Begegnungen mit Rotwild, Schwarzwild (Wildsauen), Muffelwild und sogar Wisenten sind möglich – erschrecke die Tiere nicht, halte Abstand und verhalte dich respektvoll. Für Hunde gilt eine Leinenpflicht. Wenn du auf Wisente mit Kälbern stößt und diese deinen Vierbeiner als Bedrohung ansehen, unbedingt den Hund ableinen – allein ist er schneller und wird dich auf jeden Fall wiederfinden.

Erlaube uns noch ein paar Worte zur Sicherheit auf dem Rothaarsteig: Der Rothaarsteig ist durchgehend mit Rettungsschildern ausgestattet, auf denen sich eine Nummer befindet, die du beim Absetzen eines Notrufes durchgeben musst. So wissen die Rettungskräfte genau, wo sie dich finden. Um die Waldbrandgefahr zu minimieren, halte dich zudem an das Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober. So bleiben die dicht bewaldeten Hänge und Täler unberührt erhalten. Die reichen Fichtenbestände des Rothaargebirges leiden leider auch seit einigen Jahren unter einer anhaltenden Borkenkäferplage. Deshalb kann es durch umgestürzte, kranke Bäume hier und da zu Sperrungen der Wanderwege kommen. Hier findest du alle relevanten Infos: rothaarsteig.de/de/Tourenplanung/Aktuelle-Einschraenkungen.

Und nun genug geschwärmt. Freu dich auf unvergessliche Ausflüge an den Rothaarsteig und genieße die Natur, Kultur, Historie und Gastfreundschaft der Region in vollen Zügen!

Falls du dich noch weiter inspirieren lassen möchtest oder dir sogar die Fernwanderung zutraust, kannst du dich hier über den Rothaarsteig informieren: komoot.de/collection/1069264/ueber-den-hoechsten-kamm-des-sauerlands-der-rothaarsteig.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    01:53
    6,85 km
    3,6 km/h
    120 m
    110 m
    Mittelschwere Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser Tour ist der Name Programm: Vom Kahle Pön bietet sich dir ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama über das Willinger Upland. Das 774 Meter hoch gelegene Naturschutzgebiet Kahle Pön eröffnet dir auf seinen Wanderwegen eine abwechslungsreiche Heidelandschaft, die dich verzaubern wird.

    Du startest auf dem Wanderparkplatz „Auf’m Knoll“ bei Usseln. Falls du nach deiner Tour direkt in der Graf Stolberg Hütte einkehren möchtest, reserviere dir am besten vorab einen Tisch. Durch den Wald gelangst du wenig später auf schmalen Pfaden und über den Ski-Hang „Am Pön“ zum Gipfelkreuz. Besonders schön ist der Blick auf Usseln und die Upländer Berge, wenn im August und September die Heide blüht. Aber auch im Frühling und Spätherbst hat die Gegend ihren Reiz.

    Später überquerst du die Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen und gehst weiter bergauf in Richtung Spitzbubenbusch. Von dort sind es nur noch wenige Schritte bis zum Berg „Ka-lied“ (745 Meter). Sein Name steht für Ka wie „kahl“ und „lied“ wie „steiler Hang“. Auch hier genießt du beeindruckende Aussichten auf die Landschaft zwischen Willinger Upland und Medebacher Bucht, die auch „Toskana des Sauerlandes“ genannt wird. Auf einem schmalen Naturweg geht es wieder zurück zur Hütte – und deiner wohlverdienten Mahlzeit.

    Mittelschwer
    03:08
    11,1 km
    3,5 km/h
    230 m
    230 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dem Grönebacher Dorfpfad umrundest du den malerisch gelegenen Ort und genießt tolle Aussichten auf die Landschaft. Zurecht ist der Weg als Premiumweg mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet. Die Tour startet an der Wandertafel am Lambertusplatz. Über einen grasigen Pfad gelangst du zur Freizeitanlage „Schlade" und erreichst wenig später die alte Königsstraße. Diese führte von Frankfurt nach Soest und kreuzte in Winterberg die Heidenstraße. Zwei alte Hohlwege sind hier auf etwa 200 Meter Länge erhalten geblieben.

    Nun genießt du einen ersten, wunderschönen Ausblick ins Tal der Westernau und wenig später auf die Tallandschaft Hildfeld-Grönebach-Küstelberg. Durch das malerische Hachmecketal wanderst du entlang des Baches hinunter ins Hilletal. Ein weiteres Highlight ist der alte Bahndamm der ehemaligen Kleinbahn Steinhelle-Medebach. Diese war von 1902 bis 1953 in Betrieb. Immer in Sichtweite des Dorfes mit seinem Kirchturm geht es durch einen alten Hohlweg bergauf und nach rechts am Hang des Mosenberges entlang weiter bis zum Antoniusstein.

    Nach einem Abstieg ins Springetal zur Landstraße, gelangst du wenig später hinauf zum 680 Meter hohen Aussichtspunkt auf der Egge. Du hast die höchste Stelle des Grönebacher Dorfpfades erreicht. An der anderen Bergseite geht es dann bergab ins Tal der Westernau und nach links weiter zur Entenwiese. Ein wunderschöner Pfad bringt dich nach Grönebach zurück.

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  • Mittelschwer
    04:50
    16,7 km
    3,5 km/h
    470 m
    470 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der Rothaarsteig-Spur Kahler Asten-Steig wanderst du von Westfeld auf den Kahlen Asten, dem Vater der Sauerländer Berge, und genießt von dort einen herrlichen Ausblick, bevor du wieder zurück nach Westfeld marschierst. Du folgst dabei der schwarzen Rothaarsteig-Markierung, einem weißen, liegenden R auf schwarzem Grund.

    Die Tour startet im Schmallenberger Ortsteil Westfeld und führt dich von der Rothaar-Arena, einem Ganzjahres-Zentrum für Nordic Sports, durch die Naturschutzgebiete des „Schwarzes Siepen“. Vorbei am kleinen Örtchen Ohlenbach und zwei einsamen Jagdhütten erreichst du nach rund sieben Kilometern den „Vater der Sauerländer Berge“, den 841 Meter hohen Kahler Asten. Hier oben erwartet dich – insbesondere vom Astenturm aus – bei gutem Wetter eine wunderschöne Aussicht. Aber nicht nur das, der bekannteste Berg des Sauerlandes ist von einer Bergheide bedeckt, die besonders im Spätsommer ein farbenprächtiges Naturschauspiel abgibt. Außerdem entspringt aus einer Quelle am Fuße des Berges die Lenne.

    Das Hotel-Restaurant auf dem Kahler Asten lädt dazu ein hier oben eine Pause einzulegen. Such dir ein Rothaarsteig Waldsofa und genieße die Aussicht. Gestärkt und ausgeruht geht es wiederum hinab zu den zwei Jagdhütten. Von dort aus folgt dann ein Anstieg auf den „Hohen Knochen“. Genieße auch hier die herrliche Aussicht oder mache noch einen Abstecher ins Berghotel Hoher Knochen. Stets bergab gelangst du von hier aus nach Westfeld zurück.

    Mittelschwer
    03:31
    12,7 km
    3,6 km/h
    230 m
    230 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Tour ist von kunstvollem Handwerk und idyllischer Natur geprägt. Das Sorpetal am Fuße von Hunau und Kahler Asten ist ein besonderes Idyll. Schmal und verschlungen folgt es dem Lauf des Flüsschens Sorpe. Umrahmt von Nadel- und Laubholzwäldern entdeckst du hier traditionsreiche Bauernhöfe und gepflegte Fachwerkhäuser. Aus ehemals kleinen Gehöften und Köhlerhäusern, die sich am Sorpebach angesiedelt hatten, entwickelten sich die heutigen Ortschaften und Weiler des Sorpetales.

    Ein besonderer Punkt des Sorper Panoramapfades ist der Knollen mit seinen alten, beeindruckenden Steinbrüchen, durch die er hindurchführt. Doch du kannst noch viel mehr entdecken: Die Kunstschmiede und Galerie Klute in der Waldemei und die Schmiedewelten Dünnebacke in der Rellmecke, zum Beispiel. Hier kannst du Kunst aus althergebrachtem Handwerk in einer beeindruckenden Naturkulisse erleben. Natur und Ausblicke begleiten dich entlang des gesamten Panoramapfades durch das romantische Sorpetal, bis du wieder im Ausgangsort Niedersorpe ankommst und dir eine nette Einkehr gönnen kannst.

    Mittelschwer
    03:57
    13,9 km
    3,5 km/h
    320 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser Tour tauchst du in die Welt der Wisente ein und folgst den Spuren dieser zotteligen und prächtigen Tiere. Der Wisent wird auch Europäischer Bison genannt und ist eine europäische Rinderart. Die Tiere waren noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa verbreitet. Nachdem sie ausgestorben waren, musste man sie erst mühevoll wieder ansiedeln.

    Mit dem Projekt „Wisente im Rothaargebirge“ wurde 2013 eine achtköpfige Herde, bestehend aus einem Bullen, fünf Kühen und zwei Jungtieren, ausgewildert. Im Dezember 2019 war die Herde bereits auf etwa 25 Tiere angewachsen.

    Einen besonderen Einblick in das Leben der Tiere bietet die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“. Dort ist eine zweite Wisent-Herde zu Hause. Die Tiere kannst du auf einem kostenpflichtigen Rundweg erleben, du kannst deinen Weg aber auch ohne einen Besuch fortsetzen. Falls du mit Kindern unterwegs bist, kommen diese hier besonders auf ihre Kosten: Über Bachläufe springen, durch einen Dachsbau krabbeln und Felsformationen meistern – der naturbelassene Erlebnisweg macht richtig Spaß!

    Der Wisent-Pfad nochmal zusammengefasst: Er führt von Wingeshausen über den Rothaarkamm nach Schmallenberg-Jagdhaus, durch das malerische Tal der Ihrige und über Pfade im Bockeshorntal zurück nach Wingeshausen. Mit traumhaften Aussichten und verschiedenen Rastmöglichkeiten wird die 13,5 Kilometer lange Tour zum echten Wandergenuss.

    Mittelschwer
    03:31
    11,8 km
    3,4 km/h
    350 m
    360 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Dichte Wälder, verwunschene Felsen und herrliche Panoramablicke: Das alles erwartet dich auf dieser Tour. Der als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Rundwanderweg begeistert mit wildromantischer Natur. Auf abenteuerlichen Pfaden folgst du alten Eselspfaden und kannst deinen Ausflug mit einer Einkehr im Alpenhaus krönen. Aber nun von vorne.

    Du startest am Haus des Gastes und gehst zunächst durch den Kurpark von Oberhundem. Wenig später erreichst du eine Picknickstelle und tauchst in den Wald ein. Ein erstes Highlight deiner Wanderung sind die Oberhundemer Klippen, eine spektakuläre Felsformation mitten im Wald. Kurze Zeit später erreichst du den legendären Rothaarsteig, dem du eine Weile folgst. Hier kannst du innehalten und dich auf einer angenehm geschwungenen Holzbank niederlassen.

    Nachdem du den Rothaarsteig verlassen hast, umrundest du den Kahleberg, der dir, nachdem Orkan Kyrill den kompletten Hang entwaldet hat, traumhafte Aussichten bietet. Nach gut zwei Dritteln deiner Strecke gelangst du zum Alpenhaus. Das ehemalige Alpenvereinshaus der Essener Sektion liegt wunderschön auf 650 Metern und lockt mit schmackhaften Brotzeiten und einem kühlen Getränk.

    Der Endspurt ist der wohl schönste Abschnitt, weil du hier auf dem ehemaligen Eselspfad entlangwanderst. Der Wirt des Alpenhauses musste früher alles mit Lasteseln nach oben transportieren. Sobald du den Waldrand nach einem steilen Abstieg erreicht hast, liegt Oberhundem linker Hand vor dir – dein Ziel ist nun zum Greifen nahe. Zum Abschluss solltest du dich im Gasthof zu den Linden in Oberhundem kulinarisch verwöhnen lassen.

    Mittelschwer
    04:46
    16,5 km
    3,5 km/h
    420 m
    420 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    ACHTUNG: Aufgrund von Holzerntearbeiten ist der Ilsetalpfad zurzeit gesperrt. Alle weiteren Infos findest du hier: rothaarsteig.de/de/Tourenplanung/Aktuelle-Einschraenkungen.

    Auf dieser Tour erlebst du entlang der idyllischen Täler von Lahn, Ilse und Weidelbach und über die panoramareichen Höhen von Mackelshelle und Hoher Ley einen besonders schönen Weg am Rothaarsteig. Die Wanderung beginnt am Wanderportal Zum Eichholz in Feudingen. Zunächst steigst du hinauf zum Hang der Mackelshelle. Hier bietet sich dir eine erste Aussicht auf den geschichtsträchtigen Ort Feudingen.

    Durch Fichtenhochwald geht es gemächlich weiter bergauf zur Hohen Ley, wo dich ein beeindruckender Panoramablick über das weite Lahntal erwartet. Nach einer offenen Hochfläche mit Aussichten in die Wittgensteiner Berge führt der Weg hinab ins wildromantische Ilsetal. Der Pfad, der später auch etwas abenteuerlicher wird, bringt dich entlang eines Steilufers neben dem rauschenden Bachbett der Ilse bis zur Einmündung des Weidelbaches. Diesem folgst du rechts hinauf zum Weidelbacher Weiher. Im Sommer begeistert der See mit einem Seerosenteppich und lädt zu einer ausgiebigen Rast ein.

    Über die Schutzhütte und Raststelle Bettelmannsbuche – wo früher Pilgerer und Fuhrleute lagerten – geht es weiter hinüber zum Lahntal. Doch vorher wird es noch historisch, weil du auf einem Hohlweg entlangwanderst, der Teil eines mittelalterlichen Handelswegs (Eisenerz und Holzkohle) zwischen Feudingen und dem Siegerland war. Später wanderst du dann am Hang der jungen Lahn weiter Richtung Volkholz. Im Dernbach öffnet sich der Wald und gibt nicht nur weite Blicke in das natürliche Lahntal frei, sondern hier passierst du auch das große Wisent-Gehege. Ein kurzer Weg durch Feudingen bringt dich wenig später zurück zum Wanderportal und deinem Ausgangspunkt.

    Schwer
    06:16
    22,1 km
    3,5 km/h
    510 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf dieser Tour verbindest du das idyllische Dilltal mit einem Abstecher auf den aussichtsreichen Rothaarkamm. Auf dem Weg zum Rothaarkamm durchquerst du den historischen Hauberg Offdilln, der dir spannende Einblicke in diese uralte Form der Waldbewirtschaftung gibt. Entstanden ist diese Form der Niederwaldbewirtschaftung im 13. oder 14. Jahrhundert, als hierzulande für die aufkommende Eisengewinnung der Bedarf an Holzkohle stieg.

    Die Bäume wurden dabei nicht komplett umgehauen, weil sie wieder ausschlagen sollten. Das kann man als ein erstes ökologisches Umdenken zu dieser Zeit deuten. Falls du mehr über die Haubergwirtschaft erfahren möchtest, kannst du an einer Ranger-Führung des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen über den Haubergspfad teilnehmen.

    Kurz nach der Geschichtsstunde am Hauberg Offdilln erreichst du die malerische Quelle des Bocksborn. Hier kannst du dich zu einer gemütlichen Rast niederlassen. Weiter geht es für dich über den Rothaarsteig, wobei du grandiose Aussichten in das Lahn-Dill-Bergland und das Siegerland genießt. Richtig spektakulär wird es, wenn du auf der Aussichtsplattform „Nase im Wind” an der Tiefenrother Höhe angekommen bist. Nimm dir ein wenig Zeit und atme tief durch!

    Die Lucaseiche nahe des Forsthauses Steinbach wacht majestätisch über die Wanderer. Sie misst stolze 27,5 Meter, hat einen Durchmesser von 3,85 Metern und ist etwa 230 Jahre alt. Beeindruckend! Über einen schönen Pfad geht es nun wieder zurück zum Ausgangspunkt.

    Schwer
    06:53
    24,2 km
    3,5 km/h
    580 m
    580 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der Tour durch den romantischen Hickengrund begleiten dich die Großen der deutschen Dichterkunst: Goethe, Schiller und Novalis. An sieben verschiedenen Hörstationen kannst du in idyllischer Natur den wundervollen, vorgelesenen Gedichten und Schriftstücken lauschen und dich von der Kombination aus Poesie und Natur verzaubern lassen. Freu dich auf ein besonderes Erlebnis im Drei-Länder-Eck zwischen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

    Du startest am Wanderparkplatz „Großer Stein“ in Holzhausen. Zunächst wanderst du auf einem Rothaarsteig-Zugangsweg bergauf. Schon bald gelangst du an eine der Hörstationen und wenige Schritte später triffst du auf den Rothaarsteig. Dir eröffnet sich dann ein grandioser Blick auf Lützeln, das unten im Tal eingebettet ist. Nach dem Abstieg an den Dorfrand steigt der Weg wieder Richtung Sportplatz an.

    Als Relikt aus der Zeit eines aktiven Steinbruchs passierst du später die alte Brecheranlage. Nach weiteren aussichtsreichen Kilometern gelangst du zum Dreiländereck und kannst zwischen drei Bundesländern einfach hin- und herspringen. Das soll dir erstmal einer nachmachen. Auf breiten Waldwegen geht es weiter, die später abwärts führend zu Wiesenwegen werden und auch teils steile Abschnitte parat halten. Kurz vor Niederdresselndorf geht es per Holzbrücke über den Bach. Nach dem Ort steigst du durch offene Wiesen bergauf zum Waldrand. Auf einem fast eben verlaufenden Weg kommst du zurück zum Start am Wanderparkplatz.

    Mittelschwer
    03:01
    10,4 km
    3,4 km/h
    290 m
    280 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Trödelsteinpfad führt dich vom Buchhellertal zu den „Trödelsteinen“. Unterwegs erlebst du die Besonderheiten der basaltartigen Naturlandschaft zwischen Rothaargebirge und Westerwald. Start der Tour ist am Wanderparkplatz in der Austraße in Wahlbach. Von dort gehst du in den Wald und wanderst auf einem Waldweg entlang der plätschernden Buchheller.

    Später geht es an den Aufstieg auf die Trödelsteine. Zwischendurch begegnest du den Zeitzeugen des Erzbergbaus im Buchhellertal: Stollenmunde und Schlackereste sind die Relikte aus der Bergbauzeit. Das Gipfelkreuz auf den Trödelsteinen grüßt dich schon von Weitem. Der Ausblick auf das schöne Siegerland ist ein toller Lohn für deine Mühen.

    Danach geht es an den Abstieg und du bewegst dich streckenweise auf der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Unterwegs gelangst du zur Wacholderheide im Naturschutzgebiet Saukaute. Es ist etwa 2,2 Hektar groß und dient zur Erhaltung und Wiederherstellung von stark gefährdeten Wacholderheiden, Borstgrasrasen und naturnahen Bachabschnitten.

    Mit ein wenig Glück entdeckst du hier auch Frauenhaarmoos und Sumpfveilchen oder den Braunen Eichenzieherfalter und den Dukatenfalter. Auf schmalen Pfaden durch traumhafte Wälder wanderst du schließlich zum Startpunkt zurück. Kurz vor Ende deiner Tour eröffnet sich dir der Blick auf die einzigartige Landschaft zwischen Rothaargebirge und Westerwald.

    Mittelschwer
    04:35
    16,0 km
    3,5 km/h
    340 m
    330 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Wacholderweg hält einiges an Abwechslung für dich parat: Auf dem Baumlehrpfad im Reistenbachtal kannst du eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten entdecken, auf dem CO2-Lehrpfad erlangst du interessante Einsichten in das aktuelle Thema. Deine müden Wanderfüße kannst du an der Waat-Tret-Anlage kühlen und entspannen sowie auf dem Barfußpfad deine Geschicklichkeit üben. Dich erwartet also nicht nur der namensgebende Wacholder.

    Du startest am Wanderportal auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Donsbach unterhalb des Wildparks. Dein erster Stopp ist der Baumlehrpfad, auf dem du die verschiedensten Baumarten entdecken kannst. Weiter führt der Wacholderweg durch das Naturschutzgebiet Alteberg und Sauernberg. Die kargen, trockenen Standorte der Naturschutzgebiete bei Donsbach sind Lebensraum für zahlreiche seltene und streng geschützte Pflanzenarten.

    Die abwechslungsreiche Halboffenlandschaft bietet aber auch einer vielfältigen Tierwelt optimalen Lebensraum, wie etwa den gefährdeten Vogelarten Raubwürger und Heidelerche. Zudem schwirren etwa 50 Schmetterlings- und 22 Heuschreckenarten durch die Wiesen.

    Weiter geht es vorbei an der Haigerer Blockhütte und mit kurzem Aufstieg auf den 454 Meter hohen Kornberg. Der Donsbacher Kornberg ist die Krönung des Wacholderweges. Mit seinem Taunusblick bietet er eine grandiose Aussicht auf die Landschaft in Richtung Süden, bei klarem Wetter sogar bis zum Großen Feldberg im Taunus. Für das perfekte Foto steht hier oben auch ein großer Landschaftsrahmen bereit, den du in Szene setzen kannst.

    Wie Perlen auf einer Kette reihen sich die weiteren Highlights auf deinem Weg aneinander: Zuerst gelangst du zum Barfußpfad in der Sandgrube, dann an den Co2-Lehrpfad und schlussendlich an den Wildpark Donsbach, in dem du die 13 großen, hier heimischen Tierarten erleben kannst. In einem Streichelzoo kannst du auch gleich auf Tuchfühlung mit kleineren Nutztieren wie Ziegen gehen – was natürlich vor allem für Kinder ein tolles Highlight ist. Danach trifft der Weg wieder auf den Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus und du bist zurück am Ausgangspunkt.

    Mittelschwer
    04:18
    15,2 km
    3,5 km/h
    310 m
    310 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Korallenriffe, Höhlen, Stollen, Grabkammern, Schluchten und Bachschwinden – auf der Breitscheider Höhlentour kannst du die geologische Vielfalt des Westerwaldes entdecken. Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz Wildweiberhäuschen, einem sagenumwobenen, markanten Kalksteinfelsen. Von hier verläuft der Weg in das Aubachtal, welches von Basaltblöcken aus der letzten Eiszeit gesäumt ist.

    Besonders spannend ist der kleine Steinbruch Schönbühl auf halber Strecke, auf dem du in das Innere eines ehemaligen Vulkanschlotes steigen kannst. Aus dem Aubachtal wanderst du nun hinauf zur Raststation „Zu den wilden Weibern“ an der Langenaubacher Blockhütte. Hier kannst du dich an Wochenenden und Feiertagen kurz stärken, denn auf deiner Tour gibt es noch so einiges zu erleben. Weiter geht es nun über ein freies Feld bis zum Eingang der Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth. Diese kannst du gegen ein Eintrittsgeld auch besichtigen. Ein Abstecher ist sehr empfehlenswert. Wenig später steigst du in die idyllische Gasseschlucht hinab. Sie war noch bis Dezember wegen Sicherungsmaßnahmen gesperrt.

    Am Ortsrand von Breitscheid kannst du noch einen Blick in die besagte Bachschwinde des Erdbaches werfen und die große und die kleine Steinkammer begutachten. Die Tour endet in der Ortsmitte von Breitscheid.

    Mittelschwer
    03:38
    13,3 km
    3,7 km/h
    230 m
    220 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Gernsdorfer Höhentour ist eine Wald- und Wiesen-Wanderung, wie sie im Buche steht. Dir bietet sich eine abwechslungsreiche Landschaft sowie tolle Pfade durch Wälder und idyllische Wiesenlandschaften. Du erkundest das Naturschutzgebiet „Gernsdorfer Weidekämpe“, dass aufgrund der Vielfalt der gewachsenen Kulturlandschaft mit verschiedenen Grünlandtypen eine Besonderheit darstellt. Der Begriff Weidekämpe bezeichnet dabei eine ab dem 19. Jahrhundert eingeführte große Viehweide auf gerodeten Haubergsflächen.

    Durch unterschiedliche Bodenverhältnisse und Nutzungsarten entwickelten sich verschiedene Biotoptypen und Pflanzengesellschaften des Offenlandes, von denen viele für den Naturschutz eine große Bedeutung haben. Hierzu zählen Borstgrasrasen, buntblumige Berg-Glatthaferwiesen, Feuchtweiden und Kleinseggen-Sümpfe. Hecken, Einzelbäume, Sumpfbereiche und Quellen bieten Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten – und sind natürlich wunderschön anzusehen.

    Besonders spannend und farbenprächtig: Hier wachsen und gedeihen Zehntausende Orchideen. Seltene Wiesenvögel des Gebietes sind Braunkehlchen und Wiesenpieper, die hier als Bodenbrüter erfolgreich nisten können. Übrigens lassen sich aus dieser Wanderung gleich eine sehr große oder zwei Etappen machen, weil die Gernsdorfer Höhentour auf die Dill-Bergtour trifft, die ebenfalls den Rothaarsteig-Spuren folgt.

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Collection Statistik

  • Touren
    13
  • Distanz
    191 km
  • Zeit
    54:17 Std
  • Höhenmeter
    4 400 m

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