Valerie

Kleines Land, große Wege! Per Nord-Süd-Weg durch Österreich

j.sinnitsch (CC BY 2.0)

Kleines Land, große Wege! Per Nord-Süd-Weg durch Österreich

Wander-Collection von Valerie
22-50 Tage
3-6 Std / Tag
480 km
16 830 m
17 460 m

Wir alle wissen: Österreich ist – zumindest im Vergleich zu so manch anderen Ländern – nicht allzu groß. Es einmal zu durchqueren deshalb ein Vorhaben, das durchaus zu schaffen ist. Und ein unvergessliches Erlebnis noch dazu. In dieser Collection zeig ich dir, wie du das am besten angehst. Und zwar nicht von rechts nach links, sondern von oben nach unten, sozusagen. Bereit? Hier ist der Nord-Süd-Weg.

Zugegeben – selbst in diesem Land geboren, hab ich mich noch nie gefragt, wie lang es eigentlich dauern würde, es einmal zu durchqueren. Deshalb: Bevor ich dich in dein Abenteuer entlasse und dir von all den wunderbaren Seiten meiner Heimat vorschwärme, erst einmal die Fakten. Insgesamt darfst du im Zuge dieses Wegs – übrigens erster der „10 Großen Österreichischen Weitwanderwege“ – knapp 500 Kilometer erwandern. 22 Etappen und stolze 16.830 Höhenmeter erwarten dich. Auf deinem Weg durchwanderst du gleich zwei Bundesländer – Niederösterreich und die Steiermark – die sich für dich von ihrer schönsten Seite zeigen. Mehr als 7.000 Wanderer haben den Nord-Süd-Weg seit seiner Eröffnung im Jahre 1970 bereits begangen.

Vom Nebelsteingipfel im Waldviertel marschierst du nach Spitz an der Donau. Du genießt die schöne Wachau, das Mostviertel und das Ötscherland. Am Erlaufsee bei Mariazell wechselst du von der niederösterreichischen auf die steirische Seite und besteigst unter anderen den Hohen Veitsch, den Hochschwab und den Eisenerzer Reichenstein. Es folgen herrliche weststeirische Almen: Die Gleinalpe, die Stubalpe und die Koralpe versüßen dir das letzte Wegdrittel und bevor du dann nach 22 Wandertagen in deinem endgültigen Ziel Eibiswald einmarschierst, darfst du am Großen Speikkogel noch ein letztes Mal die wohlige Zweitausender-Luft schnuppern.

Halbe Sachen? Kannst du machen. An den meisten Stellen ist ein Zustieg möglich. So kannst du abkürzen, umwandeln, einzelne Etappen gehen… wonach auch immer dir der Kopf steht. Achte nur darauf, dass der jeweilige Start- und Endpunkt nicht allzu weit ab vom Schuss und damit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Zum offiziellen Startpunkt am Nebelstein kommst du zum Beispiel, indem du von Wien, St. Pölten oder Linz kommend mit dem Zug und Regionalbus nach Harbach fährst und dann zum Gipfel aufsteigst. In Eibiswald, deinem finalen Ziel, gibt es einen Bahnhof, von dem du in alle möglichen Richtungen abreisen kannst. Entscheidest du dich doch dazu, den ganzen Weg zu wandern, führen dich diese Touren immer an Ziele, die eine oder mehrere Unterkünfte für dich bereithalten. Also, auf geht's! Rucksack packen! Und einmal quer durch Österreich.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:33
    23,3 km
    3,6 km/h
    470 m
    510 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Dein Abenteuer Nord-Süd-Weg startet am Gipfel des Nebelsteins. Wandere am besten schon am Vortag hinauf und übernachte auf der gleichnamigen Hütte. So kannst du den Weitwanderweg mit frischer Energie angehen.

    Die Aussicht am Gipfel bildet einen wunderbaren Auftakt für die 22 Etappen, die vor dir liegen. Zum Start geht’s erst einmal ein ganzes Stück abwärts bis nach Eisenwerk, wo du auf die Lainsitz triffst. Sie begleitet dich ein wenig durch das Waldviertel, das sich hier von einer besonders typischen Seite zeigt. Dann übernimmt auch schon der Einsiedelbach als dein Begleiter. Durch sein Tal marschierst du bis nach Karlstift und nach einer Pause im geschichtsträchtigen Ort immer weiter in Richtung Reichenauerwald. Ein relativ langer Abschnitt durch dichten Wald erwartet dich noch – dann erspähst du schon dein erstes Etappenziel am Horizont: Liebenau. In einer örtlichen Unterkunft kannst du es dir gemütlich machen und dich auf Etappe 2 vorbereiten.

    Schwer
    07:27
    26,9 km
    3,6 km/h
    400 m
    620 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Zeit für Etappe 2 des Nord-Süd-Wegs. Und so viel steht fest: Sehenswürdigkeiten hat dieser knapp 27 Kilometer lange Abschnitt viele zu bieten. Solltest du eher zu der Sorte Genusswanderer gehören, kannst du ihn also auch auf zwei Etappen aufteilen. Und umso mehr genießen.

    An deinem gestrigen Ziel, Liebenau, beginnt die Tour. Es geht durch viel Wald, über saftige Wiesen und im stetigen Auf und Ab in Richtung Rubner Teich. Dieses idyllische Plätzchen ist der perfekte Ort für einen ersten Happen deiner Jause oder eine kurze Verschnaufpause. Außerdem liegt ganz in der Nähe das malerische Tanner Moor. Es ist zwar streng genommen nicht Teil dieser Tour, ein Abstecher dorthin kann sich aber auszahlen. Über Arbesbach, in dessen örtlichem Kaufhaus du noch einmal deinen Rucksack füllen kannst, und über Altmelon bringt dich die wunderbare Waldviertler Hügellandschaft schließlich nach Schönbach. Hier endet die heutige Etappe – und du hast dir eine ruhige Nacht redlich verdient.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Schwer
    07:02
    25,4 km
    3,6 km/h
    470 m
    410 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Während du Etappe 3 des Nord-Süd-Weges erwanderst, zeigt sich das Waldviertel noch einmal von seiner schönsten Seite. Von Schönbach aus marschierst du erst einmal ins Tal des Edelbachs, das ein paar traumhafte Wanderwege bereithält. Einer davon führt dich vorbei an der Anschaumühle bis nach Bad Traunstein. Der Wachtstein am Ortsrand verlangt zwar einen kurzen Abstecher, macht das durch seine Aussicht aber allemal wett.

    Bei Walterschlag tauchst du bald darauf in einen mächtigen Wald, dessen Herz der malerische Weyrerteich bildet. Wenige Kilometer später in Ottenschlag, das übrigens einen netten Schlossheurigen zu deiner Einkehr bereithält, beginnt der Endspurt der Tour: Du passierst die Ortschaften Pleßberg, Ernst und Felles und erreichst schließlich dein heutiges Ziel Elsenreith.

    Schwer
    06:07
    19,5 km
    3,2 km/h
    520 m
    1 100 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von den Höhenflügen am Waldviertler Hochplateau geht’s heute ins wunderbare Tal der Donau. Auf insgesamt knapp 20 Kilometern erwarten dich wunderbare Natur, weite Aussichten und das ein oder andere schöne Denkmal.

    Los geht’s in Elsenreith, deinem gestrigen Etappenziel. Von hier marschierst du vorerst hinunter nach Trandorf. Und hier ist es, als könntest du das Plätschern der Donau schon hören. Einer aber trennt dich noch davon: der Jauerling, für den du erst einmal wieder knappe 100 Höhenmeter aufsteigen musst. Für das, was dort oben wartet, zahlt sich die Anstrengung aber aus: Eine 38 Meter hohe Aussichtswarte eröffnet dir einen grandiosen Blick. Vielleicht sogar schon bis zu deinem heutigen Ziel? Wer weiß. Jedenfalls erreichst du es, indem du über schöne Waldwege bergab steigst. Willkommen in der traumhaften Wachau! Und im Ziel der vierten Etappe: Spitz an der Donau.

    Schwer
    06:18
    20,5 km
    3,2 km/h
    700 m
    690 m
    Fähre
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Ein wunderbares (ehemaliges) Schloss nach dem anderen und dazwischen ganz viel Wasser und herrliche Ausblicke – so gestaltet sich Etappe 5 des Nord-Süd-Weges. Immer schön südöstlich der Donau erklimmst du auf den gut 20 Kilometern dieses Abschnitts aber auch so einige Höhenmeter.

    Los geht’s erst einmal mit einer Überfahrt mit der Rollfähre von Spitz nach Arnsdorf am südlichen Donauufer. An der anderen Seite angekommen, wanderst du dann durch das schattige Buchental hinauf nach Maria Langegg und damit auch vorbei an der eindrucksvollen Ruine Aggstein. Noch einmal ein kurzes Stück hinauf auf einen kleinen Höhenrücken nimmt dich bald darauf Aggsbach-Dorf in Empfang. Und damit nicht genug – ein letztes Mal heißt es: Zähne zusammenbeißen und aufwärts steigen bis zum Rastplatz beim Stumpf der Bildbuche. Über Berging erreichst du schließlich dein Ziel – wiederum mit einem wunderbaren Schloss: Schönbach an der Donau.

    Schwer
    05:38
    19,9 km
    3,5 km/h
    440 m
    410 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die sechste Etappe des Nord-Süd-Weges ist mit ihren knapp 20 Kilometern zwar ähnlich lang wie ihre Vorgängerinnen. Weil es die ganze Zeit über relativ gemächlich und ohne nennenswerte Anstiege dahingeht, fällt sie aber deutlich weniger anstrengend aus. Dadurch bleibt dir auch mehr Kraft für Kultur – in diesem Fall die Besichtigung des Wachauer Wahrzeichens, dem Benediktinerkloster Stift Melk.

    Von Schönbühel aus wanderst du – wohlgemerkt per österreichischem Jakobsweg – zunächst über Hub zur Mündung der Pielach in die Donau. Du durchquerst Melk und siehst damit schon das anfangs erwähnte Kloster. Ein Besuch seiner prächtigen Hallen zahlt sich aus! Dann verlässt du die Stadt in Richtung Süden, überquerst einmal die Westautobahn und findest dich gleich darauf in stillem Wald wieder. Du überschreitest den Hiesberg und steigst ab nach Gassen. Von da ist es nicht mehr weit bis zu deinem Etappenziel St. Leonhard am Forst.

    Schwer
    06:41
    23,1 km
    3,5 km/h
    690 m
    260 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 7 verläuft auf relativ gemütliche Art und Weise von St. Leonhard am Forst nach Plankenstein durchs wunderbar verträumte Mostviertel. Ein paar der Höhenmeter, die du da im Höhenprofil siehst, sind optional: Weil er die „Mitte des Mostviertels“ bildet und dir eine wunderbare Aussicht schenkt, hab ich den Schweinzberg als Highlight mit in die Tour aufgenommen. Um die heutige Etappe zu meistern, ist der Abstecher dorthin aber keineswegs ein Muss.

    Von St. Leonhard am Forst wanderst du in Richtung Südosten und auf bequemen Feldwegen an den Ortschaften Fritzberg, Maierhöfen und Außerreith vorbei. Nachdem du dir bei Unterhub den Kontrollstempel für dein Wanderbuch geholt hast, beginnst du – wenn du magst – auch schon bald mit dem Anstieg auf den Schweinzberg. Sobald die Sicht gen Süden sich öffnet, siehst du auch schon die Burg Plankenstein vor dir. Da musst du – Schweinzberg oder nicht – am Ende des heutigen Tages hin. Vom Sattel zwischen Texing und St. Georgen an der Leys ist es auch nicht mehr weit. Erkunde die Burg und such dir ein Quartier für die Nacht. Morgen steht Etappe 8 auf dem Programm.

    Schwer
    05:55
    18,6 km
    3,1 km/h
    810 m
    600 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 8 steht an und führt dich auf insgesamt knapp 19 Kilometern erst weit hinunter nach St. Anton an der Jesnitz, dann wieder hoch hinauf zu deinem Tagesziel. Immer mit dabei: der Ötscher, ein eindrucksvolles, 1.893 Meter hohes Bergmassiv.

    Von Plankenstein steigst du Schritt für Schritt bergauf bis zum vorerst höchsten Punkt bei Schindlegg. Wenige Kilometer weiter, beim Rainstein, geht es dann auch schon wieder bergab. Und zwar steil – bis du dich mittendrin in der Ortschaft St. Anton an der Jesnitz wiederfindest. Im örtlichen Wirtshaus hast du die Möglichkeit, dir eine Stärkung für die letzten Kilometer zu gönnen. Durch den Reitgraben wandernd, geht es nämlich allmählich wieder bergauf. Dann stehst du auch schon bald an deinem heutigen Ziel, dem gemütlichen Almgasthaus am Hochbärneck.

    Schwer
    06:36
    19,4 km
    2,9 km/h
    1 170 m
    660 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Es geht bergauf: Auf der gut 19 Kilometer langen Etappe 9 knackst du seit dem Start am Nebelstein zum ersten Mal in deinem Nord-Süd-Abenteuer die 1.000-Höhenmeter-Marke. Ganz nebenbei lässt dich dieser Abschnitt ein paar wunderbare Naturschauspiele erwandern.

    Von deinem Nachtquartier am Hochbärneck steigst du aber zunächst einmal bergab in Richtung Tormäuer, wo du ein ganzes Stück der schönen, wilden Erlauf folgst. Dabei ergibt sich immer mal wieder die Chance, deine braven Wanderfüße im smaragdgrünen Wasser abzukühlen. Während du hier so entlangwanderst, kommst du auch am Eingang der eindrucksvollen Ötscher-Tropfsteinhöhle vorbei. Dann tauchst du in herrliche Waldgebiete, die dich bis nach Lackenhof begleiten. Gönn dir in der kleinen Ortschaft ruhig eine Stärkung, denn nun geht’s bergauf zum Riffelsattel und von dort noch einmal schlappe 130 Höhenmeter weiter zum Ötscher Schutzhaus. Hier kannst du verschnaufen – morgen geht’s weiter.

    Schwer
    06:41
    21,4 km
    3,2 km/h
    580 m
    1 140 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von der Höhenluft bekommt man nicht so schnell genug. Deshalb darfst du während der zehnten Etappe des Nord-Süd-Weges auch noch eine Weile über der 1.000-Höhenmeter-Marke bleiben, bevor es dann erstmals auf steirischen Boden und hinunter in dein Etappenziel Mariazell geht. Übrigens: Knapp die Hälfte des Weges liegt nach dieser Etappe bereits hinter dir!

    Vom Ötscher Schutzhaus bahnst du dir zuallererst den Weg zurück zum gestern erklommenen Riffelsattel. Über die Feldwiesalm erreichst du bald die Gemeindealm und genießt dort einen ersten Blick auf dein heutiges Ziel, Mariazell. Steile Wege führen dich an das malerische Ufer des Erlaufsees, das dich eine ganze Weile begleitet. Mit der Brücke über die Erlauf beschreitest du schließlich auch die Niederösterreichisch-Steirische Grenze und befindest dich damit ab sofort in einem anderen Bundesland. Die Steiermark nimmt dich freundlich in Empfang: Auf relativ ebenen Wegen marschierst du bis an dein Ziel.

    Schwer
    08:41
    26,0 km
    3,0 km/h
    1 550 m
    600 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Schon wieder genug von der Zivilisation und motiviert für die echten Riesen des Nord-Süd-Wegs? Etappe 11 geht dieses Vorhaben langsam aber sicher an. Und wenn du erst einmal an ihrem höchsten Punkt angekommen bist, kannst du bei klarem Wetter fast bis an dein endgültiges Ziel sehen.

    Aber alles der Reihe nach. Von Mariazell bahnst du dir erst einmal den Weg nach Schöneben (wo dir eventuell der eine oder andere Pilger unterkommt, denn du befindest dich am Steirischen Mariazellerweg). Dort angekommen, beginnst du auch schon mit dem Aufstieg. Zunächst geht’s zu den Herrenböden, während du dann weiter zum Niederalpl aufsteigst, hast du die Hohe Veitsch bereits im Blick. Da geht es heute hin. Und zwar durch die Hänge unter dem Kleinen und Großen Wildkamm. Dort oben dann: eine wunderbare Rundumsicht und ehe du dich’s versiehst, stehst du auch schon vor der Tür deines heutigen Nachtquartiers, dem Graf-Meran-Haus.

    Schwer
    08:18
    23,4 km
    2,8 km/h
    1 040 m
    1 210 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    „Da sieht man vor lauter Almen und Hütten die Berge nicht mehr“, so oder so ähnlich könnte das Motto von Etappe 12 lauten. Sie hält mehrere urige Einkehrmöglichkeiten für dich bereit. Mit ihren knapp 23,5 Kilometern ist sie aber auch ganz schön lang, also bitte unterwegs nicht allzu lange trödeln.

    Und los geht’s gleich ordentlich: Nachdem du von deinem Nachtquartier übers Plateau der Hohen Veitsch gewandert bist, nimmst du den sogenannten Teufelssteig in Angriff. Er führt dich auf steilem aber gut begehbarem Wege hinunter zur Rotsohlalm, der ersten Möglichkeit für einen netten Einkehrschwung. Weiter geht’s im Anschluss zur Turnauer und dann zur Göriacher Alm, bevor du schließlich die Seebergalm erreichst. Hoffentlich hast du dich in einer (oder mehreren) Hütte(n) gut gestärkt, denn es folgt noch ein Auf und Ab, das es in sich hat: Erst hinauf auf den Seebergsattel, dann hinunter nach Seewiesen und schließlich durch die Untere Dullwitz bis zu deinem Ziel, der Voisthaler Hütte.

    Schwer
    06:17
    15,2 km
    2,4 km/h
    710 m
    850 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute wird’s endlich mal so richtig alpin! Mit dem 2.277 Meter hohen Hochschwabgipfel erklimmst du nämlich den „Höhepunkt“ des Nord-Süd-Weges. Dementsprechend ausgerüstet, trittsicher und schwindelfrei solltest du sein, versteht sich.

    Von deinem gestrigen Etappenziel wanderst du durch die Dullwitz zunächst weiter taleinwärts. Doch der erste Anstieg ist nicht weit: Über den Graf-Meran-Steig geht’s hinauf aufs Ochsenreichkar. Einige Höhenmeter später, beim Schiestlhaus, weißt du, dass das Gröbste hinter dir liegt. Eine Einkehr hast du dir damit redlich verdient. Frisch gestärkt, ist es dann auch wirklich nicht mehr weit auf den höchsten Punkt des Nord-Süd-Weges: den Gipfel des Hochschwabs. Die Aussicht hier oben entschädigt für sämtliche Mühen des Aufstiegs. Damit hast du zwar die Bergauf-Passagen dieser Tour geschafft, es liegen aber noch einige Kilometer vor dir: Vorbei am Fleischer-Biwak und der Häuselalm gelangst du über den malerischen Sackwiesensee schließlich zu deinem heutigen Nachtquartier, der Sonnschienhütte.

    Schwer
    07:36
    18,8 km
    2,5 km/h
    1 260 m
    670 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Ein paar Tage voller Höhenflüge: Gestern hast du den höchsten Gipfel des Nord-Süd-Weges erklommen, die heutige Etappe 14 führt dich auf seine höchstgelegene Kontrollstelle. Knapp 19 Kilometer ist dieser Abschnitt lang. Im Vergleich zu den vorangegangenen Touren also kein Ausreisser. Ganz am Ende aber erwartet dich ein ziemlich knackiger Anstieg von 900 Höhenmetern. Falls dir das zu viel für einen Tag ist, kannst du diese Etappe also ruhigen Gewissens auf zwei Tage aufteilen.

    So oder so lässt du per Dr. Kotek Steig aber erst einmal dein Nachtquartier hinter dir. Es geht in Richtung Westen, vorbei an der Hörndlalm bis zur Kulmalm. Bald ragt vor dir die mächtige Frauenmauer in die Höhe. Am Wochenende kannst du dich durch ihre Durchgangshöhle führen lassen. Als nächstes auf der Liste steht der Neuwaldeggsattel und wenige Kilometer später der Hirscheggsattel. Von hier ist’s nicht mehr weit bis zur Leobner Hütte, die – falls mein eingangs erwähnter Vorschlag gut für dich klingt – als mögliche Unterkunft für die Nacht in Frage kommt. Aber du kannst hier auch einfach bloß eine Jause genießen und dich dann über den Knappensteig hinunter zur Passhöhe des Präbichls begeben. Was bis jetzt ja recht gemächlich dahinging, endet mit einem ordentlichen letzten Anstieg: 900 Höhenmeter zur Reichensteinhütte, um genau zu sein. Dafür wirst du, oben angekommen, nicht nur mit einer warmen Köstlichkeit, sondern auch einem grandiosen Panorama belohnt. War doch gar nicht so schlimm, oder?

    Schwer
    05:02
    14,9 km
    3,0 km/h
    10 m
    1 470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf die gestrigen Tortouren folgen heute ein paar wohlverdiente Streicheleinheiten in Form eines glasklaren Bergsees, eines plätschernden Wasserfalls und – natürlich – köstlicher Steirer-Schmankerl.

    Der Tag der Etappe 15 kann mit einem kurzen Abstecher zum Gipfel des Eisenerzer Reichensteins beginnen, muss aber nicht. So oder so geht’s von der Hütte über das Plateau zunächst zum Reichhals, dann über einen steinigen Steig unter steilen Wänden bergab zum Krumphals und zum malerischen Krumpensee. Hier empfiehlt sich eine Pause. Wie viele Bergspitzen zählst du im Spiegel des klirrend kalten Wassers? Weiterhin abwärts marschierst du dann vorbei am eingangs erwähnten Wasserfall zur Jausenstation Hirnalm. Ja und auch hier kannst du dir eine Pause gönnen. Verdient ist sie allemal. Und mehr als die Hälfte der Tour liegt auch schon hinter dir. Nun heißt es nur noch: talaus in Richtung Hafning wandern und weiter bis an dein Etappenziel Trofaiach.

    Schwer
    09:26
    28,4 km
    3,0 km/h
    1 630 m
    690 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 16 erwartet dich und dabei geht’s zur Sache: Insgesamt gilt es, gut 28 Kilometer und mehr als 1.600 Höhenmeter zu meistern. Wenn du magst, kannst du diese Tour also getrost auf zwei Tage aufteilen. So oder so geht’s erst einmal relativ gemächlich bis zum Trabocher See und über die Niederungen nach Leoben. Dann erst wartet der stolze 1.000-Höhenmeter-Aufstieg zu deinem Etappenziel, dem Hans-Prosl-Haus auf der Mugel.

    Von deinem gestrigen Etappenziel aus wanderst du – wie anfangs schon erwähnt – erst einmal zum Trabocher See, in dem du dir im Sommer gern eine Abkühlung gönnen kannst. Über eine Hochfläche, die mit schönen Aussichten nicht gerade geizt, marschierst du dann immer weiter bis nach Leoben. Hier könntest du, wenn du magst, deine Tour unterbrechen und morgen fortsetzen. Ansonsten beginnst du hier mit dem Aufstieg zur Mugel. Und der gestaltet sich knackig: Erst passierst du den sogenannten Spitz Christi, einen Fels am Wegrand, dann das momentan leider geschlossene Gasthaus Schmollhube. Ab der Gstattmoaralm steigt der Weg dann nochmals an, bis du dich bald am Mugelschutzhaus direkt am Gipfel wiederfindest. Hier checkst du ein und sammelst Kraft für Etappe 17.

    Schwer
    09:44
    27,5 km
    2,8 km/h
    1 490 m
    1 500 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auch Etappe 17 erweist sich als nicht gerade geizig, was die Menge ihrer Kilo- und Höhenmeter angeht. Es geht zwar über sanfte Almen, doch die Möglichkeiten, unterwegs einzukehren oder auch bloß die Wasserflasche zu füllen, sind eher mager. All diese Tatsachen verschaffen der Etappe den klingenden Namen „Durststrecke“. Aber keine Sorge: Sie ist nicht nur eine der anspruchsvollsten Touren des Nord-Süd-Weges, sondern auch eine der schönsten. Und jetzt bist du ja vorbereitet.

    Los geht’s am gestrigen Etappenziel, dem Mugelschutzhaus, von wo aus du erst einmal bergab zum Trasattel marschierst, um kurz darauf direkt wieder zur Hochalm aufzusteigen. Nach einem weiteren Abstieg erwartet dich der – leider nicht bewirtete – Almwirt und wenig später der Gössbach, übrigens die einzige Wasserstelle dieser Etappe. Dann folgt ein längerer Anstieg zum Pöllasattel und weiter zur Fensteralm. Hier siehst du schon in etwa, was dich auf der zweiten Etappenhälfte erwartet: Polsterkogel, Polstersattel, Eiblkogel, Kreuzsattel, Lärchkogel, Speikkogel und Gleinalmsattel. Na, kribbelt es schon in den Beinen? Dann mal los! Nach dem ganzen Auf und Ab von Sattel zu Kogel und umgekehrt, ist dir auch klar, wie das Höhenprofil dieser Tour zustande gekommen ist. Hast du auch den letzten Sattel hinter dir, kommst du schlussendlich an deinem Nachtquartier, dem Gleinalm Schutzhaus, an. Hier hast du dir eine Stärkung und eine gute Mütze Schlaf verdient. Morgen wird's wieder etwas gemütlicher – versprochen.

    Schwer
    06:19
    20,6 km
    3,3 km/h
    690 m
    750 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wie versprochen, geht es auf Etappe 18 des Nord-Süd-Weges endlich wieder etwas gemächlicher zu. Insgesamt wollen „nur“ knappe 21 Kilometer und etwas mehr als 600 Höhenmeter erwandert werden. Schaffst du mit links, oder?

    Der erste Gipfel namens Rossbachkogel wartet bereits nach einem kurzen Anstieg von deinem Nachtquartier aus. Ihn zu erklimmen ist optional – du kannst ihn auch über seine linke Flanke umrunden. Das gleiche gilt für die Terenbachalm, die nur wenig später folgt. Beide garantieren jedenfalls ein grandioses Panorama auf die steirische Bergwelt. In dieser Variante leite ich dich auf den Rossbachkogel – dafür umgehst du den Gipfel des Terenbachkogels. Wenn du das so machst, kannst du deine Wasserflasche an der Zeißmannhütte auffüllen und im Oskar-Schauer-Sattelhaus einkehren. Über das Stierkreuz und ein leichtes Auf und Ab marschierst du schließlich zum sogenannten Gaberl, wo du heute übernachten wirst.

    Schwer
    08:03
    27,9 km
    3,5 km/h
    540 m
    960 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wenn du einen echten steirischen Wanderklassiker erleben möchtest, bist du auf dieser Etappe genau richtig. Ganz genau genommen, findest du hier sogar zwei davon: einmal die Tour vom Gaberl zum Salzstiegl und einmal den schönen Abschnitt über die Hirschegger Alm.

    Der erste also steht gleich zu Beginn der Etappe an: Vom Gaberl marschierst du über das Alte Almhaus zum Salzstiegl. Hier wirst du immer wieder – spätestens vor allem bei der Einkehr im Alten Almhaus – auf andere Wanderer treffen. Und wenn du magst, kannst du unterwegs noch einen Schlenker auf den Rappoldkogel einbauen. Vom Salzstiegl geht es dann über den Peterer Sattl zur Hirschegger Alm. Auf ihr wanderst du lange und aussichtsreich dahin, bis du dich wieder der Waldgrenze und mit ihr auch zwei schönen Einkehrmöglichkeiten – der Bernstein- und Knödelhütte – näherst. Von Letzterer ist es nicht mehr weit: Über die Zufahrtsstraße wanderst du auf den Ochsenkogel mit dem Barbarahaus zu und findest dich wenig später im Ort Pack inklusive Möglichkeiten zum Nächtigen wieder.

    Schwer
    06:07
    19,7 km
    3,2 km/h
    920 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser Etappe gehst du erst durch Wälder, dann direkt an die Baumgrenze, bis du später die Glein- und Koralpe überschreitest. Damit sind dir herrliche Natur und noch herrlichere Aussichten über die steirische und Kärntner Bergwelt sicher.

    Erst einmal kehrst du Pack den Rücken und wanderst vorbei am „Steinernen Weibl“ auf die Hebalm zu. Das ehemalige Skigebiet zieht im Sommer viele Wanderer an. Auch die eine oder andere Einkehrmöglichkeit steht hier bereit. Du passierst den Bärofen, den du über einen längeren Abstecher auch gerne erklimmen kannst, und findest dich damit auch schon im malerischen Hochmoor See-Eben wieder. Über den Wildbachsattel mit seinem Denkmal für den letzten hier geschossenen Wolf erreichst du bald die Handalm mit ihren eindrucksvollen Felsöfen und einem Wildpark. Vorbei an der Pauluskapelle stehst du dann auch schon mittendrin in der Weinebene. Hier warten zwei nette Einkehrmöglichkeiten, von denen dir eine auch ein Zimmer für die Nacht anbietet.

    Schwer
    05:59
    19,2 km
    3,2 km/h
    600 m
    710 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Einmal geht’s noch… über die 2.000-Marke hinaus! Das heißt: Auf den gut 19 Kilometern der vorletzten Etappe kannst du dich noch einmal auf ein paar grandiose Rundblicke gefasst machen. Für sein einmaliges Panorama ist dieser Abschnitt immerhin auch bekannt.

    Du startest gut ausgeruht auf der Weinebene und bahnst dir den (gemütlichen) Weg zur Grillitschhütte. Hier beginnt ein knackiger Anstieg: Es geht auf die sogenannte Hühnerstütze. Oben angekommen, darfst du auf ebenen Wegen wieder eine Weile verschnaufen, bis du auch den finalen Anstieg der Tour, hinauf auf den Großen Speikkogel, angehst. Dafür erwartet dich auf seinem Gipfel nicht nur ein großartiges Panorama, sondern auch die Radarstation namens Goldhaube, die du schon den ganzen Tag vor Augen hattest. Du wanderst nun über die Glitzalm ostwärts, tauchst bald in einen Wald und erreichst dort die Kapelle „Kramerin“. Wenig später stehst du auch schon vor der Tür deines heutigen Nachtquartiers: der urigen Schwanberger Brendlhütte.

    Schwer
    06:02
    20,7 km
    3,4 km/h
    130 m
    1 310 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute ist es soweit: Die letzte Etappe deines Nord-Süd-Weg-Abenteuers steht an. Dafür lässt du die Weststeirischen Almen hinter dir und steuerst stetig bergab auf dein finales Ziel Eibiswald zu. Am Rand der Ortschaft nimmt dich der von Carl Hermann geschaffene Weitwanderstein in Empfang – ein Symbol für das Ende des Weitwanderweges. Und für deine grandiose Errungenschaft, das Begehen eines Weitwanderweges einmal quer durch Österreich.

    Die Brendlhütte markiert übrigens auch etwas: den Start ein paar genussvoller Kilometer. Es geht talwärts in Richtung St. Katharina in der Wiel. Dort angekommen, kannst du dir im Café Rosi eine Erfrischung genehmigen. Die einzige Steigung der Etappe folgt wenige Kilometer später rund um St. Oswald ob Eibiswald. Bei einer Aussichtsplattform am Wegesrand hast du dann schon bald einen ersten schönen Blick auf dein Ziel. Bevor du es erreichst, passierst du aber noch ein entscheidendes Highlight: An einer Einkehr in der Buschenschank Garber mit ihrem eindrucksvollen Aussichtsturm führt fast kein Weg vorbei. Die köstlichen Speisen, die hier serviert werden, bilden einen gelungenen, vorläufigen Abschluss deines Abenteuers. Durchs Stille Tal wanderst du schließlich durch den Wald bis nach Eibiswald. Damit ist dein Ziel erreicht – du kannst stolz auf dich sein!

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    22
  • Distanz
    480 km
  • Zeit
    152:32 Std
  • Höhenmeter
    16 830 m17 460 m

Dir gefällt vielleicht auch

Valerie

Kleines Land, große Wege! Per Nord-Süd-Weg durch Österreich