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Mit dem Kopf in den Wolken – auf der Charlie Ramsay Round durch die Highlands

Schoon17 (CC BY-ND 2.0)

Mit dem Kopf in den Wolken – auf der Charlie Ramsay Round durch die Highlands

Wander-Collection von Alex Foxfield

6

Touren

38:58 Std

107 km

6 990 m

Die Charlie Ramsay Round ist die ursprünglichste und wohl auch spektakulärste der drei Big Rounds von England, Schottland und Wales. Sie beginnt an der Jugendherberge in Glen Nevis und führt über einige der berühmtesten Bergketten der schottischen Highlands: die erhabenen Mamores, die wilden Berge über Loch Treig, die schroffen Gipfel der Grey Corries und die gigantischen Aonnachs. Schließlich endet die Runde am Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens.

Insgesamt bringt dich der Weg mit seinen offiziell gut 90 Kilometern auf 23 Munros – das sind die schottischen Gipfel über 3.000 Feet, die also knapp 1.000 Meter hoch sind. Und das sind natürlich nicht die einzigen Gipfel. Diese Collection schließt ein paar Abstecher zu Übernachtungsmöglichkeiten ein, was die Gesamtdistanz auf etwas über 100 Kilometer mit satten 6.780 Höhenmetern bringt.

Dies ist ein Abenteuer für erfahrene Wanderer. Hast du reichlich Bergerfahrung, eine solide Technik, Navigationsgeschick und ein gewisses Maß an Ausdauer, dann ist diese Runde eine gute Herausforderung für dich. Die meisten Nächte verbringst du im Zelt oder übernachtest in Bothies, den schottischen Schutzhütten, da es entlang der Route kaum Unterkünfte gibt. Das alles macht das Abenteuer, das Gefühl, dem Alltag zu entfliehen und die Freiheit der Berge aus.

Unglaublicherweise meistern die schnellsten Bergläufer diese Herausforderung an einem einzigen Tag. Die Charlie Ramsay Round wurde als schottische Antwort auf die Bob Graham Round im englischen Lake District und die Paddy Buckley Round in Wales entwickelt. Wie der Name schon verrät, war das die Idee eines Mannes namens Charlie Ramsay. Als Grundlage nahm er die bereits existierende Tranter Round und erweiterte sie so, dass die Route mit den Big Rounds südlich der schottischen Grenze vergleichbar ist.

Der aktuelle Rekord wird von Finlay Wild gehalten. Er absolvierte die Runde am 31. August 2020 in erstaunlichen 14 Stunden und 42 Minuten. Die schnellste Frau, die die Runde bewältigt hat, ist Jasmin Parris, die am 18. Juni 2016, eine rasante Zeit von 16 Stunden und 13 Minuten aufstellte.

Mit den besten Chancen gehst du zweifellos im Sommer an den Start, wenn das Wetter am schönsten ist und die Tage lang sind. Denk aber daran, dass die wärmsten Monate von den fiesen Midges – kleinen Mücken, die überall hineinkriechen – beherrscht werden können. In einem solchen Jahr erweisen sich Mai oder September als die angenehmste Zeit. Es versteht sich von selbst, dass du extrem autark sein musst; du musst ein Zelt und viel Proviant tragen, um dich zu versorgen. Ein tragbarer Wasserfilter macht dir das Leben leichter, da er dir erlaubt, aus den vielen Gebirgsbächen entlang des Weges zu trinken. Das erspart dir viel Gewicht.

Ebenfalls wichtig im Rucksack sind ein Erste-Hilfe-Set, Mückenschutzmittel, Navigationshilfen mit analogen Ersatzgeräten (falls Akkus oder Batterien den Geist aufgeben), eine voll aufgeladene Powerbank, eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien, wasserdichte Stiefel, wasserdichte Kleidung und etwas Warmes zum Drunterziehen. Gamaschen können hilfreich sein, wenn du einen Fluss oder Bach überqueren musst. Sag jemandem Bescheid, auf welcher Route du unterwegs bist und schreibe einen Zeitplan auf. Schicke dieser Person regelmäßig eine Nachricht mit deinem Standort, wenn du Empfang hast. Die what3words-App ist ein gutes Hilfsmittel, falls du in einem Notfall der Bergrettung deinen Standort durchgeben musst.

Man ist sich uneins darüber, welche Richtung die bessere ist; einige gehen gerne im Uhrzeigersinn, mit den sanfteren Bergen in der zweiten Hälfte. In dieser Collection habe ich mich dafür entschieden, gegen den Uhrzeigersinn zu gehen: Ich beginne mit den Mamores und hebe den Ben Nevis für das Finale auf, als Hommage an Charlies Original. Außerdem bringst du so die längeren Tage durch die Mamores und den abgelegene Abschnitt nach Fersit früh hinter dich und sparst dir das härteste, höchste und spektakulärste Terrain als Paukenschlag für des Schluss auf. Es ist durchaus angebracht, den Ben Nevis als Höhepunkt am Ende der Spannungskurve zu platzieren.

Ich habe die Runde in sechs Abschnitte aufgeteilt. Die ersten drei sind länger, aber auf einfacherem Terrain und näher an der Zivilisation. Dabei versuche ich, so nah wie möglich an der Route der Läufer zu bleiben, mache aber gelegentlich einen Umwegfür etwas mehr Komfort. Du kannst auf der gesamten Strecke wild campen. Alternativ kannst du aber auch am Ende der ersten Etappe nach Kinlochleven absteigen oder zur Jugendherberge am Loch Ossian fahren, bevor du die Berge von Loch Treig in Angriff nimmst. Diese Optionen bieten zwar mehr Komfort, aber auch mehr Kilometer und erheblich mehr Höhenmeter. Auf der Strecke gibt es außerdem drei Bothies, in denen du Schutz suchen kannst.

Der Startpunkt, die Jugendherberge Glen Nevis, ist leicht von Fort William zu erreichen, das du mit dem Zug von Glasgow und Edinburgh anfahren kannst. Es ist sogar möglich, den Caledonian Sleeper Train von London zu nehmen, in dem du in der Nähe der englischen Hauptstadt einschlafen und in den majestätischen Highlands wieder aufwachen kannst. Die Bahnhöfe in Corrour und Tulloch ermöglichen einen Einstieg in der Mitte der Runde.

Mit dem Auto ist Fort William mindestens zweieinhalb Stunden von Glasgow und über drei Stunden von Edinburgh entfernt. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Inverness (etwa zwei Stunden mit dem Auto) und Glasgow.

Hier findest du die Bob Graham Round: komoot.com/collection/1045880

Und hier die Paddy Buckley Round: komoot.com/collection/1080334

Auf der Karte

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Touren & Highlights

  • Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende
    Schwer
    06:19
    16,2 km
    2,6 km/h
    1 370 m
    460 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der ersten Etappe durchqueren Sie die spektakulären westlichen Mamores. Am Ende haben Sie die Wahl zwischen wildem Camping (Coire nam Miseach ist die ideale Wahl) oder einem einfachen, aber langen Abstieg auf dem Weg der Stalker nach Kinlochleven.Von Anfang an sind Hügelbeine erforderlich, da die Etappe rund 1.400 m bergauf führt und somit ein großer Bergtag für erfahrene …

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  • Schwer
    08:31
    22,4 km
    2,6 km/h
    1 210 m
    1 810 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Rest der Mamores wird an einem Tag mit großen Hügeln angegangen, mit einem einschüchternden Aufstieg von 1.200 m und einem Knie, das 1.800 m Abstieg schlägt, um die Sache zu beenden. Wenn Sie die Option gewählt haben, in Kinlochleven zu starten, entspricht Ihr Gesamtaufstieg dem Abstiegsgrad hier.Solides Berghandwerk und Selbstversorgung sind Voraussetzungen, wenn Sie mit einem wilden Camp …

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  • Schwer
    08:18
    28,0 km
    3,4 km/h
    1 310 m
    1 400 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Wanderung von Meanach Bothy nach Fersit umfasst etwa 1.200 m Auf- und Abstieg. Es ist eine etwas längere Wanderung als die vorherige Etappe mit 29 km und durchquert viel abgelegeneres Gelände.Ein Großteil der Hochebene hat einen breiteren Charakter und ist oft weglos. Daher sind solide Navigationsfähigkeiten unerlässlich. Trotzdem ist das Gefühl der Abgeschiedenheit in einer so atemberaubenden Landschaft …

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  • Schwer
    04:17
    12,1 km
    2,8 km/h
    940 m
    720 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Ein Stück mundgerechte Wildnis. Dies ist die kürzeste Etappe der Runde, da Sie beginnen, sich mit der robusten Gray Corries-Reihe vertraut zu machen, bevor Sie zum Schutz des Lairig Leacach Bothy absteigen.Obwohl die Etappe weniger als 13 km lang ist, gibt es auf dem Weg über die beiden Munro-Gipfel von Stob a 'Choire Mheadhoin und Stob Corie Easain immer …

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  • Schwer
    06:03
    17,8 km
    2,9 km/h
    1 580 m
    1 180 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Hier ist ein herrlicher Bergtag. Die Durchquerung der Quarzitkammlinien der Gray Corries wartet. Abgelegener, rauer und höher als die Mamores, mit spektakulärem Blick auf die höchste Ebene des Landes, kommen lange Gratüberquerungen nicht viel besser.Es ist eine schwierige Route, an der sich hartgesottene Wanderer erfreuen werden, mit einem Aufstieg von fast 1.524 m und einer Länge von mehr als …

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  • Schwer
    05:31
    10,4 km
    1,9 km/h
    580 m
    1 400 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Höhepunkt der Charlie Ramsay-Runde ist Ben Nevis, der höchste Berg Großbritanniens. Auf der Überquerung des Càrn Mòr Dearg Arête gibt es vor Ihrer letzten Besteigung des Ben hervorragende Unterhaltung. Sobald Sie die Aussicht genossen haben, müssen Sie dem alten Pony Track zurück nach Glen Nevis folgen.Obwohl diese letzte Etappe weniger als 610 m (2.000 Fuß) Aufstieg umfasst, bedeutet …

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Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    107 km
  • Zeit
    38:58 Std
  • Höhenmeter
    6 990 m

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