Anette

Der Medebacher Bergweg – vier Etappen Natur pur

⛰🥾 Dominik 🥾⛰

Der Medebacher Bergweg – vier Etappen Natur pur

Wander-Collection von Anette

Sie wird Toskana des Sauerlandes genannt und auf dem Medebacher Bergweg kannst du ihre Schönheit hautnah erkunden: Die Medebacher Bucht ist ein von der Sonne verwöhntes Fleckchen Erde in der Mitte Deutschlands. Sie bezaubert mit ihrer Natur, denn das landwirtschaftlich schwer nutzbare Gebiet blieb von Flurbereinigungen verschont und dein Blick schweift über Weiden, Bergheide, Ginsterkuppen und Hecken. Heute ist sie europäisches Vogelschutzgebiet und beheimatet seltene Tier- und Pflanzenarten. Weiter nordöstlich liegen die Ausläufer des Rothaargebirges und das Waldecker Upland mit ihren beeindruckenden Wald- und Heidelandschaften. Hier verlässt du das weite Talbecken der Medebacher Bucht und steigst hinauf in eine großartige Mittelgebirgslandschaft mit herrlichen Ausblicken. Und immer wieder wanderst du durch kleine, liebevoll hergerichtete Orte mit Fachwerkhäusern und den von Blüten überbordenden Gärten.

Der zertifizierte Qualitäts-Wanderweg führt dich in vier Etappen von Medebach in einem großen Bogen um die Medebacher Bucht bis zu den Ausläufern des Rothaargebirges mit dem kahlen Pön (776 Meter) im Norden und wieder zurück nach Medebach. Auf dem rund 68 Kilometer langen Rundweg überwindest du knapp 1.500 Höhenmeter. Die Etappen sind so eingeteilt, dass du am jeweiligen Ziel eine Auswahl an gemütlichen Übernachtungsmöglichkeiten findest (medebach-touristik.de/de).

Auch Gastronomie findest du in allen Orten. Es ist dennoch empfehlenswert, ein Getränk und ein Picknick mitzunehmen, denn vielleicht hat der Gasthof gerade seinen Ruhetag, wenn du vorbeikommst.

Der Startpunkt, Medebach, liegt nicht an der Bahnstrecke, ist aber bequem mit dem Bus zu erreichen. Und auch zu den anderen Orten am Weg gelangst du einfach mit dem Bus, falls du lieber Tageswanderungen oder einen individuellen Zuschnitt deiner Etappen planst. Fahrplanauskünfte für die Verbindungen in Nordrhein-Westfalen findest du unter rlg-online.de, und die Verbindungen aus Hessen findest du unter nvv.de.

Der Medebacher Bergweg ist überraschend und schön. Wie geschaffen für ein entspanntes und verlängertes Wochenende.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    04:36
    16,9 km
    3,7 km/h
    240 m
    260 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Tagesetappe auf dem Medebacher Bergweg führt dich von Medebach nach Medelon. Dabei wanderst du in einem großen Bogen am Berghang des Wachtkopf vorbei und durch das Tal der Brühne bis zu deren Mündung in die Orke. Du hast dabei immer wieder eine weite Sicht in die wunderbare Medebacher Bucht. Durch den kleinen Ort Berge hindurch geht es zum Lückenkopf, der höchsten Stelle für heute, und dann wieder Richtung Norden bis zu deinem heutigen Ziel.

    Startpunkt ist die beeindruckende Kirche St. Peter und Paul in Medebach, eine der größten Pfarrkirchen des Sauerlandes. Da die Tour heute mit knapp 17 Kilometern nicht allzu lang ist, kannst du dir vor dem Start noch gut das Innere der Kirche mit den Altären, der Orgel und dem Taufstein ansehen. Anschließend verlässt du die Stadt Richtung Nordosten, um am Hang des Weddel nach Südosten abzubiegen. Sehr bald erreichst du das Tal der Brühne und folgst ihr bis zu ihrer Mündung in die Orke. Linkerhand erhebt sich der Wachtkopf mit seinen bewaldeten Hängen und nach rechts blickst du auf Medebach und die Medebacher Bucht.

    Sehr bald erreichst du den kleinen Ort Berge mit der barocken St. Johannes Kapelle. Ein idealer Ort für eine Pause und, wenn du magst, für eine Besichtigung der Kapelle. Sie ist grundsätzlich geöffnet und beherbergt zwölf Apostelbilder, die aus dem ehemaligen Kloster Glindfeld stammen.

    Frisch gestärkt wanderst du weiter bergauf zum Lückenkopf. Das ist für heute die höchste Stelle und die Aussicht auf das weite Land ist großartig. Nach einer kleinen Verschnaufpause geht es wieder bergab und in einem großen Bogen Richtung Norden. Von weitem siehst du bereits die Kirche St. Engelbert in Medelon, deinem Etappenziel für heute.

    Mittelschwer
    04:11
    14,3 km
    3,4 km/h
    470 m
    190 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die zweite Tagesetappe startet in Medelon, einem liebevoll hergerichteten Ortsteil von Medebach. Der Weg ist knapp 15 Kilometer lang und führt dich zuerst eine lange Strecke durch das schöne Tal der Orke. Später biegst du Richtung Norden ab und folgst den Wegen zum Rösberg. Er ist mit seinem steilen Anstieg eine kleine Herausforderung, aber der sich bietende Ausblick auf circa 770 Metern ist einfach überwältigend. Das heutige Ziel, Küstelberg, ist nicht mehr weit entfernt und du erreichst es über sanft abfallende Wege.

    Du startest heute in Medelon an der Orke, einem kleinen malerischen Ort, der bereits 1280 urkundlich erwähnt wurde. Da die heutige Tour nur etwa 15 Kilometer lang ist, nimmst du dir vielleicht noch Zeit, die neugotische Bruchsteinkirche aus dem Jahr 1910 oder das älteste Haus mit dem Namen Niggemes aus dem Jahr 1774 zu sehen. Es lohnt sich.

    Dann geht es los, und du folgst etwa sechs Kilometer der Orke. Das bezaubernde Orketal mit seinen Auen ist Naturschutzgebiet und Brutstätte für Eisvögel und Gebirgsstelzen. Das war nicht immer so, denn die Orke wurde erst mit dem europäischen LIFE-Projekt durch viele Maßnahmen wieder naturnäher gestaltet. Ein Ziel war die Durchgängigkeit des Gewässers, um Bachforellen, Bachneunaugen und Groppen einen Lebensraum zu bieten. Und Schwarzstörche sollen hier auch wieder brüten.

    Hinter der Deutmecke, einem kleinen Rinnsal, das in die Orke mündet, biegst du ab und beginnst den Aufstieg zum Rösberg. Du wanderst nun einen schönen Bergweg, der erst auf den letzten Metern ordentlich steil wird. Oben erwartet dich eine fantastische Aussicht und ein paar Bänke auf denen du eine Pause einlegen und die Gedanken schweifen lassen kannst. Die verbleibenden drei Kilometer bis zum Höhendorf Küstelberg, deinem heutigen Etappenziel, gehen leicht bergab und du kannst immer wieder die schönen Ausblicke genießen.

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  • Schwer
    05:53
    20,3 km
    3,5 km/h
    440 m
    630 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die dritte Tagesetappe startet in Küstelberg und folgt dem Dittelsbach über Deifeld nach Referinghausen. Dort biegst du in das Tal der wilden Aa ab und erreichst kurz darauf Titmaringhausen. Direkt beim Dorfausgang beginnt die Steigung zum hohen Pön und weiter zum kahlen Pön. Hier erwartet dich eine großartige Hochheidelandschaft mit fantastischen Blicken in das Umland. An klaren Tagen kann man sogar bis nach Kassel schauen. Durch Fichten- und Buchenwälder geht es dann auf schattigen Wegen weiter nach Düdinghausen mit seiner großen Kirche, die du schon von weitem sehen kannst. Du wirst heute gut 20 Kilometer gewandert sein und einiges an Höhenmetern überwunden haben.

    Bei deinem Start in Küstelberg kannst du noch einmal die Lage am Ostkamm des Rothaargebirges bewundern. Nach Westen hast du einen weiten Blick über das Land und im Osten siehst du den Schlossberg mit den drei Skiliften. Du verlässt den Ort in Richtung Nordosten und folgst dem Dittelsbach auf schönen Wegen bis nach Deifeld und weiter bis nach Referinghausen. Gleich am Eingang von Referinghausen wird dir eine Schautafel mit den Melkzeiten des Ortes auffallen. Sie gehört zur Referinghausens acht Milchstationen, mit denen das Örtchen über die regionale Besonderheit und die Wechselbeziehung von Milcherzeugung, Natur und Landschaft informiert.

    In Referinghausen mündet der Dittelsbach in die wilde Aa. Du folgst nun diesem kleinen Bach bis nach Titmaringhausen, dem nächsten der schönen Medebacher Ortsteile. Es liegt malerisch in einem tiefen Tal und sobald du es durchschritten hast, geht es steil bergauf Richtung Auf´m Knoll. Du bist nun vorwiegend im Wald unterwegs und von dem Aufstieg kannst du dich in relativer Einsamkeit bei der Schutzhütte Knoll mit einem schönen Blick ins Medebacher Land erholen. Nur ein paar Kilometer weiter findest du eine der wenigen Hütten mit Gastronomiebetrieb vor: Die Graf Stolberg Hütte hockt auf einem Kamm zu Füßen des kahlen Pön mit einer grandiosen Aussicht. Sie ist sehr beliebt und gelegentlich muss man mit Wartezeiten rechnen.

    Du folgst nun dem Weg weiter bergauf und erreichst bald den kahlen Pön mit seiner einzigartigen Heidelandschaft. Nimm dir die Zeit, die überwältigende Aussicht zu genießen. Vor dir im Tal liegt Usseln mit seinen grauen Schieferdächern und der Kilianskirche. Weiter westlich siehst du das Adorfer Land und an ganz klaren Tagen kannst du sogar Kassel erkennen. Aber auch die Heide selbst ist wunderschön. Vielleicht sind sogar die Heidelbeeren reif oder die Heide steht in voller Blüte.

    Am Südhang des Pön folgst du den einfachen Wegen weiter bis zur Kalied und dann bergab bis nach Düdinghausen. Dabei hast du immer wieder schöne Ausblicke in die umgebende Landschaft.

    Die große neugotische Kirche von Düdinghausen ist bereits von weitem zu erkennen. Das schöne Dorf ist heute dein Etappenziel.

    Mittelschwer
    04:28
    15,9 km
    3,6 km/h
    300 m
    370 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    In Düdinghausen beginnt deine vierte und letzte Etappe. Sie ist etwa 16 Kilometer lang und führt dich zuerst in einem großen Bogen durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet nach Oberschledorn und dann über eine kleine bewaldete Bergkette in das sehr schöne Tal der Harbecke vor den Toren Medebachs.

    Düdinghausen ist ein liebevoll hergerichtetes Bergdorf mit einem historischen Dorfkern und der denkmalgeschützten neugotischen Kirche. Die interessante Geschichte des Dorfes wird durch etwa 25 Häusertafeln erzählt, die dir die Besonderheiten dieses Ortes nahebringen.

    Auch geologisch hat der Ort einiges zu bieten und auf deinem heutigen Weg kommst du an einem von vier Steinbrüchen vorbei: Der Borghagen-Steinbruch am Dorfrand vermittelt einen spannenden Einblick in die erdgeschichtliche Entwicklung dieser Region.

    Bald führt dich der Weg durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet und nach gut sieben Kilometern erreichst du Oberschledorn, den größten Ortsteil von Medebach. Es ist ein sehr einladender Ort – etwa 800 Einwohner leben hier – mit einem schöne Ortskern, einem Kunst-Cafe und der Kirche St. Antonius. Sie ist seit 2017 eine Farbenglanzkirche in der die Besucher selbst eine Musik- und Lichtanlage bedienen und so das Gebäude in ein farbenfrohes Licht tauchen können.

    Du verlässt Oberschledorn in südlicher Richtung und wanderst nun auf einfachen Wegen über eine kleine bewaldete Bergkette und kannst immer wieder die wunderbare Aussicht genießen. Schließlich erreichst du das anmutige Tal der Harbecke mit seiner reizvollen Kulturlandschaft. Bis nach Medebach, dem Ziel dieser Etappe, ist es nun nicht mehr weit. In der alten Hansestadt findest du genügend Einkehrmöglichkeiten, um deine Wanderung in Ruhe ausklingen zu lassen.

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    67,4 km
  • Zeit
    19:08 Std
  • Höhenmeter
    1 460 m

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