Anette

Kellerwaldsteig – in acht Etappen durch ein Meer von Buchen

Heinrich Stürzl (CC BY-SA 3.0)

Kellerwaldsteig – in acht Etappen durch ein Meer von Buchen

Wander-Collection von Anette

Baden in einem Buchenmeer? Hört sich wunderbar an und ist es auch. Der Kellerwald im nordhessischen Mittelgebirge mit einem der größten zusammenhängenden Buchenwälder Deutschlands ist eines der besten Ziele dafür. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee breitet sich auf einer Fläche von 57 Quadratkilometern malerisch über Bergkuppen, Felsen, Schluchten, Bachtäler und Feldfluren aus. Die Laubwälder werden nicht mehr genutzt und dürfen sich wild weiterentwickeln, und an manchen Stellen prägen sie bereits einen urwaldähnlichen Charakter aus.

Der Nationalpark ist Teil des etwa 600 Quadratkilometer großen Naturparks Kellerwald-Edersee und auf dem 156 Kilometer langen Kellerwaldsteig findest du alle Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten des Naturparks Kellerwald-Edersee. Im Norden warten auf dich der Edersee und urige Krüppelwälder, im Zentralgebiet mit dem Nationalpark wanderst du unter riesigen Buchen mit teilweise bizarren Wuchsformen und der Süden bietet dir eine harmonische Abwechslung zwischen Wald-, Feld- und Wiesenfluren. Und immer wieder überraschen dich die weiten Blicke über das Waldecker Umland, vor allem vom Kellerwaldturm auf dem Wüstegarten (675 Meter), der höchsten Erhebung im Naturpark.

Es geht abwechselnd über breite und gut gepflegte Wanderwege oder über schmale und überwachsene Pfade. Am besten bist du dafür mit deinen festen Wanderschuhen ausgerüstet. Auch ein Picknick und ausreichend Getränke sollten zu deiner Ausstattung gehören, denn nicht bei jeder Etappe gibt es Einkehrmöglichkeiten. Oder sie haben vielleicht gerade Ruhetag, wenn du vorbeikommst.

Ich habe die komplette Route in acht Etappen aufgeteilt und noch eine weitere zusätzlich ausgearbeitet, die den Kellerwaldsteig in eine Nord- und eine Südhälfte aufteilt. So kannst du dich bequem für eine volle Wanderwoche oder ein verlängertes Wochenende entscheiden. In jedem Etappenziel findest du Unterkünfte, es empfiehlt sich jedoch immer, rechtzeitig zu reservieren (waldecker-land.de/planen-und-uebernachten/unterkuenfte.html ).

Ganz gleich, ob du die Mehrtageswanderung von Frankenau startest oder lieber Tagestouren bevorzugst: Für deine Anreise mit der Bahn bieten sich die Bahnhöfe Frankenberg/Eder, Korbach, Bad Wildungen oder Wabern an. Von dort geht es mit den Bussen oder Anrufsammeltaxen des Nordhessischen Verkehrsverbunds weiter (nvv.de).

Du hast nun eine wunderbare Auszeit vor dir und kannst den Alltag vergessen und die Seele baumeln lassen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:37
    19,8 km
    3,5 km/h
    430 m
    430 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Deine erste Etappe auf dem schönen Kellerwaldsteig startet in Frankenau und ist gut 20 Kilometer lang. Sie fordert dich mit ein paar kurzen aber steilen Anstiegen, belohnt dich dafür jedoch mit wunderbaren Aussichten.

    Der malerische kleine Ort Frankenau wird als Tor zum Nationalpark Kellerwald bezeichnet. Man vermutet, dass er bereits Anfang des 6. Jahrhunderts als Ackerbürgerstädtchen gegründet wurde. Heute ist Frankenau eines der Ferienzentren im Landkreis und ein anerkannter Erholungsort.

    Du verlässt Frankenau in nordwestlicher Richtung und triffst bald auf den Lengelbach. Durch das romantische Lengelbachtal geht es erst an der Lengel- und der Bärenmühle und dann an der Huhnsmühle vorbei. Bevor der Bach in die Eder mündet, steigst du auf zur spätmittelalterlichen Burg Hessenstein. Bereits 1922 wurde hier die erste Jugendherberge Hessens eingerichtet. Sie ist immer noch eine Jugendburg und Bildungsstätte und daher nicht öffentlich zu besichtigen. Aber die Lage ist großartig und entschädigt dich für den Aufstieg. Der weitere Weg führt dich recht nah an der nächsten Höhenburg vorbei, der Keseburg. Auch wenn sie heute nur noch eine Ruine ist, kann man doch gut erkennen, wie imposant sie einmal gewesen sein muss.

    Bei Ederbringhausen querst du die Eder und folgst nun dem schönen Tal der Orke bis zum Schloss Reckenberg. In der ersten Erwähnung von Reckenberg im Jahr 1350 war von einer Wasserburg die Rede. Übriggeblieben sind von ihr die beiden runden Ecktürme, die das heutige Herrenhaus flankieren. Dahinter liegen die Wirtschaftsgebäude und das Verwalterhaus eines Gutsbetriebes, der die gesamte Anlage betreibt.

    Bis nach Fürstenberg, deinem heutigen Etappenziel, ist es nun nicht mehr weit und du kannst in diesem angenehmen Ort den schönen Wandertag ausklingen lassen.

    Schwer
    06:34
    23,0 km
    3,5 km/h
    460 m
    640 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die ersten Kilometer der heutigen Wanderung führen dich zunächst über Wiesen und Weiden mit weiten Ausblicken über das Waldecker Land. Etwas später folgst du dem Tal der Mombeck durch ein schönes Waldgebiet und erreichst schließlich bei Herzhausen einen der größten Stauseen Deutschlands, den Edersee. Man vermutet, dass auf den umliegenden Höhen bereits in der Bronzezeit Menschen lebten, denn die Entdeckung zahlreicher Hügelgräber deutet darauf hin.

    Bei der beeindruckenden Ederbrücke beginnt der Stausee. Du befindest dich nun mitten im Nationalpark und umrundest den See auf der nördlichen Seite. Wenn du magst, entscheidest du dich bei der Ederbrücke für einen kleiner Abstecher zum 2008 eröffneten Nationalpark-Zentrum Kellerwald im Süden von Herzhausen.

    Der Kellerwaldsteig führt dich nun in nordöstlicher Richtung weiter. Zunächst mit einem sehr schönen Blick auf das Ederseeufer bei Herzhausen und dann auf und ab durch den wunderbaren Kellerwald mit seinem alten Baumbestand. Manchmal ist der Weg etwas steil, aber die Ausblicke sind unvergleichlich und lohnen sich immer.

    Bei Asel gab es vor dem Staumauerbau etwa 30 Bauernhöfe. Die Bevölkerung wurde umgesiedelt und heute ist kaum noch etwas vom ursprünglichen Ort zu sehen. Außer der Aseler-Brücke. Sie ist das am besten erhaltene Bauwerk des alten Edertals. Vielleicht hast du Glück und kannst sie sehen, denn sie taucht bei einem geringen Wasserstand wieder auf.

    Einige Kilometer weiter, in Basdorf, lohnt sich ein Besuch der kleinen Kirche und des benachbarten Gerichtsplatzes mit der 1527 gepflanzten Gerichtslinde.

    In der Nähe deines heutigen Etappenziels siehst du eine weitere Spur des Edersee-Atlantis, den kleinen, versunkenen Kirchturm von Nieder-Werbe. Auch wenn der Turm ein Nachbau ist, erinnert er doch eindrücklich an die großen Veränderungen für Mensch und Natur beim Staumauerbau.

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  • Schwer
    05:14
    18,1 km
    3,5 km/h
    460 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Im Verlauf der heutigen Etappe wird der Kellerwaldsteig immer wieder auf den Urwaldsteig (komoot.de/collection/495) treffen, wo du auf schmalen Pfaden durch Wälder mit alten knorrigen Buchen und Eichen wanderst.

    Auch heute geht es wieder auf und ab und einer der höchsten Orte ist das Schloss Waldeck am nordöstlichen Rand des Edersees. Es liegt etwa 120 Meter über dem Edersee und der Blick von dort ist einzigartig. Die Anlage ist im 11. Jahrhundert angelegt worden und diente den Grafen von Waldeck als Festung. Seit 1920 ist sie in öffentlicher Hand und ein Besuch des Museums lohnt sich.

    Der Weg führt dich nun weiter in südlicher Richtung zu einem weiteren Ort mit einer grandiosen Aussicht, der Kanzel. Ein wunderbarer Ort für eine kleine Pause und ein Picknick. Etwas weiter auf dem Kellerwaldsteig hast du den nächsten fantastischen Blick, nun auf die Staumauer des Edersees.

    Der Bau der 48 Meter hohen Staumauer erfolgte von 1908 bis 1914. Im Mai 1943 wurde sie durch eine Fliegerbombe sehr stark beschädigt. Eine sechs bis acht Meter hohe Flutwelle ergoss sich daraufhin in das untere Edertal, riss Häuser, Fabriken, Straßen und Brücken mit sich und verwandelte die Täler der unteren Eder in Seen. Die Mauer wurde noch im selben Jahr wieder aufgebaut.

    Du verlässt nun den Edersee und wanderst weiter Richtung Süden nach Kleinern, zu deinem heutigen Etappenziel. Es ist ein zauberhafter kleiner Ort, eingebettet in das Wesebachtal und mit einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert und dem Dorfbrunnen von 1904.

    Schwer
    05:36
    20,3 km
    3,6 km/h
    400 m
    290 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute verlässt du das Kerngebiet des Nationalparks und wanderst nun überwiegend durch Wald-, Feld- und Wiesenfluren. Von Kleinern folgst du dem Wesebach bis du in Gellershausen auf den Dreisbach triffst. Du folgst ihm ein kurzes Stück und steigst dann hinauf zum Paradies. Bevor du es erreichst, hast du einen schönen Blick in das Dreisbachtal und darüber hinaus weit über das Waldecker Land.

    Kurz darauf erreichst du das Naturschutzgebiet Paradies mit seinen imposanten alten Bäumen. Der Name stammt wahrscheinlich vom parkartigen Aussehen des ehemaligen Hutewaldes. In einen Hutewald, überwiegend von Buchen und Eichen bestanden, wurden früher zur Herbstzeit die Dorfschweine getrieben, damit sie sich den Winterspeck anfressen konnten. Dorfschweine sieht man hier heute nicht mehr, aber viele der alten Bäume stehen noch. Doch man sieht auch deutlich den Verfall des alten Bestandes, obgleich man hier im Paradies versucht, viele der alten Riesen durch Freistellen zu retten. Ein Besuch mit einer kleinen Runde über die teilweise schmalen und verwilderten Pfade lohnt sich.

    Im Verlauf der Wanderung kommst du bald am nächsten Hutewald vorbei. Auch dieser Wald, er heißt Halloh, ist mit seinen alten Bäumen und der einzigartigen Stimmung einen kleinen Abstecher wert.

    Wenig später hast du Hüddingen erreicht, ein kleiner von Wald umgebener Ort mit einer hübschen Kirche. Man vermutet, dass sie eine der ältesten Kirchen im Gebiet der Eder ist.

    Von Hüddingen aus wanderst du weiter durch den schönen Kellerwald nach Odershausen, deinem Etappenziel für heute. Nimm dir noch ein wenig Zeit für das Lebendige Museum, wo ein örtlicher Verein die alten Zeiten zum Leben erweckt hat. An Aktionstagen kannst du hier Vorführungen von alten handwerklichen Tätigkeiten sehen.

    Schwer
    06:14
    22,7 km
    3,6 km/h
    320 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Du verlässt Odershausen und wanderst zunächst einige Kilometer durch Feld- und Wiesenflure, bevor du wieder in den Kellerwald eintauchst. Auf dieser Teilstrecke findest du die seltenen Süntel-Buchen, eine Variante der Rotbuche. Sie wachsen mehr in die Breite als in die Höhe und bilden mit ihren herabhängenden Zweigen zeltähnliche Kronen aus. Die Stämme sind drehwüchsig und die Äste sind miteinander verdreht oder verwachsen. Sehr sehenswert.

    Bald triffst du auf das Tal der Urff. Du begleitest den Bach an den kleinen Orten Armsfeld und Fischbach vorbei und erreichst schließlich das ehemalige Bergmannsdorf Bergfreiheit. Neben der schönen Fachwerkkirche kannst du auch ein ehemaliges Kupfererzbergwerk besichtigen. Und du wirst unweigerlich Schneewittchen und die sieben Zwerge treffen. Die wohnen nämlich hier. Märchenfreunden ist der Ort deshalb auch als Schneewittchen-Dorf bekannt.

    Der weitere Weg bis zu deinem Etappenziel führt nun wieder überwiegend durch den schönen Kellerwald. Kurz vor Bad Zwesten wird dir am Wegrand eine elegante lebensgroße Figur aus Lärchenholz auffallen. Diese schöne Überraschung hält ein Kunstpfad der Stiftung ArsNatura bereit, der hier abschnittsweise parallel zum Kellerwaldsteig verläuft.

    Kurz darauf erreichst du das Ziel deiner heutigen Etappe. Bad Zwesten ist ein gemütlicher kleiner Kurort in den östlichen Ausläufern des Kellerwaldes mit charmanten Fachwerkhäusern und einem ehemaligen Schloss. Hier kannst du noch ein wenig bummeln und in einer der schönen Kuranlagen die Wanderung ausklingen lassen.

    Schwer
    05:32
    18,8 km
    3,4 km/h
    560 m
    500 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Bad Zwesten liegt im Tal der Schwalm und während du den Ort verlässt, kannst du weit in das fruchtbare, landwirtschaftlich intensiv genutzte Tal schauen.

    Bereits nach etwa drei Kilometern erreichst du die Ruine der Burg Löwenstein, deren Bergfried 2001/2002 saniert und mit einer Treppe sowie einem Dach versehen wurde. Der Ausblick von dort oben auf das Tal der Schwalm und den Kellerwald ist großartig. Unterhalb der Burgruine wanderst du am kleinen Oberurffer See entlang und betrittst kurze Zeit später den Wald, der dem Naturpark seinen Namen gab, den Kellerwald.

    Nach etwa fünf Kilometern und 400 Höhenmetern erreichst du den Wüstegarten. Er ist mit 675 Metern der höchste Punkt des Naturparks Kellerwald-Edersee. Hier steht der 2004 eröffnete, in Holzbauweise errichtete Kellerwaldturm. Die Aussicht von der Plattform ist sensationell, an manchen Tagen kannst du sogar den Brocken im Harz oder den großen Feldberg im Taunus erkennen. Am Fuß des Turms lässt es sich wunderbar rasten.

    Etwas unterhalb des Wüstegartens werden dir mehrere große Felsen auffallen. Diese Gesteinsformationen durchziehen Teile des Bergkamms und bestehen aus Quarzit. Einer davon ist der Exhelmer Stein. Er ist mit einem Gipfelkreuz versehen und man kann ihn besteigen.

    Bis zum heutigen Etappenziel geht es nun sanft bergab bis zum fruchtbaren Tal der Gilsa. Densberg mit seiner denkmalgeschützten Kirche und den schönen Fachwerkhäusern ist bereits zu sehen. In diesem idyllischen Ort kannst du der Wanderung und den vielen Eindrücken noch einmal nachspüren.

    Schwer
    05:26
    19,2 km
    3,5 km/h
    500 m
    290 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von Densberg aus geht es heute zunächst Richtung Süden und dann in einem großen Bogen nach Norden. Die ersten Kilometer führen dich auf den Höhenzug Hemberg mit den weitläufigen Wäldern.

    Am Fuß des Hundskopfs, einer charakteristischen Erhebung der heutigen Tour, entspringt die Helenenquelle. Hier beginnt das Naturschutzgebiet Sondertal mit seinem urigen Schluchtwald. Da der Wald sich selbst überlassen wird, ist er stellenweise bereits urwaldartig und zur richtigen Zeit siehst du hier seltene Schmetterlinge.

    Etwas weiter liegt die Burgruine Schönstein malerisch auf einem Bergsporn über dem Gilsatal. Im Schatten der imposanten Ruine lässt es sich wunderbarer rasten und picknicken. In einem kleinen Bogen geht es nun am nördlichen Rand des Gilsatals weiter, immer mit Blick auf die südlich liegende Kulturlandschaft mit ihren Feld- und Wiesenfluren.

    Kurz bevor es wieder in den Wald geht, wird dir ein prächtiger Baumriese auffallen. Die mehrere hundert Jahre alte Eiche ist ein registriertes Naturdenkmal und mit ihrem Stammumfang von mehr als acht Metern ein beeindruckender Zeitzeuge.

    Nun geht es weiter Richtung Norden bis nach Battenhausen. Der Weg führt auf einfachen Wegen überwiegend durch ausgedehnten Buchenwald.

    Battenhausen, das Ziel deiner heutigen Etappe, ist das höchstgelegene Dorf im Kellerwald. Es liegt unterhalb des hohen Lohr – und es gibt hier tatsächlich Wintersport. Aber auch ohne Schnee lässt sich der Aufenthalt in diesem kleinen und charmanten Ort genießen.

    Schwer
    05:22
    19,4 km
    3,6 km/h
    310 m
    400 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine letzte Etappe startet in Battenhausen und führt dich zunächst weiter durch den berühmten Buchenwald. Nach etwa fünf Kilometern öffnet sich vor dir das Tal der Wohra und du blickst auf die beeindruckende Klosteranlage von Haina. Das ehemalige Zisterzienserkloster ist unbedingt einen Besuch wert, zählt es doch zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Frühgotik in Deutschland.

    Du verlässt Haina in nördlicher Richtung und findest dich gleich auf einem kurzen Stück eines sehr schön konzipierten und hergerichteten Waldlehrpfads wieder. Wenn du magst, folgst du ihm eine kleine Strecke, bevor du wieder zurück auf den Kellerwaldsteig kommst.

    Immer weiter geht es Richtung Norden durch ausgedehnte Wälder bis nach Löhlbach. Auf dieser Strecke kommst du auch durch Wirtschaftswald und an manchen Stellen siehst du abgeerntete Flächen oder Aufforstungen.

    Löhlbach wird vom Kellerwaldsteig wortwörtlich links liegen gelassen. Aber du kannst natürlich deine Tour ein wenig anpassen und mitten durch das Dorf wandern. Dich erwartet viel Fachwerk, selbst die Kirche schmückt sich damit, und die Möglichkeit, deinen Proviant ein wenig aufzustocken.

    Der Wesebach ist dein Begleiter aus dem Ort heraus und du folgst ihm durch das immer enger werdende Tal. Nach ein paar Kilometern biegst du nach Westen ab und querst ein kleines Waldgebiet. Vor dir liegt jetzt das Tal von Frankenau mit seinen Feld- und Wiesenfluren. Der Blick ist wunderbar und weit.

    Du erreichst nun Frankenau und deine Wanderung auf dem Kellerwaldsteig ist hier zu Ende. Du hast eine großartige Landschaft erwandert und in einem Meer von Buchen gebadet. Nimm dir noch etwas Zeit und lass die Wanderung in Ruhe an diesem schönen Ort ausklingen.

    Schwer
    05:17
    23,0 km
    4,4 km/h
    620 m
    440 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Diese Route kann statt der vierten Etappe gewählt werden, wenn du nur die Nordschleife des Kellerwaldsteigs erwandern möchtest. Für ein langes Wochenende ist das perfekt, denn mit deinem heutigen Ziel erreichst du nach einer wunderbaren Wanderung wieder Frankenau, deinen Ausgangspunkt.

    Du wanderst heute überwiegend durch Wald-, Feld- und Wiesenfluren. Sehr schöne Ausblicke in das Dreisbachtal und über das Waldecker Land erwarten dich. Bald darauf erreichst du das Paradies, einen ehemaligen Hutewald, wo sich früher zur Herbstzeit die Dorfschweine ihren Winterspeck anfressen durften. Und kurz danach kommst du schon am nächsten Hutewald vorbei. Auch dieser Wald, er heißt Halloh, ist mit seinen alten Bäumen und der einzigartigen Stimmung einen kleinen Abstecher wert.

    Bald hast du Hüddingen erreicht, ein kleiner, von Wald umgebener Ort mit einer hübschen Kirche. Man vermutet, dass sie eine der ältesten Kirchen im Gebiet der Eder ist. Hier verlässt du die Kellerwaldsteig-Hauptroute und folgst der Alternativroute bis nach Frebershausen, einem freundlichen kleinen Ort, eingebettet in das Wesetal und von alten Obstbaumbeständen umgeben.

    Du befindest dich nun wieder im Kerngebiet des Kellerwaldes und steigst hinauf zum Quernst. Dort oben erwarten dich eine wunderbare Aussicht und die kleine Quernst-Kapelle, die anstelle der alten Quernst-Kirche gebaut wurde. Ein schöner Platz zum Rasten und zum Innehalten.

    Vom Quernst geht es zuerst durch Wald und dann über Felder und Wiesen bis nach Frankenau. Du bist nun am Ziel deiner Wanderung. Und wenn du magst, nimmst du dir noch etwas Zeit und lässt den Tag an diesem schönen Ort langsam ausklingen.

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Collection Statistik

  • Touren
    9
  • Distanz
    184 km
  • Zeit
    50:51 Std
  • Höhenmeter
    4 070 m

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