Jesko von Werthern

Vier-Flüsse-Tour – Hessischer Radfernweg R2

Didi

Vier-Flüsse-Tour – Hessischer Radfernweg R2

Fahrrad-Collection von Jesko von Werthern
2-4 Tage
3-6 Std / Tag
202 km
1 530 m
1 650 m

Auf dem Hessischen Radfernweg R2 erlebst du eine Reise über Fluss-Radwege und verkehrsarme Straßen quer durch das gesamte Bundesland Hessen. Dabei erkundest du neben den vier namensgebenden Flüssen Lahn, Fulda, Lüder und Lauter unter anderem das Rothaargebirge und den Vogelsberg. Du streifst durch zahlreiche typisch hessische Fachwerkdörfer und legst auch viele Kilometer durch weiträumige Wald- und Wiesenlandschaften zurück.

Der R2 ist zu etwa 80 Prozent asphaltiert und eignet sich perfekt für Tourenräder, kann aber natürlich auch mit etwas breiter bereiften Rennrädern oder Gravelbikes befahren werden. Eine gewisse Grundfitness solltest du mitbringen, um die Mittelgebirgs-Passagen auf den Etappen 2 und 3 genießen zu können. Die Anstiege sind allerdings nie sehr steil.

Meistens geht es über flussnahe Radwege, ab und zu auch über Straßen – vermehrt gegen Ende auf dem südlichen Teil der Route. Da du immer wieder an Bahnhöfen vorbeikommst, kannst du natürlich nach Belieben auch nur Teilstücke herauspicken oder die Strecke mit anderen Radwegen kombinieren.

Ich habe die 202 Kilometer lange Tour für dich in drei Tagesetappen aufgeteilt, die jeweils in Städten mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten enden. So musst du dich um nichts weiter als Anreise und Unterkünfte kümmern und kannst zum Beispiel ein langes Wochenende auf der Route verbringen. Der Startpunkt Bad Laasphe ist unter anderem von Marburg aus gut mit der Bahn zu erreichen.

In Hessen gibt es ein weit verzweigtes Netz aus Radwegen, darunter neun verschiedene offizielle Radfernwege. Diese durchnummerierten Wege sind an verschiedenen Stellen miteinander verknüpft und können so frei kombiniert werden. Teilweise überschneiden sie sich auch mit anderen Radwegen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    04:06
    69,1 km
    16,9 km/h
    330 m
    410 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Deine Vier-Flüsse-Tour beginnt an der hessischen Landesgrenze zwischen Bad Laasphe und Wallau. Nicht weit von hier, im nordrhein-westfälischen Teil des Rothaargebirges, entspringt die Lahn aus dem Lahntopf. Das ist keine klassische Quelle, sondern ein Quellteich. Ein Abstecher lohnt sich unbedingt, wenn du genug Zeit mitgebracht hast. Auch die Sieg entspringt in unmittelbarer Nähe, wir befinden uns somit auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser.

    Du folgst zunächst der noch sehr jungen Lahn flussabwärts und erreichst bald Biedenkopf. In diesem hübschen nordhessischen Ort kannst du zum Beispiel ein leckeres Eis essen oder einen Kaffee trinken und dabei die historischen Fachwerkhäuser bewundern.

    Bei Cölbe mündet die Ohm in die Lahn. Die Strecke wendet sich nun der Ohm zu und folgt dieser ein Stück flussaufwärts. Nicht weit von hier gelangst du dann an die idyllische Hainmühle. An der Ohm gibt es übrigens auch noch andere historische Mühlen zu entdecken.

    Ein trauriges, aber wichtiges Mahnmal ist die Gedenkstätte für das KZ-Außenlager Münchmühle. Hier wurden rund 1.000 Häftlinge von den Nationalsozialisten zur Zwangsarbeit in einer Sprengstofffabrik gezwungen. Eine Gelegenheit, um mal innezuhalten.

    In Stadtallendorf gibt es im Gegensatz zum Etappenziel in Neustadt eine größere Auswahl an Hotels. Wenn dir also der Sinn nach etwas Luxus steht, ist es eine Überlegung wert, den Tag bereits hier zu beenden. Hinter Stadtallendorf wartet die einzige längere Steigung der Etappe. Sehr steil wird es hier allerdings nicht.

    Das eigentliche Tagesziel erreichst du dann in Neustadt am größten Fachwerk-Rundbau der Welt, dem Junker-Hansen-Turm. Hier in Neustadt steht auch das spätgotische Schloss Dornberg. In diesem Ort an der Wiera gibt es zwar keine Hotels, doch es stehen zum Beispiel verschiedene Pensionen zur Auswahl.

    Schwer
    04:30
    71,4 km
    15,8 km/h
    640 m
    640 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Heute warten gleich mehrere typisch hessische Fachwerkstädte auf deinen Besuch. Die zweite Etappe ist dabei deutlich hügeliger als die erste. Gleich zu Beginn liegt ein etwas steilerer Anstieg zwischen Neustadt und Willingshausen.

    Nun befindest du dich an der Antrift. Bei Seibelsdorf wurde diese zu einer Talsperre gestaut. Die Route verläuft genau über die Staumauer und entlang des Ufers, du hast also genug Gelegenheit, dieses Naherholungsgebiet zu genießen. Außerdem gibt es hier ein Seerestaurant mit Biergarten, das zu einer Pause einlädt.

    Der nächste größere Ort ist Alsfeld mit seiner bekannten historischen Altstadt. Kurz nachdem du den Bahnhof passiert hast, befindet sich der sehenswerte Ortskern nur wenige hundert Meter links von dir. Gelegenheiten für eine Mittagsrast gibt es hier im Ort sehr viele. Nachdem du einige Kilometer der Schwalm gefolgt bist, geht es nun über die Höhenzüge des Vogelsbergs nach Lauterbach, wo Anschluss zum Vulkanradweg besteht.

    An der Lauter liegt die unter Denkmalschutz stehende Burgruine Wartenberg aus der Stauferzeit. Auf deinem weiteren Weg Richtung Fulda durchfährst du außerdem Bad Salzschlirf und Großenlüder.

    Das heutige Etappenziel Fulda ist die größte Stadt an der Strecke. Hier kannst du unter anderem den eindrucksvollen Dom bestaunen. In Fulda kannst du locker einen ganzen Tag verbringen und du hättest noch nicht alles Sehenswerte entdeckt. Wenn du die Zeit hast, bietet sich ein ausgedehnter Abendspaziergang durch die Altstadt an.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Schwer
    03:52
    61,0 km
    15,8 km/h
    560 m
    600 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Etappe auf deiner Reise durch Hessen steht an. Du verlässt Fulda und folgst dem gleichnamigen Fluss südwärts.

    In Fulda gab es schon eine ganze Menge interessanter historischer Gebäude zu sehen, aber auch auf den ersten Kilometern aus der Stadt heraus lohnt es sich, anzuhalten. Bei Johannesberg liegt direkt an der Route das gleichnamige und sehr beeindruckende Barockschloss.

    Wenn dir das Gebäude gefällt, ist ein Abstecher zur nahe gelegenen Fasanerie in Eichenzell definitiv auch empfehlenswert. Das Schloss aus dem 18. Jahrhundert gilt als schönstes Barockschloss Hessens und wird nach dem ehemaligen Fuldaer Fürstabt Adolph von Dalberg auch Adolphseck genannt.

    Bei Schmalnau verlässt du schließlich die Fulda und es wird ein letztes Mal etwas hügeliger. Du bist mittlerweile in der hessischen Rhön und kommst immer wieder durch hübsche kleine Orte wie Uttrichshausen und Heubach. Kurz hinter Heubach wird der höchste Punkt erreicht. Dann folgt eine schnelle Abfahrt über Ziegelhütte nach Oberzell im Tal der Schmalen Sinn.

    Bei Zeitlofs wird dann die echte Sinn erreicht. Nun ist es nicht mehr weit bis zur bayerischen Grenze und damit dem Ende der Tour am Hof Dittenbrunn. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Jossa und Obersinn. Von dort gelangst du mit dem Zug bequem etwa nach Bamberg oder Würzburg.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    202 km
  • Zeit
    12:29 Std
  • Höhenmeter
    1 530 m1 650 m

Dir gefällt vielleicht auch

Jesko von Werthern

Vier-Flüsse-Tour – Hessischer Radfernweg R2