Jesko von Werthern

Nordhessenroute – Hessischer Radfernweg R5

Micha

Nordhessenroute – Hessischer Radfernweg R5

Fahrrad-Collection von Jesko von Werthern
3-5 Tage
3-5 Std / Tag
239 km
2 160 m
2 580 m

Ein bergiges Profil und viele mittelalterliche Stadtkerne mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern erwarten dich auf deiner Reise quer durch Nordhessen, vom Sauerland an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen bis nach Thüringen. Der mächtige Edersee, der Kellerwald, das Knüllgebirge und das Fuldatal sind nur einige der faszinierenden Naturräume, die du auf deiner Fahrt entdecken wirst. Der gut ausgeschilderte Radweg ist nach den größten Flüssen, die du besuchst, auch unter dem Namen „Nordhessenroute Eder-Fulda-Werra“ bekannt. Er führt dich durch unberührte Natur, blühende Felder und tiefe Wälder. Dabei passierst du in regelmäßigen Abständen immer wieder malerische Ortschaften. Um die Verpflegung musst du dir also keine Sorgen machen.

Zwischen dem Startpunkt bei Willingen und dem Zielort Wanfried liegen 239 Kilometer Radstrecke, die ich für dich in vier Tagesetappen aufgeteilt habe. Die Etappen sind jeweils zwischen 50 und 70 Kilometer lang. Alle Teilstücke enden in Orten mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. So kannst du dich unbeschwert auf die Reise durch Nordhessen machen und zum Beispiel ein verlängertes Wochenende genießen.

Der R5 ist hügeliger als die meisten anderen Hessischen Radfernwege und stellt entsprechende Ansprüche an dich und dein Fahrrad. Neben langen Asphaltstücken und Straßen geht es auch immer wieder über geschotterte Waldwege. Ein klassisches Tourenrad oder auch ein Gravelbike bieten sich für diese Tour an. Außerdem überwindest du unterwegs einige Höhenmeter, weshalb eine gewisse Grundfitness sicher von Vorteil ist. Natürlich kannst du auch immer nur Teilstrecken fahren oder die Etappenlänge flexibel einkürzen. An der Strecke liegen schließlich mehrere Bahnhöfe.

In Hessen gibt es ein weit verzweigtes Netz aus Radwegen, darunter neun verschiedene offizielle Radfernwege. Diese durchnummerierten Wege sind an verschiedenen Stellen miteinander verknüpft und können so frei kombiniert werden. Teilweise überschneiden sie sich auch mit anderen Radwegen. Den Ausgangsort Willingen erreichst du bequem mit der Bahn aus Richtung Brilon oder Marburg. Der Zielort Wanfried hat zwar keinen eigenen Zuganschluss, es sind von dort jedoch nur zehn Kilometer zum Bahnhof in Eschwege, der übrigens auch an der Route liegt.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    03:19
    51,1 km
    15,4 km/h
    500 m
    840 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Los geht es im Hessischen Upland an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Du befindest dich hier im Sauerland. Es geht tendenziell bergab, auch wenn immer wieder kleinere Gegenanstiege auf deinem Weg liegen. So kommen auf gut 50 Kilometern immerhin 500 Höhenmeter zusammen.

    Gleich nach wenigen Metern erreichst du den bekannten Wintersportort Willingen. Sowohl Skisprung- als auch Biathlon-Wettbewerbe finden hier im Winter statt. Die Skilifte am Hang bezeugen das auch im Sommer. Es gibt hier sogar eine Sommerrodelbahn. Mountainbikern dürfte Willingen ebenfalls ein Begriff sein. Nicht umsonst ist der örtliche Bikepark überregional bekannt.

    Auf den nächsten Kilometern durchstreifst du das wunderschöne Nordhessische Bergland und kommst in den Genuss vieler Weitblicke über die waldreiche Landschaft. Die erste und einzige größere Stadt auf deinem heutigen Weg ist Korbach, das südlich gestreift wird. Ein Abstecher in die Altstadt ist kein großer Umweg, wenn du hier beispielsweise eine Mittagsrast einlegen oder einfach den Ortskern sehen möchtest. Wie in Hessen üblich besticht die Altstadt nämlich mit vielen schönen Fachwerkhäusern. Was man hier allerdings nicht unbedingt vermuten würde: Korbach ist eine Hansestadt.

    Ab Korbach folgt der Radweg der Trasse der ehemaligen Ederseebahn. Die Streckenführung der Trasse vermeidet wie die meisten Bahnradwege die steilsten Steigungen, was jeden Radfahrer freut. Durch den Nationalpark Kellerwald erreichst du den mächtigen Edersee. Die Etappe endet direkt am Ufer in Herzhausen. Hier wird der Edersee von sowohl Itter als auch Eder gespeist. Der See liegt bei Ausflüglern hoch im Kurs, entsprechend viele Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätze gibt es hier.

    Schwer
    04:47
    66,1 km
    13,8 km/h
    690 m
    740 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Nachdem du am Ende der ersten Etappe schon ein bisschen vom Edersee gesehen hast, gibt es heute das volle Programm. Du folgst für beinahe 30 Kilometer seinem gesamten Südufer. Dabei bieten sich dir immer wieder spektakuläre Aussichten aufs Wasser. Obwohl du immer in Ufernähe unterwegs bist, ist es hier alles andere als flach. Wenn der Wasserstand niedrig ist, tauchen übrigens sonst vom See überflutete Relikte wieder auf. Beim winzigen Asel-Süd mit nur 14 Einwohnern gibt es je nach Wasserstand ein besonderes Highlight zu sehen. Die hiesige Brücke ist eigentlich überflutet, kann aber bei Niedrigwasser, wenn die Eder in ihrem alten Bett fließt, wieder genutzt werden.

    Nach einigem Auf und Ab erreichst du den Ort Edersee und kurz darauf einen weiteren, kleineren Stausee. Du fährst am Stausee von Affoldern zwischen Schienen und dem Ufer entlang. Auf den Schienen kann dir durchaus eine Draisine begegnen. Dann folgst du der Eder nach Bad Wildungen.

    Vorbei am Bahnhof erreichst du das Zentrum. Wie in Hessen üblich hat auch Bad Wildungen eine Altstadt mit einigen gut erhaltenen Fachwerkhäusern zu bieten. In der Kurstadt kannst du eine schöne Pause machen. Pack am besten genug Proviant und Wasser ein, denn nun wartet ein ernsthafter, langer Anstieg auf dich. Noch im Ort wird es steil. Die Straße „Am Langen Rod“ führt dich schnurstracks hinauf nach Odershausen. Danach rollst du zwar hinab in eine Senke nach Braunau, doch noch ist die Kletterei im Kellerwald nicht ganz vorbei. Es geht auf den Lennkopf, die höchste Erhebung dieser Etappe.

    In der Abfahrt liegt der Ort Bergfreiheit und genau die gilt es jetzt zu genießen. Bis zum Etappenziel an der Schwalm geht es nämlich nur noch bergab. Du rollst das Urfftal hinab und kommst dabei an einigen Fischteichen vorbei. Im Luftkurort Bad Zwesten hast du die Wahl zwischen verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten.

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  • Schwer
    04:06
    67,0 km
    16,3 km/h
    490 m
    500 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Du lässt den Kellerwald hinter dir und bewegst dich auf die Fulda zu. Dabei will das dünn besiedelte und waldreiche Knüllgebirge überquert werden. Doch zuerst folgst du der Schwalm bis nach Borken. Der Ort wird von mehreren idyllischen Seen eingerahmt.

    Über die ersten kleineren Anstiege des Tages erreichst du die Efze und kurz darauf den größten Ort der heutigen Etappe, Homberg. In der mittelalterlichen Stadt gibt es viele historische und gut erhaltene Gebäude zu sehen. Dafür musst du keinen Umweg einplanen, denn der Radweg führt dich mitten durch das Ortszentrum.

    Nun folgst du der Efze hinauf ins Knüllgebirge. In Remsfeld verlässt du ihr Ufer und der ernste Teil des Anstiegs steht an. Der Scheitelpunkt liegt auf der Autobahnbrücke, mit der du die A7 überquerst. Dahinter geht es hinab zur Fulda. Nur noch ein kleinerer Anstieg will bewältigt werden, der Rest der Etappe ist flach.

    Das Etappenziel Rotenburg hat, wie du es mittlerweile in Hessen gewohnt bist, eine sehenswerte Altstadt zu bieten. Hier gibt es neben traditionellen Übernachtungsmöglichkeiten wie Hotels und Pensionen auch einen Campingplatz.

    Schwer
    03:31
    54,5 km
    15,5 km/h
    490 m
    500 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Auf der letzten Etappe des Hessischen Radfernwegs R5 geht es noch einmal zur Sache. Zwei längere Anstiege warten heute auf deinem Weg. Nach der Durchfahrt von Schwarzenhasel wird es ernst. Die Steigungsprozente schnellen in die Höhe und liegen merklich im zweistelligen Bereich. Die zweite Hälfte des Anstiegs ist dann weniger steil und du wirst mit einer herrlichen Abfahrt belohnt.

    Das malerische Sontra liegt im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und hat natürlich eine hübsche Altstadt mit historischen Fachwerkhäusern zu bieten. Du fährst mitten durch den Ort, kannst dir also ohne Umwege eine Pause gönnen. Zwischen Reichensachsen und Eschwege bewältigst du einen letzten langen Anstieg hinauf zum Segelflugplatz. Ganz so steil und lang wie der letzte ist er allerdings nicht. Am Ende dieser Abfahrt wartet der Ort Eschwege.

    In Eschwege triffst du auf die Werra, die dich zum Ausrollen flach ins Etappenziel führen wird. Deine Fahrt auf dem Hessischen Radfernweg R5 endet in Wanfried an der thüringischen Landesgrenze. Um die Fahrt durch so viele historische Orte perfekt zu machen, gibt es auch in Wanfried viele alte Fachwerkhäuser zu bestaunen. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Eschwege. Natürlich kannst du auch einfach weiter an der Werra entlangfahren, wenn du noch nicht genug bekommen hast.

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    239 km
  • Zeit
    15:43 Std
  • Höhenmeter
    2 160 m2 580 m

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