Sarah

Meine fünf Lieblingswanderungen im Karwendel

Sarah

Meine fünf Lieblingswanderungen im Karwendel

Wander-Collection von Sarah

Dieser einzigartige Gebirgsstock aus Kalkgestein mit seinen Felsflanken ist eine außergewöhnlich schöne Gegend, wie ich sie selten in anderen Ländern erlebt habe.

Das Karwendelgebirge wurde 2020 zum Naturpark des Jahres gewählt und ist mit seinen 125 Gipfeln, die über 2000 Meter hoch sind, das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Neben seinen natürlichen Lebensräumen, wie Wildflüsse und Urwälder, befinden sich hier bedeutende Pflanzen- und Tierarten, wie zum Beispiel die wilde Orchidee, jahrhundertealte Ahornbäume und der Steinadler.

Mit dieser Collection möchte ich dir fünf meiner Lieblingstouren im Karwendel näher bringen, die mich persönlich beim ersten Mal sofort fasziniert haben und mich seitdem nicht mehr loslassen.

Jede Wanderung beinhaltet eine Almhütte, auf der du eine zünftige Brotzeit genießen kannst und kann als Tageswanderung gemacht werden. Hast du Lust auf eine sportliche Herausforderung taugt eine der Touren, vom Achensee auf die Dalfazalm, auch als schnelle Feierabendrunde. Andere sind etwas länger und optimal für einen ausgedehnten Tagesausflug. Insgesamt 25 Berghütten zum Übernachten machen die Gegend auch sehr beliebt für Mehrtagestouren.

Für mich als Fotografin ist die Gegend ein Eldorado. Ich benötige immer viel länger als die normalen Gehzeiten, weil ich ständig fotografiere. Die Motive hier sind einfach genial. Nachts mit Stirnlampe zum Sonnenaufgang auf den Gipfel zu steigen oder zum Sonnenuntergang mit der blauen Stunde, ist immer wieder ein besonders Erlebnis für mich.

Diese atemberaubende Landschaft ist immer einen Ausflug wert, egal ob es nun Krokusse im Frühling, duftende Almwiesen mit den gelben Trollblumen, sich herbstlich färbende Wälder oder die Winterlandschaft sind, mich zieht es Jahr für Jahr immer wieder hin und jedes Mal entdecke ich Neues und kann herrlich durch Innehalten und Entschleunigen die grandiose Umgebung auf mich wirken lassen.

Dank der Bahnhöfe in Tegernsee und Jenbach und lokalen Busverbindungen sind die Startpunkte der einzelnen Wanderungen leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Solltest du mit dem Auto unterwegs sein, dann bist du zum Beispiel von München, übrigens auch mein Standpunkt, circa zwei Stunden unterwegs. Von Innsbruck ist es per Bahn oder Auto mit unter einer Stunde Anreisezeit ein Katzensprung und von Wien bist du circa sechs Stunden unterwegs.

Ich wünsche dir viel Spaß im erhabenen Karwendel mit seinen mächtigen Gebirgsformationen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    03:08
    7,41 km
    2,4 km/h
    400 m
    400 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die Tour startet in Maurach in Tirol direkt an der Seilbahntalstation. Maurach erreichst du mit dem Auto oder öffentlich mit der Bahn bis Lenggries und von dort mit dem Bus.

    Am Anfang deiner Tour hast du gleich einmal die Qual der Wahl, entweder du nimmst gemütlich die Seilbahn bis zur Erfurter Hütte – dort kannst du auf 1.831 Metern übrigens auch übernachten – oder du willst das volle Wandererlebnis mit einem zusätzlichen, etwa zweistündigen Anstieg von der Talstation.

    Wenn du mit Kindern unterwegs bist, empfiehlt sich, von der Hütte aus zu starten. Deshalb habe ich auch meine Tour so ausgelegt.

    Im Winter fährt die Seilbahn nicht und so startet deine Schneeschuh, Ski-bzw. Splitboardtour definitiv unten an der Seilbahnstation in Maurach. Aber Achtung, das Gelände ist lawinengefährdet, bitte immer vorher die Lawinensituation anschauen.

    Nicht nur der Europäische Fernwanderweg E4 führt bei der Erfurter Hütte vorbei, sondern auch der Tiroler Adlerweg. An der Hütte angekommen ist der Weg Richtung Rofanspitze, wie viele andere Wege auch, gut erkennbar ausgeschildert. Die Mauritzalm lässt du rechts von dir liegen und läufst zunächst etwas bergan, schließlich wieder eine Senke hinunter und dann teilweise durch Latschenkiefern hindurch stetig bergan. Links siehst du den 2.039 Meter hohen Geschöllkopf und nach eineinhalb Stunden erreichst du einen kleinen Pass, wo sich eine kleine Pause mit Blick auf den Grubersee anbietet. Vorsicht, hier fliegen viele Dohlen, die einem gerne nach der Brotzeit picken.

    Weiter geht es einen schmalen Pfad entlang Richtung Osten, am Wegabzweig geht es rechts auf die Haidachstellwand und links eine leichte Steigung entlang in die Gruberscharte, eine sehr schöne Aussichtsstelle auf 2.102 Metern. Zwischen zwei Felswänden siehst du schon von weitem den kleinen, oft grünlich schimmernden See mit dem Namen Hirschlacke.

    Schließlich geht es über Grasflächen an einem weiteren Wegweiser vorbei etwas steiler die Nordflanke Richtung Rofanspitze hinauf. Die Spitze ist mit seinen 2.229 Metern der dritthöchste Berg im Karwendel und oben steht ein Gipfelkreuz. Und mit so einer phänomenalen Rundumsicht bin ich persönlich einfach immer nur rundum glücklich.

    Der Rückweg erfolgt fast auf dem gleichen Weg wie der Hinweg. Du gehst unterhalb des Gipfelkreuz einen schönen Bergkamm auf einer Art Grat entlang weiter. Achtung, rechts geht es steil bergab, hier solltest du trittsicher sein und nicht unbedingt stolpern. Nach links führt der Weg wieder zurück auf den Pfad, den du auch hoch gelaufen bist. Gehst du den Weg geradeaus weiter und am Ende nach rechts abwärts zum Schafsteigsattel, ist hier der Übergang zum Zireinersee.

    Zurück an der Erfurter Hütte lädt die Terrasse auf eine schöne Aussicht auf den türkisfarbenen Achensee ein, bevor es mit der Gondel oder zu Fuß wieder ins Tal geht.

    Das Rofankalksteingebirge ist ein sehr gegensätzliches Gebirge; schroffe Felsformationen wechseln sich mit saftigen Wiesen ab. Kletterfans kommen hier voll auf ihre Kosten und der Hochiss auf 2.299 Metern ist noch dazu eine beliebte Gipfelwanderung, die auch mit Kindern von der Erfurter Hütte aus möglich ist.

    Schwer
    05:36
    12,4 km
    2,2 km/h
    1 010 m
    1 010 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Öffentlich kommst du vom Bahnhof Jenbach mit dem Bus Nr. 4080 nach Maurach. Umstieg in Maurach in den Bus Nr. 9550 nach Pertisau.
    Bist du mit dem Auto unterwegs, kannst du auf dem Wanderparkplatz vor dem Gasthaus St. Hubertus parken.

    Die heutige, gut dreieinhalb stündige Wanderung, in der du satte 1.000 Höhenmeter ab Pertisau bestreitest, ist zweifelsohne eine der schönsten im Karwendel, eine meiner absoluten Lieblingstouren.

    Sie lockt nicht nur mit einer praktischen Einkehrmöglichkeit auf der Bärenbadalm, sondern auch mit traumhaften Weitblicken von dem auf 1.991 Meter gelegenen Bärenkopf in den östlichen Ausläufern des Karwendel.

    Bei der Tour, die ich dir hier ans Herz legen möchte, hälst du dich aber einmal vom Gasthaus St. Hubertus ausgehend an den gelben Wegweiser Richtung Bärenkopf. Nach einem Holzzaun folgst du der Skipiste aufwärts. Nach circa 15 Minuten zweigt die Piste nach rechts ab und du hälst wiederum Ausschau nach einem Forstweg und dem Wegweiser zur Rodelhütte und zum Bärenkopf.

    Ab hier kannst du in 18 Stationen und zirka eineinhalb Stunden am Dien-Mut-Weg, einem sogenannten Besinnungsweg zur Ruhe kommen. Dieser ist der Heiligen Notburga gewidmet, die im 13. Jahrhundert lebte und in der Wallfahrtskirche in Eben beziehungsweise Maurach verehrt wird.

    Im ersten Drittel geht es durch den Wald hinauf, schließlich durch einen Steintunnel hindurch, bis du über eine freie Wiese auf einem gut ausgeschilderten Weg auf einen Sattel zur Bärenbadalm auf 1.457 Metern gelangst. Die Alm bietet Getränke und Brotzeit an, übernachten kann man hier aber leider nicht. Sie hat von Mai bis Oktober geöffnet.
    Hier triffst du auch auf die Wanderer, die mit der Seilbahn von Pertisau hinaufgefahren kommen, die meist hinunter zur Alm weitergehen und dort einkehren oder auch noch das letzte Stück zum Bärenkopf anvisieren.

    Schon ein paar Schritte entfernt von der Alm hast du schon einen wunderschönen, ersten Ausblick auf den grün-bläulich schimmernden Achensee.

    Ab der Alm geht es mit einigen Kehren eine Steigung hinauf durch Latschenkiefern und Wald weiter hinauf, bis dieser sich lichtet und es auf etwas schmaler werdenden Wegen weitergeht. Das Karwendel immer im Blick gelangst du bald zu einem Wegweiser, an dem du links zum Bärenkopf abbiegst und zu einer kurzen, seilversicherten Stelle kommst.

    Kurz danach geht das Seil an einer Felswand linkerhand weiter, du kannst aber auch frei gehen. Danach gehst du geradeaus einen leichten Wanderweg stetig dem Gipfel entgegen.

    Es ist auch in der Hochsaison und an Wochenenden genug Platz für alle Wanderer, weil sich um das Gipfelkreuz herum viele freie Flächen zum Ausruhen zwischen den Latschenkiefern befinden.

    Am Gipfelkreuz bietet sich dir ein Rundumblick mit dem Achensee zu Füßen, dem Rofan- und Karwendelgebirge und dem Inntal. Hast du gute Fernsicht, kannst du sogar bis zum Alpenhauptkamm mit den Hohen Tauern, den Ötztaler Alpen und den Zillertaler Alpen schauen.

    Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg und entweder fährst du ab der Bärenbadalm mit der Seilbahn zurück nach Pertisau oder du läufst wieder herunter.

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  • Schwer
    03:49
    6,00 km
    1,6 km/h
    720 m
    720 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Zum Startpunkt, Eben am Achensee, kommst du wiederum entweder direkt mit dem Auto oder mit der Bahn und dem Bus bis Buchau.

    Parken kann man übrigens mit gelöstem Parkticket auf dem Parkplatz auf der Südseite des Familienresort. Achtung: Den großen Parkplatz an der Therme unten am See darf man nur als Gast der Therme benutzen.

    Die heutige Wanderung, auf der du circa 700 Höhenmeter zurück legst, die gleich hinter dem Familienresort Buchau in Eben beginnt, eignet sich je nach Tempo als Tages- oder Nachmittagstour.

    Auf jeden Fall würde ich dir vorschlagen, eine Brotzeitpause auf der auf 1.693 Meter Höhe gelegenen Dalfaz Alm, mitten im Rofangebirge, einzuplanen. Von hier hast du eine sehr schöne Aussicht auf den türkisfarbenen Achensee und kannst dem durchatmen und dem hektischen Alltag entkommen.

    Der erste Teil der Wanderung führt dich die 250 Höhenmeter in 45 Minuten moderat auf einem Forstweg oder wahlweise einem Wandersteig bis zur Aussichtsplattform des Dalfazer Wasserfalls. Hier stehen einige Holzliegen zum Ausruhen und kleine Wege führen dich bis ganz nah an den Wasserfall heran, was im Sommer eine willkommene Erfrischung ist.
    Der 60 Meter hohe, imposante Wasserfall liegt linkerhand eines 150 Meter hohen, imposanten Klettersteigs des Schwierigkeitgrads D, der von Mai bis Oktober von geübten Klettersteig-Gehern gemacht werden kann.

    Weiter geht’s teils durch Wald und über Wiesen durch steiles Gelände fast immer mit dem Achensee im Rücken bis auf die Dalfazalm mit Sonnenterrasse und toller Aussicht auf die umliegenden Gipfel und den Achensee.

    Auf der Speisekarte finden sich leckere Tiroler Schmankerl aus eigener Herstellung. Der Familienbetrieb beherbergt nicht nur Schweine, Schafe und Milchkühe, sondern es gibt auch Hasen, die in einer Art ‚Streichelzoo‘ vor allem bei Kindern beliebt sind. Insgesamt 37 Personen könnten in Zwei- und Mehrbettzimmern auf der Alm nach vorheriger Reservierung übernachten. (bitte Bettbezüge oder Hüttenschlafsack mitbringen) Bitte denk daran, genug Bargeld dabei zu haben, denn mit Karte zahlen ist hier oben nicht möglich.

    Mit Kindern unter zehn Jahren empfiehlt es sich, die Alm mit der Rofanseilbahn ab Maurach zu besuchen, da es nur 45 Minuten zu Fuß bis zur Alm sind und der Weg nicht so steil ist. Damit bleibt die Wanderung meiner Erfahrung nach in guter Erinnerung und ist nicht zu anstrengend für die Kleinen..

    Ein Sonnenauf- bzw. untergang hier oben ist ein einmaliges Erlebnis.

    Der Rückweg erfolgt wie der Hinweg und dieser ist um so schöner, weil man den Achensee die ganze Zeit im Blick hat und man wieder eine ganz eigene einzigartige Perspektive hat.

    Schwer
    05:19
    13,7 km
    2,6 km/h
    810 m
    810 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz am Gasthof Eng und das Almdorf Engalm. Dieser ist mit sowohl mit dem Bergsteigerbus über die Mautstraße als auch mit dem eigenen Auto zu erreichen.

    Vom Parkplatz startest du heute am Großen Ahornboden und läufst Richtung Almdorf, vorbei an uralten Bergahornbäumen, dem Rißbach und immer mit Blick auf verschiedene mächtige Gipfel, wie die Falkenwände. Die Almhütten sehen aus wie aus dem Bilderbuch, rote Geranien, Werkzeuge an der Wand und Holzbänke und Tische davor. Im Juni blühen überall Trollblumen und der Enzian, im Herbst sehen die Ahornbäume flammend orange aus, wie im kanadischen Indian Summer.

    Es geht an der Käserei und der dahinter liegenden Kapelle vorbei bis zur Rasthütte Engalm mit dem Spielplatz.

    Circa 20 Meter weiter am Ende des Rißtals siehst du schon den zweiten Wegweiser, der dir die Richtung zur Falkenhütte zeigt. Dich führt ein leichter Anstieg schon mit Blick auf die Bergkette mit der Spritzkarspitze und den Lalidererwänden bis in ein kleines lichtes Waldstück.

    Immer links im Blick die Bergkette der Falkengruppe, überquerst du zwei kleine Bäche und nach circa eineinhalb Stunden Anstieg erreichst du das Hohljoch mit einem Gatter, von dem du die neue, im September 2020 eröffnete Falkenhütte unterhalb der 900 Meter hohen Lalidererwände von weitem sehen kannst.

    Du kannst den Wegverlauf hinunter schon erkennen, die Birkkarspitze taucht in deinem Blickfeld auf und nach einem erneuten Anstieg auf das Spielissjoch, hast du dein Ziel, die Falkenhütte erreicht.

    Die Hütte ist unter anderem Stützpunkt für verschiedene Mehrtagestouren im Karwendel. Außerdem gibt es einen Natur-Abenteuerspielplatz für Kinder und Liegestühle. Inmitten von Wiesen gelegen, im Norden der Gipfel des Ladizköpfl, außerdem der 2.094 Meter hohe Mahnkopf und der 2.347 Meter hohe Steinfalk. Nach Westen geht der Weg weiter zum Karwendelhaus.

    Wer öffentlich angereist ist, muss nicht zum Ahornboden zurückgehen, sondern kann auch durch das Johannistal hinab zum Rißbachtal laufen und dort den Bus Richtung Lenggries nehmen.

    Der alternative Zustieg zur Falkenhütte ist mit vier Stunden insgesamt ab Hinterriß vor der Mautstelle, bevor du die Straße weiter zum Großen Ahornboden fährst, möglich. Der Weg führt dich durch das Johannestal an einer Klamm vorbei und mit zusätzlichen 45 Minuten Umweg über den kleinen Ahornboden hinauf bis zur Falkenhütte.

    Schwer
    05:17
    12,9 km
    2,4 km/h
    870 m
    860 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute erwartet dich eine abwechslungsreiche und anstrengende, mit einer leichten Kletterei verbundene Wanderung unter anderem über einen Grat bis zur spektakulär gelegenen Lamsenjochhütte. Zahlreiche Motive lassen vor allem die Fotografenherzen höher schlagen.

    Dein Ausgangspunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz am Gasthof Eng und das Almdorf Engalm. Dieser ist mit sowohl mit dem Bergsteigerbus ab Lenggries über die Mautstraße als auch mit dem eigenen Auto zu erreichen.

    Ich empfehle dir, früh morgens am Parkplatz des Großen Ahornboden zu starten. Es erwartet dich ein ebener Spazierweg bis zum Almdorf (Engalm).

    Am Ende des Dorfs biegst du links ab und siehst nach ungefähr 500 Metern einen Wegweiser, der kurz vor einer Bank unter einem Baum nach links zur Binsalm abzweigt. Ein mäßig ansteigender Wanderweg, führt dich über den Panoramaweg dorthin.

    Du kannst auch auf der Binsalm übernachten, wenn du reserviert hast. Im neuen Anbau gibt es sogar Doppelzimmer.

    Gleich hinter der Binsalm folgst du einem ausgeschilderten alpinen Wanderweg im Zickzack, teils durch einen lockeren Bestand von Latschenkiefern, bis zu einem Sattel. Links immer das Sonnjoch im Blick, unten im Tal die Gramaialm und rechts zweigst du schließlich ab, das Hahnenkampl hoch. Es gibt eine kurze, seilversicherte Stelle im Aufstieg, die du problemlos meistern kannst und nachdem du das wunderschöne Gipfelkreuz mit geschnitztem Edelweiß auf 2.080 Meter erreicht hast, kannst du die Aussicht auf die Bergkette genießen.

    Weiter geht es entlang einsamer Gipfel in wilder Bergkulisse. Immer im Blick: der massive Gebirgsstock mit der Lamsenspitze.

    Beim Abstieg vom Hahnenkampl musst du konzentriert gehen, denn es gibt einige ausgesetzte, aber wieder seilversicherte, Stellen und ab und zu kommen Wanderer entgegen. Nach circa 1,5 Stunden erreichst du eine Gabelung, von der es noch eine gute Stunde bis zur Lamsenjochhütte dauert, die du schon von weitem sehen kannst.

    Mit Blick auf die 2.508 m hohe Lamsenspitze gibt es hier mittags einen sehr leckeren Tiroler Schinken mit Kernöl und Salat. Eine Kapelle hinter der Hütte dient als schönes Motiv vor der Lamsenspitze, oft kann man Kletterer in der Wand beobachten. Der Aufstieg aufs Schafjöchl beschert einen tollen Blick von oben auf die Lamsenjochhütte und die gegenüberliegende Lamsenspitze.

    Frisch gestärkt steigst du auf direktem Weg über die Binsalm herunter zum Großen Ahornboden. Du kommst kurz vor dem Gasthaus Eng in kleinen Serpentinen aus dem Wald heraus und befindest dich direkt am Parkplatz.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    52,4 km
  • Zeit
    23:08 Std
  • Höhenmeter
    3 810 m
Sarah

Meine fünf Lieblingswanderungen im Karwendel