Zoe (Nina M.) / Rambling Rocks

Immer der Kogge nach! – Radfahren auf dem Hanseatenweg

Zoe (Nina M.) / Rambling Rocks

Immer der Kogge nach! – Radfahren auf dem Hanseatenweg

Fahrrad-Collection von Zoe (Nina M.) / Rambling Rocks
4-8 Tage
3-6 Std / Tag
358 km
1 510 m
1 510 m

Die Hanse.

400 Jahre lang war es eine Vereinigung norddeutscher Kaufleute mit dem Ziel die Überfahrt ihrer Güter zu sichern und gemeinsam wirtschaftliche Interessen zu vertreten. Doch nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern auch auf politischem und kulturellem Gebiet war die Hanse ein wichtiger Faktor. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts gibt es die Hanse nicht mehr, doch sie hat Spuren hinterlassen, die man per Rad oder zu Fuß erkunden kann.

Möglich macht es der 550 Kilometer lange Hanseatenweg. Er verbindet die Hansestadt Hamburg mit der polnischen Hansestadt Stettin (polnisch: Szczecin). Realisiert wurde dieser Fernwanderweg vom Verein NaturFreunde e.V.

Bei dieser Alternativ-Strecke liegt der Fokus auf meiner neuen Heimat Mecklenburg-Vorpommern, wo der Hanseatenweg quer durch das Land verläuft. Fernab der großen Touristen Hotspots, die bei einzelnen Touren eher nur als Ziel oder Startpunkt dienen, geht es mit dem Rad auf ruhigen Pfaden durch Mecklenburg-Vorpommern. Als Orientierung dient dir das Wegsymbol einer weißen stilisierten Hansekogge (Segelschiffstyp der Hanse) auf schwarzem Hintergrund.

Du startest von der Halbinsel Priwall bei Travemünde/Lübeck und fährst die Alternativroute des Hanseatenweges entlang bis nach Swinemünde (polnisch: Świnoujście). Im Gegensatz zum normalen Verlauf des Hanseatenweges, wirst du hierbei ein wenig von der Ostsee sehen und sogar bei einer Etappe an ihr entlang fahren.

Auf den einzelnen Etappen erwarten dich Bauwerke der Backsteinarchitektur und Gutsschlösser in einer abwechslungsreichen Küstenlandschaft.

Alle Etappen eignen sich prima für Halbtages- oder Ganztagestouren. Es erwarten dich Strecken, die zwischen 20 und 35 Kilometer lang sind. Nur bei zwei Etappen musst du länger in die Pedale treten.
Die An- und Abreise kannst du mit dem Zug planen, da an jedem Startpunkt und Zielpunkt einer Etappe ein Anschluss an der regionalen Bahn vorhanden ist.

Du kannst dich demnach bei der An- und Abreise zu den Start und Zielpunkten so entscheiden, die Etappen an mehreren Tagen hintereinander oder an vereinzelten Tagen zu absolvieren. Auch Einkehrmöglichkeiten sind auf den Touren, zumindest jeweils am Start- und Zielpunkt, gegeben.

Mit Ausnahme von Velgast, dem 7. Etappenziel, bietet jeder Startpunkt und jedes Etappenziel eine Übernachtungsmöglichkeit. Nähere Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten beim 7. Etappenziel findest du in der dortigen Tourenbeschreibung.

Jetzt heißt es für dich also nur noch: Auf den Sattel und immer der Kogge nach!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    02:05
    30,6 km
    14,7 km/h
    160 m
    120 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die erste Etappe des Hanseatenweges beginnt für dich auf dem Priwall, das heißt in Schleswig-Holstein und endet in Grevesmühlen, im Herzen von Nordwestmecklenburg.

    Auf dieser Strecke wirst du Backsteinkirchen, die typisch für den Ostseeraum sind, entdecken. Während dieser Tour wirst du durch die Eiszeit geprägte flachwellige Landschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg durchfahren.

    Auf dem Priwall bei der Priwallfähre beginnt deine Tour. Hierzu fährst du erst mal nahezu geradeaus bis du zum Gedenkstein zur ehemaligen innerdeutschen Grenze kommst.

    Von hier aus führt dich ein schmaler Radweg nach Süden in das Dorf Pötenitz. Auf einem gut ausgebauten und gepflasterten Radweg geht es dann weiter zum nächsten Dorf, wo du ein Backsteinbauwerk bewundern kann: Die Nikolaikirche von Dassow.

    Weiter fährst du nach Süden durch das kleine Dorf Prieschendorf und anschließend durch ein kleines Waldgebiet.

    Die letzten beiden Dorfkirchen, eine in Kirch Mummendorf und eine in Börzow, sind dank der asphaltierten Straße schnell erreicht. Bei Börzow führt dich der Hanseatenweg über die Gleise in östlicher Richtung durch den Questiner Wald.

    Sobald du den nächsten Bahnübergang überquert hast, bist du dann an deinem Ziel Grevesmühlen angekommen.

    Schwer
    02:15
    29,2 km
    12,9 km/h
    150 m
    180 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Auf der zweiten Etappe des Hanseatenweges fährst du durch den Klützer Winkel, ein Teilgebiet des Landkreises Nordwestmecklenburg und dein Ziel wird die Hansestadt Wismar sein.

    Hier sind ein paar wenige Anhöhen zu überwinden, doch im Gegenzug hast du die Möglichkeit bis zur Ostsee zu blicken.

    Heute startest du in Grevesmühlen. Von hier aus fährst du nach Osten zum Aussichtspunkt Hamberge. Auf dem dortigen Aussichtsturm kannst du kurz deine Beine vertreten und dabei den tollen Ausblick über den Klützer Winkel mit der Ostsee am Horizont genießen.

    Weiter geht es durch die Hamberge. Hier fährst du auf einer recht verkehrsberuhigten Straße durch einen Waldabschnitt. Am Sühnestein von Everstorf vorbei fährst du geradeaus bis du einen scharfen Knick nach Süden machst.

    Durch ein kleines Waldgebiet fährst du anschließend durch die Dörfer Jameln und Alt Jassewitz. Achtung, hier kann der Weg dank Kopfsteinpflaster für dich als Radfahrer etwas unangenehm werden. Erst wenn du das Dorf hinter dir gelassen hast, fährst du wieder auf Asphalt.

    Auf dem Weg in Richtung Neu Jassewitz biegst du dann auf den Feldweg ab, der mit „Kunstradweg" ausgeschildert ist. Verfehlen kann man ihn nicht, da die Kunstobjekte bereits von Weitem erkennbar sind. Nach diesem „Kunst-Abstecher” geht es weiter nach Weitendorf, durch Proseken, wo die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert steht.

    Es geht für dich weiter auf einen Waldweg nach Zierow. Hier kann man bei der „Kraftquelle” sprichwörtlich Kraft tanken und seine Beine vertreten. Sie ist eine sehr beliebte Raststätte bei Radfahrern und Wanderern, zumal sie auch fast alles zum täglichen Bedarf anbietet.

    Weiter geht es dann über Fliemstorf und dem Fischerdorf Hoben nach Wismar. Die Ostsee ist jetzt zum Greifen nahe. Doch Vorsicht - der Weg an der Küste ist sehr sandig. Hier kann es möglich sein, dass du dein Rad schieben musst.

    Doch der sandige Weg ist nicht sehr lang und bald geht es auf einem sehr gut ausgebauten Radweg weiter in Richtung Hansestadt Wismar, die jetzt nur noch wenige Fahrminuten entfernt ist.

    Dort angekommen wirst durch die Stadt zum „Alten Hafen” geführt. Das Ziel ist erreicht. Hier am „Alten Hafen” kannst du Fischbrötchen direkt vom Kutter erwerben.

    Hansestadt, Hafen und Fischbrötchen: Einen schöneren Abschluss zur geschafften Etappe kann man sich nicht wünschen.

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  • Mittelschwer
    02:15
    31,4 km
    13,9 km/h
    120 m
    100 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Auf der dritten Etappe geht es für dich mit dem Rad aus der Hansestadt Wismar hinaus in eine ländliche Gegend von Mecklenburg-Vorpommern. Bei dieser Etappe wirst du ein einzigartiges Schiff und beeindruckende Backsteinarchitektur erleben.

    Du startest beim Alten Wassertor. Von hier aus fährst du auf dem Fahrradweg und folgst der Beschilderung in Richtung Insel Poel.

    Auf dem Weg nach Poel solltest du einen Blick in die Wismarer Bucht werfen. Denn dort liegt auf Grund das Betonschiff von Redentin. Wenn wenig Wasser in der Bucht vorhanden ist, kann man das Schiff sogar zu Fuß erreichen, da es auf einer Sandbank liegt.

    Hinter Redentin nimmst du die Straße, die nach rechts in Richtung Krusenhagen führt. In den Forst Redentiner Tannen kannst du dich von ersten Teil deiner Tour erholen oder du trittst weiter in die Pedale bis nach Neuburg, wo du die denkmalgeschützte Dorfkirche bewundern kannst. Erbaut wurde sie im 13. Jahrhundert. Eine weitere Kirche, die auf der Tour liegt, ist die Dorfkirche von Altbukow.

    Hier bei der Fahrt wird auffällig, dass die Namen der Orte häufig auf „-ow” enden. Das zeigt, dass sich einst hier die Slawen niedergelassen haben.

    Der letzte Abschnitt dieser Tour ist ein Waldstück, durch das du fährst, bevor du dich deinem Zielort Neubukow von Süden her näherst. Zweimal fährst du über die Gleise und dann geradeaus in Richtung Markt. Dort angekommen hast du dann die dritte Etappe geschafft.

    Mittelschwer
    01:53
    25,8 km
    13,7 km/h
    150 m
    150 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Bei dieser Etappe erwarten dich neben den typischen Backsteinkirchen, eine „Gehhilfe” für Fische als auch ein, für diese Region etwas ungewöhnlicher, Automat am Straßenrand.

    Auf dem Markt in Neubukow startest du deine vierte Etappe. Direkt um die Ecke deines Startpunktes steht die Stadtkirche von Neubukow, eine Backsteinkirche, die sowohl aus früh- als auch spätgotischen Stilelementen erbaut ist.

    An der Stadtkirche vorbei, fährst du am Mühlenteich entlang, wo eine Fischtreppe installiert wurde. Sie wurde errichtet um den Fischen bei ihrer Fischwanderung die Überwindung des Höhenunterschieds zwischen Mühlenteich und Hellbach zu erleichtern.

    Hinter Neubukow auf der Hauptstraße entlang fährst du durch Malpen. Dort steht an der Hauptstraße ein Eierautomat, wo du die Möglichkeit hast frische Eier zu erwerben. Hier in der Region ist es der einzige Automat seiner Art.

    Durch die Ortschaft Hof Jörnstorf fährst du die Straße entlang, vorsichtig über die Gleise südlich bei Jörnstorf fährst du weiter bis du das Dorf Westenbrügge erreicht hast. Hier steht eine spätgotische Dorfkirche, die wie nahezu fast alle Kirchen hier in Mecklenburgischen Ostseeraum, zum gotischen Backsteinbaustil gehört.

    Bei Kröpelin wirst du bemerken, dass doch nicht alles an der Ostseeküste flach ist, denn Kröpelin liegt auf einem Höhenzug. Doch keine Angst, es sind hier keine großen Steigungen zu erwarten. Jedenfalls nicht solche wie im Alpen- oder Mittelgebirgsraum.

    Hinter Kröpelin geht es wieder leicht bergab. Bei Reddelich fährst du an der Streuobstwiese „Garten Eden” vorbei, ein Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Obstsorten zu erhalten.

    Die letzten Kilometer bis nach Bad Doberan liegen jetzt vor dir. Dein Ziel ist die Stadtmitte, wo du vielleicht die Chance hast Molli, die Dampfeisenbahn zu sehen, die hier zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn verkehrt.

    Mittelschwer
    01:34
    23,6 km
    15,0 km/h
    150 m
    150 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Bei der fünften Etappe führt dich der Hanseatenweg aus Bad Doberan heraus über Dörfer in die Hansestadt Rostock.

    Du startest in der Stadtmitte von Bad Doberan. Hier fährt auch Molli entlang, die Dampfeisenbahn, die zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan verkehrt.

    Du fährst in südlicher Richtung und erreichst bereits nach wenigen Kilometern Althof, wo das älteste profane Ziegelmauerwerk Mecklenburgs steht. Nicht weit davon in südlicher Richtung steht die Kapelle von Althof, die ebenfalls aus Ziegeln, im Stil der Backsteingotik, erbaut wurde.

    Hinter Althof fährst du auf einem Feldweg durch Waldabschnitte bis zum Fischerhof Parkentin. Hier kannst du eine Pause einlegen und einen aus den ehemaligen Klosterteichen frisch gefangenen Fisch probieren.

    Wo Klosterteiche sind, ist sicherlich auch eine kirchliche Institution nicht weit. Die Dorfkirche von Parkentin, an der du nach dem Besuch beim Fischerhof, vorbeifährst, ist nur 1,5 Kilometer entfernt.

    Bei der Dorfkirche geht es die Hauptstraße entlang, dann biegst du rechts ab, wo du dann durch das Gebiet einer Baustoffrecycling-Firma fährst. Hier folgst du dem Hanseatenweg durch die Dörfer Wilsen, Klein Schmaß und Groß Schmaß.

    Einmal über die Brücke über die B103 gefahren und schon befindest du dich im Stadtgebiet von Rostock. Du fährst am Westfriedhof vorbei durch den Barnstorfer Wald, ein Naherholungsgebiet im Südwesten der Hansestadt.

    Nahezu auf gerader Strecke fährst du an einer Notkirche vorbei. Die Johanniskirche wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet und gehört zu den sogenannten Bartning-Notkirchen. Die letzten Kilometer führen dich durch Rostock zur Altstadt am Neuen Markt. Hier hast du dein fünftes Etappenziel erreicht.

    Mittelschwer
    02:17
    34,0 km
    14,8 km/h
    110 m
    120 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die sechste Etappe startest du in der Altstadt von Rostock, der einwohnerreichsten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.

    Mit dem Rad fährst du zuerst an der Likörfabrik und an der Kirche St. Petri vorbei. Beide Gebäude sind zwar unterschiedlichen Alters, doch ihre Gemeinsamkeit ist der hier typische Backsteinbaustil.

    Über den Fluss Warnow verlässt du die Hansestadt und kommst in ländliche Gefilde. Hier fährst du zuerst in Richtung Bentwisch.

    Ein Radweg führt an Gleisen entlang in nördlicher Richtung. Dem Verlauf folgst du bis du auf der gegenüberliegen Seite „Häschen Camping” siehst, hier biegst du nach links,nach Häschendorf, ab.

    Vorbei an Karls Erlebnis-Hof geht’s weiter nach Rövershagen. Hier führt dich der Hanseatenweg an dem Freilandmuseum Forst- und Köhlerhof Wiethagen vorbei. Dort wird die traditionelle Herstellung von Holzkohle, Holzteer und Terpentin mit Hilfe von Köhlern erlebbar gemacht.

    Durch die Rostocker Heide, der größte geschlossene Küstenwald in Deutschland, fährst du einige Kilometer bis du an einer Kreuzung auf Meyerhausstelle antriffst. Hier kannst du in der Gaststätte eine Pause machen. Interessant an diesem Ort ist es, das es eine Siedlung ist, die nur aus einem ehemaligen denkmalgeschützten Forsthaus mit dazugehörigem Hof besteht.

    Bei Gelbensande geht es über die Gleise auf eine Dorfstraße, die dich durch Willershagen und den Altheider Wald führt. Anfänglich fährst du hier über eine Schotterpiste, die dann in einen Feldweg übergeht.

    Den Altheider Wald hinter sich gelassen, fährst du in Richtung Norden direkt auf Ribnitz-Damgarten zu. Hinter dem Wasserturm, der sich prima zur Orientierung eignet, fährst du rechts am Turm vorbei über die Gleise, direkt zum Markt.

    Willkommen in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten!

    Schwer
    02:12
    32,5 km
    14,8 km/h
    90 m
    80 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Bei dieser Etappe fährst du durch die Vorpommersche Landschaft, die aus weiten Feldern mit wenig Baumbestand besteht.

    Auf dieser Strecke wirst du nicht nur eine einst historisch bedeutende Grenze überschreiten, sondern auch Kirchen und das „Weiße Gold” erleben.

    Beim Ziel Velgast gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die nächste Übernachtungsmöglichkeit bietet sich in Karnin an. Von Velgast bis dorthin sind es nur 20 Minuten mit dem Rad.

    Start der siebten Etappe ist der Markt von Ribnitz-Damgarten. Du fährst von hier aus direkt zum Hafen. Hier am Ufer des Ribnitzer Sees hast du tolle Ausblicke zum See und nach Damgarten. Mit dem Rad geht es durch den einzigen Park der Stadt: der Nizzepark.

    Über die Gleise hinaus verlässt du Damgarten und fährst auf einer Strecke, die zwischen Wiesen und Auen liegt, an der Recknitz entlang. Dieser Fluß bildete einst die Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern.

    An Daskow vorbei fährst du auf den Hanseatenweg nach Ahrenshagen. Hier steht eine Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

    Es geht weiter durch die Gemeinde Trinwillershagen, wobei du einen Halt bei der Salzmanufaktur in Trinwillershagen machen solltest. Hier erfährst du alles über Salz, das auch „Weißes Gold” genannt wird.

    Im letzten Drittel der Etappe kannst du nochmal ordentlich in die Pedale treten. Hier fährst du durch kleinere Orte hindurch. Ein weiteren Halt empfiehlt sich bei der Starkow. Hier kannst du alte Obstsorten im dortigen Pfarrgarten entdecken und auch verkosten. Auch die dort stehende Dorfkirche St.-Jürgen ist einen Besuch wert. Ihre Basilika gehört zu den frühesten ihrer Art, die man bei den Backsteinkirchen in Vorpommern finden kann.

    Das Etappenziel Velgast mit seinem kleinen Bahnhof erreichst du in wenigen Minuten, nachdem du durch Manschenhagen gefahren bist.

    Schwer
    01:35
    24,6 km
    15,6 km/h
    80 m
    80 m
    Schwere Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Diese Etappe führt dich vom kleinen Ort Velgast zur großen Hansestadt Stralsund, die auch „Tor zur Insel Rügen” genannt wird.

    Bei dieser Etappe wirst du an einer Kirche der Backsteingotik vorbeifahren, die für die Region einen typischen Baustil darstellt. Bei dieser Etappe gesellt sich dazu noch ein Gutsschloss aus dem frühesten 20. Jahrhundert.

    Kaum hast du den Bahnhof von Velgast verlassen, führt dich die Kogge des Hanseatenweges zur Christus-Kirche, ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert.

    Der Hauptstraße folgend, erreichst du den Ortsteil Kummerow. Hier steht das im Jahr 1912 erbaute Herrenhaus Kummerow; ein zweigeschossiger Putzbau mit großer Eingangshalle und einem Mittelrisalit. Von 1945 bis 1955 wurde es als Grundschule genutzt. Ab 2012 begann man mit den ersten Sanierungsarbeiten des Gutsschlosses.

    Für den Rest der Strecke bis nach Stralsund fährst du ganz gemütlich die Strecke entlang und lässt die vorpommersche Landschaft auf dich wirken. Vorpommern ist hier bei Stralsund eine recht flache Region und so ist das Radfahren – auch über längere Strecken – kein Problem.

    Du fährst durch kleine Ortsteile der Gemeinden Pantenitz und Lüssow, bevor du von Osten her am Zoo von Stralsund vorbeifährst. Weiter fährst du durch den idyllischen Stadtwald mit seinem Moorsee, bevor es auf dem hektischen Carl-Heydemann-Ring nach Norden geht.

    Auf dem Küterdamm geht es über den Knieperteich in die Altstadt von Stralsund. Am Alten Markt angekommen, heißt es dann für dich: Willkommen am Tor zur Insel Rügen!

    Mittelschwer
    02:31
    42,0 km
    16,7 km/h
    120 m
    120 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Für diese Etappe gibt es vorab einen sehr wichtigen Hinweis. Zwei große Abschnitte dieser Etappe (einmal 13 und 25 Kilometer) bestehen aus Kleinkopfsteinpflaster.

    Wenn du ein Fahrrad mit guter Federung besitzt, wird dich diese Tatsache nicht stören, alle anderen werden wahrscheinlich nicht so viel Freude an diesen Abschnitten haben. Hier empfiehlt es sich die alternative Strecke, die direkt am Strelasund liegt, zu nehmen.

    Bei der neunten Etappe erwarten dich einige typische Backsteinkirchen und viele Weitblicke ins flachwellige vorpommersche Land und zur linken Seite nahezu fast immer im Blick: der Strelasund.

    Vom Alten Markt in Stralsund fährst du erst mal in Richtung Kiepenteich. Dort fährst am Ufer entlang in Richtung Bahnhof Stralsund und von dort aus weiter in Richtung Süden zum Stralsunder Stadtteil Voigdehagen. Dieser Stadtteil ist sehr kirchlich geprägt. Bedeutend ist vor allem die Dorfkirche, die die Mutterkirche aller Stralsunder Pfarrkirchen bildet.

    Über das Gleis lässt du die Hansestadt Stralsund hinter dir. Achtung: Bei der Kreuzung Brandsheimer Weg / Täschenhäger Weg beginnt für die nächsten 25 Kilometer ein Fahrradweg, der aus Kleinkopfsteinpflaster besteht. Bei vielen Fahrradfahrern hat dieser Weg mittlerweile einen berühmt-berüchtigten Ruf.

    Gehörst du zu den Mutigen, wird dich hier der Hanseatenweg durch die Gemeinde Sundhagen führen. Im Ortsteil Brandshagen siehst du eine der größten Dorfkirchen in Norddeutschland: die Marienkirche Brandshagen.

    Sofern dich das Kopfsteinpflaster nicht stört und du dich daher nicht auf den Weg konzentrieren musst, solltest du jetzt auf dem Weg in Richtung Reinberg immer wieder deinen Blick zur linken Seite schweifen lassen, denn hier erhält man tolle Ausblicke auf den Strelasund.

    In Reinberg wartet das nächste kirchliche Bauwerk, das aus dem 13. Jahrhundert stammt. Auch hier handelt es sich um eine gotische Backsteinkirche. Vor dem Kirchengebäude steht die 1000-jährige Reinberger Linde; eine Sommer-Linde, die aus mehreren Stämmen besteht.

    Nach Reinberg fährst du weiter geradeaus durch Mesekenhagen, hier sind die letzten Kilometer an Kopfsteinpflaster zu überwinden.

    Über Oldenhagen geht es in Richtung Zielgerade. Neuenkirchen bei Greifswald lädt dich mit seiner Dorfkirche aus Backstein, aus dem 14. Jahrhundert mit Fachwerkturm und umgebendem Kirchhof mit historischen Grabstellen und -steinen zum kurzzeitigen Verweilen ein. Über die Brücke am Ryck geht es dann in die Altstadt von Greifswald.

    Die Universitäts- und Hansestadt heißt dich nun willkommen!

    Mittelschwer
    02:35
    36,9 km
    14,2 km/h
    170 m
    170 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zehnte Etappe ist die letzte Etappe auf dem Vorpommerschen Festland, bevor es bei der nächsten und letzten Etappe auf die Insel Usedom geht.

    Du startest in der Altstadt der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Von hier aus geht es direkt zum Museumshafen. Es ist mit 50 anliegenden Schiffen der größte Museumshafen Deutschlands.

    Du orientierst dich an dem hier gut ausgebauten Fahrradweg, der nahezu parallel zum Flussverlauf der Ryck verläuft. Seinem Verlauf folgst du bis zur Wiecker Brücke.

    Von hier aus folgst du dem Hanseatenweg zum Stadtteil Eldena, wo sich eine ehemalige Zisterzienserabtei, die leider nur noch als Ruine erhalten ist, befindet.

    Bis nach Kemnitz fährst du auf dem Radweg weiter, der parallel zur Wolgaster Straße verläuft. Auf dem Weg kannst einen Blick auf die Dänische Wiek werfen, eine Bucht im Süden des Greifswalder Boddens.

    Immer dem Radweg folgend, fährst du durch die Ortsteile Kemnitz und Kemnitzerhagen der Gemeinde Kemnitz.

    In der Gemeinde Hanshagen an der Kreuzung von Waldstraße und Zum Fliederbusch angekommen, teilt sich hier der Hanseatenweg auf. Eine Route verläuft weiter über Anklam nach Stettin, doch du nimmst die Alternativroute, die dich über Wolgast auf die Insel Usedom führt.

    Du verlässt Hanshagen im Osten, sobald du an der Wassermühle vorbeigefahren bist. Es geht weiter auf einem Waldweg bis zum Ortsteil Wrangelsburg, wo sich das Schloss Wrangelsburg befindet. Der Name ist etwas verwirrend, weil es sich nicht um ein Schloss, sondern um ein Herrenhaus handelt.

    Bei Lühmannsdorf überquerst du die Straße, die dich durch einen weiteren Wald führt. Den Wald hinter sich gelassen, befindest du dich fast am Ziel. Durch den Wolgaster Ortsteil Hohendorf fährst du direkt zum Hafen von Wolgast.

    Am Hafen angekommen, hast du dir ein Fischbrötchen als Belohnung zur erfolgreichen absolvierten Etappen mehr als nur als verdient.

    Mittelschwer
    03:34
    47,4 km
    13,3 km/h
    220 m
    220 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Im Hafen von Wolgast startet deine letzte Etappe des Hanseatenweges auf deutscher Seite, denn das Ziel Swinemünde (polnisch: Świnoujście) liegt bereits in Polen.

    Bei dieser Tour fährst du von Wolgast auf die Insel Usedom. Dort erwarten dich nicht nur gut ausgebaute Radwege, die das Radfahren auf der Insel zum Genuß werden lassen, sondern auch viele Ostseebäder mit traumhaften Sandstränden und interessanter Bäderarchitektur.

    Vom Hafen Wolgast aus fährst du direkt über die Peenebrücke auf die Inseln Usedom. Dort angekommen fährst du zuerst am Peenestrom entlang und dann durch die Gemeinde Mölschow auf einem schönen Radweg mit Weiden, der dich quer über die Insel auf die andere Seite bringt.

    In Ostseebad Trassenheide angekommen folgst du dem Hanseatenweg in Richtung Bansin. Hier geht es durch einen Kiefernwald direkt an der Ostseeküste entlang. Hier radelst du durch die Ostseebäder Zinnowitz, Zempin und Koserow.

    Abenteuerlicher wird die Fahrt, wenn du am Kölpinsee vorbeigefahren bist, denn hier beginnt eine Berg-und-Tal-Fahrt. Steigungen bis 16 % sind keine Seltenheit.

    Im Ostseebad Bansin angekommen, hast du den anstrengendsten Teil der Radtour geschafft. Denn ab hier geht es hauptsächlich auf der ebenen Strandpromenade durch die Ostseebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck entlang. Hier heißt es genießen, nicht rasen; zumal du teilweise den Radweg mit Fußgänger teilst.

    Hinter Ahlbeck ist die Landesgrenze Deutschland-Polen nicht mehr weit und bevor man sich versieht, hast du diese auch schon überschritten. Da Polen zu der EU gehört, werden hier an der Grenze keine Kontrollen durchgeführt. Die letzten Kilometer führen dich geradeaus nach Swinemünde zur Strandpromenade.

    Glückwunsch! Du hast die Hanseatenweg mit dem Abschnitt Mecklenburg-Vorpommern vollständig absolviert!

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Collection Statistik

  • Touren
    11
  • Distanz
    358 km
  • Zeit
    24:47 Std
  • Höhenmeter
    1 510 m1 510 m

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Immer der Kogge nach! – Radfahren auf dem Hanseatenweg