Angelina Kuhlmann

Dolomiten intensiv: 4-Tage durch den Rosengarten

Angelina Kuhlmann

Dolomiten intensiv: 4-Tage durch den Rosengarten

Wander-Collection von Angelina Kuhlmann

Den Naturpark Schlern-Rosengarten in Südtirol zu erwandern bedeutet, in kurzer Zeit durch verschiedene Welten zu gehen. Über sanfte Almen, dunkelgrüne Fichten-, Kiefer- und Zirbenwälder hinauf zu den einzigartigen schroffen Felsen der Dolomiten und wundervollen Hütten, die schon auf dich warten. Wenn du vielleicht noch nie in den Riesen Italiens unterwegs warst, so wie ich vor dieser Tour, findest du in dieser Collection eine spannende Viertagesrundtour mit drei tollen Hütten, anspruchsvollen Touren und jeder Menge Einblicke in die Welt der italienischen Alpen, mit der du die Dolomiten entdecken kannst.

Der Naturpark Schlern-Rosengarten erstreckt sich nur 30 Kilometer östlich von Bozen über eine Fläche von 7.291 Hektar. Das Schlernmassiv innerhalb des Parks ist mit der Santnerspitze (2.413 Meter) und der Euringerspitze (2.395 Meter) eines der Wahrzeichen Südtirols.

Auf deiner Entdeckerreise geht es steil hinauf in den italienischen Naturpark Schlern-Rosengarten über die gut gekennzeichneten Wege dieses offiziellen Treks des Eggentals und sportliche Anstiege zu mehreren Pässen. Dabei gilt: Wenn du die Dolomiten entdecken willst, musst du sie dir verdienen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Es lohnt sich. Trittsicherheit, Wanderstöcke und wohl überlegtes, leichtes Gepäck werden dafür sorgen, dass du diese viertägige Rundtour wirklich genießen kannst. Ebenfalls mit dabei haben solltest du einen leichten Kletterhelm. Auf zwei Passagen geht es mit deinem Rucksack über mit Drahtseilen und Leiter gesicherte Wege. Ein echtes Highlight der Tour, das sicher gemeistert werden will.

Je nach Lust, Laune und Fitnesslevel kannst du die Tour auch auf fünf Tage aufteilen. Möglich ist das zum Beispiel, in dem du die letzte Etappe auf zwei statt einen Tag verteilst. Wenn du ein Kletter-Fan bist, dann bietet dieser Trek darüber hinaus diverse Erweiterungsmöglichkeiten, für die es sich lohnt noch etwas länger in den Dolomiten zu bleiben. Klettersteige wie den Maximilian-Steig kannst du zum Beispiel gut von der Tierser Alp Hütte erreichen.

An- und Abreise: Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du es auf dem Parkplatz der Kabinenbahn Carezza in Welschnofen – deinem Startpunkt – für die nächsten Tage stehen lassen. In der Nähe der Kabinenbahn befindet sich aber auch die Bushaltestelle „Welschnofen, Zentrum”. Die erreichst du zum Beispiel mit der Buslinie 180 aus dem nahen Bozen. Die Landeshauptstadt Südtirols bietet sich als Ausgangspunkt für diesen Trek an und hat einen Bahnhof. Darüber hinaus erreichst du Welschnofen mit Bahn und Bus aber auch aus Richtung Brixen oder Trient.

Unterkunft/Hütten: Die Touren dieser Collection sind so geplant, dass du immer passend an einer Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit ankommst. Übernachtungsmöglichkeiten findest du immer in der jeweiligen Etappenbeschreibung. Hier empfiehlt es sich, vor der Tour alle Hütten abzutelefonieren und die Verfügbarkeit der Betten zu checken. Damit bin ich samt Wanderbegleitung auf diesem Trek gut gefahren.

Auf dieser Tour passierst du einige der beeindruckendsten Orte der Dolomiten. Neben magischen Sonnenaufgängen und der herzlichen Aufnahmen in den Refugios wirst du die Dolomiten auf dieser Tour körperlich intensiv kennen lernen. Mich hat auf diesem Trek das Dolomiten-Fieber gepackt und hoffe, ich kann dich damit anstecken.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:09
    12,3 km
    2,4 km/h
    1 200 m
    140 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die erste Etappe deines Abenteuers führt dich gleich hoch hinaus durch den Naturpark. Der Aufstieg auf 2.300 Meter hat es in sich: Vom Startpunkt, der Kabinenbahn in Welschnofen, führt der Weg zur ersten Zwischenstation, der Kölner Hütte. Ausdauer und Trittsicherheit sind erforderlich.

    Wer will, kann den ersten Streckenabschnitt dieser herausfordernden Etappe aber auch mit der Kabinenbahn Carezza zurücklegen. Dafür steigst du einfach in Welschnofen ein und an der Frommeralm wieder aus und sparst etwas Energie für den restlichen Teil der Tour. Von dort kommst du ebenfalls auf den Weg, der zur Kölner Hütte führt. Die Kölner Hütte ist unter anderem auch als Rosengartenhütte bekannt.

    Auf der Kölner Hütte angekommen erwartet dich der erste atemberaubende Blick über die Bergwelt der Dolomiten. Deinen Blick kannst du bis ins Tal schweifen lassen und erkennst, was die besondere Landschaft der Dolomiten ausmacht.

    Nach einer kurzen Pause geht es von der Kölner Hütte weiter über den Hirzelsteig am Christomannos Denkmal vorbei, wo ein weiterer einzigartiger Ausblick auf dich wartet, zur Rotwandhütte. Das Ziel der ersten Etappe taucht nach einer Kurve zwischen den schroffen Felswänden und vor der Rotwand auf.

    Alternative Unterkunftsmöglichkeit: Rifugio Pederiva direkt neben der Rotwandhütte.

    Schwer
    05:18
    11,3 km
    2,1 km/h
    820 m
    870 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Bevor es am Morgen auf die nächste Etappe geht, kann von einer Felsformation direkt vor der Rotwandhütte ein atemberaubender Sonnenaufgang beobachtet werden. Der Weg vor dem Frühstück lohnt sich also.

    Der Weg der zweiten Etappe von der Rotwandhütte zur Vajolethütte führt entspannt durch die Landschaft und lädt dich ein, die pure Natur der Dolomiten einfach dich wirken zu lassen. Allein der Anstieg zur Vajolethütte hat es etwas in sich und auf halbem Weg gibt es eine tiefe Passage, die du mit dem Rucksack entlang an Drahtseilen und über eine lange Leiter überwinden musst. An dieser Stelle sollte ein passender Kletterhelm nicht fehlen.

    Die Vajolethütte muss aber nicht das letzte Ziel an diesem Tag bleiben, wenn du willst. Dort angekommen, steigst du auf leichteres Gepäck um und machst dich nach einer kurzen Erholungspause auf den Weg zum Santer Pass. Auch hier sollte der Helm dabei sein. Der Aufstieg zum Pass belohnt mit spektakulärer Aussicht.
    Hinweis: Den Weg zum Santner bitte nicht mit dem Weg zum Grasleitenpass verwechseln. Denn der steht erst auf der am nächsten Etappe an.

    Alternative Unterkunftsmöglichkeit: Rifugio Paul Preuss direkt neben der Vajolethütte.

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  • Schwer
    05:50
    12,7 km
    2,2 km/h
    1 030 m
    820 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der dritten Etappe der Rundtour geht es hoch hinaus und tief bergab. Von der Vajolethütte aus geht es hinauf zum Grasleitenpass. Die Landschaft wird karg und mutet wie in einem Star Trek-Film an. Der Weg, der die Rosengartengruppe mit dem Schlernmassiv verbindet, schlängelt sich durch Kies- und Geröllfelder und führt kurz vor der Tierser Alp über einen weiteren Kletterpart entlang eines Drahtseils.

    Nach einem Zwischenstopp in der dortigen Hütte geht es weiter zum "Schloss in den Bergen". Nicht umsonst trägt das Schlernhaus diesen Namen, thront es doch inmitten einer Felslandschaft vor einem Ausblick Richtung St. Zyprian.

    Auf dieser Etappe steht nach der Ankunft natürlich noch der kurze Aufstieg zum Petz direkt hinter dem Schlernhaus an. In der Tourzeit ist der Hin- und Rückweg zum Petz schon miteingerechnet.

    Alternative Unterkunftsmöglichkeit: In direkter Nähe zum Schlernhaus befindet sich keine andere Hütte. Wenn du allerdings diese Etappe schon etwas erweiterst und nur einen Stopp am Schlernhaus einlegst, befindet sich auf dem Weg wieder hinab nach Welschnofen die Sesselschwaige mit Lagermöglichkeit für 8 Leute.

    Schwer
    06:47
    16,3 km
    2,4 km/h
    640 m
    1 860 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die vierte und letzte Etappe dieser Dolomiten-Rundtour hat es in sich und ist die wohl anspruchsvollste. Überlege deswegen im Vorfeld, ob du die Strecke nicht vielleicht auf zwei Tage aufteilen willst. Übernachtungsmöglichkeiten für einen weiteren Stopp gibt es zum Beispiel in St. Zyprian. Oder du erweiterst die vorherige Etappe und gehst an dem Tag schon bis zur Sesselschwaige. Ganz so, wie es für dich am besten passt.

    Vom Schlernhaus aus machst du dich direkt auf den Weg zum Abstieg. Der Weg führt dich in die spektakuläre Waldlandschaft des Naturparks, vorbei an der urigen Sesselschwaige, entlang von Wasserfällen, die Bärenfalle hinunter und durch sattes Grün.

    Erster Zwischenstopp nach einem ersten langen Abstiegsteil ist der idyllische Ort St. Zyprian, an dem es sich mehr als lohnt eine weitere Übernachtung einzulegen. Ansonsten machst du dich von dort nach einer Pause auf den Weg zur letzten kleineren Passbesteigung zum Niger Pass auf 1.690 Meter. Nach der letzten Kraftanstrengung führt der Weg zurück auf die Startroute. Von der Frommeralm aus geht es hinab Richtung Welschnofen. Das Ziel der Entdeckertour ist erreicht!

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    52,6 km
  • Zeit
    23:04 Std
  • Höhenmeter
    3 690 m

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