Renée

Auf dem Selketalstieg durch die magische Gebirgswelt des Ostharz

Anja

Auf dem Selketalstieg durch die magische Gebirgswelt des Ostharz

Wander-Collection von Renée
4-7 Tage
3-5 Std / Tag
78,9 km
980 m
1 340 m

Im Osten der magischen Gebirgswelt des Harzes schlängelt sich die Selke durch ein malerisches Tal. An ihr entlang verläuft der Selketalstieg und begleitet sie von ihrer Quelle bei Stiege bis nach Quedlinburg am Harzrand. Auf etwa 75 Kilometern durchwanderst du weite Wiesenlandschaften, steile Täler mit aussichtsreichen Klippen und weitestgehend naturbelassene Laubwälder.

Entlang des Weges gibt es so einiges Sehenswertes: Alte Burgen, und Schlösser warten darauf, besichtigt zu werden. Allerlei Spuren des Bergbaus in der Region möchten entdeckt werden. Und immer wieder kreuzt du die Schienen der Selketalbahn und hast die Möglichkeit, eine der alten Dampfloks zu bewundern, die durch das Tal tuckern. Der Selketalstieg eignet sich daher sowohl für Naturliebhaber, die Ruhe suchen, als auch für Wanderer, die sich für Geschichte und Kultur interessieren – denn beides findest du hier zuhauf.

Der Start Stiege ist mit dem Auto gut erreichbar. Wenn du mit dem Zug anreist, fährst du am besten zunächst nach Quedlinburg und dann mit der Selketalbahn bis nach Stiege. Die Etappen sind so geplant, dass du am Ende eines Tages in der Regel mehrere Unterkunftsmöglichkeiten hast. Dank der Selketalbahn, die die Orte entlang des Weges verbindet, kannst du Etappen aber auch flexibel abkürzen oder überspringen. Auskunft über die Fahrpläne findest du auf der Seite der Harzer Schmalspurbahnen (HSB).

Der Selketalstieg lässt sich bequem in beide Richtungen laufen und ist gut markiert. Gelegentlich ist etwas Trittsicherheit gefragt, aber im Großen und Ganzen ist der Selketalstieg auch gut für Wandereinsteiger geeignet.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:41
    25,2 km
    3,8 km/h
    200 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nun stehst du am Startpunkt: Am kleinen Bahnhof der Selketalbahn in Stiege. Das Gewicht des Rucksacks mag sich vielleicht anfangs noch etwas ungewohnt anfühlen, aber daran gewöhnst du dich schnell. Entlang des Ufers des Oberteichs verlässt du den Ort und machst dich auf den Weg. Durch eine Wiesenlandschaft folgst du zunächst dem Bach Hassel flussaufwärts. Bereits nach zwei Kilometern überschreitest du mit etwas mehr als 500 Metern über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt deiner Wanderung. Kurz darunter befindet sich eine der Selkequellen, die aber unscheinbar etwas abseits des Weges liegt. Von hier an wird der Verlauf des Wanderwegs von der Selke vorgegeben, die sich schnell von einem kleinen Bachlauf zu einem Fluss entwickelt. Wenige Kilometer später – kurz vor Friedrichshöhe – treffen sich eure Wege dann zum ersten Mal.

    Nach einem kurzen Abstecher in den Ort, kehrt der Selketalstieg bald wieder zur Selke zurück und verläuft nun neben den Schienen der Selketalbahn durch das Naturschutzgebiet Obere Selke. Mit etwas Glück kannst du hier eine der historischen Dampfloks vorbeifahren sehen, die mehrmals am Tag auf dieser Strecke verkehren. Die Selke mündet nun in den Bergsee und entlang des Ufers erreichst du den Ort Güntersberge. Neben einigen sehenswerten historischen Gebäuden findest du hier auch mehrere Einkehrmöglichkeiten und ein Museum für Mausefallen und weitere Kuriositäten.

    Auf der anderen Flussseite verlässt du den Ort und folgst der Selke Richtung Straßberg. Wenn dich die Geschichte des Bergbaus in der Region interessiert, kannst du einen Zwischenstopp beim Besucherbergwerk im Ort einlegen. Zwischen Straßberg und Silberhütte schlängelt sich die Selke durch ein offenes Tal. Dein Weg verläuft etwas oberhalb am Hang entlang und bietet dir hier und dort schöne Aussichten und Rastmöglichkeiten. Nach einem letzten Anstieg hinter Silberhütte erreichst du schließlich dein Tagesziel Alexisbad. Hier findest du mehrere Unterkunfts- und Einkehrmöglichkeiten..

    Schwer
    06:25
    23,1 km
    3,6 km/h
    360 m
    500 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die heutige Etappe könnte kaum abwechslungsreicher sein. Nachdem du den Rucksack geschultert hast und die ersten Höhenmeter bewältigt hast, erreichst du schnell die Verlobungsurne und passierst den Habichtstein und die Schutzhütte Birkenhäuschen. Hier bieten sich dir schon die ersten Weitsichten ins Selketal. Am Hang entlang gelangst du schließlich auf den Pionierweg, der sogar durch einen kurzen, engen Tunnel führt. Das ist nichts für Wanderer mit Platzangst! Der spannende Stieg und die Aussicht von der Pionierklippe entlohnen dich aber schnell für die Unannehmlichkeiten.

    Vier Kilometer nach dem Start führt dich der Wanderweg an der Köthener Hütte vorbei, die mit ihrem kleinen Glockenturm für mich die schönste Schutzhütte im Harz ist. Es lohnt sich, hier eine Pause einzulegen und die Aussicht zu genießen. Auch auf dem nächsten Kilometer reiht sich ein Aussichtspunkt an den nächsten, bis der Weg schließlich steil ins Selketal hinabführt und du den ehemaligen Hüttenort Mägdesprung erreichst. Wenn du möchtest, kannst du hier das Industriemuseum Carlswerk besichtigen.

    Direkt hinter dem Museum gelangst du über eine Brücke auf die andere Flussseite und folgst nun wieder direkt der Selke. Hier wird das Tal sehr eng und der schmale Weg führt dich durch einen dichten Mischwald zwischen den Klippen entlang und sogar durch einen kurzen Tunnel – ein absolutes Highlight auf dieser Etappe. Kurz darauf weitet sich das Tal und die Bäume weichen einer Wiesenlandschaft. Hier und dort passierst du Viehweiden und kannst Bekanntschaft mit der einen oder anderen Kuh schließen. Die Burg Falkenstein, die hier schon von weitem sichtbar oben am Hang thront, liegt zwar nicht direkt auf dem Selketalstieg, ist aber auf jeden Fall einen Abstecher wert. Sie ist die am besten erhaltene mittelalterliche Burganlage im Harz und bietet mit Museum und Falknerei einige Sehenswürdigkeiten.

    Knapp vier Kilometer später gelangst du schließlich nach Meisdorf. Übernachten kannst du hier entweder im Parkhotel Schloss Meisdorf, im Gasthaus zum Falken am Fuß der Burg Falkenstein oder in verschiedenen Ferienwohnungen im Ort. Essensmöglichkeiten findest du ebenso im Parkhotel, im Gasthaus zum Falken oder im Ortskern von Meisdorf.

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  • Schwer
    05:47
    20,8 km
    3,6 km/h
    410 m
    350 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute ist Tag der Burgen und Schlösser. Vor den Toren des Schloss Meisdorf, in dem nun ein Hotel zu finden ist, führt dich der Selketalstieg Richtung Osten in einen dichten Laubwald. Nach einem gemächlichen Anstieg über die ersten Kilometer erreichst du bald Ballenstedt. Der Selketalstieg führt dich direkt am Schloss Ballenstadt mit seiner prächtigen Parkanlage vorbei – der perfekte Platz für eine ausgedehnte Pause.

    Durch eine Allee aus alten Bäumen geht es weiter Richtung Gernrode. Wo auf der letzten Etappe enge Täler und Klippen das Landschaftsbild geprägt haben, hast du heute immer wieder weite Aussichten ins Harzer Vorland. Ich habe an dieser Stelle einen Abstecher zur wirklich sehenswerten Roseburg eingebaut. Auch hier warten wieder zahlreiche Skulpturen, Wasserbecken und Springbrunnen darauf, besichtigt zu werden.

    Am Waldrand entlang schlenderst du nun bis Gernrode. Hier triffst du wieder auf die Schienen der Selketalbahn. Dein Weg führt dich allerdings nicht in den Ort, sondern in einem Bogen oberhalb der Ortschaft durch den Wald. Von hier oben hast du immer wieder kleine Ausblicke auf Gernrode und die 1000 Jahre alte Stiftskirche St. Cyriakus. Es lohnt sich, einen Abstecher in den Ort zu machen, um die Kirche zu besichtigen. Kurz darauf erreichst du Bad Suderode. Hier findest du eine kleine Auswahl an Restaurants, Hotels und Ferienwohnungen.

    Mittelschwer
    02:33
    9,88 km
    3,9 km/h
    10 m
    120 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Etappe des Selketalstiegs ist kurz und du kannst es daher heute gemütlich angehen lassen. Du wanderst durch den Ort – vorbei an der Alten Kirche und dem denkmalgeschützten Bahnhof am Ortsende. Die historische Bückemühle am Wegesrand ist heute Gaststätte und Pension und weit bekannt für ihre leckeren Fischgerichte.

    Über offene Felder folgst du nun dem Quarmbach Richtung Norden bis nach Quarmbeck. Kurz darauf triffst du wieder auf die Schienen der Harzer Schmalspurbahn, die dich nun bis zum Ortsrand von Quedlinburg begleiten. Auf diesem Abschnitt kannst du im Westen auch die eindrucksvollen Sandsteinformationen der Teufelsmauer sehen.

    Nun hast du es fast geschafft. Nach einer kurzen Pause an der Bode gelangst du durch den Brühlpark in den Ortskern von Quedlinburg. Die UNESCO-Welterbestadt hat einiges an kulturellen und geschichtlichen Sehenswürdigkeiten zu bieten und du kannst dich mit einem leckeren Essen in einem der vielen Restaurants für die Anstrengungen der letzten Tage belohnen. Wenn du von hier wieder zum Startort Stiege zurückkehren möchtest, bietet sich wieder die Selketalbahn an.

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    78,9 km
  • Zeit
    21:26 Std
  • Höhenmeter
    980 m1 340 m

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Auf dem Selketalstieg durch die magische Gebirgswelt des Ostharz