Ruhr Tourismus/Jochen Tack

Industrie, Geschichte, Natur – eine bunte Reise durchs radrevier.ruhr

Fahrrad-Collection von
radrevier.ruhr

Wer beim Ruhrgebiet ans Ende des Bergbaus, Strukturwandel und den Charme vom typischen Ruhrpottdeutsch denkt, der liegt natürlich richtig. Aber das ist lange nicht alles. Als eines der größten Europäischen Ballungsgebiete mitten in Deutschland ist das Ruhrgebiet voller Abwechslung und Kontraste. Es ist liebenswert, lebenswert und auf seine Art charmant. „Ey hömma – glaubze nich? Dann komm ‘ma bei!“ Wir haben für dich acht Touren herausgesucht, die nichts weiter sind, als der eindeutige Beweis dafür, dass der Pott ein wunderbarer Fleck Erde ist, in dem sich es ganz hervorragend radeln lässt.

Unsere sieben Touren stehen für die Vielfalt des Ruhrgebiets. Du radelst durch die Stahlküche, vorbei an alten Hochöfen und Industrieflächen, die heute als Landschaftsparks oder Industriedenkmäler begeistern. Du folgst den Trassen ehemaliger Grubenbahnen, auf denen früher die Kohle transportiert wurde und die heute als herrlich ruhige Radwege durchs grüne Hinterland der Region genutzt werden. Auf den Halden des Ruhrgebiets genießt du wunderbare Ausblicke, während du auf den Radwegen entlang der Flüsse, Seen und Kanäle die ruhige und natürliche Seite der Metropole kennenlernst. All das fasst die erste Tour dieser Collection perfekt zusammen: Unser „Probierstück“ ist eine bunte Radtour mit allem, was das Ruhrgebiet ausmacht.

Mit jeder einzelnen Tour kannst du einen schönen Tag auf dem Rad erleben und in Ruhe das Ruhrgebiet entdecken. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und neben dem gut ausgebauten Radwegenetz lockt der Pott auch mit einem großen kulturellen und kulinarischen Angebot. Es ist ein Leichtes, eine passende Unterkunft zu finden und dank dem dichten Nahverkehrsnetz kommst du auch ohne Auto problemlos überall hin. Kurzum: Das Ruhrgebiet lohnt nicht nur für einen Tagesausflug, sondern ist auch bestens für einen längeren Radurlaub geeignet.

Wenn du noch mehr spannende Radtouren im radrevier.ruhr erradeln möchtest, schau dir doch noch diese Collection an: komoot.de/collection/1623/weite-wiesen-saftige-auen-die-gruene-seite-des-radrevier-ruhr

Auf der Karte

Touren im radrevier.ruhr

  • Leicht
    01:46
    29,7 km
    16,7 km/h
    110 m
    110 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenn du in kurzer Zeit möglichst viele Highlights des Ruhrgebiets mit dem Rad entdecken möchtest, ist das „Probierstück“ perfekt für eine Tour durch die Metropole Ruhr geeignet. Die Route ist kurz, aber vollgepackt mit allem, was das Ruhrgebiet (nicht nur für Fahrradfahrer) zu bieten hat. Du fährst an historischen Industiedenkmälern und Arbeitersiedlungen vorbei, radelst entlang beeindruckender Halden, über schöne Bahntrassen, auf ruhigen Kanaluferwegen und machst Halt an ruhrgebietstypischen Büdchen. Am absoluten Highlight und Ausgangspunkt der Tour, der Zeche Zollverein, kannst du ruhig etwas mehr Zeit verbringen. Das UNESCO-Welterbe ist absolut sehenswert, spannend, unterhaltsam und beeindruckend. Vom Dach der alten Kokerei aus hast du einen atemberaubenden Ausblick aufs Ruhrgebiet – hier oben wirst du noch einmal feststellen, wie grün und vielfältig das Ruhrgebiet sein kann!Mit ihrer Länge von lediglich 29 Kilometern ist die Strecke auch für Gelegenheitsradler prima zu bewältigen. Familien mit Kindern können wir diese RevierRoute ebenfalls sehr empfehlen, da sie abseits des Straßenverkehrs verläuft und nur sehr wenige Kreuzungen überquert werden müssen.

  • Mittelschwer
    03:17
    48,6 km
    14,8 km/h
    180 m
    190 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Das Ruhrgebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Früher bollerten hier die Hochöfen und wurde die Kohle aus dem Untergrund gefördert. Wo sich damals die Berg- und Stahlarbeiter abrackerten, stehen heute Cafés, Restaurants, Freizeit- und Erlebniszentren. Diese rund 47 Kilometer lange Tour steht ganz im Zeichen dieser großflächigen Veränderungen.Und somit beginnt die Tour auch an einem der markantesten Objekte der Industriekultur des Potts: am Gasometer in Oberhausen. Sein Anblick ist beeindruckend und ein Besuch lohnt sich. Im Inneren gibt es wechselnde Ausstellungen und ein Blick vom Dach aufs Ruhrgebiet ist allemal atemberaubend. Vorbei am Centro – der größten Einkaufsmeile Europas – startest du über den grünen Pfad zum Landschaftspark Duisburg-Nord, der ebenfalls ein Paradebeispiel des Strukturwandels darstellt. Heute befindet sich hier ein kulturelles Zentrum, in dem Konzerte veranstaltet werden, wo man sich an Kletterwänden austoben kann oder wo man einfach die skurrile Atmosphäre mit einem Mix aus Stahl, Rost und grüner Natur genießt. Im weiteren Verlauf radelst du ans Ufer des Rheins und passierst dabei das ThyssenKrupp-Werk, das im Gegensatz zu vielen anderen Industriebauten entlang der Strecke noch in Betrieb ist. Immer wieder kannst du hier tolle Blicke auf Hochöfen und andere Industrie-Gebäude werfen, die vor allem in der Dämmerung und bei Sonnenuntergang eine ganz besondere Atmosphäre schaffen, die es so nur im Ruhrgebiet gibt. Gegen Ende der Tour rollst du über eine ehemalige Bahnstrecke entspannt zurück zum Ausgangspunkt. Die Hoag-Trasse ist ein besonders schönes Beispiel dafür, wie man im Ruhrgebiet Altes mit Neuem verbindet und dabei die Geschichte und Kultur vergangener Tage bewahrt. Das Gasometer erreichst du spielend leicht, egal ob per Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Entlang der Strecke bieten sich zahlreiche Variationen an. So hast du zum Beispiel Anbindung an den beliebten Ruhrtalradweg. Auch um dein leibliches Wohl brauchst du dich nicht zu sorgen, denn unterwegs kommst du an zahlreichen Restaurants, Cafés und sogar an einigen Brauhäusern vorbei.

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  • Mittelschwer
    02:57
    46,0 km
    15,6 km/h
    270 m
    270 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nichts verbindet man mehr mit dem Ruhrgebiet, als den Bergbau. 2018 ging diese Ära jedoch zu Ende, als mit der Zeche Prosper Haniel auch die letzte Steinkohlezeche im radrevier.ruhr geschlossen wurde. Auf dieser Tour tauchst du aber nochmal ein in die spannende Geschichte des Bergbaus, die du im Pott nach wie vor an vielen Stellen mit allen Sinnen erleben kannst.Los geht‘s an einem der absoluten Highlights im ganzen Ruhrgebiet: dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Hier einfach nur vorbeizuradeln, wäre beinahe Frevel. Am besten planst du also vor oder nach deiner Tour genügend Zeit ein, um zum Beispiel an einer der interessanten Führungen teilzunehmen und dem Ruhr-Museum einen Besuch abzustatten. Ganz nebenbei kannst du so vom Dach der ehemaligen Kohlewäsche eine absolut atemberaubende Aussicht über das gesamte Ruhrgebiet genießen.Über die schöne Bahntrasse Nordsternweg machst du dich anschließend auf den Weg. Die Schurenbachhalde in Essen sowie der Nordsternpark in Gelsenkirchen sind empfehlenswerte Abstecher abseits der Tour und auch wenig später in Bottrop lohnt sich ein kleiner Schlenker vom Hauptweg weg. Zugegeben, die Auffahrt hoch zum Tetraeder ist ein bisschen anstrengend, lohnt sich aber allemal: Auch hier erwartet dich eine tolle Aussicht und auch das Tetraeder ist eins der Top-Highlights der ganzen Region. Nun radelst du weiter, vorbei an Oberhausen und zurück in Richtung Essen. Vom ruhigen Hexbachtal, das einen schönen Kontrast zum sonst eher städtischen Umfeld darstellt, gelangst du auf den „RS1“, den Radschnellweg, der das Vorzeigeprojekt deutscher Fahrrad-Infrastruktur ist. Auf einem rund zehn Kilometer langen Abschnitt ist er fertig – hier kannst du bereits erleben, wie der Radweg sich später über 100 Kilometer lang durchs gesamte Ruhrgebiet ziehen wird. Kurz bevor du wieder am Ausgangsort der Tour ankommst, empfiehlt sich noch eine Pause im schönen Radcafé „Radmosphäre“, das zu einer gemütlichen Rast am schönen Niederfeldsee einlädt.Den Ausgangspunkt der Tour erreichst du leicht per Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch direkt mit dem Rad. Unterwegs bieten sich unzählige Möglichkeiten für kleine Abstecher. Ob interessante Sehenswürdigkeiten oder um dich zu stärken – diese Tour ist Abwechslung pur!

  • Mittelschwer
    03:36
    56,4 km
    15,7 km/h
    320 m
    320 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wer noch nie im Ruhrgebiet außerhalb der großen Stadtzentren unterwegs war, der wird kaum glauben, wie grün es im Umland ist. Diese Radtour ist der Beweis dafür, dass der Pott schon lange nicht mehr grau und verstaubt, sondern herrlich ruhig und grün ist. Auf der RevierRoute „GartenStadt – Kontraste erfahren“ bekommst du die geballte Schönheit von Flora und Fauna im radrevier.ruhr zu sehen – und das nahezu ohne Straßenverkehr. Die rund 48 Kilometer lange Rundtour ist ein bisschen hügelig – ebenso aber total idyllisch und vor allem so verkehrsarm, dass sie trotzdem bestens auch für Kinder geeignet ist. Du bist fast ausschließlich auf den attraktiven Routen unterwegs, die extra für Radfahrer angelegt wurden. Du startest am Mülheimer Hauptbahnhof und biegst direkt auf den „RS1“ ab, den deutschen Vorzeige-Radschnellweg, der dich auf breitem Wege in Richtung Essen bringt. Hier wechselst du auf die Grugatrasse – ein Abstecher in den grünen Grugapark bietet sich an. Auf dem Weg runter zur Ruhr kommst du an der Gartenstadt Margarethenhöhe vorbei. Einst als Arbeitersiedlung angelegt, gilt sie als eine der schönsten Siedlungen des Ruhrgebiets. Wenn du magst, kannst du hier einen Abstecher für eine Pause nutzen.Der Ruhrtalradweg, einer der beliebtesten Radwege Deutschlands, führt dich nun entlang des Baldeneysees zu den historischen Stadtteilen von Werden und Kettwig. Hier lohnt es sich, kurz in die historische Fachwerk-Altstadt zu rollen – die gemütlichen Cafés laden hier jedenfalls zu einer kleinen Rast ein. Danach fährst du durch die malerischen Ruhrauen zurück zum Mülheimer Hauptbahnhof.Da es sich um einen Rundkurs handelt, kannst du natürlich überall in die Route einsteigen. Unsere Tour beginnt am Mülheimer Hauptbahnhof und ist daher besonders für die Anreise mit der Bahn geeignet. Die Route kreuzt an vielen Stellen andere beliebte Radwege durch den Ruhrpott, sodass du die Tour nach Belieben variieren kannst.

  • Mittelschwer
    02:12
    34,9 km
    15,9 km/h
    260 m
    260 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nirgendwo sonst gibt es ein so dichtes und gut ausgebautes Radwegenetz auf alten Bahntrassen, wie im Ruhrgebiet. Wo früher die Eisenbahnen Rohstoffe in die Fabriken brachten oder Kohle transportierten, rollst du heute lautlos durchs ruhige Hinterland der ehemaligen Industriehochburg. In der Regel verlaufen die alten Trassen fernab des Verkehrs und ohne nennenswerte Steigungen. Im Zuge der Deindustrialisierung ist hier ein Netz außergewöhnlich guter Radwege entstanden.Du startest die mit 36 Kilometern eher kurze Tour an der Jahrhunderthalle in Bochum. Genug Zeit also, um diesen spannenden Ort ein wenig zu erkunden – die Mischung aus alten Industriebauten und grüner Oase trägt zu einer bemerkenswerten Atmosphäre bei. Hier treffen Alt und Neu aufeinander und es gibt viele schöne Pausenplätze, an denen du diese tolle Stimmung auf dich wirken lassen kannst. Dann geht es los: Über die Erzbahntrasse fährst du in Richtung Gelsenkirchen, wo ein Stopp bei Holgers Erzbahnbude eigentlich Pflichtprogramm ist. An der kultigen Bude treffen sich Rennradfahrer, E-Biker und Genussradler, um gemeinsam einen Kaffee, ein Stück Kuchen und manchmal sogar Livemusik zu genießen. Im Sommer ist hier selbst am späten Abend noch was los.Weiter geht es dann über die Kray-Wanner-Bahn ins Ruhrtal zum Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen. Für das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands kannst du ruhig auch wieder etwas Zeit einplanen und vielleicht hast du ja sogar Lust auf eine Fahrt mit der Museumseisenbahn. Über den Springorum-Radweg geht es dann wieder zurück nach Bochum. Wenn du noch Lust auf ein Abendprogramm hast, können wir dir eine Kneipentour im berüchtigten Bermudadreieck empfehlen oder – etwas gediegener – einen Besuch im bekannten Musical „Starlight Express“.

  • Schwer
    03:43
    56,8 km
    15,3 km/h
    460 m
    460 m
    Fähre
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Diese Tour ist unter Ruhr-Radlern schon ein echter Klassiker: Von Ruhr zu Ruhr – der Name ist Programm. Du startest in Hattingen entlang der Ruhr, verlässt den Fluss dann für einen hügeligen Abstecher über die „Kohlenbahn-Trasse“ und erreichst nach rund 57 Kilometern wieder den Fluss, der nicht nur dieser Tour seinen Namen verlieh.Los geht’s in Hattingen, wobei du die Wahl hast, ob du per Bahn oder Auto anreisen möchtest. Wenn du mit der Bahn kommst, startest du einfach am Bahnhof. Mit dem Auto empfehlen wir dir, direkt an der Henrichshütte zu beginnen, denn hier befinden sich viele Parkplätze. Von hier aus fährst du zum Ufer der Ruhr, wo du für einige Kilometer dem Ruhrtalradweg folgst. Hier genießt du die schöne Flusslandschaft und den Kemnader See, an dem du dir ein leckeres Eis gönnen kannst. Direkt am großen Parkplatz steht im Sommer bei gutem Wetter immer ein Eiswagen, der dich mit der süßen Leckerei versorgt. Wenig später steht schon die nächste Pause an, wenn du per Fähre die Ruhr überquerst. Die kleine Ruhrtalfähre ist extra für Spaziergänger und Radler gedacht und bringt dich lautlos (da mit Elektroantrieb) ans andere Ufer. Kurz darauf kannst du in der Zeche Nachtigall eine Menge über die Anfänge des Bergbaus im Ruhrgebiet lernen und dabei sogar in einen kleinen Besucherstollen einfahren.Nun hast du erstmal genug Pausen gemacht. Im weiteren Verlauf steht das Radfahren im Vordergrund und das auf einer wirklich reizvollen Strecke. Der erst kürzlich eingeweihte Radweg auf der ehemaligen Trasse der Elbschetalbahn ist genauso ein Highlight, wie die ruhig gelegene Kohlenbahn, über die du stets leicht bergab zurück nach Hattingen kommst. Hier wartet noch ein weiterer Höhepunkt auf dich, das LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen. Solltest du noch Zeit haben, dann besuch unbedingt dieses atemberaubende Gelände, auf dem der heute älteste Hochofen im Ruhrgebiet steht.

  • Mittelschwer
    03:01
    42,9 km
    14,2 km/h
    290 m
    290 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf dieser Tour gehst du auf Tuchfühlung mit dem schwarzen Gold des Ruhrgebiets, mit der Kohle. Diese hatte noch einen langen Weg vor sich, nachdem sie aus der Tiefe der Bergwerke ans Tageslicht befördert wurde. In der Kokerei wurde sie bei hohen Temperaturen zu Koks verarbeitet und dann schlussendlich in den Hochöfen der Stahlproduktion verfeuert. Dieser Weg der Kohle hat Spuren hinterlassen, die du auch heute noch entdecken kannst. Auf den rund 40 Kilometern dieser Tour begibst du dich auf Entdeckungsreise.Die Fahrt beginnt in Dortmund an der Zeche Zollern, eine der schönsten Industrieanlagen aus der Kohlezeit im Pott. Kaum vorstellbar, dass die schlossartige Anlage in den 1960er Jahren beinahe abgerissen worden wäre. Stattdessen markiert sie heute den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland und beherbergt eine Dauerausstellung, die die Geschichte des Bergwerks und der Menschen, die hier arbeiteten, erzählt. Bevor es also richtig losgeht, lohnt es sich, für eine Besichtigung der Anlage etwas Zeit einzuplanen.Dann radelst du los. Größtenteils über alte Bahntrassen machst du dich auf den Weg. Früher rasselten hier die Güterzüge voll mit Kohle durchs Ruhrgebiet, heute sind die ehemaligen Bahntrassen herrliche Radwege, die du voll und ganz genießen kannst. Entlang der Emscher streifst du Dortmund und falls du noch Zeit und Power hast, lohnt sich hier ein kleiner Abstecher nach Phoenix West, wo du eine alte Hochofenanlage über einen „Skywalk“ hautnah erleben kannst. Außerdem lädt die Bergmann Brauerei mit Biergarten hier zu einer kulinarischen Pause ein. Mit der Kokerei Hansa erreichst du dann einen weiteren Höhepunkt auf der Route. Bis 1992 wurde hier noch Koks hergestellt – heute erzählt ein Erlebnispfad von dieser Zeit. Vom Kohlenturm aus hast du ein herrliches Panorama über die Anlage. Bevor du den Ausgangspunkt der Tour erreichst, kannst du auf den letzten Kilometern nochmal das idyllische Naturschutzgebiet Dellwiger Bach genießen.An der Zeche Zollern gibt es Parkplätze, sodass du entspannt mit dem Auto anreisen kannst. Noch einfacher geht’s per Regionalbahn: Die Linie RB42 fährt dich vom Dortmunder Hauptbahnhof zur Haltestelle Dortmund Bövinghausen – von hier ist es ein Katzensprung bis zur Zeche. Am schönsten ist aber zweifelsohne die Anreise mit dem Fahrrad: Über die Radwanderwege R10 und R31 sowie über den Emscherpark-Radweg gibt es viele schöne Routen hierher, die bereits die Anreise zum Start der Tour zu einem herrlichen Erlebnis machen.

  • Mittelschwer
    02:45
    43,6 km
    15,9 km/h
    240 m
    250 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenn du denkst, im Ruhrpott rollst du immer nur flach vor dich hin, täuschst du dich. Denn auch hier gibt es richtige „Berge“ mit steilen Auffahrten und tollen Ausblicken. Zugegeben, diese Berge sind nicht natürlichen Ursprungs: Zu Hochzeiten der Industrie im Ruhrgebiet sind aus der Aufschüttung von Abraum, Schlacke und Bauschutt große Halden entstanden, die die Landschaft des Ruhrgebiets nachhaltig verändert haben. Wo früher jedoch unwirtliche Mondlandschaften waren, findest du heute eine abwechslungsreiche, renaturierte Hügellandschaft, die sich bestens eignet, um mit dem Fahrrad entdeckt zu werden.Diese Tour widmet sich auf 38 Kilometern den Bergen des Ruhrgebiets, den Halden. Du startest in Essen und knöpfst dir nacheinander die Halden Rheinelbe, Pluto, Hoppenbruch und Hoheward vor. Dabei streifst du die Halden jeweils nur. Wenn du ihre „Gipfel“ erklimmen möchtest, fügst du der Tour noch einiges an Höhenmetern und Distanz hinzu. Am Fuße der Halden erklärt es sich jeweils von selbst, wo es nach oben geht und auch wenn dadurch diese Tour etwas anstrengender wird, solltest du dir hier und da die tolle Aussicht von ganz oben aufs Ruhrgebiet nicht entgehen lassen.Neben den Halden warten auf dieser Tour noch mehr Highlights auf dich. Für das UNESCO-Welterbe Zollverein solltest du unbedingt Zeit einplanen und auf der Erzbahntrasse ist eine Pause in Holgers Erzbahnbude eigentlich Pflicht. Ganz nebenbei ist der Weg im wahrsten Sinn des Wortes bereits das Ziel: Die Tour führt dich größtenteils über herrliche ruhige Bahntrassenradwege, die einfach ein Genuss sind!Diese Tour startet am Essener Hauptbahnhof und endet in Recklinghausen. Von hier aus kannst du ganz einfach per Bahn zurück zum Ausgangspunkt fahren: Mit dem Regionalexpress RE42 dauert das gerade mal 20 Minuten.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    359 km
  • Zeit
    23:17 Std
  • Höhenmeter
    2 140 m

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radrevier.ruhr