Seen, Sorben, Saure Gurken – 6 Etappen auf dem Spreeradweg

Fahrrad-Collection von
komoot

Zwischen Dresden und Zittau entspringt die Spree, der längste Nebenfluss Deutschlands. Auf ihrem Weg nach Berlin bahnt sie sich einmal quer durch den wilden Osten und führt dich an den Lausitzer Seen vorbei, durch den Spreewald und immer wieder in Städte und Dörfer, in denen du die sorbische Kultur erleben kannst.

Die 375 Kilometer vom Quellgebirge bis nach Berlin-Köpenick haben wir für dich in sechs mittelschwere Etappen unterteilt, die alle zwischen 55 und 70 Kilometer lang sind. Wirklich hügelig ist nur der erste Tag, da du zur Spreequelle am Kottmar hinauffährst. Tag für Tag werden die Etappen flacher, aber nicht weniger abwechslungsreich.

Während die Spree im Oberlauf ein romantischer Bach ist, verzweigt sie sich im Biosphärenreservat Spreewald in ein Labyrinth aus Flüssen und Kanälen und fließt als stattlicher Fluss stolz in die Bundeshauptstadt. Dazwischen findest du hunderte Seen, Teiche und Tümpel. Viele entstanden durch Menschenhand, die Spree wird immer wieder aufgestaut und die Kohlegruben wurden geflutet. Dadurch entstanden herrliche Naherholungsgebiete und perfekte Landschaften für die Fahrradtour.

Doch auch kulturell ist diese Collection abwechslungs- und facettenreich. Dass du durch das Land der Sorben fährst, siehst du nicht nur an den zweisprachigen Ortsschildern. In mehreren Museen oder auch in einem Sagenpark lernst du einiges über die slawische Bevölkerung. Außerdem liegen immer wieder interessante Städte auf deinem Weg, wie Bautzen, Cottbus und Fürstenwalde oder mittelalterliche Burgen und Dörfer.

Der Spreeradweg ist sehr beliebt, entsprechend gut ist die Infrastruktur größtenteils ausgebaut. Dennoch findest du abseits der Route immer wieder kleine Seen, an denen du völlig alleine bist. Viele Radwege sind asphaltiert oder gut fahrbare Schotterpisten. Hin und wieder triffst du aber auch auf das gute alte „Honecker-Parkett“, also Betonplattenwege. Für Verpflegung sorgen unterwegs viele Gasthäuser und auch Supermärkte in den Städten und Orten. Ebenso findest du eine Vielzahl unterschiedlicher Unterkünfte, vom Campingplatz zum Wellnesshotel. Eine gute Orientierung bietet dir spreeradweg.de.

Zum Ausgangspunkt Ebersbach kannst du unkompliziert von Dresden aus mit der Bahn anreisen und das Ziel ist an die Berliner S-Bahn angebunden. Am Ostrand von Berlin angekommen endet der offizielle Spreeradweg. Wenn du noch 30 Kilometer drauflegst, kannst du entlang des Europaradweges R1 einmal quer durch Berlin bis nach Spandau fahren, wo die Spree in die Havel mündet. Ein spannender Kontrast zu den einsamen Landstrichen Brandenburgs und Sachsens.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    03:30
    54,8 km
    15,7 km/h
    410 m
    570 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Vor dir liegt ein wunderschöner und sehr abwechslungsreicher Radweg entlang der Spree, des längsten Nebenflusses in Deutschland.

    Los geht es in Ebersbach, das du gut mit dem Zug erreichst. Du kannst auch etwas näher an der Quelle in Eibau starten, dort halten allerdings nicht so viele Züge.

    Da die Spree am Kottmar in einer luftigen Höhe von 478 Metern entspringt, startest du mit einem sanften Anstieg, der mit einer knackigen Steigung durch den Rotbuchen- und Fichtenwald endet.

    Nach der Abfahrt überwindest du noch den Lerchenberg, bevor du in Neugersdorf am Spreeborn vorbei fährst (komoot.de/highlight/214547), der historischen Quelle am Zusammenfluss der drei Spreequellarme.

    Etwas hügelig führt dich der Weg der tschechischen Grenze entlang und später durch bezaubernde sorbische Dörfchen. Mehrere steinerne Brücken überspannen die Spree, die sich hier romantisch in unzähligen Mäandern durch die Landschaft schlängelt.

    Die hügeligste Etappe deiner Reise endet in der historischen Hauptstadt der Oberlausitz Bautzen / Budyšin. Von der Friedensbrücke aus hast du den schönsten Blick auf die gut erhaltene Altstadt, die von der Michaeliskirche und der Alten Wasserkunst, einem ehemaligen Wasserversorgungsbauwerk, beherrscht wird. Neben einer Vielzahl historischer Bauten zählt auch die Gedenkstätte Bautzen, die an das ehemalige Gefängnis erinnert, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Eine ganz besondere Kirche findest du mitten in der verwinkelten Altstadt, den Petridom. Quer durch den Dom verläuft ein Gitter, der den katholischen und den evangelischen Teil der Simultankirche trennt.

  • Mittelschwer
    04:13
    72,1 km
    17,1 km/h
    240 m
    350 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute hast du die längste Etappe deiner Reise vor dir, dafür aber insgesamt viel weniger Steigungen. Los geht's über die Friedensbrücke mit einem schönen Blick auf Bautzen, deren Altstadt du direkt an der Spree umrundest.

    Der heutige Tag ist geprägt von zahllosen Seen und Teichen. Viele davon sind künstlich angelegt, etwa um Strom zu erzeugen oder es handelt sich um ehemalige Braunkohlegruben.

    Die meisten künstlichen Gewässer wurden renaturiert und ein Teil bildet das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Außerdem ist die Oberlausitz ein tolles Naherholungsgebiet, teilweise mit belebten Sandstränden, meist auch mit einem FKK-Bereich. Aber auch wenn du mal für dich alleine eine Abkühlung suchst, wirst du etwas abseits des Radweges fündig. Es sind genug Seen für alle da.

    Das historische Schmuckstück deiner heutigen Etappe ist das Schloss Uhyst. Dem neoklassizistisch umgebauten barocken Herrensitz siehst du den Glanz vergangener Zeiten an. Heute steht das enorme Gebäude kurz vor dem Verfall und zum Verkauf. Träumst du immer schon von deinem eigenen Schloss? Dann schlag zu.

    Oder du folgst weiter der Spree bis nach Spremberg / Grodk. Dein Etappenziel trägt nicht umsonst den Beinamen "Perle der Lausitz", denn trotz mehrerer Zerstörungen ist die historische Altstadt auf der Spreeinsel sehenswert. Aber auch die Freilichtbühne und das Schloss am Schwanenteich sind einen Abstecher wert.

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  • Mittelschwer
    03:37
    56,4 km
    15,6 km/h
    160 m
    200 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute erwartet dich eine ausgesprochen schöne Strecke mit gut ausgebauten Radwegen und du siehst die Spree in unterschiedlichen Facetten, wie etwa nördlich von Spremberg, wo sie zu einem großen See aufgestaut wird oder am Nachmittag im Spreewald, wo sich die Spree in ein Flusslabyrinth verwandelt.

    Ziemlich genau nach der Hälfte deiner Tagesetappe liegt Cottbus / Chóśebuz, das sich sehr gut für eine Mittagspause eignet. Bei einem Spaziergang durch die Stadt entdeckst du interessante Gebäude verschiedener Epochen, wie das Staatstheater im Jugendstil, Barockhäuser am Markt, dem Spremberger Turm aus dem 13. Jahrhundert oder das sowjetisch-futuristische Planetarium.

    Du folgst der Spree aus der Stadt hinaus an der Spreewehrmühle vorbei. Langsam beginnt sich die Spree zu verzweigen und immer mehr Kanäle, Sümpfe und Teiche liegen entlang des Radweges: du bist im Spreewald angekommen. Vorher kannst du aber noch einen kleinen Umweg einlegen. Der Radweg am Hammergraben (komoot.de/highlight/245221) führt dich durch eine besonders schöne Teichlandschaft, deren Ufer als Kontrast zur Natur von einem enormen Kohlekraftwerk dominiert wird.

    Im Herzen des Oberspreewaldes liegt dein Etappenziel Burg / Bórkowy, bekannt für die Therme mit dem Heilquellwasser. Sehenswert ist aber auch der Kur- und Sagenpark mit Skulpturen aus der sorbischen Sagenwelt.

  • Mittelschwer
    03:44
    63,2 km
    16,9 km/h
    130 m
    140 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die vierte Etappe des Spreeradweges steht ganz im Zeichen des Spreewaldes. Berühmt ist der Spreewald ganz klar für die köstlichen Gurken und die Touristen, die per Kahn durch das weit verzweigte System der Kanäle gefahren werden.

    Aber der Spreewald kann mehr. Er ist nämlich auch ein Biosphärenreservat der UNESCO, das sich zum Ziel gesetzt hat, die einmalige Landschaft zu schützen. Wälder, Feuchtwiesen, Flüsse und Kanäle bilden ein riesiges Biotop, wo sich rund 18.000 Tier- und Pflanzenarten wohl fühlen.

    Im kleinen Städtchen Lübben mit seinem sehenswerten Schloss findet die kurzzeitige Wiedervereinigung der unzähligen Spreearme statt, bevor sich die Spree im Unterspreewald wieder verzweigt und viele kleine und große Teiche bildet.

    Mal auf Schotter, mal auf Asphalt, aber immer flach schlängelst du dich mit deinem Fahrrad durch die vom Wasser geprägte Landschaft bis Alt-Schadow / Stary Škódow, einem beschaulichen Örtchen am Nordende des Reservates, wo deine heutige Etappe endet.

  • Schwer
    04:16
    69,3 km
    16,3 km/h
    250 m
    250 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Du hast den Spreewald verlassen und fährst nun durch dichte Auwälder der immer breiter werdenden Spree entlang, die du heute öfters überquerst. In Leißnitz jedoch nicht über eine Brücke, sondern mit der letzten handbetriebenen Fähre in Brandenburg.

    Links oder rechts der Spree, die hier mehrere Seen und ein paar Seitenarme gebildet hat, fährst du nach Beeskow, dem Tor zur Niederlausitz. Der Ort wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und nach und nach wieder aufgebaut. Heute erstrahlt Beeskow wieder im mittelalterlichen Glanz.

    Auf der Spreeinsel im Zentrum des Ortes steht die Burg Beeskow. Heute ist sie ein Bildungszentrum, beherbergt aber auch ein Museum mit Kunst in der DDR, ein Regionalmuseum mit Mittelaltermagazin und Folterkeller sowie ein Musik-Museum.

    Durch dichte Wälder folgst du der Spree und kommst nach insgesamt fast 70 Kilometern in Fürstenwalde an. Viele schön angelegte Parks durchziehen die Stadt, die den Beinamen "Grüne Stadt an der Spree" zurecht trägt.

  • Mittelschwer
    03:30
    59,2 km
    16,9 km/h
    210 m
    210 m
    Fähre
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Zum Abschluss deiner Reise folgst du 38 Kilometer den Flussschleifen der Spree bis nach Erkner. Offiziell bist du nun am Ende des Spreeradweges angekommen und kannst hier in den Zug in Richtung Berlin steigen.

    Optionale Verlängerung

    Wir zeigen dir noch einen schönen und interessanten Weg weiter bis Köpenick. Von hier bist du ebenfalls mit der Bahn schnell im Zentrum von Berlin.

    Auf deinen letzten Kilometern machst du eine Runde durch die Wochenendhaussiedlung Klein-Venedig und fährst weiter nach Rahnsdorf mit seinem hübschen, kleinen Dorfkern.

    Hier überquerst du die Spree mit der Fähre F23, die Dienstag bis Sonntag stündlich fährt. Oder mit der letzten Ruderfähre Deutschlands, der Linie F24, die am Wochenende fährt. Laut Fahrplan findet einmal pro Stunde eine Überfahrt statt, aber wenn du dem Fährmann in seinem Häuschen winkst, holt er dich ab und auch Fahrräder finden Platz auf dem kleinen Ruderboot.

    Das große Finale deiner Reise ist die Fahrt um den Müggelsee, dem sehr beliebten Naherholungsgebiet im Osten Berlins. Herrliche Radwege laden zum Erkunden ein und viele Strände zum Baden. Bevor du den Bahnhof Köpenick erreichst, fährst du noch durch die Altstadt und am Schloss vorbei.

    Wenn du bis Spandau, wo die Spree in die Havel mündet, weiterfahren möchtest, kannst du dem Europaradweg R1 folgen und hast somit den längsten Nebenfluss Deutschlands von der Quelle in Sachsen bis zur Mündung in Berlin erradelt.

Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    375 km
  • Zeit
    22:50 Std
  • Höhenmeter
    1 390 m
    1 720 m

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