Einsam. Alpin. Atemberaubend. Der Pfunderer Höhenweg

Wander-Collection von
komoot

Auf einsamen Wanderwegen von Hütte zu Hütte, hoch oben, durch wilde Natur vor atemberaubendem Panorama – das gibt es tatsächlich, etwas abseits der üblichen Ameisenstraßen der Alpen. Und weil du es bist, verraten wir dir auch wo: auf dem Pfunderer Höhenweg in den Zillertaler Alpen in Südtirol. Hier sind die Chancen groß, dass du außer dem Hüttenwirt den ganzen Tag niemanden triffst – außer natürlich Kühe, Murmeltiere, Alpendohle und manchmal sogar Steinböcke. Der Pfunderer Höhenweg führt dich in fünf bis sechs Etappen von Sterzing im Eisacktal über die spannendsten Scharten und durch die ursprünglichsten Täler der Pfunderer Berge bis nach Bruneck. Hier erlebst du die Alpen heute immer noch genauso einsam und ursprünglich, wie vor hunderten von Jahren. Dementsprechend sind die Berghütten rar gesät und auf den einzelnen Etappen solltest du in jedem Fall ausreichend Wasser und Proviant dabei haben. Ebenfalls ins Gepäck gehören Bergerfahrung, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition – der Pfunderer Höhenweg führt dich nämlich auf schmalen Pfaden über steile Wiesenhänge, hinauf zu felsigen Scharten und durch eindrucksvolle Blockhalden. Kurzum, ein Traum für jeden erfahrenen Bergwanderer. Wir stellen dir hier die sechstägige Variante vor. Dazu übernachtest du zwischen der dritten und vierten Etappe im rustikalen Walter-Brenninger-Biwak. Alternativ kannst du Tag drei und vier zu einer Megaetappe zusammenlegen und die Tour so auf fünf Etappen abkürzen. Egal wie du dich entscheidest, unvergesslich wird es in jedem Fall.

Auf der Karte

Alle Etappen des Pfunderer Höhenwegs

  • Schwer
    06:09
    15,3 km
    2,5 km/h
    1 470 m
    410 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    In der Südtiroler Gemeinde Sterzing, mitten im schmalen Eisacktal gelegen, beginnt deine Tour auf dem Pfunderer Höhenweg. Startpunkt ist der Bahnhof. Gleich daneben findest du einen Supermarkt, wo du dich noch einmal mit Proviant eindecken kannst, danach geht's los.

    Am Ufer des Pfitscher Bachs wanderst du zunächst ins Nachbardorf Wiesen und triffst hier auf die Beschilderung des Pfunderer Höhenwegs: ein roter Punkt mit weißer Umrandung. Über Weiden und vor allem durch romantische Bergwälder geht es in Kehren stetig bergauf. Kurz unterhalb vom Höllenkragengipfel lässt du die Baumgrenze hinter dir und dich erwartet ein fantastischer Ausblick über die Gipfel der Pfunderer Berge und hinab ins Eisacktal.

    Nachdem du den Höllenkragen überschritten hast, geht es auf Wiesenhängen zum Trenser Joch. Über einen schmalen Pfad wanderst du entlang der steilen Hänge bis zum heutigen Etappenziel, der urigen Simile-Mahd-Alm.

  • Schwer
    05:38
    9,85 km
    1,7 km/h
    1 050 m
    790 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Nach einer geruhsamen Nacht auf der Simile-Mahd-Alm führt dich der Pfunderer Höhenweg gleich zu Beginn weiter bergauf. Erst durch einen lichten Bergwald, dann über karge Wiesen und schließlich über felsiges Blockgelände erklimmst du Höhenmeter um Höhenmeter. Aber jeder Schritt wird belohnt: Je höher du kommst, umso spektakulärer wird die Aussicht.

    Ein absoluter Höhepunkt der heutigen Etappe ist dann der Wilde See, einer der höchst gelegenen und größten Bergseen der Zillertaler Alpen. Besonders schön: Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage hast du den romantischen Ausblick meist ganz für dich allein.

    Am Ufer des Sees angekommen, hast du nun die Wahl: Entweder du steigst nach links weiter auf und erklimmst so die Wilde Kreuzspitze, mit 3.132 Metern der höchste Gipfel der Pfunderer Berge. Von der Wildspitze führt dich der Weg dann bergab zum Rauhtaljoch. Oder du lässt es etwas ruhiger angehen und wanderst oberhalb vom See direkt zum Rauhtaljoch.

    Vom Joch aus hast du eine fantastische Aussicht hinab ins wildromantische Rauhtal. Durch das Tal führt dich schließlich auch der Pfunderer Höhenweg bis zur Brixner Hütte, dem heutigen Etappenziel.

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  • Schwer
    06:13
    10,7 km
    1,7 km/h
    900 m
    1 020 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Erster Programmpunkt der dritten Etappe: Aufstieg über felsiges Gelände hinauf zur Steinkarscharte. Achte hier unbedingt auf die Wegmarkierungen, denn abseits vom Pfad ist das Gelände zum Teil rutschig und das feine Geröll gibt unter den Füßen nach. Wenn du den Markierungen folgst, kommst du aber sicher bis zur Scharte. Dort wirst du erstmal mit einer tollen Aussicht auf die umliegenden Gipfel belohnt.

    Im Anschluss geht es erst in Serpentinen und dann auf einem gut begehbaren Pfad hinab ins Tal. Wenn du dich ruhig verhältst, hast du hier gute Chancen Steinböcke und Murmeltiere zu entdecken. Beim Abstieg wird die Landschaft wieder ein wenig lieblicher. Im Talkessel blickst du über weite Wiesen, überquerst mehrere Bäche und kleine Flüsse und passierst die Ruinen einer alten, verlassenen Alm.

    Vom Tal aus führt dich der Pfunderer Höhenweg natürlich auch wieder bergauf. Es geht hinauf zur Dannelscharte. Nachdem du die Passhöhe überschritten hast, folgst du dem Pfad bis zur nächsten Wegkreuzung. Hier verlässt du den Pfunderer Höhenweg und wanderst nach rechts bis zum wenige Minuten entfernten, rustikalen Walter-Brenninger-Biwak.

  • Schwer
    03:06
    5,19 km
    1,7 km/h
    640 m
    260 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Mit fünf Kilometer Strecke und knapp 700 Meter Höhenunterschied im Aufstieg gehört die vierte Etappe zu den kürzeren Touren auf dem Pfunderer Höhenweg. Aber lass dich nicht von den Zahlen täuschen: Mit der Gaisscharte erwartet dich heute auch der abenteuerlichste und zugleich spektakulärste Passübergang des gesamten Höhenwegs.

    Zunächst wanderst du vom Walter-Brenninger-Biwak zurück zum Pfunderer Höhenweg. An der Weggabelung biegst du nach rechts ab und steigst auf schmalen Pfaden erst über karge Bergwiesen und dann durch Blockgelände hinauf zur Gaisscharte. In kurzer Kraxelei geht es auf den letzten Metern zum schmalen Felsdurchbruch und auf der anderen Seite erwarten dich rund 30 Meter Kletterpartie. Eisentritte und Drahtseile unterstützen dich, doch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier absolut Pflicht.

    Über Schutthalden und felsige Pfade wanderst du dann weiter. Bald erblickst du unter dir im Talkessel den malerischen Eisbrugsee. Direkt darüber, ganz am Ende des Tals, thront in luftiger Höhe die Edelrauthütte, das Ziel der vierten Etappe. Der schmale Bergpfad verläuft sanft bergab, bis du die moderne Hütte erreichst.

  • Schwer
    06:38
    14,7 km
    2,2 km/h
    810 m
    1 050 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die fünfte Etappe beginnt erstmal ganz gemütlich. Nach dem Hüttenfrühstück führt dich der Pfunderer Höhenweg auf einem gut begehbaren Bergpfad am Eisbrugbach entlang sanft bergab und am Eisbrugsee vorbei – so vergehen die ersten Stunden wie im Flug. Erst nach rund vier Kilometern verlässt du den Bachlauf und steigst einige Meter zur Kuhscharte hinauf – der Blick zurück ins Tal ist malerisch.

    Von hier aus geht es zwar in mäßiger Steigung, aber auf felsigen, schmalen Pfaden am Berghang bergauf. Auf dem Weg begleitet dich ein grandioses Panorama – und mit ein wenig Glück entdeckst du Gämsen und Steinböcke in der unberührten Landschaft.

    Ab der unbewirtschafteten Gampisalm wird es dann nochmal richtig steil. In Serpentinen windet sich der Pfad hinauf zum kleinen und großen Passensee. Hier folgst du an der Weggabelung dem Pfunderer Höhenweg nach rechts und steigst durch eine raue, wildromantische Gebirgslandschaft zur Hochsägescharte auf. Etwas aus der Puste, aber doch glücklich, wirst du hier mit einer fantastischen Aussicht belohnt – unter anderem erblickst du unter dir die Tiefrastenhütte, dein heutiges Tourenziel.

    Von der Scharte aus steigst du dann nur noch bergab bis du die Hütte erreichst. Mutige Wanderer springen zum Abschluss auch noch in den Tiefrastensee – der ist allerdings auch im Sommer ziemlich kühl.

  • Schwer
    09:08
    23,3 km
    2,6 km/h
    610 m
    2 080 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die sechste Etappe des Pfunderer Höhenwegs ist auch zugleich die letzte – als Abschied wirst du noch einmal mit grandiosen Ausblicken und gleich fünf Gipfeln belohnt. Von der Tiefrastenhütte aus wanderst du zunächst sanft bergab und folgst dem Tiefrastenbach. An der ersten Gabelung trennen sich eure Wege und du steigst über karge Bergwiesen hinauf auf einen Gipfelgrat.

    Auf dem mal schmaleren, mal breiteren Grat verläuft der Pfunderer Höhenweg nun von Gipfel zu Gipfel: Zwölferspitz, Putzenhöhe, Bärentaler Spitze, Plattner Spitze und zuletzt Sambock. Vor allem der letzte Gipfel ist mit seinem felsigen Grat ein Traumabschnitt für erfahrene Bergwanderer.

    Nachdem du dich am letzten Gipfelpanorama sattgesehen hast, folgt der lange, aber gleichmäßige Abstieg ins Rienztal. Rund 1.500 Höhenmeter trennen dich vom Etappenziel Bruneck. Gönne deinen Knien beim Abstieg also ruhig ab und an eine Pause – die fantastische Aussicht gibt dir an vielen Orten einen perfekten Grund dazu.

    Der Abstieg erfolgt zuerst auf Pfaden über karge Bergwiesen, führt dich dann über Almweiden bis an die Baumgrenze und dann auf Wanderpfaden und Forstwegen in Kehren hinab nach Bruneck.

    Wenn du dann hier zum Abschluss der Tour in einem Café in der Altstadt sitzt, sind die gewaltigen Berggipfel der Pfunderer Berge allgegenwärtig. Kaum zu glauben, dass du noch am Morgen selbst dort oben standest und dir der Wind um die Nase geweht ist.

Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    79,1 km
  • Zeit
    36:53 Std
  • Höhenmeter
    5 480 m

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