Die Rundlingsdörfer im Wendland

Wander-Collection von
Komoot

Es gibt eine Besonderheit, die die Orte Jabel, Gühlitz, Köhlen oder Lübeln gemeinsam haben. Sie verbindet ihre runde Siedlungsform, die weltweit nahezu einzigartig ist. Aber warum tat man das? Bis heute rätseln Historiker, warum die Dörfer einst im 12. Jahrhundert ihre spezielle Form bekamen. Die so genannten Rundlingsdörfer sind das Markenzeichen der Region und nur mit einer vollen Körperdrehung zu bestaunen. Auch ohne 3D Brille. Der östlichste Zipfel Niedersachsens hat besonders viele von diesen liebevoll restaurierten und gut erhaltenen Fachwerkhäusern zu bieten. Gerade im Herbst und Winter lohnt sich ein Besuch, wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben und den Blick auf die kunstvollen Gebäude freigeben. Um diese außergewöhnlichen Dörfer kennenzulernen, folge unseren acht Empfehlungen. Sie gehören zu den schönsten!

Auf der Karte

Die Highlights

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    Bussau

    Wander-Highlight

    Idyllisch am Rande eines Wiesentals gelegen befindet sich ein kleines Dorf mit dem Namen Bussau. Ein schmaler Weg führt in den Rundling hinein. Hier stehen 7 alte Steilgiebelhäuser ganz nah beieinander und strahlen Beschaulichkeit und wendländische Ruhe aus. Wer in der Mitte des Dorfplatzes steht, hat die beste Sicht auf die schmucken Fachwerkgebäude.

    Kleiner Tipp: Beim Vierständerhaus mit der Hausnummer 8 lohnt es sich genauer hinzusehen. Der Baum im Garten ist nämlich mit dem Haus verwurzelt - ein seltener und kurioser Anblick.

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    Inga Meyer
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    Jabel

    Wander-Highlight

    Abseits der großen Durchgangsstraßen liegt Jabel. Der kleine Ort bietet ein sehr hübsches Halbrund-Ensemble mit 7 sanierten Fachwerkfassaden, das unter Denkmalschutz steht. Man kann sich bildlich vorstellen, wie sich Fuchs und Hase in diesem idyllischen Kleinod “Gute Nacht” sagen.

    Tipp: Leckere hausgemachte Kuchen und Quiches gibt es im Café Jabel. Wer es deftiger mag, bestellt schmackhaftes Galloway-Gulasch (cafejabel.de).

    Tipp von
    Inga Meyer
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    Lübeln

    Wander-Highlight

    Lübeln ist das touristische Aushängeschild des Wendlands. Insgesamt 12 Höfe umrunden den autofreien Dorfplatz und beherbergen kleine Cafés und das erste deutsche Kartoffel-Hotel, in dem sich - wie der Name bereits vermuten lässt - alles um die essbare Knolle dreht (kartoffel-hotel.de). Der Frage “Wieso sind die Dörfer rund?” geht das Freilichtmuseum Wendlandhof auf den Grund. Außerdem zeigt es das Leben unserer Vorfahren vor rund 200 Jahren. Ein Blick in die alte Dorfschmiede und die Werkstatt des Stellmachers, wo Museumshandwerker arbeiten, lohnt sich. Sie freuen sich, wenn man ihnen über die Schulter schaut (rundlingsmuseum.de).

    Kleiner Wermutstropfen: In der Saison ist der Ort etwas überlaufen. Wer jedoch außerhalb der Rushhour-Zeiten unterwegs ist, findet Lübeln fast menschenleer vor – insbesondere an Herbst- und Wintertagen.

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    Inga Meyer
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    Satemin

    Wander-Highlight

    Satemin ist mit ursprünglich 12 Höfen der größte wendländische Rundling. Sein besonders einladender Dorfplatz und die im Halbrund liegenden Vierständerhäuser machen den Ort zu Recht zu einem beliebten Ausflugsziel. Wer sich die Giebelinschriften an den Häusern durchliest, wird feststellen, dass sie alle einen verheerenden Brand beklagen. Einer Überlieferung nach tropfte am 15. August 1850 Fett in eine Feuerstelle, ein Haus brannte nieder. Der Wind trieb die Flammen auch in die übrigen Gebäude. Bis auf die Kirche und das Spritzenhaus lag alles in Schutt und Asche. Doch kurze Zeit später wurde alles wieder so aufgebaut, wie es heute zu sehen ist.

    Tipp: Einen Besuch wert ist die etwas abseits gelegene Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert.

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    Inga Meyer
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    Schreyahn

    Wander-Highlight

    Schreyahn zählt wegen seiner vielen kulturellen Aktivitäten zu den bekanntesten Orten im Wendland. Der Dorfkern besteht aus 10 sehr gut erhaltenen Fachwerk-Vierständerhäusern, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Seit 1979 beherbergt ein Haus den “Künstlerhof Schreyahn”. Hier erstellen Stipendiaten in aller Abgeschiedenheit ihre literarischen oder musikalischen Werke. Regelmäßig werden daher im Jahr verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, unter anderem für die Kulturelle Landpartie und den Lüchow-Dannenberger Bücherfrühling.

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    Inga Meyer
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    Breese im Bruche

    Wander-Highlight

    Breese im Bruche versteckt sich abseits der großen Straßen. Westlich des Dorfplatzes stehen wendländische Hallenhäuser, welche alle drei Grundtypen darstellen: ein Zweiständerhaus von 1708, ein Dreiständerhaus von 1750 und ein Vierständerhaus von 1823. Früher gab es hier auch einen großen Gutshof, von dem leider nur die Gutskapelle aus dem 16. Jahrhundert übrig geblieben ist. Sie ist aber ein ganz besonderes Kleinod im Renaissancestil. Als Abbild der Schlosskapelle in Celle erbaut sind in ihrem Innern hübsche Deckenmalereien zu sehen.

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    Inga Meyer
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    Jameln

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    Im Ortskern von Jameln befindet sich ein sehr gut erhaltener Rundling, um dessen Dorfplatz eine kleine Ringstraße führt. Ein Zweiständerhaus macht besonders auf sich aufmerksam – das „100 Taler Haus“ aus dem Jahre 1681. Der Erbauer hielt im Spruchbalken die Baukosten für sein Gebäude fest.

    Tipp: Wer eines der Fachwerkhäuser von innen sehen möchte und zugleich ein gutes Restaurant sucht, sollte in „Das alte Haus“ einkehren. Egal, ob Antipasti, Salatbuffet oder Fleischgericht, hier wird jeder hungrige Gast satt (jameln.de).

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    Inga Meyer
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    Jeetzel

    Wander-Highlight

    Jeetzel ist ein hübsches Rundlingsdorf mit einer langgestreckten Elipsenform. Die Vierständerhäuser im Dorfkern stammen vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert und bilden aufgrund ihrer eher ungewöhnlichen Ausrichtung ein einzigartiges Ensemble. Erwähnenswert ist die kleine Kapelle des Ortes, deren Geschichte bis in das frühe Mittelalter zurückgeht. Ihr ursprünglich freistehender Turm ist aus schweren handgesägten Eichenbrettern errichtet worden. Die heute noch vorhandene Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert. Prädikat: lohnenswert!

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    Inga Meyer

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