Super-Klettersteige – vom Morgengrauen bis zur Dämmerung

Wander-Collection von
komoot
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Ja, wir nennen sie Super-Klettersteige. Weil sie lang sind, manchmal sehr lang. Teilweise einfach, teilweise schwer. Schwerer geht fast nicht. Einige der Klettersteige in dieser Kollektion begeistern durch ihre Einfachheit und Aussicht (A/B), andere durch ihre krassen Schwierigkeiten, Herausforderungen und Gipfel (D/E und Kletterskala). Alle gemeinsam sind sie lang. Wirklich. Sehr lang. Touren bis zu 12 Stunden. Genau dein Ding? Herausforderungen lieben wir doch alle, jedoch sollten wir sie passend zu unseren Fähigkeiten wählen. Die hohen Schwierigkeitsgrade bis hin zu E zeichnen sich aus durch senkrechte und überhängende Passagen, die äußerst kräfteraubend sind. Hier haben Anfänger keine Chance, ein hohes Maß an Kondition und Erfahrung ist Voraussetzung. Viele Klettersteige weisen auch unversicherte Stellen auf, bei denen man unter Umständen ab und zu auch seine Hände braucht. Diese Schwierigkeiten können bis zu einer 3 in der Kletterskala führen und setzen dann ein gutes Maß an technischem Können voraus.

Jeder Klettersteig ist anders, der Schwierigkeitsgrad alleine bereitet dich nicht darauf vor. Eine Topo – die detaillierte Karte einer Tour – solltest du dir immer genau anschauen, dir danach auch deine Kräfte einteilen und abschätzen, ob du diese Tour sicher gehen kannst. Wieder heil im Tal ankommen sollte deine oberste Priorität sein, auch wenn wir wissen, dass du auf der Suche nach dem Nervenkitzel bist. Den findest du hier, neben einer Menge Spaß, garantiert.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • © OSM

    Gardasee-Berge - Ferrata Ernesto Che Guevara

    Bergtour-Highlight (Abschnitt)

    Ich weiß nicht, warum dieser Klettersteig nach dem kubanischen Guerillakämpfer Che Guevara benannt wurde aber der Klettersteig ist sicher auch revolutionär. Die 1400 Meter hohe Felswand hat es in sich. Auch wenn der Klettersteig nur eine kurze C Stelle aufweist und sich sonst im Bereich B bewegt, zehrt er aufgrund seiner Länge ordentlich an den Kräften. Die Wand ist außerdem südseitig ausgerichtet und dementsprechend sonnig und heiß. (Viel, viel, viel Wasser mitnehmen!) Die meiste Zeit kletterst du in der Sonne und die schwierigsten Stellen kommen eher zum Schluss. Oben auf dem flachen grünen Plateau angekommen, sind die „Qualen“ schnell vergessen und es bleibt die Erinnerung an den Spaß und den Erfolg. Hier solltest du nochmal tief durchatmen, denn es erwartet dich jetzt noch ein drei Stunden langer Abstieg. Ein gewaltiges Klettersteig Erlebnis, das definitiv seinesgleichen sucht.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Der Naturfreunde Klettersteig ist eine leichte Steiganlage über dem Traunsee. Die Schwierigkeiten gehen hier nur bis B, der Weg ist aber sehr lange und vor allem sind über 1200 Höhenmeter zu überwinden. Der Klettersteig ist also nur konditionsstarken Abenteurern anzuraten. Die wundervolle Aussicht die man den gesamten Weg über hat, ist die Mühe aber auf jeden Fall wert. Vor allem hat der Klettersteig auf seiner Länge auch einiges zu bieten: Tunnel, Klammern, Seile, Gehgelände, Eisenleitern - hier gibt es alles und der Weg lässt sich im Abstieg perfekt mit dem Hans Hernlersteig (A/B) kombinieren.

    Tipp von
    Betty
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  • © OSM

    Der wunderschöne, gewaltige Gebirgsstock der Sorapis Gruppe beeindruckt einen bereits aus der Ferne. Die Umrundung dieses Massivs ist mit dem Stützpunkt Rifugio Vandelli und zwei Biwakschachteln unterwegs eine herrliche Wochenend-Unternehmung. Die Klettersteige Via Ferrata Alfonso Vandelli, Sentiero Carlo Minazio, Ferrata Francesco Berti machen sie zu einer der großartigsten Runden in den Dolomiten. Die Schwierigkeit der Klettersteige geht bis maximal C und 2-, das heißt, es gibt auch unversicherte Kletterstellen. Wer die Tour an einem Tag in Angriff nehmen möchte (ja, diese Verrückten gibt es) sollte am Vortag zum Rifugio Vandelli aufsteigen und die Tour sobald es hell ist starten. Es wartet nämlich ein 12 Stunden Tag auf dich.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Der schwierigste Klettersteig am Hochkönig und der längste Klettersteig in Salzburg. Klingt nach einer herausfordernden Kombination? Ist es auch! Zuerst hast du knapp über zwei Stunden Zustiegszeit, bevor du dich an den D-Klettersteig (und Kletterstellen 1-) machst, der meist C/D Schwierigkeiten aufweist und selten leichter als C wird. Die Schwierigkeit kombiniert mit rund 1,7 Kletter-Kilometern lässt selbst erfahrene Klettersteig-Geher zittern. Es geht hinauf auf Teufelshörner, über den Kematstein bis hin zum Hohen Kopf, meistens entlang der luftigen Gratkante und über kleine und größere Schluchten hinweg. Die acht Türme die unterwegs überwunden werden, sind schon eine kleine Belastungsprobe, denn nach jedem Aufstieg folgt ein Abstieg, folgt ein Aufstieg, folgt ein Abstieg… Klettermeter um Klettermeter. Die Belohnung und der Spaß dabei sind jedoch unbezahlbar, sonst würden wir es ja nicht machen.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Ich möchte darauf hinweisen, dass 7 Stunden von Zug- bis Alpspitze schon äußerst ambitioniert ist. Die Regel-Gehzeit sind 10 Stunden. Aufgrund vieler Unfälle von "normalen" Klettersteiggehern hat man sich entschlossen, die Stahlseilsicherungen auf dem Teil zwischen Zugspitzgipfel und Biwakschachtel weitestgehend abzubauen. Hierdurch hat dieser Teil sehr alpinen Charakter und ist kein Klettersteig. Es handelt sich beim Jubigrat um eine ernste alpine Unternehmung, die vor allem bei Eis/Schnee oder bei Gewitterneigung äußerst gefährlich werden kann. Es gibt auf dem mehr als 8 Km langen Grat nur einen Notabstieg zur Knorrhütte etwa in Gratmitte. Die 3er Kletterstellen sind im oberen Teil zwischen Zugspitze und Biwakschachtel. Empfohlene Gehrichtung von Zug- zur Alpspitze bzw. Grießkarscharte.

    Tipp von
    Rob Ert
  • © OSM

    Anna und Johann, zwei Klettersteige, die für sich schon ein tolles Erlebnis sind. Kombiniert entsteht eine Kletterei der Superlativen. Erst geht es an die „Anna“ mit einer D-Stelle, meist aber um C/D. Am Ausstieg des Anna-Klettersteiges (hier kann man auch abbrechen) trifft man auf den Zustieg des „Johann“. Dem Weg folgst du 100 hm nach links zum Einstieg. Der "Johann" ist deutlich schwerer, was gleich am extrem schweren Einstiegsüberhang deutlich wird und auch wesentlich länger als die "Anna". Er führt dich bis zur Seethalerhütte hinauf.

    Hier kannst du entweder Richtung Hunerkogel Bergstation (Südwand-Bahn) absteigen oder wenn noch immer nicht genug hat, kannst du noch die Schulter auf den Hohen Dachstein (2995 m) in Angriff nehmen. Somit hättest du die drei Klettersteige der sogenannten "Superferrata" kombiniert. Wenn du alle drei Klettersteigtouren miteinander verbindest, ergeben sich fast 1200 Höhenmeter, die es zu erklettern gilt. Durchwegs mit Stahlseil versichert. Hier sind es aber nicht nur die Höhenmeter, die Kondition und Können verlangen, sondern vor allem die zu bewältigenden Schwierigkeiten bis zum Grad D/E. Und der Abstieg erfolgt auch noch über den Gletscher!

    Die Klettersteig Kombination am Dachstein gehört zu einer der längsten und schwersten in den Alpen, dementsprechend ist sie nur etwas für Könner – und selbst diese, werden hier ihre Grenzen kennenlernen.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Die Dolomiten sind für ihre großartigen Klettersteig Runden bekannt. Eine meiner liebsten ist die Kombination der Ferrata Aldo Roghel (D) und der Ferrata Cengia Gabriella (C), die vom Rifugio Berti bis zum Rifugio Carducci führt.

    Der erste Teil führt vom Rifugio Berti zum Bivacco Battaglione Cadore (3,5 h). Vom Rifugio weg geht man nach links über den Geröllhang hinauf, an dem die Steigspuren gut erkennbar sind. Es geht sogleich über steile Stufen, durch einen Kamin und die Schlüsselstelle, eine glatte senkrechte Wandstufe, gut mit Drahtseilen versichert nach oben. Von der Forcella delle Guglie di Stalata (2540 m) geht es auf der anderen Seite nur teilweise versichert über Felsstufen und Schuttrinnen bis zur Ferrata Cengia Gabriella. Hier nicht zum Bivacco Battaglione Cadore absteigen, sondern den Schuttkessel des Ciadin de Stalata queren.

    Ab hier führt die Ferrata Cengia Gabriella (C) in ca. 4,5 Stunden zum Rifugio Carducci. Der Klettersteig ist sehr lang und es geht oft runter und wieder rauf, was auf Dauer ermüdet. Aber das großartige Panorama hält einen gut bei Laune. Man bewegt sich auf diesem Klettersteig hauptsächlich auf Felsbändern und ist dabei auch nicht immer gesichert. Kurz bevor es noch ein letztes Mal weit hinunter geht, sieht man bereits das Rifugio Carducci. Eine kurze Freude keimt auf, bevor einem bewusst wird, dass hier nochmal ein ordentlicher Anstieg wartet, bis man sich über das hervorragende Essen auf der Hütte freuen kann. Der Abstieg ins Val Giralba und zum Rifugio Carducci (2297 m) führt durch eine steile, seilgesicherte Rinne, in der meist Altschnee liegt – Steigeisen hätten uns hier sehr geholfen. Alles in allem eine großartige Tour mit fantastischem Ausblick und einer guten Kombi aus Kletterei und Abenteuerwanderung.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Die Überschreitung der drei Haupt-Gipfel des Watzmanns ist sehr anspruchsvoll, lang, hart aber auch unglaublich schön. Die Königstour der Berchtesgadener Alpen ist somit nur für geübte Alpinisten. Der Weg über den Watzmann ist kein durchgängiger Klettersteig. An vielen Stellen kannst du dich mit Klettersteig-Set sichern aber es gibt extrem viele ungesicherte Kletterstellen. Bergfexe, die erfahren, trittsicher und konditionsstark sind, haben hier eine Menge Freude und das schönste Panorama überhaupt. Aber selbst die ganz Hartgesottenen kommen hier durchaus an ihre Grenzen. Auf jeden Fall solltest du vom Watzmannhaus weg und nur bei gutem Wetter starten. Auch der Abstieg wird nochmal anstrengend. Wer diese Überschreitung erfolgreich und glücklich überstanden hat, darf sich durchaus selber auf die Schulter klopfen!

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Der Klettersteig (D) ist einer der anspruchsvollsten aber auch schönsten Steiganlagen der Schweiz. Die Schwierigkeiten bewegen sich meiste um C/D und werden selten leichter als C. Abgesehen also vom technischen Können verlangt der etwa 2 Kilometer lange Eisenweg auch ordentlich Kondition bei fast 6 Stunden Kletterzeit. Wer übermotiviert ist, kann sich bei der Schlüsselstelle auch über die E-Variante emporarbeiten, der Rest wird auch für die D-Variante eine gehörige Portion Mut benötigen. Aber genau das macht ja den Reiz eines Klettersteiges aus. Der Zustieg ist relativ kurz mit gut 45 Minuten und auch der Abstieg hält sich mit unter 2 Stunden in Grenzen. Ein gewaltiges Abenteuer, das dich hier auf den Gipfel des Daubenhorn führt.

    Tipp von
    Betty
  • © OSM

    Sellagruppe - Via Ferrata Bepi Zac

    Bergtour-Highlight (Abschnitt)

    Der Höhenweg Bepi Zac ist ein leichter aber langer B/C Klettersteig. Viele bezeichnen ihn eher als gesicherten Höhenweg anstatt Klettersteig, was sicher auf viele einfachere aber lange Via Ferratas zutrifft. Jedoch sollte man auch hier nie ungesichert gehen! Das coole am Bepi Zac Klettersteig ist, dass der den alten Wegen des Ersten Weltkrieges folgt. Die wundervolle Landschaft und die Geschichte (Stellungen entlang des Weges) machen den Steig zu einem großartigen Erlebnis, auch wenn sich die technischen Schwierigkeiten in Grenzen halten. Der Steig schlängelt sich über den Grat zur Costabella (2762) und weiter bis zur Forcella del Ciadin (2664 m), wo der Klettersteig sein Ziel findet.

    Tipp von
    Betty

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