Kirgisistan – Bikepacking im Wilden Osten

Mountainbike-Collection von
Komoot

Kyrgyzstan oder Kirgisistan? In Sachen Orthographie herrscht noch keine wirkliche Einigkeit, doch eines wird mit Sicherheit von jedem Reisenden bestätigt werden: Der ehemalige Sowjet-Staat ist wunderschön. Wilde und schroffe Gipfel, riesige Bergseen in schimmerndem Türkis und gastfreundliche Bewohner machen dieses Land zu einem garant für rohes Abenteuer. Noch sind die Wege recht unbekannt, doch unter Kletterern, Bergsteigern und Backpackern mausert sich Kirgistan langsam zum echten Geheimtipp. Genau deshalb hat sich Niko mit seinen Freunden aufgemacht, das Gebiet mit ihren Bikes unter die Lupe zu nehmen.

Sie merken schnell, Mountainbiker haben sich noch nicht sehr häufig in diese Region verirrt. Dabei bieten verschiedenste Landstriche hervorragende Möglichkeiten, um einfach nur Spaß auf zwei Rädern zu haben. Flowige Trails von beinahe 4000 Meter messenden Gipfeln wechseln sich mit kleinen Hügel aus Sandstein ab, die an das Bike-Eldorado Utah erinnern. Das ganze wird garniert mit einer kräftigen Portion Sowjet Charme und deftiger Küche. Welche Trails Du unbedingt unter die Stollen nehmen musst, erfährst du in dieser Collection.

Auf der Karte

Die Touren

  • Schwer
    03:25
    15,8 km
    4,6 km/h
    1 740 m
    1 740 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Von Bischkek führt eine durchgehend gut befahrbare Straße in das Herz des Ala Artscha Nationalparks. Dort können sogar Hotelzimmer bezogen werden, solltest du nicht mit einem Zelt unterwegs sein. Diese sollten allerdings mit genügend zeitlichem Abstand gebucht werden, da sie häufig recht überlaufen sind. Wenn du deine Camping-Ausrüstung mitgeschleppt hast, stellst du deine Behausung einfach auf irgendeiner der zahlreichen Wiesen völlig umsonst auf.Nachdem du deine Vorräte im ansässigen "Tante-Emma"-Laden aufgefüllt hast, empfiehlt es sich eine Tour in Richtung der Ak-Sai Gletscher zu unternehmen. Mit dem Fahrrad ist bei etwa 3000 Metern Schluss, doch mit passender Ausrüstung kommst du noch weiter hinaus. Der Aufstieg ist unproblematisch und verläuft auf einem extrem gut ausgebauten Pfad, der sich immerzu an einer kleinen Schlucht entlang schlängelt. Auf selbem Weg geht es wieder zurück ins Tal. Dabei geht es dank des nahezu wurzellosen Weges äußerst flott voran. Ein gelungener Einstieg in die kirgisische Trail-Welt, der jedoch noch deutlich getoppt werden wird.

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  • Schwer
    05:00
    27,4 km
    5,5 km/h
    2 330 m
    2 330 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Nach Westen hin erstreckt sich ein besonderes Sahnestück des Ala Archa Nationalparks. Obwohl die Route sehr einsam und selten begangen wird, zieht sich ein durchgehend gut begeh- und befahrbarer Weg bis hinauf zu einem namenlosen Gipfel, der das Ende des Flusstals markiert. Der reißende Bach, der teilweise sehr kräftige Strömungen aufweist, muss immer wieder gequert werden, was mit dem Fahrrad auf dem Rücken durchaus ein Abenteuer ist.Doch schaffst du diese Herausforderung, wirst du mit einem sagenhaften Flowtrail belohnt. Außerdem kann auf dem Weg hinauf auch ein Alpinisten Friedhof begutachtet werden, der viele Geschichten und Schicksale sowjetischer Bergsteiger beleuchtet. Kirgistan hatte für die Bergsteiger-Szene des Ostens in etwa die selbe Bedeutung, wie die Alpen für den Westen. Viele Wettstreite über Erstbegehungen wurden hier gefochten, die unter anderem auch tödlich endeten.

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  • Mittelschwer
    02:26
    22,5 km
    9,2 km/h
    790 m
    10 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Bevor du dich in die kirgisische Wildnis stürzt, gibt es zwei Dinge in Karakol zu tun: Einmal solltest du ins Asman gehen und dich durch allerlei kirgisische Spezialitäten durchprobieren. Zum anderen solltest du den großen Markt aufsuchen und dort deine Vorräte für die kommende Tour besorgen. Drei Tage wird die Besteigung des Alaköl Sees für konditionell fitte Biker in Anspruch nehmen.Dabei beginnt die Unternehmung zunächst sehr harmlos. Von Karakol aus führt eine gut ausgebaute Straße bis zu der letzten kleinen Siedlung am Fuße des Gebirgszuges. Bis hierhin geht es entspannt voran, sofern keiner der vielen Hirtenhunde heute einen schlechten Tag hat. Diese sind teilweise recht aggressiv und sollten immer mit einem wachsamen Auge beobachtet werden. Hast du jedoch das letzte Dorf hinter dir gelassen, begegnest du beinahe keinem Wesen mehr. Lediglich ein paar größere Adler fliegen immer wieder über deinen Kopf hinweg.Der Einsamkeit entsprechend verschlechtert sich auch die Straße, die unter Auslassung jeglicher Serpentinen zunehmend steiler und geradlinig das Tal hinaufführt. Stellenweise muss geschoben werden. Kurz bevor ein schmaler Pfad in Richtung Alaköl See abzweigt, sollte das erste Nachtlager errichtet werden. Eine frische Trinkwasserquelle und Grillstellen laden zum Verweilen ein, während die müden Muskeln in einem klirrend kalten Gebirgsbach entspannt werden können.

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  • Mittelschwer
    01:32
    4,57 km
    3,0 km/h
    860 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Der Aufstieg vom Basislager ist sehr lange, sehr steil und sehr kräftezehrend. Das Rad muss hier überwiegend geschultert werden. Dabei ist der Weg quasi nicht zu verfehlen, da es nur eine einzige ausgetretene Spur gibt. Dadurch ist er auch äußerst gut zu begehen. Sollten dennoch die Kräfte nachlassen, findet sich auf halber Strecke eine alte Schutzhütte, die für eine weitere Übernachtung genutzt werden kann.Alles in allem gibt es natürlich Möglichkeiten, acht Stunden mit mehr Freude zu füllen, doch die Belohnung für diese Plackerei ist einfach überwältigend. Auf gut 3.500 Metern zeltest du inmitten der atemberaubenden Landschaft der umliegenden 5000er, die im Licht der untergehenden Sonne geradezu Feuer fangen. Zu den eigenen Füßen liegt der surreal türkis leuchtende Alakul See. Ein einmaliger Anblick.

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  • Mittelschwer
    02:53
    42,8 km
    14,8 km/h
    540 m
    2 170 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Hast du es einmal zum Alakul See geschafft, ist der schwierigste Teil des Aufstiegs bewältigt. Nun sind nur noch zwei Anstiege vor dem Erreichen des Alakul Pass zu überwinden, die du jedoch beinahe unbemerkt hinaufgehst, da das unfassbare Bergpanorama von allen Strapazen ablenkt. Zwischendurch wartet sogar eine kurze Abfahrt, die extrem steil und technisch ist. Du hast beinahe das Gefühl, dabei in den See zu stürzen. Gute drei Stunden nach dem Frühstück stehst du auf dem Alakul Pass. Dann gilt es noch einmal 50 Höhenmeter zu steigen, um auf den beinahe 4000 Meter messenden, namenlosen Gipfel zu klettern, der hoch über dem See thront.Nach über zwei Tagen Aufstieg hast du es endlich geschafft. Belohnt wirst du mit einer Fernsicht in das kirgisische Terskej-Alatau Gebirge, die den meisten Anblicken in den Alpen heftige Konkurrenz macht. Das selbe gilt auch für den folgenden Trail. Beginnend als tückisches, technisch herausforderndes, steiniges Weglein, wandelt sich der Pfad immer mehr zu einem in die Wiese gezeichneten Traum. Gute 2000 Höhenmeter meißeln ein debiles Grinsen in das Gesicht eines jeden Mountainbikers, welches jegliche Strapazen der Vortage augenblicklich vergessen lässt. Zwischendurch wartet eine kurze Flussüberquerung, die auf Grund einiger Stromschnellen etwas Vorsicht verlangt. Ist diese überwunden, schlängelt sich der Trail jedoch im gewohnten Flow bis ins Tal. "Einer der besten Trails, die ich je fahren durfte," sagt Niko.

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  • Schwer
    05:42
    97,0 km
    17,0 km/h
    740 m
    550 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Die Etappe von Balyktschy zum Keckek-Bel Pass ist von der Entfernung und den Höhenmetern gut an einem Tag zu bewältigen, doch an manchen Tagen bläst über den Yssykköl-See ein heftiger Wind, der viel Kraft kosten kann. Ansonsten ist die Route von vielen einsamen, schön gelegenen Straßen geprägt, die nur von sehr kleinen, rudimentären Dörfern unterbrochen werden. Diese bieten auch zumeist keine Möglichkeit um Vorräte aufzustocken, weshalb es ratsam ist, in Balyktschy genügend Trinkwasser und Nahrung einzupacken.Die Menschen unterwegs sind äußerst freundlich und zumeist kommst du nicht um die ein oder andere Einladung zu einem Glas Wodka herum. Genau das richtige, bei den wüstenartigen Temperaturen. Der letzte Anstieg zum Keckek-Bel Pass ist schnurgerade und daher psychisch etwas anstrengend. Lange siehst du das Ziel, doch du kommst nur sehr langsam näher. Bist du aber endlich oben, wirst du mit einer grandiosen Weitsicht belohnt. Doch Vorsicht: Sollte schlechtes Wetter aufziehen, ist es nicht zu empfehlen auf dem Pass zu zelten.

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  • Schwer
    08:53
    143 km
    16,1 km/h
    800 m
    720 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Besser als mit einer Abfahrt kann eine Etappe nicht beginnen. Vom 2109 Meter hohen Keckek-Bel Pass geht es in Windeseile hinunter an den Yssykkul-See, wo du dir am besten direkt am Strand ein Frühstück schmecken lässt. Wie es der Zufall will, liegt an ausgerechnet dieser Abfahrt die beste Bäckerei am ganzen Yssykköl-See. Unscheinbar, aber von vielen Locals empfohlen, wird jeden Morgen ganz frisches Fladenbrot serviert, das nicht fluffiger sein könnte. Abkassiert wird von den kleinen Söhnen des Bäckers, die gerne auf ihrem Esel durch die Gegend reiten.Gut gestärkt geht es dann zurück auf die Straße, bevor du an den spaßigen Sandstein Hügeln entlang des Yssykköl-Sees Halt machst, um dem Freerider in die selbst Raum zu geben. Erosion zauberte über die Jahrhunderte eine Vielzahl verschiedener Lines in die Felsen, die stark an die Red Bull Rampage im legendären Utah erinnern. Danach ist es noch eine recht flache, aber lange Etappe nach Karakol, auf der nur selten eingekauft werden kann. Mit Vorräten ist daher sparsam umzugehen, bevor du dir in Karakol wieder den Bauch vollschlagen kannst.

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