Der Stubaier Höhenweg – 8 Etappen, 80 Kilometer & über 8.000 Höhenmeter

Wander-Collection von
komoot
7-12 days
75,6 km
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Der Stubaier Höhenweg ist eine der schönsten Hüttenwanderungen der Alpen. Er führt dich über grüne Almwiesen, auf raue Felsen, über Altschneefelder, an Gletschern vorbei, durch Hochmoore und natürlich über ein paar Gipfel. An landschaftlicher Vielfalt ist der Stubaier Höhenweg kaum zu überbieten. Das setzt allerdings auch ein entsprechendes Maß an Trittsicherheit, Grundkondition, Schwindelfreiheit und die richtige Ausrüstung, wie gute Bergschuhe und am besten Wanderstöcke, voraus. Es geht schließlich durch alpines Gelände oberhalb von 2.000 Metern, von Hütte zu Hütte, über Jöcher und ausgesetzte Gipfel, die teilweise auch mit Stahlseilen gesichert sind.

Die Hütten auf dem Stubaier Höhenweg sind allesamt großartig und jede hat ihren eigenen Charme. Die leckere Tiroler Hausmannskost solltest du dir dabei nicht entgehen lassen. Am Abend sitzt du gemütlich mit anderen Bergsteigern zusammen und es werden Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht. Herrliche Sonnenuntergänge stehen mit auf dem Programm und vor allem die Sonnenaufgänge sind es wert, auch um fünf Uhr morgens schon vor der Hütte zu stehen.

Je nach Schneelage und Wetter ist der Stubaier Höhenweg etwa ab Anfang bis Mitte Juli vollständig begehbar. Informiere dich auf jeden Fall vorher bei den Hütten oder dem Stubaier Tourismusverband über die aktuellen Wetter- und Altschneeverhältnisse.

Auf der Karte

Die acht Etappen des Stubaier Höhenwegs

  • Schwer
    06:43
    15,7 km
    2,3 km/h
    600 m
    680 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der ersten Etappe geht es von der Starkenburger Hütte oberhalb von Neustift zur Franz Senn Hütte hinein. Es gilt 600 Höhenmeter auf circa 16 Kilometern zu überwinden. Die merkst du jedoch kaum. Es geht immer taleinwärts und wenn du Pech hast, ergibt das einen einseitigen Sonnenbrand. Bei mehr als 2.000 Meter Höhe ist die Kraft der Sonne auch stärker, also solltest du dich immer gut eincremen.

    Während du zur Franz Senn Hütte wanderst, hast du bereits das Gefühl, die Zivilisation zu verlassen und ganz und gar in die Bergwelt einzutauchen.

    Der Aufstieg zur Starkenburger Hütte kann entweder am Vortag zu Fuß erfolgen oder du nimmst am gleichen Tag die Schlick 2000 Bahn von Neustift aus. In diesem Fall wanderst du direkt von deren Bergstation bis zur Franz Senn Hütte. Dadurch wird die Tour ein wenig länger, bleibt aber auf jeden Fall gut machbar.

  • Schwer
    05:04
    10,2 km
    2,0 km/h
    680 m
    550 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die zweite Etappe des Stubaier Höhenwegs führt von der Franz Senn Hütte zur Neuen Regensburger Hütte, welche direkt über einem Wasserfall liegt. Es sind rund 700 Höhenmeter auf circa zehn Kilometern zu bewältigen. Die Route verläuft auf wunderbaren Wegen und wird dir deshalb recht einfach erscheinen. Vor allem wenn du dich früh auf den Weg machst, kannst du auf dieser Etappe Glück haben und triffst vielleicht auf Fuchs und Hirsch nahe der Hütte.

    Am Anfang der Saison kann oben beim Schrimmennieder noch eine hohe Schneewand liegen, die es zu „umklettern” gilt. Aber das ist zum Glück sehr einfach und ruck zuck bist du wieder auf gewohnten Pfaden. Die Aussicht vom Basslerjoch auf den Stubaier Hauptkamm ist übrigens ein ziemlich gewaltiger Anblick, also unbedingt die paar Extra-Höhenmeter in Kauf nehmen und hinauf zum Abstecher aufs Joch.

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  • Schwer
    06:34
    13,4 km
    2,0 km/h
    880 m
    870 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die dritte Etappe führt von der Neuen Regensburger Hütte durch das herrliche Hochtal „Hohes Moos” in Richtung Falbesoner See. Danach geht es steil über einen seilversicherten Anstieg auf den Grawagrubennieder hinauf. Unterhalb der Gletscherzunge querst du die Felsen, bevor es wieder ein Stück bergab geht. Auf dem weiteren Weg solltest du unbedingt einen Abstecher zum Mutterberger See hinauf machen. Gute 900 Höhenmeter und rund 14 Kilometer überwindest du auf dieser Etappe – wenn du den See mitnimmst.

    Dieser Abschnitt der Wanderung hat einen tollen Abenteuercharakter. Erst durch das wunderschöne Hochtal, dann über Altschneereste und einen kurzen versicherten Steig hinauf in die Getscher-Landschaft des Grawagrubenferners – absolut beeindruckend. Nur zum Schluss zieht sich die Tour ein wenig, vor allem wenn es heiß ist. Daher solltest du unbedingt genug Wasser mitnehmen und genug Pausen einplanen. So kommst du zufrieden und mit ausreichend Reserven bis zum Etappenziel.

  • Schwer
    03:15
    5,07 km
    1,6 km/h
    360 m
    460 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die vierte Etappe von der Dresdner Hütte zur Sulzenau Hütte ist kurz und knackig. Viele Wanderer legen sie auch mit einer anderen Etappe zusammen, was ein wenig schade ist, denn die Sulzenau Hütte ist definitiv eine Übernachtung wert und bietet auch allerhand Beschäftigung für den Nachmittag. Je nachdem ob du über den Großen Trögler gehst oder wie hier beschrieben über das Beiljoch, erwarten dich bis zu 700 Höhenmeter bergauf und sechs Kilometer Strecke.

    Die zahlreichen Steinmänner am Beiljoch sind ebenso schön und wundervoll wie der Moränensee unterhalb des Gletschers mit seiner türkisblauen Färbung. Rund um die herrliche Sulzenau Hütte gibt es viele Aktivitäten und einiges zu entdecken. An warmen Tagen können sich Hartgesottene sogar in der Blauen Lacke nahe der Hütte abkühlen.

  • Schwer
    02:41
    4,48 km
    1,7 km/h
    420 m
    330 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Eine ebenso kurze wie knackige Etappe erwartet dich am fünften Tag. Von der Sulzenau Hütte geht es erst flach und dann in angenehmer Steigung zum Grünau See hinauf. Durch grüne Wiesen und schroffe Felsen geht es an kleinen Lacken vorbei und stetig nach oben. Zum Schluss folgt noch ein kurzes seilversichertes Stück zum Kamm, dem sogenannten „Niederl”, hinauf. Von diesem Gipfelkreuz geht es dann steil nach unten zur Nürnberger Hütte, die du schon von Weitem siehst.

    Eine zweite Variante führt kurz nach dem Grünau See nach links zur Mairspitze hinauf. Der Gipfel ist lohnenswert, vor allem weil die Etappe an sich sehr kurz ist und dir so genügend Zeit für die spannende Gipfeltour lässt.

  • Schwer
    03:17
    5,93 km
    1,8 km/h
    540 m
    410 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die Etappe von der Nürnberger Hütte zur Bremer Hütte ist definitiv eine der schönsten des gesamten Höhenwegs. Sie führt dich auf circa 550 Höhenmetern über das „Paradies” auf das Simmingjöchl hinauf und belohnt deinen Aufstieg mit einer eindrucksvollen Gletscher-Landschaft und einer phänomenalen Aussicht. Vom Simmingjöchl geht es für eine kurze Strecke steil bergab – jedoch sorgt ein Seil für den nötigen Halt. Und spätestens die Umgebung der Bremer Hütte wird dich dann endgültig verzaubern.

  • Schwer
    05:27
    10,3 km
    1,9 km/h
    560 m
    620 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die letzte Etappe von Hütte zu Hütte ist eine der längsten und anspruchsvollsten. Von der Bremer Hütte aus gibt es gleich zu Anfang zwei Varianten: Die eine Variante führt über einen kurzen Klettersteig, den man abwärts durch einen Kamin durchsteigt. Das Gute an dieser Variante: Du verlierst keine Höhenmeter und kommst am Lautersee vorbei. Die zweite Variante verläuft nach rechts und ist einfacher, geht aber mit einem leichten Abstieg und erneuten Aufstieg einher. Wir stellen dir hier die Variante über den Klettersteig vor.

    Stetig talsauswärts, oberhalb des Gschnitztals mit dem großartigen Tribulaun im Blickfeld, geht es über wundervolle Wanderwege. Etwas anspruchsvoller wird es an der sogenannten „Wasenwand”, die allerdings seilversichert und mit Steighilfen versehen ist. Auch wenn der Abschnitt nicht sonderlich beeindruckend wirkt, so ist hier große Achtsamkeit geboten. Ist diese überwunden, geht es noch ein letztes Mal bergab, bevor es über den letzten Anstieg wieder auf über 2.500 Meter hinauf und dann steil hinunter zur Innsbrucker Hütte geht. Nach dem langen Tag hast du dir auf jeden Fall ein leckere Stärkung verdient!

    Am nächsten Tag könntest du noch den Habicht besteigen, eine sehr anspruchsvolle und steile alpine Wanderung mit Klettersteig-Passagen auf den 3.277 Meter hohen Gipfel hinter der Innsbrucker Hütte. Der Gipfel ist je nach Fitness und Können in zwei bis drei Stunden zu erreichen.

  • Schwer
    05:29
    10,5 km
    1,9 km/h
    690 m
    1 220 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Abstieg von der Innsbrucker Hütte ist nochmal eine ordentliche Wanderung für sich. Du kannst zwar auch bis zur Karalm hinunter wandern und von dort ein Hüttentaxi nehmen, aber schöner ist doch die Variante über den Elferkofel, von wo aus du am besten die Seilbahn ins Tal nimmst und dir mit der aussichtsreichen Fahrt den restlichen Abstieg sparst. Nach acht Tagen hast du dir eine gemütliche Bahnfahrt auch redlich verdient.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    75,6 km
  • Zeit
    38:30 Std
  • Höhenmeter
    4 740 m