Von Urgestein und Vulkanen – eine Zeitreise in Deutschlands geologische Vergangenheit

Wander-Collection von
ZEIT Wissen

Wie ist eigentlich das Land entstanden? Wer in Deutschland wandert, setzt seinen Fuß auf Gestein, das mitunter hunderte von Millionen Jahren alt ist. Der Boden, auf dem wir wandern, wurde zum Teil von urzeitlichen Meeren geschaffen, von Gletschern und Vulkanen geformt, von kollidierenden Kontinentalplatten aufgefaltet. Diese Collection ist Teil zwei der Wander-Serie »Pfade der Erkenntnis« des Magazins ZEIT Wissen.

Wir wandern von Vulkan zu Vulkan durch die Eifel, machen eine Wattwanderung zu den Halligen vor Nordfriesland und steigen auf einen Gipfel in den Chiemgauer Alpen. Die Wanderungen wurden mithilfe von Wissenschaftlern konzipiert. Noch mehr Erkenntnisse zu diesen Wanderungen erfährst du in den ZEIT Wissen-Ausgaben zwischen Juni und Oktober 2017: zeit.de/zw-probeabo und zeit.de/zw-einzel

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    04:59
    17,1 km
    3,4 km/h
    450 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die erste Etappe dieser Wanderung führt rund um Gerolstein. An wenigen Orten Deutschlands lässt sich wie hier eine Zeitspanne von Hunderten Millionen Jahren innerhalb weniger Kilometer überbrücken. Hier bildete ein Gebiet von Belgien bis zum Siegerland eine geologische Schicksalsgemeinschaft: das Rheinische Schiefergebirge. Während des Devons um 380 Millionen Jahre vor heute lag es Millionen Jahre am Grund einer Tiefsee. Meter um Meter lagerten sich Biomasse und Sand ab, manchmal rutschte auch ein Hang der nahe gelegenen Küste drauf. So entstand eine bis zu zwölf Kilometer dicke Schicht. Unter dem Druck bildeten sich Ton und Schiefergestein. Dann hob sich die Platte. Und mit ihr das, was man heute die Eifel nennt.

  • Schwer
    06:51
    24,3 km
    3,6 km/h
    470 m
    550 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    In der zweiten Etappe geht es 22 Kilometer von Daun nach Manderscheid, aber gedanklich noch weiter in die Vergangenheit: Wie ist das Zeug, auf dem wir rumlaufen, entstanden? Damit kennen sich Astrophysiker aus, deshalb wandert Norbert Junkes einen Teil der Etappe mit. Er arbeitet am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, das in der Eifel ein Radioteleskop betreibt. Es ist zu weit entfernt für einen Abstecher, aber dafür liegt die ehemalige Sternwarte der Universität Bonn auf dem Weg. Zunächst führt der Pfad im Slalom an drei Maaren vorbei – so heißen Vulkan-krater, die regelrecht in die Landschaft gesprengt werden, wenn aufsteigendes Magma auf Grundwasser trifft. 75 Maare gibt es in der Eifel, zwölf sind mit Wasser gefüllt. Durch den Nebel erkennen wir Tretboote, eine Bade-insel und ein Nichtschwimmerbecken. Das Wasser ist klar, der Wald reicht bis ans Ufer. Im Sommer kommen wir wieder. Aber jetzt steigen wir den Hang hinauf. Das Laub, die Erde, die Steine, die Atome: Wo kommt das alles her?

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  • Schwer
    05:18
    17,6 km
    3,3 km/h
    450 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die dritte Etappe führt wieder im Kreis, diesmal um Manderscheid. Achim Brauer ist mit dabei, Professor am Geoforschungszentrum Potsdam. Brauer kennt sich mit Maaren aus. Er bohrt ihre Sedimente an, und aus den jährlichen Ablagerungen berechnet er das Klima der Vergangenheit.

  • Schwer
    03:56
    8,97 km
    2,3 km/h
    1 050 m
    40 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der abrupte Übergang von der Tiefebene zu den Alpen macht das gewaltige Geschehen sichtbar, dem die ganzen Alpen ihre Existenz verdanken: Gleich hinter dem Wirtshaus "Bergstüberl" schießt der erste Alpenhang aus dem Boden, trifft – plattentektonisch betrachtet – Afrika auf Europa. Ein episches Geschehen, das bis heute anhält und die Alpen um etwa einen Millimeter pro Jahr wachsen lässt: ganze Tiefseerinnen, Riffe, Sedimente kommen mit nach oben. Das dabei entstehende Durcheinander der Schichten, das hier am Nordrand der Alpen besonders wild verlaufen ist, hat Generationen von Geologen Rätsel aufgegeben und ist immer noch Gegenstand der Forschung. Das Geoforschungszentrum Potsdam hat erst kürzlich eine Neuvermessung der Alpen begonnen – es gebe Unklarheit, was genau sich da eigentlich in welche Richtung bewegt, heißt es.

  • Mittelschwer
    03:18
    13,1 km
    4,0 km/h
    10 m
    10 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nach Maasbüll fährt die Nordfriesische Eisenbahngesellschaft von Niebüll aus (neg-niebuell.de). Das Land, über das wir gehen, führt uns über einen lang gestreckten Wall zwischen Wiesen und Wassergräben. Wir gehen dem kräftigen Westwind entgegen. Im Osten erstreckt sich der Maasbüller Herrenkoog, im Westen der Kleiseerkoog. Die Häuser liegen zu unseren Füßen. Berg und Tal in Nordfriesland. Die Berge: Deiche. Die Senken: Köge, also Marschland, das von Deichen umschlossen wird, damit bei Sturmflut kein Meerwasser zu den Wohnhäusern vordringt.

  • Mittelschwer
    04:32
    17,5 km
    3,9 km/h
    50 m
    50 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Insel Amrum gehört zu den nordfriesischen Inseln in der Nordsee. Im Sommer bereitet die Insel mit ihrem Badestrand der Superlative Sonnenanbetern und Wasserratten viel Freude. Aber vor allem Naturliebhaber werden auf der "Perle Nordfrieslands" ihr Glück finden. Landschaftlich bietet sich hier von der Sandbank "Kniepsand" über Dünen, Wald, Heide, Weideland, Felder, Salzwiesen bis hin zum Watt eine große Bandbreite an Natur.

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