Über die Kämme des Rothaargebirges

Wander-Collection von

154 Kilometer, insgesamt knapp 4000 Höhenmeter und um die acht Tagesetappen: Durch dichte Wälder, auf Höhenrücken mit kahlen Heidelandschaften und vorbei an den Quellen von Ruhr, Sieg und Lahn führt der Rothaarsteig vom Städtchen Brilon im Hochsauerland Richtung Süden nach Dillenburg in Mittelhessen. Wer am Hauptkamm des Rothaargebirges entlang wandert, bewegt sich auch immer entlang von Grenzen. Der Weg führt vom Sauerland über das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland bis ins hessische Lahn-Dill-Bergland. Über das Rothaargebirge verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide, über weite Strecken wanderst du in der Grenzregion zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen hin und her. Manche Gegenden am Rothaarsteig sind so abgeschieden und naturbelassen, dass hier Wisente ausgewildert wurden, die nun frei durch die Wälder streifen.

Doch auch in den scheinbar sehr abgelegenen Regionen am Rothaarsteig stößt man immer wieder auch auf Spuren menschlichen Schaffens: Du passierst Höhenrücken, durch die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Eisenbahntunnel und Aquädukte führen, und einige Kilometer verläuft der Rothaarsteig auf der historischen Eisenstraße, auf der im Mittelalter Eisen transportiert wurde. Besonders rund um Ferienorte wie Winterberg laden gemütliche Hütten dazu ein, den Weg auch einmal Weg sein zu lassen und das Leben unterwegs in vollen Zügen zu genießen.

Gut beschildert, nicht weit von der Mitte Deutschlands gelegen und mit weitgehend sanften An- und Abstiegen ist der Rothaarsteig ein idealer Weg für alle, die unverfälschte Naturerlebnisse suchen oder einfach nur ausprobieren wollen, ob ihnen Fernwandern Spaß macht.

Auf der Karte

Die Touren

  • 05:48
    19,2 km
    3,3 km/h
    500 m
    530 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Der Rothaarsteig startet beim historischen Rathaus am Marktplatz in der Altstadt von Brilon. Von dort führt der offizielle Weg erst einmal auf den Drübel mit einem schönen Blick auf die Stadt und die Propsteikirche St. Petrus und Andreas. Man kann die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Drübel aber auch abkürzen, indem man einfach entlang der Möhne durch den Kurpark geht.In jedem Fall kommt man nach zwei bis drei Kilometern an der Möhnequelle vorbei, einem der Highlights dieser Etappe. Von dort geht es dann durch Wiesen und Wälder zum Gudenhagener Poppenberg. Anschließend führt der Weg weiter in südöstliche Richtung vorbei an der Hiebammenhütte zum Borberg mit seiner schönen Kapelle. Von dort gehst du dann, meist durch Wald, cira zwei Kilometer nach Osten und um den Berg Schusterknapp herum.Nachdem du den Schusterknapp passiert hast, verläuft der Weg auf dem Kamm des Rothaargebierges wieder in Richtung Süden. Auf dem Gipfelpfad folgen Habberg und Ginsterkopf mit wunderschönen Ausblicken auf das Obere Ruhrtal. Nach Passieren des Ginsterkopfes führt der Weg immer durch Wälder an der Feuereiche vorbei zu den Bruchhauser Steinen. Von diesem Highlight sind es dann noch gut zwei Kilometer bis zum Etappenziel Bruchhausen.

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  • 07:38
    26,5 km
    3,5 km/h
    490 m
    710 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute geht es hoch hinaus! Nach dem Start in Bruchhausen führt der Weg durch bewaldetes Gebiet hinauf zum 843 Meter hohen Langenberg, dem höchsten Punkt des Rothaargebirges, des Sauerlands und von ganz NRW.Der rund acht Kilometer lange Anstieg zum Gipfel bietet immer wieder sehr schöne Ausblicke auf das Hochsauerland, der Gipfel selbst ist bewaldet und die Aussicht von dort deshalb relativ unspektakulär. Die Gegend in den nächsten Kilometern nach dem Langenberg wird dann durch die seltene Naturlandschaft der Niedersfelder Hochheide bestimmt. Eine Einkehrmöglichkeit hast du dabei in der Hochheide-Hütte im Bereich des Naturschutzgebietes Neuer Hagen. Diese liegt bereits südlich des Wintersportorts Willingen (Upland), das bei vielen Wanderern am Rothaarsteig ebenfalls Etappenziel ist. Nach etwa 18 Kilometern Wegstrecke durch Wälder und Heiden gelangst du schließlich in das von Feldern umgebene Örtchen Küstelberg. Von hier geht es weitere neun Kilometer – und vorbei an der Ruhrquelle – zum Etappenziel nach Winterberg.

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  • 05:08
    18,6 km
    3,6 km/h
    290 m
    340 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Vom Zentrum von Winterberg führt der Weg vorbei an der St. Georgs Sprungschanze und den Skibergen Poppenberg und Bremberg mit ihren Liftanlagen hinauf zum unbewaldeten Aussichtsberg Kahler Asten, den du nach rund sechs Kilometern erreichst. Mit mehr als 840 Metern und einem herrlichen Rundblick ist er der höchste Punkt dieser Etappe.Einige hundert Meter auf dem Kahlen Asten und durch Heidegebiet weiter, passierst du dann die Lennequelle. Anschließend geht es hauptsächlich durch Wiesen bis zum Örtchen Langewiese im Wittgensteiner Land. Von hier führt der Weg dann hinauf zum Albrechtsberg, den du nach 14 Kilometern der Etappe mit einigen herrlichen Aussichtspunkten erreichst.Nach dem Albrechtsberg teilt sich der Rothaarweg in eine Tal- und in eine Kammvariante. Bei mehreren Abzweigemöglichkeiten im Bereich der Friedensquelle oder beim sogenannten Heidenstock musst du dich entscheiden, ob du der offiziellen Hauptroute (Kammvariante) in Richtung Süden zum kleinen Weiler Kühhude folgst, oder ob du Übernachtungsmöglichkeiten im zweieinhalb Kilometer entfernten Schanze in Anspruch nehmen möchtest – was unserem Routenvorschlag entspricht.

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  • 05:37
    20,8 km
    3,7 km/h
    310 m
    270 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach der Übernachtung in Schanze kannst du dich wieder zwischen Kamm- und Talvariante des Rothaarsteigs entscheiden. Wenn du die Talvariante wählst, gehst du in südwestlicher Richtung durch das schluchtartige Grubental und über das Örtchen Latrop zur sogenannten Millionenbank, wo sich die beiden Varianten wieder vereinigen. Wenn du auf dem Hauptweg, der Kammvariante, weitergehen möchtest, startest du in südöstliche Richtung vorbei am Kyrill-Pfad in Richtung des Weilers Kühhude. Etwas nachdem du Kühhude gestreift hast, triffst du auf den Waldskulpturenweg und auf eine 40 Meter lange Hängebrücke, die du auch einfach umwandern kannst, falls du wackelige Knie bekommst. Am Rothaarsteig-Grenzweg geht es anschließend durch dichte Wälder und auf Kammlagen bis zur Millionenbank, wo sich der Hauptweg mit der Talvariante vereinigt. In den Wäldern um die Millionenbank ist es nicht ganz ungewöhnlich, auf wild lebenden Wisente zu treffen. Die Wisente sind zwar an Wanderer auf Wegen gewöhnt, ein gewisser Respektabstand sollte aber unbedingt eingehalten werden – speziell wenn man mit Hunden unterwegs ist oder wenn man auf Muttertiere trifft. Nach etwa 13 Kilometern Gesamtweg (Hauptvariante) gelangst du zum kleinen Ort Jagdhaus, wo der Wisent-Pfad zum Naturerlebniszentrum Wisent-Welt Wittgenstein abzweigt. In der Wisent-Welt lässt sich eine Wisent-Herde in einem abgegrenzten Areal relativ gut beobachten. Wenn du auf der vorgeschlagenen Route bleibst, erreichst du nach sechzehn Kilometern Gesamtweg die Somborn-Quelle. Hinauf zum Rhein-Weser-Turm, dem Etappenziel mit herrlichem Rundblick, sind es von der Somborn-Quelle noch fünf Kilometer.

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  • 05:52
    20,5 km
    3,5 km/h
    550 m
    430 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Schwarzbachtal. Nach rund sechseinhalb Kilometern wanderst du dann durch die Landschaft der Heinsberger Hochheide. Ein Abstecher hinunter zum Heinsberger Aquädukt und einem zugemauerten, seit 1945 stillgelegten Eisenbahntunnel kann besonders für Eisenbahninteressierte von Interesse sein.Ein kurzes Stück nachdem du das Heinsberger Aquädukt besucht (oder rechts liegen gelassen) hast, kommst du zum Dreiherrenstein, und nach dreieinhalb weiteren Kilometern erreichst du die Ferndorfquelle. Von der Quelle führt der offizielle Rothaarsteig gut vier Kilometer zur Ruine Ginsburg von dessen Turm man einen herrlichen Ausblick hat und wo du auch einkehren kannst. Von der Ginsburg sind es dann noch rund drei Kilometer in den Ortskern von Lützel. Der Weg dorthin führt über den Skiberg Giller mit dem bekannten Gillerbergturm.

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  • 03:52
    14,2 km
    3,7 km/h
    170 m
    220 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Etappe von Lützel nach Lahnhof führt dich durch die Quellgebiete der Flüsse Eder, Sieg und Lahn. Der Weg wird vor allem durch Wälder und Heidelandschaften bestimmt. Von Lützel geht es erstmal knapp zwei Kilometer in Richtung Südosten. Dann folgt der Weg sechst Kilometer immer der Eder entlang bis zu ihrem Quellgebiet in einem Moor. Anschließend führt ein Kiesweg, die Kohlenstraße, Richtung Osten bis zum kleinen Ort Waldheim und von dort großteils durch Wald rund zweieinhalb Kilometer weiter zur Siegquelle mit Einkehrmöglichkeiten. Von dort sind es dann noch sechseinhalb Kilometer bis zur Lahnquelle und dem Lahnhof, dem Ziel dieser Etappe.

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  • 05:22
    19,6 km
    3,7 km/h
    440 m
    230 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Vom Lahnhof führt der Rothaarsteig auf der vorletzten Etappe erst einmal rund vier Kilometer in Richtung Südosten zur Ilsequelle. Von dort geht es dann weiter auf der Eisenstraße, einem mittelalterlichen Handelsweg, durch Wälder, Heideland und auf Höhenrücken immer in Richtung Südwesten. Der Weg folgt dabei in weiten Teilen der Grenze zwischen NRW und Hessen. Die Quelle der Dill erreichst du nach rund zwölf Kilometern, nach weiteren sechs Kilometern kommst du zur Tiefenrother Höhe, die mit der Aussichtsplattform „Nase im Wind“ einen wunderschönen Blick über das südliche Siegerland bietet. Von dort sind es dann noch drei Kilometer zum vorletzten Etappenziel Wilgersdorf.

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  • 06:16
    21,8 km
    3,5 km/h
    630 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wenn du vom Ortskern in Wilgersdorf startest, beginnt die letzte Etappe so wie die vorletzte geendet hat: Du gehst rund zwei Kilometer den Weg den du gekommen bist zurück und setzt deine Tour dann auf dem Rothaarsteig weiter in Richtung Südosten fort. Nach einem Kilometer auf neuen Pfaden und durch Wald- und Heidelandschaften kommst du zur Kalteiche, wo sich im Grenzgebiet zwischen NRW und Hessen der Rothaarweg in die Dill-Variante und die Westerwald-Variante aufteilt. Beide Wege führen letztendlich nach Dillenburg, die Westerwald-Variante über die Fuchskaute ist allerdings mehr als 50 Kilometer lange. Auf der vorgeschlagenen Route, der Dill-Variante, sind es noch 20 hinunter Kilometer nach Dillenburg. Je näher du nach Dillenburg kommst, desto mehr geht die Landschaft des Rothaargebirges in jene des Lahn-Dill-Berglands über. Spätestens nachdem du nach 14 Kilometern Wegstrecke den Ort Manderbach erreicht hast, kommst du in dichter besiedeltes Gebiet und die Wälder machen zunehmend Feldern und Siedlungen Platz. Nachdem du den Lören rechts liegen gelassen hast, betrittst du mehr oder weniger städtisches Gebiet um Dillenburg. Bei der neuen, jetzt offiziellen Variante des Rothaarsteigs wanderst du anfangs um Dillenburg in nordwestlicher Richtung herum – was der landschaftlich attraktivere, aber auch längere Weg ist. Dabei kommst du im stadtnahen Wald unter anderem beim Bismark-Denkmal mit schönem Blick auf Dillenburg vorbei. Auf der kürzeren Variante die hier eingezeichnet ist, bewegst du dich im Stadtgebiet anfangs ein Stück entlang der stark befahrenen B 253 und gehst dann hinauf zum Wilhelmsturm, dem Wahrzeichen von Dillenburg. Auch die Altstadt nordwestlich des Wilhelmsturms ist nett anzusehen. Von dort wanderst du dann durch den Hofgarten zum Bahnhof von Dillenburg – dem offiziellen Ende des Rothaarsteigs. Vom Bahnhof Dillenburg ist man mit Regionalzügen in rund 60 Minuten in Frankfurt / Main.

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