Philip Kiese

Bikepacking British Columbia – Vancouver roundtrip

Fahrrad-Collection von
komoot

Auf diesem Bikepacking-Abenteuer wirst du deine Füße in von Gletschern gespeisten Seen abkühlen, entlang einer alten Goldgräber-Eisenbahnstrecke fahren und eine Hochland-Kupfermine erkunden. Die Rundtour führt dich in zehn Tagen durch das Hinterland der kanadischen Westküste - von Vancouver nach Vancouver. Knapp 13.000 Höhenmeter und 1.200 Kilometer werden am Ende in deinem Fahrtenbuch stehen. Du solltest also das Bergauffahren mögen und nicht ganz untrainiert sein, denn auch abseits der Rocky Mountains ist es in British Columbia immer bergig.
Für deine Strapazen revanchiert sich die abwechslungsreiche Landschaft immer wieder mit “Bilderbuch-Kanada-Romantik” – aber auch mit für Kanada durchaus unerwarteten wüstenartigen Abschnitten und Weinanbaugebieten.
Mit ein wenig Glück wirst du vielen wilden Tieren wie Walen, Ottern und Bibern begegnen. Allerdings solltest du, egal ob du im Zelt schläfst oder Bed & Breakfasts bevorzugst, immer etwas Vorsicht walten lassen. Denn es gibt mit Bären und Berglöwen auch Tiere die du höchstens aus weiter Ferne sehen möchtest.

Lust auf ein großes Abenteuer? Dann ab nach Vancouver mit dir.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    08:52
    123 km
    13,8 km/h
    2 180 m
    1 500 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Gleich zu Anfang steht ein dicker Brocken auf dem Plan. Nicht ohne Grund wird die heutige Strecke auch Sea-to-Sky Highway genannt, denn sie führt dich von Meereshöhe bis in den weltbekannten Wintersportort Whistler. Ein Großteil der heutigen Strecke wird also auf einem Highway absolviert. Aber, es gibt immer genug “Shoulder” um unbedingt zu fahren und die Autofahrer und vor allem Truckfahrer sind erstaunlich rücksichtsvoll. Der besonders verkehrsreiche Teil im Norden von Vancouver wird auf einem Fahrradweg umgangen.

    Starten wirst du am Fuße der Lions Gate Bridge, diese Brücke wurde in vielen Hollywood Filmen und Fernsehserien verwendet. Hoffen wir mal, dass deine Überfahrt nicht wie in Final Destination ausgeht :). Nach Horseshoe Bay führt dich der Weg zwischen dem Howe Sound und den Bergen entlang und bietet dir immer wieder atemberaubende Ausblicke. Wenn du Glück hast, kannst du mit einem guten Auge tatsächlich Wale sehen.
    Kurz vor Squamish, das am Ende es Howe Sounds liegt, kannst du an den Shannon Falls halt machen und die 335 Meter hohen Wasserfälle besichtigen. In Squamish angekommen legst du eine Verpflegungspause ein um Energie zu tanken, denn nach der Stadt wird es bis Whistler wirklich bergig.

    Gut 20 km vor dem Ziel gibt es mit den Brandywine Falls nochmal beeindruckende Wasserfälle zu besichtigen. In Sproatt, einem Vorort des Etappenziels Whistler, kannst du das Ende des anstrengenden Fahrradtages einläuten und bei einer kleinen Brauerei einkehren.

  • Schwer
    08:35
    132 km
    15,4 km/h
    1 890 m
    2 310 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nachdem es gestern eher gemächlich bergauf ging warten heute 1000 hm in einem einzigen Anstieg auf 15 km.

    Doch zunächst geht es von Whistler bergab bis nach Pemberton. Hinter Whistler wird der Verkehr deutlich weniger. Auf dem Weg bieten sich dir immer wieder tolle Ausblicke auf die Berge der Region und Wasserfälle wie die Nairn Falls. Nach Pemberton wirst du das Nordufer des Lillooet Lakes passieren und in den Anstieg des Tages rollen. Nachdem du dich nach oben gekämpft hast lohnt sich ein Abstecher in den Joffre Lakes Provincial Park. In diesem vom Metier Gletscher gespeisten See kannst du in unwirklich gefärbten Wasser schnell deine Beine abkühlen und dabei die Aussicht auf das Gletschermassiv genießen.

    Jetzt geht es am Duffey Lake vorbei durch das Tal des Cayoosh Creeks. Bis zum Seton Lake kurz vor dem Etappenziel Lillooet. Lillooet liegt im Tal des Fraser Rivers. Der Fraser River ist der größte Fluss in British Columbia und entwässert mit seinen Zuflüssen die ganze Region. Bei Lillooet hat sich der Fluss tief in das Tal eingegraben. Was unerwartet ist, das Tal ist sehr Trocken und gleicht eher einer Wüste. Nur eben mit einem reißenden Fluss in der Mitte. Der Fraser River wird dir auf dieser Reise wieder begegnen und hat dann sein Gesicht schon wieder verändert.

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  • Schwer
    06:13
    98,2 km
    15,8 km/h
    1 200 m
    1 110 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute verlässt du die Coastal Mountain Range, doch es wird weiterhin sehr bergig bleiben. Die Etappe führt dich vom Tal des Fraser Rivers in das Tal des Thompson Rivers. Das bedeutet, dass es dazwischen wieder einen Bergkamm gibt, es dann aber auch wieder bergab geht.

    Zunächst geht es also stromaufwärts am Fraser River entlang. An einer besonders engen Stelle gibt es immer wieder kleine Erdrutsche, daher ist die Straße ohne Teer. Hier kommt in Verbindung mit der kargen Vegetation Westernfeeling auf.

    Nach dem Ort Pavillion geht es durch den Marble Canyon Provincial Park. Hier reihen sich drei Seen in einem von schroff abfallenden Tal aneinander. Du kannst dir einen der Seen für eine Pause aussuchen und ein wenig schwimmen gehen. Der Park ist bei Fischern beliebt, vielleicht kannst du auch einen Fisch fangen oder einen der Fischer überzeugen dich einzuladen.

    Von hier geht es dann größtenteils bergab über Cache Creek bis Ashcroft, dem Ziel des heutigen Tages. Das am Thompson River gelegene Örtchen wird von zwei viel befahrenen Eisenbahnstrecken eingegrenzt. So kann es kommen, dass dank der kilometerlangen und im Schneckentempo fahrenden Zügen der Ort von der Außenwelt abgeschnitten wird. So lange du dich im Ort aufhältst wird dich das für Nordamerikanische Züge charakteristische Getute daran erinnern.

  • Schwer
    07:40
    115 km
    15,0 km/h
    1 650 m
    1 610 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die heutige Etappe spielt sich auf einer Art Hochplateau ab, auf das du erstmal rauf musst. Oben angekommen wirst du dich verwundert fragen, was dieser See hier macht? Der Sand an seinen Ufern ist so weiß und das Wasser so türkis wie du es dir in Karibikträumen vorstellst.

    Doch Baden Verboten! Der See entpuppt sich als Abraumsee der noch kommenden Kupfermine. Dennoch hast du von hier einen tollen Ausblick auf die Berge, die du in den letzten Tagen bezwungen hast. Ein paar Kilometer weiter kannst du dann im einem eigens eingerichteten Ausguck dem Treiben der Kupfermine folgen und zeitgleich, begreifen in was für einem Ausmaß sie sich in die Landschaft frisst. Sicher fallen dir dabei diese Trucks auf, die den Abraum transportieren. Da du sie in großer Ferne siehst, wird ihre Größe schwer begreifbar. Im nächsten Ort Logan Lake ist das Besucherzentrum in einem solchen Truck untergebracht und du kannst in Ruhe den Größenvergleich mit dieser riesigen Maschine antreten. Der Ort markiert die ungefähre Hälfte der heutigen Etappe und bietet sich so für eine Pause an.

    Von Logan Lake geht es dann an vielen kleinen Seen nach Kamloops. Wenn du eine weitere Pause einlegen willst empfiehlt sich ein Abstecher an den Lac Le Jeune. Kamloops wird als die “Tournament Capital of Canada” bezeichnet, weil hier sehr viele Sportturniere ausgetragen werden. Also ist für die typisch nordamerikanische Abendunterhaltung gesorgt.

  • Schwer
    07:41
    122 km
    15,9 km/h
    880 m
    850 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Am Nordufer des Thompson Rivers geht es auf einer wenig befahrenen Straße nach Osten. Auffällig sind die interessanten Hügelformationen die sich hier in das Tal gewaschen haben. Abseits der künstlichen Bewässerung sind die Hänge wieder sehr trocken.

    Nach dem Ort Monte Creek verlässt du den Thompson River und es geht bis zum Monte Lake bergauf. Ab jetzt wird es wieder grüner und landwirtschaftlicher, denn es geht hinab in das Okanagan Valley. Häufig haben die Farmer am Straßenrand Verkaufsstationen eingerichtet an denen du dich mit Proviant eindecken kannst.

    Neben dem Namensgebenden Okanagan Lake, der 135 km lang aber nur 4-5 km breit ist, gibt es noch viele kleinere Seen im Tal. Das Tal zieht sich bis an die amerikanisch-kanadische Grenze.

    Falls es noch nicht genug Höhenmeter für heute waren, kannst du dich in Vernon angekommen entscheiden ob du nicht noch in den Silver Star Provincial Park fährst. Dieser Abstecher winkt mit 1000 hm auf 20 Kilometern. Wenn du es lieber ruhig angehen magst kannst du in Vernon bleiben und in einem der zahlreichen Restaurants Energie tanken.

  • Schwer
    03:29
    56,2 km
    16,1 km/h
    490 m
    540 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Um deinem Körper ein wenig Erholung zu gönnen geht heute es auf einer kurzen Etappe in das wirtschaftliche Zentrum des Okanagan Valley, nach Kelowna. Dabei führt dich die Straße gen Süden am Kalamalka Lake und am Wood Lake vorbei. Besonders der Kalamalka Lake hat eine sehr Türkise Färbung und lädt zur Fotosession. Zwischen den Seen kannst du am Oyama Beach eine Badepause einlegen. Die beiden Seen sind durch einen kleinen Bergzug vom großen Okanagan See getrennt. In den See kannst du dann zum Abschluss des Tages springen.

    Es geht durch viele kleine Vororte nach Kelowna, das Tal ist hier enger besiedelt als die umliegenden Gebiete. An der direkt neben der Straße liegenden Startbahn des Flughafens kannst du dir ein Wettrennen mit den startenden Flugzeugen liefern. In Kelowna angekommen kannst du dich in den City Park legen, am Strand entspannen oder durch die Straßen bummeln.

  • Schwer
    11:15
    122 km
    10,9 km/h
    1 470 m
    1 330 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nachdem in dieser Gegend Silber gefunden wurde, zog es zahlreiche Abenteurer in die kanadische Wildnis. Um die Bergarbeiter auf der Suche nach dem Glück in den Silberminen zu unterstützen, wurde 1915 der Kettle-Valley-Railway eröffnet.

    Nachdem der Bahnbetrieb eingestellt worden war, wurde die Strecke zu einem Fahrrad- und Wanderweg zurückgebaut. So zähmen zahlreiche Brücken und Tunnel die Berge und bieten spektakuläre Ausblicke auf die Landschaft bei einer maximalen Steigung von 2,2%, also sehr wenig. Für die nächsten Tage wirst du diesem Trail folgen und oft auf Gravel unterwegs sein und ab jetzt ist ein schottertaugliches Fahrrad notwendig, denn die nicht für Quads gesperrten Teilabschnitte sind sehr aufgelockert.

    Mit dem Myra Canyon gibt es heute gleich den spektakulärsten Teil des Kettle-Valley-Railway Trails zu fahren, hier führen zwei Tunnel und 18 Jochbrücken in Holzbauweise durch den steilen Canyon. Kaum zu glauben, dass diese von Hand zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von den Arbeitern in den Canyon gebaut wurden. Der Trail gewährt eindrucksvolle Blicke auf den Canyon und auf den Okanagan Lake.

    Nachdem du wieder in das Okanagan Tal hinabgefahren bist, bietet sich dir bei Naramata ein für Kanada unerwarteter Anblick. Im Süden des Tals herrscht ein so mildes Klima, dass hier Wein angebaut werden kann. Die zahlreichen Keltereien laden zur Weinverköstigung - aber nicht zu viel, ein paar Kilometer stehen noch auf dem Programm ;)

    Nach Penticton geht es auf dem KVR weiter nach Summerland. Hier ist der Name Programm und es warten viele verschieden Obstsorten darauf von dir gepflückt zu werden.

  • Schwer
    06:37
    93,7 km
    14,1 km/h
    890 m
    730 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute wird es einsam, du folgst dem KVR weiter nach Princeton. In Summerland wurden einige historische Eisenbahngebäude erhalten und renoviert, diese solltest du dir auf jeden Fall anschauen.

    Da die Summerland-Princeton Gravelroad neben dem Kettle-Valley-Railway Trail verläuft, kannst du nach Belieben auf äußerst wenig befahrene Straße ausweichen, sollte der Schotter zu kleinteilig werden. Die Gegend ist wirklich einsam und es stehen nur einige vereinzelte Hütten herum. Also kann es gut sein, dass dir heute ein wildes Tier begegnet, sei auf der Hut. Bist du am Osprey Lake angekommen, wird es wieder bevölkerter.

    Vor Princeton fährst du auf moderatem Gefälle durch leicht wogende Hügel. Wenn du Lust hast ein Kuriosum zu sehen, solltest du zum Rainbow Lake abbiegen, hier wurde ein frei interpretiertes Schloss gebaut.

  • Schwer
    12:12
    162 km
    13,3 km/h
    1 310 m
    1 900 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Das einsame Kanada Gefühl von gestern führt sich heute fort. Auf einer Gravelroad geht es durch kleine Örtchen. In Tulameen steht ein Hotel, das auch in einem Western als Kulisse dienen könnte, und in Coalmont wartet Kurioses wie ein Baum voller Schuhe. Am Otter Lake biegst du in ein namenloses Tal ein, in dem es beständig und moderat bergauf geht und gleichzeitig immer einsamer wird. Hier und dort steht noch eine Farm. Mit Glück siehst du wieder wilde Tiere, wie Otter in den Seen.

    Nachdem du in ein noch einsameres Tal eingebogen bist und einige Kilometer auf dem Kettle Valley Railway Trail gefahren bist, kommst du zum Coldwater River und den Coquihalla Highway. Und ab hier geht es auf dem Highway weiter, aber wie gesagt, die “Shoulder” ist immer breit genug und die Auto- und Truck-Fahrer sind überraschend rücksichtsvoll.

    Wenn du dich auf dem Highway auf den Coquihalla Pass gekämpft hast, wartet eine rasante Abfahrt auf dich, jetzt geht es für circa 40 Kilometer bis auf Seelevel bergab. Zieh dich warm an, denn der Fahrtwind kann dich gut auskühlen. In Hope angekommen begrüßt dich der nun schon viel breitere Fraser River.

  • Schwer
    09:14
    159 km
    17,2 km/h
    690 m
    740 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Etappe ist die längste, dafür warten aber auch nur wenige Höhenmeter auf dich. Das Gute ist, je näher du nach Vancouver kommst, desto besser ist der öffentliche Nahverkehr und du kannst einige Kilometer mit dem Zug oder dem Bus zurücklegen, falls du die Nase voll vom Radeln hast.

    Von Hope geht es am Nordufer des Fraser Rivers entlang Richtung Meer. Der Fluss hat hier eine enorme Breite, verändert sein Flussbett ständig und lässt tausende kleine Inseln entstehen. Das Nordufer ist landwirtschaftlich geprägt und es wird umso urbaner, je näher du nach Vancouver kommst. In Mission kannst du auf der Hälfte der Etappe eine Pause bei der örtlichen Brauerei einlegen und verschieden Radler-Variationen probieren.

    Durch die Vororte fährst du bis nach Vancouver, als Ziel der Etappe bietet sich der Kitsilano Beach an, aber auch der Jericho Beach. Beide warten mit einem atemberaubenden Panorama auf, das so nur Vancouver bieten kann. Eine Großstadt mit hellen Hochhäusern (Entdeckst du das mit dem Baum oben drauf?), davor der Pazifik mit vor Anker liegenden Containerschiffen und dahinter die bewaldeten Gebirgsketten der Coastal Mountain Range. Auf einem Gipfel hinter Vancouver kannst du sogar ein Skigebiet erkennen. Hier kannst du dann im Winter mit der umgedrehten Aussicht auf Vancouver deine Bahnen ziehen.

Collection Statistik

  • Touren
    10
  • Distanz
    1 185 km
  • Zeit
    81:49 Std
  • Höhenmeter
    12 670 m12 620 m

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