Der Dempster Highway in Kanada – make gravel great again

Fahrrad-Collection von
komoot

Yukons Highway Nr. 5 und Northwest Territories Highway Nr. 8 ist besser bekannt unter dem Namen Dempster Highway, eine 742 Kilometer lange Schotterstrasse, gebaut auf Permafrostboden. Eine Sackgasse! Eine Strecke der Extreme!

Die Strasse führt über den nördlichen Polarkreis hinaus durch eine atemberaubende, abwechslungsreiche Landschaft aus Taiga und Tundra, über Bergpässe und durch die Gebirgszüge der Ogilvie- and Richardson Mountains. Der Dempster Highway befindet sich in einer der einzigen Regionen der Erde, wo es noch unberührte Natur gibt, und diese beginnt direkt am Strassenrand. Auf dem Weg durch die Wildnis wirst du Bären, Elchen, Wölfen und Polarfüchsen begegnen. Du kommst mit Einheimischen in Kontakt, welche diese einsame Region ihr Zuhause nennen und noch nie einen anderen Teil der Welt gesehen haben.

Doch die Strecke hat zwei Gesichter. Bei Regen verwandelt sich der Strassenbelag in ein einziges Band aus Schlamm. Bei noch mehr Pech wirst du beim Schieben deines Fahrrades von Mücken lebendig gefressen. Und mit überraschenden Wetterphänomenen muss man im hohen Norden sowieso täglich rechnen.

Egal von welcher Seite der Dempster sich dir präsentiert: Du wirst auf alle Fälle Abenteuer erleben, von welchen du noch deinen Grosskindern erzählen wirst.

Ausgangspunkt der Route ist die legendären Goldgräberstadt Dawson City. Acht Kräfte zerrende Tagesetappen später erreichst du Inuvik, nahe des Polarmeeres. Sonst machst du nur eines und dies ist Fahrrad fahren, essen und schlafen. Wenn du in regelmässigen Abständen eine Dusche, ein bequemes Bett oder ein kühles Bier brauchst, dann ist diese Tour nichts für dich. Du bist weitgehend auf dich alleine gestellt. In annehmbaren Abständen lassen sich einfache Zeltplätze mit einem Unterstand und Wasser finden, aber ohne Wildcampen ist die Strecke nicht fahrbar. Es lohnt sich einen Wasserfilter und ein Mückennetz mitzunehmen. Auch ein Seil, um das Essen über Nacht bärensicher an einem Ast hochzuziehen empfiehlt sich.

Auf ins Dempster Abenteuer!

Apropos: Wer eine extra Herausforderung sucht, kann die Strecke auch im Winter zurücklegen und dabei die Polarlichter bestaunen. Rechne mit -40Grad und wenig Tageslicht.

Tipps zur An- und Rückreise:
Die Anreise erfolgt über Whitehorse. Von da gelangst du entweder per Bus oder einem weiteren Flug nach Dawson City. Wenn du mehr Zeit zur Verfügung hast, kannst du dich schon mal auf dem Klondike Highway (#2) warm fahren oder du mietest dir ein Kanu und paddelst die Strecke auf dem legendären Yukon River.

Von Inuvik gibt es direkte Flüge nach Dawson City oder Whitehorse. Viel unkomplizierter ist es aber per Autostopp. Hoch im Norden freut sich jeder über Gesellschaft und wird von deinen Erlebnissen auf dem Dempster Highway hören wollen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    10:11
    113 km
    11,1 km/h
    1 080 m
    370 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du startest in Dawson City, dem Goldrauschort am Yukon River. Noch heute wird hier kräftig nach Gold gebuddelt und das Städtchen sieht noch immer so aus, wie du es von Jack London kennst.

    Bevor du dich auf dein Fahrrad schwingst, solltest du dem Informationsbüro der Northwest Territories einen Besuch abstatten. Dort wirst du mit Wetter- und Straßenbericht ausgestattet und kannst zudem ein Proviantpaket in die Eagle Lodge schicken lassen, welche du nach ungefähr der Hälfte der zu fahrenden Kilometer erreichen wirst.

    Danach brichst du ins Abenteuer auf und folgst dem Klondike Highway parallel zum gleichnamigen Fluss. Es ist flach und du kannst deine letzten geteerten Kilometer genießen. Danach beginnt die legendäre Schotterpiste. Dichte Wälder umgeben die Strecke, es geht kontinuierlich hinauf, später wird es gebirgiger.

    Am Ende der ersten Etappe erreichst du den Tombstone National Park. Im Interpretive Center gibt es viele interessante Informationen zur einsamen Straße in den hohen Norden und der Tier- und Pflanzenwelt der Region. Für ein Depot kannst du Bärenboxen ausleihen, um Lebensmittel und Kosmetika aufzubewahren.

    Ein paar Meter weiter befindet sich der einfache Zeltplatz, auf dem du deine erste Etappe ausklingen lassen kannst.

  • Schwer
    11:41
    123 km
    10,5 km/h
    740 m
    1 170 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Route führt nun hoch auf den North Fork Pass. Er ist mit seinen 1289 Metern über Meer der höchste Punkt der ganzen Strecke. Das Übelste hast du also schon hinter dir! Einen Blick über die Schulter bietet eine herrliche Aussicht über den Nationalpark und die Tombstone Mountains. In Fahrtrichtung entzückt die Weite und Schönheit der Taiga. Nach der Abfahrt geht es flach weiter durch das Blackstone Valley. Du kommst am Two Moose- und dem Chapman Lake vorbei. Hier ist ein idealer Ort um Elche zu beobachten.

    Auch einen zweiten Pass bietet diese Tagesetappe. Es geht hoch zum Windy Pass, wo wieder eine großartige Aussicht auf dich wartet. Die Landschaft ist hier kahler und die Berge sehen aus wie riesige Kieshaufen. Nach der Abfahrt durch die graue Mondlandschaft folgt die Strecke dem Red Ceek, welcher durch Mineralien im dunklem Rot gefärbt ist.

    Die zweite Tagesetappe endet am Engineer Creek. Der Zeltplatz besitzt einen Unterstand, wo du dich vor den Mücken schützen kannst, während du dein Abendessen kochst. Sicher wird man Verständnis haben, wenn du dein Zelt gleich darin aufbaust.

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  • Schwer
    06:47
    65,8 km
    9,7 km/h
    680 m
    420 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Straße führt am klaren Ogilvie River entlang. Die Gegend ist wieder bewaldeter, was einem oft die Sicht auf den Fluss und die Umgebung nimmt. Nach dem Anstieg zum Seven-Mile-Hill erreichst du den Ogilvie -Peel Viewpoint. Dank der höhenbedingt kargeren Vegetation, bietet sich eine fantastische Panoramasicht auf das Ogilvie Valley. Am späten Abend glänzen die Berge zu deiner Rechten cremefarben und besonders schön.

    Achte darauf, dass du alle deine Trinkflaschen vor dem Anstieg zum Seven-Mile-Hill füllst, danach bietet sich dafür bis zur Eagle Plains Lodge keine Gelegenheit mehr. Da kein Zeltplatz in der Nähe ist, schlägst du dein Zelt am Aussichtspunkt auf. Toiletten sind vorhanden.

  • Schwer
    10:59
    111 km
    10,1 km/h
    980 m
    1 120 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Hügelig geht es zurück in die Zivilisation. Das Ziel der Etappe sind die ersten Gebäude auf dem Demster Highway. Sie gehören zu Eagle Plains, einem Ort mit genau acht Einwohnern. Die Strecke führte durch den sogenannten Drunken Forest. Das sommerliche Auftauen des Permafrostgrundes und die dabei entstehende Bewegung der Erde haben die Bäume in spezielle Schräglage gebracht.

    Es geht hoch und runter und mit jedem Meter kommst du der Lodge näher. Es erwartet dich ein trockener Platz mit Wifi und Hamburger. Zudem gibt es hier heiße Duschen um all den Schweiß, den Staub, die Sonnencreme und das Anti-Moskito-Spray herunter zu waschen.

    Lass dich verwöhnen, nimm dein Proviantpacket entgegen, die halbe Strecke ist geschafft.

  • Schwer
    07:21
    77,3 km
    10,5 km/h
    740 m
    990 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die fünfte Strecke beginnt mit einer tollen Abfahrt. Genau so steil geht es allerdings danach wieder bergauf. Nach 36 Kilometern fährst du über den Polarkreis ins Land der Mitternachtssonne. Viele Touristen in Wohnmobilen kehren hier wieder um. Aber nicht du! Der Platz mit den Informationstafeln und den Picknicktischen eignet sich perfekt für eine Pause. Er bietet auch eine atemberaubende Aussicht auf die Richardson Mountains.

    Die Strecke schlängelt sich anschliessend durch viel bewaldetes Gebiet. Der Zeltplatz am Rock River bietet eine Mückenschutzhütte mit Feuerstelle.

  • Schwer
    09:35
    95,3 km
    10,0 km/h
    1 060 m
    1 510 m
    Fähre
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Die Straße steigt auf den Wright Pass, die Grenze zwischen den Yukon- und den Northwest Territories. Der Pass ist bekannt als Wetterscheide und praktisch immer bläst hier ein eiskalter Wind.

    Das Terrain bleibt hügelig, doch insgesamt geht es deutlich mehr bergab. Alle Anstiege werden im Anschluss mit herrlichen Weitblicken über das Schotterband des Dempsters und der subarktischen Tundra belohnt.

    Am Peel River steht die erste Flussüberquerung mit einer Fähre an. Auf der anderen Flussseite befindet sich der Nitainlaii Territorial-Park mit Zeltplatz, wo du übernachten kannst.

  • Schwer
    06:45
    71,0 km
    10,5 km/h
    220 m
    210 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach zehn gemütlichen Kilometern erreichst du die Abzweigung nach Fort McPherson. Das Dorf hat 800 Einwohner, vorwiegend Kutchin-Indianer und einen kleinen Supermarkt.

    Von nun an ist der Dempster flach und führt ins Mackenzie-Delta, einem Labyrinth aus Seen und Flussarmen. Ein gigantischer Sumpf ist von einer riesigen Mückenpopulation bevölkert.

    Die Fähre auf dem Mackenzi River verkehrt in einem Dreieck. Die erste Haltestelle ist Tsiigehtchic. Das Dorf ist bekannt für trockenen Fisch und bietet 150 Einwohnern ein Zuhause.

    Beim Informationszentrum des Dorfes gibt es einen gut ausgestatteten Zeltplatz. Wer es einfacher mag: Auch die Uferpromenade mit Picknicktischen eignet sich für ein Nachtlager.

  • Schwer
    12:16
    130 km
    10,6 km/h
    400 m
    430 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Mehr als monotones Flachland und morastigen Fichtenwald gibt es auf der letzten Etappe leider nicht zu sehen. Die endlose gerade Strecke ist 1,5 Meter vom Boden angehoben. Das Kiesbett darunter dient als Isolation, sodass die Strasse im Sommer nicht im Permafrostboden versinkt. Die Höhe genügt, um die Blicke über die schier endlose Weite unberührter Natur schweifen zu lassen.

    Inuvik liegt rund 100 Kilometer vor der Beaufortsee entfernt und hat 3300 Einwohner. Um zu verhindern, dass die Gebäude mit ihrer eigenen Wärme den Permafrostboden auftauen und langsam darin versinken, sind sie auf Stützen gestellt. Aluminium verkleidete, beheizte Röhren, führen auf Stelzen von Haus zu Haus. Darin liegen die Leitungen für Wasser, Abwasser und die Fernwärmeversorgung.

    Das Dorf ist exotisch und interessant. Nach all den Strapazen solltest du hier im Minimum einen Tag verbringen und dir alles ansehen.

    Zurück geht’s per Autostopp oder per Flugzeug.

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