7 Tage Bikepacking auf Sri Lanka

Fahrrad-Collection von komoot

"Tropisches Märchenland" und “Insel des Entzückens" – so haben Reisende Sri Lanka bereits vor Jahrhunderten beschrieben. Diese Beschreibung bewahrheitet sich heute noch genauso wie damals. Ein ideales Ziel also für die Jungs des Far Ride Magazins, die ständig auf der Suche nach einem neuen Abenteuer sind. Das Landesinnere Sri Lankas zu erkunden schien ihnen sehr reizvoll, da diese Route von Bikern noch nicht wirklich befahren wurde und die Einheimischen sowieso eher Mopeds oder Tuk Tuks bevorzugen. Die drei waren auf das Schlimmste vorbereitet und stellten sich schwer beschädigte Asphaltstraßen vor. Von tropischer Hitze bis Monsun Regen würde sie auch alles erwarten. Die siebentägige Tour versprach daher sowohl körperlich als auch geistig anstrengend zu werden.

Doch dann hat sich die Realität ganz anders gezeigt, denn diese Insel hat für Radfahrer einiges mehr zu bieten, als man sich auszumalen vermag. Fahrräder sind eine ideale Möglichkeit, die Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten dieser Insel zu entdecken. Von den bekannten Sigiriya-Felsen über die mystischen Höhlentempel von Dambulla bis hin zu den königlichen Palast-Ruinen von Polonnaruwa. Am Ende beendeten die drei Abenteurer diese fast 900 Kilometer lange Tour mit einem Höhenanstieg von 9.000 Höhenmetern. Und das mit einer Vielfalt an Eindrücken, die kaum zu überbieten sind. Unterwegs haben sie Tagebuch geführt, damit du die Touren hier hautnah nacherleben kannst. Viel Freude dabei!

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    09:36
    161 km
    16,8 km/h
    1 040 m
    880 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Fahrt von Colombo nach Sigiriya ist circa 160 km lang, mit einem leichten aber konstanten Anstieg. Die Straße ist recht gut asphaltiert, dennoch ist der Weg aus der Stadt Colombo wegen des starken Verkehrs etwas mühsam. Besonders im Berufsverkehr ist es extrem schwierig voranzukommen, da oftmals das Gesetz des Stärkeren gilt. Sobald wir aus Colombo jedoch raus waren, erwartete uns eine ruhige und wirklich schöne Fahrt bis nach Sigiriya. Wohoo.

    Entlang des Weges, haben wir uns in einem Slum verfahren und mussten uns fast wie aus einem Labyrinth wieder rausmanövrieren. Einige der Straßen, die wir in diesem Slum befahren haben, waren nicht einmal auf der Karte zu sehen. Unser Halt war daher etwas früher als geplant in Dumbulla, 20 Kilometer von Sigiriya entfernt. Die fehlenden Kilometer müssen wir wohl oder übel am nächsten Tag nachholen. Für heute ist aber einmal Ruhe angesagt. Was für ein Start in unser Abenteuer!

  • Mittelschwer
    04:35
    77,6 km
    16,9 km/h
    410 m
    520 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Tag zwei ist angebrochen und führte uns von Sigiriya nach Polonnaruwa. Zu Beginn verläuft die Strecke in einem leichten Auf und Ab Richtung Nordosten. Ab Kilometer fünfzig wurde es aber wieder flacher und meistens ging es sogar ein bisschen bergab. Perfekt um die Schönheit der Umgebung auf sich wirken zu lassen. Einige der Seen an denen wir vorbeikamen, offenbarten spektakuläre Ausblicke, die besonders bei Sonnenuntergang ein wahres Naturwunder sind.

    Unser Ziel, Polonnaruwa, liegt am bekannten Parakrama Samudra See. Wenn man in so heißen und feuchten Gegenden unterwegs ist, gilt jede Abkühlungsmöglichkeit als eine regelrechte Oase. Auch dieses Gebiet ist einfach traumhaft schön und besonders mit dem Rad leicht zu erkunden.

    Wieder liegen wir etwas hinter dem Zeitplan, da wir viel Zeit mit Sightseeing verbracht haben. Kein Wunder bei diesen prachtvollen Sehenswürdigkeiten.

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  • Schwer
    06:32
    90,1 km
    13,8 km/h
    1 410 m
    450 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Unser heutiges Ziel ist der Mount Knuckles, von dem wir bereits einige Storys schweißtreibender Auffahrten gehört haben. Unser Start war in Polonnaruwa, wo man mit den Rädern überall gut zurecht kommt. In den Gegenden wo die große Buddha-Statue zu sehen ist, herrscht jedoch absolutes Zweirad-Verbot. Um die Fahrt also zu genießen, ist es ratsam, umsichtig zu sein und sich an die Regeln der Einheimischen zu halten.

    Auf dem Weg zum Mount Knuckles wussten wir bereits, dass es eine der herausforderndsten Passagen unserer Reise werden wird. Tatsächlich war die Fahrt auf die Bergkette auch ziemlich schwierig, da einige Passagen des Anstiegs mehr als 20 Prozent Steigung aufwiesen. Auf 20 Kilometern ging es dann knapp 1000 Höhenmeter nach oben. Die Hitze Sri Lankas und Gepäck für eine Woche machten das Ganze nicht gerade einfacher.

    Kleiner Tipp: Vergewissere dich, dass du dir genügend Proviant einpackst, denn sobald du dich außerhalb von Polonnaruwa befindest, gibt es keine richtigen Restaurants oder Märkte, um Wasser in Flaschen zu kaufen. Es ist nicht zu empfehlen den Mount Knuckles hochzufahren, wenn sowohl deine Energiereserven als auch deine Wasserflaschen leer sind. Genau das ist uns passiert...

  • Schwer
    03:59
    59,4 km
    14,9 km/h
    990 m
    1 420 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Abfahrt vom Gipfel des Mount Knuckles war nicht nur aufgrund der rasanten Abfahrt, mit den engen Kurven eine tolle Erfahrung und Belohnung. Vielmehr waren es die fantastischen Ausblicke auf die Teefarmen, die vor Idylle nur so strotzten.

    Die Fahrt nach Kandy danach ist einfach und meist auf flachem Gelände. Sobald wir uns aber der Stadt näherten, wurde alles sehr voll, hektisch und laut. Aufpassen auf den Verkehr war angesagt. Wir sind daher froh, endlich in unserem Hotel angekommen zu sein und uns von diesem Tag auszuruhen.

  • Schwer
    06:12
    70,8 km
    11,4 km/h
    2 310 m
    1 080 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Leider sind die Straßen von Kandy nach Nuwara Eliya in einem miserablen Zustand. Zudem gibt es auch keine Anzeichen dafür, dass es seit dem ursprünglichen Bau der Straßen je Wartungsarbeiten gegeben hat. Nichtsdestotrotz war auch der fünfte Tag unserer Reise voll mit Highlights und tollen Erlebnissen.

    Auf den heutigen 70 Kilometern ging es konstant nach oben, was diesen Tag definitiv zu den anstrengenderen unserer Reise machte. Je mehr Höhenmeter wir sammelten, desto weniger Kraftfahrzeuge kamen uns entgegen. Außer den Teeplantagen, einer Hand voll Einheimischer und ein paar Traktoren scheint es hier auch nicht viel zu geben. Genau deswegen ist dieser Ort so unglaublich idyllisch. Einige Mountainbike-Fähigkeiten sind trotzdem Voraussetzung, um hier hochzukommen. Der stetige Aufstieg begann bei 400 Metern und führt über die 1800-Meter-Marke, von wo wir den atemberaubendsten Blick unserer ganzen Reise erleben durften. Die Berge, die Teefarmen, die Flüsse und die tief hängenden Wolken vereinen sich hier, und machten die Qualen der letzten Stunden mehr als wett.

  • Schwer
    15:29
    253 km
    16,3 km/h
    2 840 m
    4 580 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenn du eine Linie zwischen Nurawra Eliya und Galle ziehst, durchquerst du unweigerlich das Sinharaja Waldreservat. Es gibt jedoch keine direkte Route hindurch, weshalb wir uns für einige kleinere Straßen entschieden. Komoot sei Dank erreichten wir mit einem kleinen Umweg dann doch relativ rasch die Hauptstraße. Der Gedanke an den Strand gab uns Kraft, ordentlich in die Pedale zu steigen.

    Der Unterschied vom Nationalpark zu der Gegend rund um Galle war sehr deutlich sichtbar. Letzterer ist ein beliebtes Ziel für Strandurlauber und dementsprechend aufbereitet und poliert. Als wir auf den gut gepflegten Straßen ankamen wussten wir also, dass wir unserem Ziel näher kamen.

    Endlich angekommen am Weligama Strand bestätigte uns ein Blick nach rechts und links, dass wir die einzigen Menschen weit und breit waren. Die lang ersehnte Entspannung konnte also nun endlich beginnen.

  • Leicht
    01:56
    32,7 km
    17,0 km/h
    130 m
    140 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Galle Fort liegt an der südwestlichen Küste Sri Lankas und ist das Ziel unserer siebentägigen Reise. Die UNESCO bezeichnet sie als "das beste Beispiel für eine von Europäern in Südostasien erbaute Festungsstadt" und lobte sie wegen der Wechselwirkung zwischen europäischer Architektur und südostasiatischen Traditionen. Im Gegensatz zu Kandy ist diese Stadt nicht so hektisch und somit perfekt, um ein paar Tage zu Entspannen.

    Nach Momenten der Schönheit und des Lachens, aber auch des Leidens und Schmerzes haben wir es endlich geschafft. Unsere siebentägige Reise durch Sri Lanka war so abwechslungsreich und anders, dass sie uns als eine der besten Erfahrungen in Erinnerung bleiben wird, die wir je auf unseren Rädern erlebt haben. Auf jeden Fall ein sehr lohnenswertes Erlebnis und absolut zu empfehlen!

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    745 km
  • Zeit
    48:18 Std
  • Höhenmeter
    9 130 m

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