Bikepacking auf den Kanaren II – von Teneriffa nach La Palma

Fahrrad-Collection von
komoot

Mit der Fährankunft in Santa Cruz de Tenerife fällt der Startschuss für die richtig hohen Berge und du wirst schnell merken: Vor allem der zweite Teil deines Bikepacking Abenteuers bietet Höhenmeter satt. Auf Teneriffa und La Palma wirst du zweimal locker die 2000 Meter Marke überschreiten. Teneriffa fährst du von Norden nach Süden ab, der Fährhafen von Los Cristianos wird der zentrale Drehpunkt zur Erkundung der drei westlichen Kanareninseln La Palma, La Gomera und El Hierro. Diese kannst du nach belieben, am besten dem Plan der Fähren folgend, hintereinander hängen. Möchtest du die Reise abkürzen, kannst du eine der Inseln einfach auslassen und ein späteres Mal wiederkommen. Die Trips nach La Gomera und El Hierro sind jeweils als Rundfahrten geplant und lassen sich wunderbar mit Ruhetagen kombinieren. Wenn du mit deinem eigenen Fahrrad im Flugzeug reisen willst, stellt sich immer die Frage, wie du es am Besten transportierst. Bei einer Reise, die keine Rundreise ist, sondern dich von A nach B führt, wird es besonders knifflig. Hier bietet es sich an, dein Rad in Fahrradkartons zu verstauen. Das hat den Vorteil, dass du dein restliches Gepäck auch im Karton unterbringen kannst und so auf das Buchen von weiteren Koffern verzichten kannst. Die Gewichtsbeschränkung willst du auf dieser Reise wie dieser sowieso auf keinen Fall überschreiten, da du ja alles mit dir tragen wirst. Am Ziel angekommen zerlegst du den Karton einfach fein säuberlich nach dem Aufbau deines Rades und entsorgst ihn im Altpapier. Einen Karton kannst du einfach bei dem Fahrradladen deines Vertrauens organisieren, der ist meist froh, wenn du ihn ihm abnimmst. Auf deiner Rückreise gehst du genau so vor. Auf den Kanaren gibt es zahlreiche Fahrradshops, die sich schon darauf eingestellt haben und die Kartons sammeln. Kontaktiere sie am besten schon während der Planung deiner Reise und reservier dir deinen Karton. Falls das nicht klappt ist die Spanische Post ein kleiner Geheimtipp, in den größeren Filialen werden Fahrradkartons für 3 Euro das Stück verkauft. Das ist der zweite Teil des Bikepacking Abenteuers auf den Kanaren, den ersten Teil, von Lanzarote nach Gran Canaria, findest du hier: komoot.de/collection/455/bikepacking-auf-den-kanaren-von-lanzarote-nach-gran-canaria

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    04:27
    50,6 km
    11,4 km/h
    1 660 m
    770 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du bist auf Teneriffa angekommen, der größten und höchsten Kanaren Insel. Der die Insel überragende Teide ist mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens.

    Doch bevor du morgen den großen Berg bezwingst, erkundest du das Anaga-Gebirge. Hier wird es ziemlich Grün, denn die Wolken fangen sich sehr gern auf dem mit Lorbeerbäumen bewachsenen Bergkamm.

    Vom Fähranleger in Santa Cruz de Tenerife fährst du an der Küste entlang nach Norden bis in das Dorf San Andres. Das hat noch viel seiner Ursprünglichkeit behalten, da seit 1984 ein Bauverbot gilt. Hinter dem Dorf ist trotzdem ein riesiger Sandstrand aufgeschüttet worden. Von hier geht es auf neu geteerter Straße in das Anaga Gebirge hinein. Es wird immer grüner und spätestens auf dem Kamm des Gebirges in El Bailadero angekommen wirst du kurz Pause machen wollen um die Aussicht zu genießen.

    Auf dem Kamm geht es durch den Nebelwald, immer wieder wartet ein Mirador mit einem tollen Ausblick auf dich. Am Cruz de Taborno wird die Straße besonders spektakulär, hier ist sie einfach in den Berg gefräst.

    Von hier geht es über San Cristóbal de La Laguna zu deinem Etappenziel, dem kleinen Ort La Esperanza. Der liegt auf circa 900 Meter, so hast du für die morgige fahrt über den Teide schon mal ein paar Höhenmeter gemacht.

  • Schwer
    06:26
    84,9 km
    13,2 km/h
    2 190 m
    2 470 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute wird der höchste Berg Spaniens bezwungen, jedenfalls so weit wie du mit dem Fahrrad fahren darfst, steh früh auf und iss ausreichend. Du näherst dich dem Vulkan über die nördliche Kammstraße und die ersten 30 Kilometer geht es bergauf. Das schöne ist, die Steigungsprozente bleiben im moderaten Bereich und so hast du immer genug Puste um deine Blicke in die spektakuläre Umgebung schweifen zu lassen, oft befindest du dich über einem Wolkenmeer.

    Am Observatorio del Teide angekommen hast du die Hochebene der Cañadas del Teide erreicht. Die Canãdas sind die Überreste eines wohl riesigen Vulkans, der in sich zusammensackte, nachdem er erlosch und die Steilwände an den Seiten der Caldera formte. Am Rand der Caldera haben sich einige Restaurants und Unterkünfte an der Straßenseite angesiedelt. Hier kannst du eine wohlverdiente Pause einlegen.

    In der Caldera ist die vulkanische Aktivität unschwer zu erkennen und überall gibt es spannende Gesteinsformationen zu entdecken. Auf den gut 30 Kilometern gibt es keinen einzigen Baum, der dir Schatten spenden könnte, es kann also sehr heiß werden.

    Hast du die Flanken der Caldera im Süden erklommen geht es die restlichen 25 Kilometer bis zum Etappenziel, dem kleinen Ort San Miguel, auf tollen Straßen nur noch bergab. Hier kannst du es richtig rollen lassen.

    Vor allem in den Wintermonaten kann es auf dem Teide gerne mal schneien und es kommt zu Straßensperrungen. Check am besten vor deiner Überfahrt, ob die Straßen frei sind.

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  • Mittelschwer
    01:02
    19,9 km
    19,1 km/h
    150 m
    760 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Standen während der letzten Tage ordentlich Höhenmeter auf dem Programm, hast du heute einen Ruhetag. Schlafe aus und erkunde nach einem entspannten Frühstück den kleinen Ort San Miguel.

    Nun sattelst du doch kurz dein Rad und rollst den Berg runter nach Los Cristianos, du wirst auf einem Großteil der Strecke kaum in die Pedale treten müssen und hast einen wunderbaren Ausblick auf dein Tagesziel.

    Los Cristianos selber ist durch und durch ein auf Massentourismus eingestellter Urlaubsort. Falls du vergessen hast etwas Wichtiges einzupacken, hier findest du es. Wenn dir danach ist, setze dich in eine der unzähligen Strandbars oder an den Strand und schau dem Treiben zu. Wenn nicht, kannst du schnell eine der Fähren nach El Hierro, La Gomera oder La Palma nehmen. Da es im Grunde egal ist, welche der Inseln du zuerst besuchst, kannst du den Fahrplan für dich entscheiden lassen und einfach die nehmen, die am besten passt. Hier geht es mit La Palma weiter.

  • Schwer
    03:38
    43,8 km
    12,1 km/h
    1 280 m
    670 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    La Plama wird auch La Isla Bonita genannt. Sie ist die grünste der Kanarischen Inseln und ist als gesamte Insel ein Unesco Biosphärenreservat. In ihrer Mitte befindet sich ein gewaltiger Krater in dem größtenteils der Nationalpark Caldera de Taburiente liegt.

    Du erreichst die Insel am Fähranleger von Santa Cruz de la Palma. Schlendere ein wenig durch die Gassen der Altstadt, hier gibt es viele schön renovierte Häuser, die teils aus dem 16. Jahrhundert stammen. Neuerdings hat die Stadt auch eine große Strandpromenade, denn vor der Stadt wurde ein großer Strand aufgeschüttet. Hast du dich genug umgesehen, verlässt du die Stadt nach Süden.

    Auf deinem Weg im Südteil der Insel umfährst du die Vulkanketten Cumbre Vieja und Cumbre Nuevo, die in ihrer Mitte hoch aufsteigen. Auf etwa der Hälfte deiner Strecke bist du am Südzipfel der Insel angekommen. Hier gibt es ein großes Feld erloschener Vulkane. Dass sie noch nicht all zu lang erloschen sind merkst du an der spärlichen Bewaldung des gesamten Südens, und natürlich an den vielen Kratern. Am Krater des Vulkans San Antonio gibt es ein Besucherzentrum, in dem du dich über die geologische Vergangenheit der Insel informieren kannst.

    Von hier machst du dich auf der westlichen Seite der Vulkankette wieder auf nach Norden. In einem der kleinen Dörfer am Westhang kannst du entspannt einkehren und die Sonne im Meer versinken sehen.

  • Schwer
    02:56
    34,9 km
    11,9 km/h
    1 170 m
    1 060 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Am zweiten Tag fährst du weiter entlang der Westküste in den Norden der Insel. Die ersten Kilometer rollst du dem Strand von Tazacorte entgegen. Im Norden des Strandes erblickst du sofort die Mauer, die sich dir in den Weg stellt. Also spring hier am besten kurz ins Wasser und trink mindestens einen Espresso an einer der Strandbars, die Steigung hat es wirklich in sich.

    Am Mirador del Time hast du zwar noch nicht alle Höhenmeter geschafft, trotzdem kannst du schon verschnaufen und wenn du wieder Luft hast, die Aussicht über die Westküste von La Palma genießen. Am Aussichtspunkt befindet eine Einkehrmöglichkeit, in der du dich wieder mit Wasser versorgen kannst.

    Je weiter du nach Norden fährst, desto grüner wird es. Um die Dörfer Puntagorda und Tijarafe findest du deine heutige Unterkunft.

  • Schwer
    05:44
    72,2 km
    12,6 km/h
    2 130 m
    2 850 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Zwar ist der Teide auf Teneriffa der deutlich höhere Berg, doch kannst du am Roque de los Muchachos direkt bis auf den Gipfel fahren. Während der ersten Hälfte des Tages schraubst du dich also auf einer wunderschönen und kurvenreichen Straße nach oben. Wenn du die Teleskope des Gipfels erspähen kannst, hast du es fast geschafft.

    Irgendwer kam auf die Idee, den Gipfel in einen Parkplatz zu verwandeln, naja, daher lohnt es sich sehr, ein paar Meter zum Mirador zu laufen. Hier bist du direkt an der Abbruchkante der Caldera und hast einen wahrhaft unglaublichen Ausblick auf den Nationalpark. An guten Tagen siehst du auch bis zu den Nachbarinseln hinüber.

    Hast du dich satt gesehen, geht es auf die rasante 40 Kilometer Abfahrt nach Santa Cruz de La Palma. Pass auf, dass deine Bremsen nicht überhitzen, lege also immer mal eine kurze Pause ein. Da es immer wieder schönste Aussichten gibt, sollte dir das nicht schwer fallen. Die ersten Kilometer führen dich nur knapp unterhalb der Caldera entlang. Hier kannst du immer mal wieder anhalten und die paar Meter hochkraxeln.

    In Santa Cruz angekommen springst du auf die Fähre, die dich zu den Nachbarinseln bringt.

  • Schwer
    06:23
    71,6 km
    11,2 km/h
    2 280 m
    2 280 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    La Gomera ist eigentlich als Paradies für Wanderer bekannt. Aber auch als anstiegaffiner Fahrradfahrer hast du hier viel Spaß. Näherst du dich der Insel mit der Fähre von Teneriffa aus, erkennst du schnell die steilen Hänge der Insel. Sie ist sehr zerfurcht und um vom einen Tal in das andere zu kommen musst du immer über den Garajonay im Inneren der Insel fahren. Der ist bis zu 1500 Meter hoch. Das bedeutet steil ansteigende, sich immer wieder windende Straßen, die schöner kaum sein könnten. Der Nebelwald Garajonay ist fast immer in Wolken gehüllt und dicht bewachsen, überall zwitschern Vögel und du hörst den Wind um die Gipfel sausen. Wenn sich die Wolken lichten, geben sie atemberaubende Ausblicke auf die grünen Täler der Insel frei.

    Die Fahrt ist als Tagesrundfahrt geplant, lass dein Gepäck am besten im Ausgangsort San Sebastian de La Gomera, so wird dein Fahrrad leichter und du kannst die teils anspruchsvollen Anstiege besser meistern. Falls gerade oder bald eine Fähre ankommt, verschiebe deinen Start für ein paar Minuten, um der Kolonne der Reisebusse, die die Touristen auf der Insel verteilen, einen guten Vorsprung zu geben. So wirst du nicht überholt und die Straßen der Insel sind weitestgehend ruhig.

  • Schwer
    07:19
    83,9 km
    11,5 km/h
    2 420 m
    2 420 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    El Hierro, das Ende der Welt. Zumindest wurde die Insel lange als dieses angesehen. Auch heute fühlt sich die Insel noch sehr abgeschieden an und nur wenige Urlauber machen sich auf den Weg, die Insel zu erkunden. So findest du hier neben einer wunderschönen Landschaft vor allem Ruhe. El Hierro ist die jüngste der Kanarischen Inseln und noch immer sehr aktiv, es werden hier viele kleine Erdbeben gemessen. Im laufe der Jahrtausende suchten mehrere starke Erdbeben die Insel heim und formten die steilen Täler der Insel. Im Norden versank ein Drittel der Insel im Atlantik und schuf das spektakuläre Tal El Golfo, von der Hochebende hast du hierauf immer wieder einzigartige Ausblicke.

    Auf deiner Tour werden dir verschiedene Landschaften begegnen. Wenn es durch die sich fangenden Wolken nebelig wird, wähnst du dich teilweise in Schottland. Du fährst durch einen Pinienwald und siehst bizarr verformte Bäume.

    Die Tour ist als Rundtour angelegt, am besten schlägst du dein Lager in der verträumten Inselhauptstadt Valverde auf und verstaust dort auch dein Gepäck.

    Nun hast du alle Inseln der Kanaren mit dem Fahrrad erkundet. Um nach Hause zu kommen bietet sich der Flughafen im Süden von Teneriffa an. Auf der Fährfahrt zurück nach Teneriffa kannst du dein Abenteuer schon mal Revue passieren lassen und dir die besten Geschichten für die daheim gebliebenen zurechtlegen.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    462 km
  • Zeit
    37:55 Std
  • Höhenmeter
    13 280 m

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