Kumano Kodo – Pilgern in Japans heiligen Wäldern

Wander-Collection von
komoot

Abseits der überfüllten U-Bahnen, grellen Leuchtreklamen und rasenden Schnellzüge der Großstädte hast du auf dem Kumano Kodo-Pilgerweg die Chance, einen Teil der japanischen Seele kennenzulernen. Der Wanderweg führt dich auf uralten Waldpfaden über unzählige Berge und durch magische Urwälder. Über dir ragen gewaltige Zedern und Zypressen auf, die von den Japanern genauso verehrt werden wie die überwältigenden Tempel und Schreine.

Der Kumano Kodo und die zugehörigen heiligen Stätten erstrecken sich über die gesamte Kii-Halbinsel im Süden von Osaka. 2004 wurden die geschichtsträchtigen Pfade und Anlagen zum UNESCO Welterbe erklärt. Der Wanderweg, den wir dir hier vorstellen ist hervorragend ausgeschildert. Er führt vom Takajiri-Oji-Schrein über den großen Schrein von Hongu bis zum Nachi-Wasserfall.

In sechs Tagesetappen wanderst du insgesamt 81 Kilometer von West nach Ost und überwindest dabei über 4.000 Höhenmeter im Aufstieg. Aber die Anstrengungen lohnen sich, denn abseits der Sommerwochenenden kannst du dich auf absolute Einsamkeit in den japanischen Bergen einstellen. Die klassischen japanischen Unterkünfte entlang des Weges erwarten dich mit großartiger regionaler Küche und heißen Quellen, damit du dich von deinen Etappen erholen kannst. Auch wenn du kein Buddhist bist, wird dich die spirituelle Atmosphäre der großen Tempelanlagen berühren und du wirst mit neuen Selbsterkenntnissen von diesem großartigen Pilgerweg heimkehren.

Obwohl die Kii-Halbinsel abgelegen erscheint, ist der Pilgerweg problemlos mit Bus und Bahn zu erreichen. Von Osaka aus fährt ein Schnellzug direkt bis nach Kii-Tanabe. Von dort aus erreichst du alle Dörfer der Wanderung mit einem öffentlichen Bus. Somit kannst du dir auch nur einzelne Abschnitte des Pilgerwegs vornehmen. Japanische Herbergsbesitzer sind selten auf spontane Besucher eingestellt, daher bietet es sich an, die Unterkünfte entlang des Weges vorab zu reservieren. Bevor du dich nun auf den Weg machst, solltest du nur noch diese drei Redewendungen lernen:

"Arigatou gozaimasu" – "Vielen Dank"
"Sumimasen" – "Bitte verzeihen Sie"
"Watashi wa doitsu kara kimashita" – "Ich komme aus Deutschland"

Der letzte Satz ist besonders wichtig, denn die freundlichen japanischen Wanderer, denen du begegnen wirst, werden unbedingt wissen wollen, von woher du dich auf den weiten Weg gemacht hast.

Auf der Karte

Die Touren

  • Mittelschwer
    01:35
    4,10 km
    2,6 km/h
    380 m
    140 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Deine erste Etappe startet an der Bushaltestelle von Takijiri-oji. Nachdem du noch in Ruhe im Pilgrimage Center gestöbert hast, führt dich dein Weg direkt zum Takijiri-Oji.

    Als Oji werden die zahlreichen winzigen, kleineren und manchmal auch größeren Schreine und Gebetsstätten auf dem Kumano Kodo-Pilgerweg genannt. An nahezu allen Ojis bekommst du einen Stempel in deinen Pilgerpass. Die meisten Pilger nehmen sich hier kurz Zeit, um innezuhalten und geben eine kleine Spende, bevor sie weiterziehen. Der Takijiri-Oji bildet das Tor zum Kumano Kodo und hier kannst du dich spirituell auf deine Wanderung vorbereiten.

    Anschließend führt dich der Weg weiter über die erste Bergkette in den Höhenort Takahara, wo deine heutige Etappe endet. Hier findest du auch eine gemütliche Unterkunft, um dich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

    Da die Anreise von den großen Städten ein wenig Zeit benötigt, fällt die erste Etappe entsprechend kürzer aus. Um zum Start deiner Wanderung zu gelangen, nimmst du den Zug aus Osaka bis zum Bahnhof Kii-Tanabe. Schon auf dem Weg hierher wirst du langsam zur Ruhe finden, wenn die Häuserreihen der Millionenmetropole den grünen Bergen und üppigen Bambushainen weichen. Von Kii-Tanabe aus geht es dann mit dem Bus weiter nach Takijiri-Oji.

    Den Busfahrplan findest du unter www2.tb-kumano.jp/en/transport/pdf/Tanabe-Shirahama-to-Hongu-bus.pdf

  • Mittelschwer
    04:45
    13,8 km
    2,9 km/h
    800 m
    630 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Von Takahara aus geht es nach deinem Frühstück über zahlreiche kürzere Auf- und Abstiege in Richtung des Dorfes Chikatsuyu. Unterwegs wirst du an insgesamt sechs Oji-Schreinen vorbeikommen, die in den vielen Jahrhunderten am Kumano Kodo entstanden sind: Daimon-Oji, Jujo-Oji, Osakamoto-Oji, Chikatsuyu-Oji, Hisoharo-Oji und zuletzt am Tsugizakura-Oji.

    Nachdem du die Überreste des Uwadawa-jaya-Teehauses am höchsten Punkt deiner Wanderung passiert hast, geht es auf einem gleichmäßigen Abstieg hinab nach Chikatsuyu. Teehäuser waren die historischen Rastplätze der Pilgerer, wo gemeinsam eine schlichte Mahlzeit und eine Teezeremonie abgehalten wurde.

    Kurz vor Chikatsuyu kannst du am Rastplatz eine Pause einlegen und eine kleine Mahlzeit zu dir nehmen. In Chikatsuyu findet sich auch ein Supermarkt, um deine Vorräte aufzustocken. Danach geht es durch den Ortskern mit seinen klassischen japanischen Häusern weiter zum Etappenziel Tsugizakura-Oji. Dort kannst du die gewaltigen Zedern bewundern und anschließend im nahegelegenen Nonaka deine Unterkunft aufsuchen.

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  • Mittelschwer
    04:12
    12,9 km
    3,1 km/h
    500 m
    680 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der dritten Etappe geht es für dich zunächst von Nonaka zurück zum Pilgerweg und dann startest in Richtung des Waraji-Toge-Pass, den du auf der Höhe von knapp 600 Metern überschreitest.

    In der darauffolgenden Senke überquerst du einen Bach und folgst der ausgeschilderten Umleitung über den nächsten Pass. Der Aufstieg dorthin ist steil, aber er belohnt dich mit einer großartigen Aussicht auf die umliegenden Täler.

    Nach dem gemächlichen Abstieg kannst du dich beim Schutzpatron der Wanderer, Jagata Jinzo, für deine sichere Passüberquerung dankbar zeigen, bevor es zum letzten Aufstieg des Tages geht. Im Anschluss geht es durch einen lichten Zypressenwald hinab zum Etappenziel Hosshinmon-Oji. Der kleine Schrein markiert den Anfang des heiligen Geländes des großen Kumano-Hongu-Taisha-Schreins.

    Von hier aus kannst du entweder zu deiner Unterkunft in Yunomine Onsen oder Hongu weiterwandern, die jeweils weitere acht Kilometer entfernt liegen. Alternativ kannst du aber auch den Bus nehmen, um dir die Kraft für die nächsten Tage aufzusparen.

    Die Busfahrpläne findest du unter www2.tb-kumano.jp/en/transport/pdf/Tanabe-Hongu-Hosshinmon-oji-bus.pdf oder www2.tb-kumano.jp/en/transport/pdf/Hongu-to-Tanabe-Shirahama-bus.pdf

  • Schwer
    05:50
    18,4 km
    3,2 km/h
    720 m
    710 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die vierte Etappe führt dich heute in einer großzügigen Runde entlang der wichtigsten Punkte des Hongu-Areals. Auch wenn unsere Planung im Kurort Yunomine startet, kannst du selbstverständlich den Startort deinen Bedürfnissen und deinem Übernachtungsort anpassen.

    Von Yunomine-Onsen geht es in Richtung Norden zum kleinen Schrein Funatama-Jinja. Dort biegst du ab zum Hosshinmon-Oji, den du bereits am Vortag besucht hast. Von da an geht es hinab zum Tal des Kumano-Gawa-Flusses. Auf diesem Stück eröffnen sich dir immer wieder großartige Aussichten auf das vor dir liegende Tal und das riesige Schreintor von Hongu.

    Am besten planst du dir dir ausreichend Zeit für den Besuch der beeindruckenden Schrein-Anlage ein, damit du sie in Ruhe auf dich wirken lassen kannst. Von Hongu aus geht der Weg zurück nach Yunomine. Wenn du dir diesen letzten Abschnitt sparen möchtest, kannst du auch problemlos mit dem öffentlichen Bus zum Startpunkt zurückfahren.

  • Schwer
    05:33
    16,9 km
    3,0 km/h
    730 m
    790 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der Abschnitt von Yunomine nach Koguchi wird als Kogumotori-goe bezeichnet. Der eigentliche Startpunkt befindet sich ungefähr vier Kilometer von Yunomine entfernt im kleinen Dorf Ukegawa. Dort findest du auch noch einen kleinen Supermarkt, in dem du dich mit Proviant für den Wandertag versorgen kannst.

    Über einen langen und gleichmäßigen Anstieg geht es rund 400 Höhenmeter hinauf zum Aussichtspunkt von Hyakken-Gura. Dort kannst du in der Gesellschaft einer kleinen Buddha-Statue die Aussicht auf die unendlichen Bergketten der Kii-Halbinsel bewundern.

    Im Anschluss folgt der Pfad grob dem Gebirgskamm durch hoch aufragende Zedern und führt dann in einem steilen Abstieg über grobe Stufen hinab zum Tal des Akagi-gawa-Flusses. Die letzten Schritte der Tagesetappe führen dich durch die beiden Dörfer Kowase und Koguchi, wo du schließlich dein Etappenziel erreichst.

    Den Startpunkt zur Wanderung erreichst du sowohl zu Fuß als auch mit dem öffentlichen Bus von Yunomine Onsen, Kawayu Onsen oder Hongu aus. Fahre in dem Fall bis zur Haltestelle "Ukegawa".

    Den Fahrplan findest du unter www2.tb-kumano.jp/en/transport/pdf/Hongu-Koguchi-Shingu-bus.pdf

  • Schwer
    05:25
    15,0 km
    2,8 km/h
    980 m
    780 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die letzte Etappe, Ogumotori-goe genannt, hält eine große Herausforderung, aber auch großartige Momente für dich bereit. Aus dem verschlafenen Dorf Koguchi steigt der Wanderpfad unglaublich steil über steinerne und hölzerne Stufen hinauf zum höchsten Punkt der gesamten Wanderung. Auf weniger als fünf Kilometern Strecke erklimmst du auf dem Weg über 800 Höhenmeter.

    Der Pfad führt entlang von uralten Zedern, hoch aufragenden Zypressen und durch dampfende Farnwälder. Unterwegs findest du zahlreiche Hinweise auf die uralte Geschichte des Kumano Kodo-Pilgerpfads in Form von Ruinen, kleinen Statuen und Schreinen.

    Nachdem du den Funami-toge-Pass überschritten hast, geht es hinab zum Kumano Nachi-Taisha Schrein. Wenn du den letzten Schritt aus dem urwüchsigen Zedernwald trittst, erwartet dich der atemberaubende Blick auf die große Pagode, den Nachi-Wasserfall und das ausladende Tal, das sich zum Pazifik hin öffnet.

    Nach den sechs Tagen in den japanischen Bergen hast du eine spirituelle Ruhe erreicht, mit der du diesen heiligen Ort in vollen Zügen genießen kannst. Der Blick von der Pagode auf die umliegende Landschaft ist eine großartige Belohnung für die Anstrengungen, die hinter dir liegen.

    Voller neuer Erfahrungen fährst du glücklich und zufrieden mit dem Bus zum Bahnhof Kii-Katsuura an der Pazifikküste. Von dort kannst du mit dem Zug zu deinem nächsten Ziel weiterreisen.

    Den Busfahrplan findest du unter www2.tb-kumano.jp/en/transport/pdf/Nachi-Kii-Katsuura-bus.pdf

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