© Sebastian Kowalke

Auf Säumerpfaden vom Binntal nach Italien

Wander-Collection von
komoot

Nachdem du das Geröllfeld überschritten hast, trittst du ein in die magische Welt des Hochgebirges. Die Geräusche von Autos, Menschen und selbst von Kuhglocken hast du vor mehreren Stunden hinter dir gelassen. Außer dem Wind, der vom Pass herunter pfeift, umgibt dich eine friedliche Stille. Mit neu gewonnener Energie wanderst du weiter über große Felsbrocken und Schotterpfade. Nach einem letzten Anstieg stehst du auf dem Pass. Auf der einen Seite siehst du den Weg, den du zurückgelegt hast und auf der anderen Seite liegt Italien.

Südlich des berühmten Aletschgletschers, dem größten Gletscher der Alpen, liegt das kleine Binntal. Abseits vom Trubel der Aletscharena, der Berner Alpen oder des Matterhorns erwarten dich in diesem kleinen Tal friedliche Bergwelten und malerische Dörfer aus einer anderen Epoche. Diese mehrtägige Rundwanderung führt dich in sieben Tagesetappen durch das Binntal, über die italienische Grenze in den Naturpark Alpe Devoro und über das Lengtal zurück. Dabei überwindest du auf einer Strecke von rund 90 Kilometern 5.600 Höhenmeter. Die gut ausgeschilderten Wanderwege im Binntal und auf der italienischen Seite sind naturbelassen und folgen alten Säumerpfaden. Dabei gilt es mehrfach Geröllfelder, ausgesetzte Abschnitte und grobblockiges Gelände zu überwinden. Hast du bereits Erfahrungen in den Alpen gemacht, dann wirst du diese Stellen lieben. Wenn du auf der Suche nach einem echten Alpenabenteuer bist, dann wird dir diese Tour deine Wünsche erfüllen.

Da der Fluss Binna zum Rhonetal hin eine schmale und steile Schlucht zwischen Breithorn und Eggerhorn geschnitten hat, war das Tal über lange Zeit schlecht zugänglich und wurde somit vom alpinen Massentourismus verschont. Im gesamten Tal leben heute gerade mal 200 Menschen in verschiedenen Dörfern und dir stehen kleine Hotels, Ferienwohnungen und Berghütten als Unterkunft zur Verfügung. Da die meisten Touren durch einsame Natur führen, solltest du dir immer genug Proviant einplanen. In Fiesch, Binn und Ernen hast du die Möglichkeit, Lebensmittel einzukaufen. Das Tal ist problemlos mit dem Zug und dem Postauto aus Fiesch zu erreichen. Die Tour ist so angelegt, dass du sie entweder in fünf, sechs oder sieben Tagen abschliessen kannst. Wir schlagen dir zwei Varianten für die vierte Etappe vor, bei denen du entweder eine oder zwei Nächte in Italien verbringst. Such dir aus, welche Reihenfolge dir am besten gefällt. Außerdem haben wir mehrere Touren so geplant, dass du sie auch als einzelne Tageswanderungen absolvieren kannst.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    06:05
    13,3 km
    2,2 km/h
    1 260 m
    1 070 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Anstatt mit dem Bus direkt ins Binntal zu fahren, wanderst du auf der ersten Etappe über das Eggerhorn, den nördlichen Eingangspfeiler des Binntals. Du startest in der kleinen Stadt Ernen und steigst zunächst durch Nadelwald zur Alpe Fried hinauf.Ab diesem Punkt hast du den Gipfel vom Eggerhorn gut im Blick. Nachdem der Wanderweg zunächst moderat angestiegen ist, wird es auf den letzten zwei Kilometern zum Gipfel etwas steiler. Oben auf der grasigen Kuppe angekommen, kannst du bei einer Rast die spektakuläre Aussicht genießen.Vom Eggerhorn geht es dann über einen guten Wanderweg abwärts zum Etappenziel Binn.Den Startort in Ernen erreichst du mit dem Postauto aus Fiesch. Wenn du die Tour als Tageswanderung planst, so kannst du entweder nach der Wanderung mit dem Postauto aus Binn nach Ernen zurückfahren oder vom Gipfel des Eggerhorns den gleichen Weg zurückwandern.

  • Schwer
    03:48
    11,1 km
    2,9 km/h
    900 m
    40 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der zweiten Etappe geht es auf einem schmalen Feldweg von Binn über Giessen nach Fäld, immer oberhalb des Flusses Binna entlang.Im kleinen Dorf Fäld kannst du eine Rast in einem der Gasthöfe einlegen, bevor du dich wieder auf den Weg machst. Ab Fäld folgst du dem alten Säumerpfad. Auf deinem Weg zur Binntalhütte verändert sich langsam die Landschaft und aus grünen Weiden werden zunächst Bergwiesen und dann karge Geröllfelder.Von der Binntalhütte aus genießt du eine tolle Aussicht hinab ins Tal und auf die umliegenden Gipfel. Die Hütte war ursprünglich ein Grenzposten, denn die italienische Grenze ist nur noch eine kurze Wanderung entfernt.Als Tagestour geplant, kannst du den Weg von der Binntalhütte zurück nach Fäld nehmen und von dort mit dem Postauto zu deiner Unterkunft fahren.

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  • Mittelschwer
    02:38
    8,28 km
    3,1 km/h
    160 m
    680 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am dritten Tag geht es für dich über die italienische Grenze. Du überschreitest den Albrunpass, den bereits die Römer verwendet haben und wanderst über einfache Wanderwege und steinerne Stufen hinab ins Valle Devero.Schon beim Abstieg kannst du die beiden Stauseen erkennen, die sich mitten im Tal befinden. Das Devero-Tal ist Teil des "Naturparks Alpe Veglia und Alpe Devero". Da der Naturpark nur mit Sondergenehmigung mit Fahrzeugen befahren werden darf, ist dir ein echtes Naturerlebnis garantiert.Dein heutiges Etappenziel Crampiolo ist ein malerisch gelegener Weiler mit kleinen Steinhäusern und einer winzigen Kapelle. Neben einer guten Trattoria findest du hier auch verschiedene Unterkünfte. Ruh dich bei großartigem italienischem Essen aus und genieße die Ruhe der Bergwelt.Die Alm Alpe Forno Inferiore wird nur unregelmäßig bewirtschaftet, plane dir demnach ausreichend Proviant für die Tour ein.

  • Schwer
    07:20
    17,1 km
    2,3 km/h
    930 m
    940 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    An deinem vierten Tag führt dich der Weg durch den wildromantischen Naturpark. Du startest in Crampiolo und wanderst weiter zum Dorf Alpe Devero. An dieser Stelle lässt du die Zivilisation wieder hinter dir und steigst zum Val Buscagna auf. Das Tal zeichnet sich durch die großen Lärchenwälder aus, die sich im Herbst golden verfärben. Die Italiener vergleichen die herbstliche Landschaft liebevoll mit Kanada.Vom Val de Buscagna erreichst du über zwei Pässe das Tal von Alpe Veglia. Auf diesem Bergpfad gibt es kürze Abschnitte über ausgesetzte Wege und Geröllfelder. Die ausgesetzten Stellen sind zusätzlich mit Drahtseilen versichert, um dir sicheren Halt zu bieten.Das Tal von Alpe Veglia, das Cairasca-Tal, erwartet dich mit atemberaubender Landschaft. Zu allen Seiten ragen die Berge der italienisch-schweizerischen Leone-Gruppe auf. Besonders sticht dabei ihr 3.553 Meter hoher Hauptgipfel, der Monte Leone hervor, der sich auf der gegenüberliegenden Seite des Tals erhebt.

  • Schwer
    06:55
    15,1 km
    2,2 km/h
    800 m
    1 160 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Falls du nicht sieben Tage Zeit für deine Tour im Binntal hast, kannst du diese Wanderung als Abkürzung verwenden. Statt noch eine weitere Nacht in Italien zu verbringen, führt dich diese Tour über den Geisspfadpass direkt nach Binn. Dort kannst du dann am Folgetag entweder direkt nach Ernen weiterwandern oder du planst dir noch die Besteigung des Breithorns (Tour E06) mit ein.Von Crampiolo führt dich der Wanderpfad hinauf auf die Piani della Rossa. Auf der Hochebene mit ihren roten Felsbrocken sind an manchen Stellen Metallstufen angebracht, um dir den Aufstieg zu erleichtern. Am Geisspfadpass angekommen, breitet sich unter dir der Geisspfadsee aus. Der Weg führt dich durch die felsige Mondlandschaft und über ein großes Geröllfeld hinab zum Maniboden.Vom Maniboden aus führt ein gut ausgebauter Wanderweg über Fäld zum Etappenziel Binn. In Fäld kannst du in einem der netten Restaurant eine Rast einlegen, um dich für den Abstieg zu belohnen.Auch der Aufstieg zum Geisspfadsee eignet sich gut als herausfordernde Tagestour. Dazu startest du in Fäld und steigst von dort zum See auf. Der Rückweg erfolgt entsprechend auf dem gleichen Weg zurück nach Fäld.

  • Schwer
    07:15
    13,8 km
    1,9 km/h
    1 050 m
    1 310 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die fünfte Etappe erwartet dich mit dem höchsten Punkt der gesamten Tour. Du steigst von Alpe Veglia zunächst in Serpentinen zum Lago Bianco auf. Auf deinem Weg zum See verändert sich bereits sichtbar die Umgebung. Die fruchtbaren Wiesen des Naturparks werden langsam zu einer Felslandschaft.Vom Lago Bianco geht es steil über zum Teil ausgesetzte, aber zusätzlich abgesicherte Pfade nach oben zum Pass. Am Ritterpass überschreitest du wieder die Grenze zur Schweiz und wirst mit einer spektakulären Aussicht auf das schweizerische und das italienische Tal belohnt.Über Geröllfelder führt der blau-weiß-blau markierte Pfad hinab zum Stausee. Beachte dabei, dass vereinzelte Schneefelder bis in den Sommer bestehen bleiben. Achte hier auf deine einzelnen Schritte, dann kommst du sicher unten an.Vom Stausee aus geht es über einen bequemen Wanderweg hinab nach Heiligkreuz, dem heutigen Etappenziel. Dort bietet sich das Gasthaus Heiligkreuz mit seinen schönen Zimmern als Unterkunft an. Mehr Infos unter gasthaus-heiligkreuz.chDie Aussicht vom Ritterpass kannst du auch im Rahmen einer Tagestour genießen. Du kannst dazu mit dem Bus nach Heiligkreuz fahren und von dort aus starten. Vom Ritterpass steigst du dann entsprechend wieder zum Startort Heiligkreuz ab.

  • Schwer
    06:55
    16,8 km
    2,4 km/h
    1 250 m
    1 300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nachdem du am ersten Tag bereits das Eggerhorn bestiegen hast, führt dich die sechste Tour auch auf das Breithorn. Der Berg mit dem ausgedehnten Gipfelplateau stellt den Südpfeiler des Eingangstores zum Binntal dar.Der Wanderweg folgt zunächst grob dem Lauf des Lengtalwassers und steigt dann durch einen Wald an in Richtung Gipfel. Nachdem du den Waldabschnitt verlassen hast, verläuft der aussichtsreiche Weg über weite Bergwiesen. Die gesamte Wanderung führt über sehr gute Wanderwege, die auch gerne von Mountainbikern benutzt werden.Oben auf dem Gipfelplateau angekommen, musst du Ausschau nach einem großen Steinmännchen halten. Dieses Männchen markiert den Gipfel des Breithorns. Von hier oben hast du eine großartige Aussicht. Genieße das Panorama bei einer gemütlichen Rast, bevor du dich auf den Weg nach Binn machst.Der Aufstieg zum Breithorn eignet sich selbstverständlich auch als einzelne Tagestour. Setze einfach Binn als Start- und Zielort ein und mach dich auf zum Gipfel.

  • Schwer
    02:43
    8,75 km
    3,2 km/h
    160 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Deine letzte Etappe führt dich auf der alten Römerstraße durch die enge Twingischlucht zurück nach Ernen. Dazu steigst du zunächst nach Ze Binge ab und wanderst dann weiter zur Staumauer des Binna-Stausees. Oberhalb des Stausees beginnt dann der gut ausgebaute Wanderpfad durch die Schlucht.Am anderen Ende der Schlucht geht es bequem und aussichtsreich über Außerbinn zurück nach Ernen.Wenn du im lebendigen Musikdorf Ernen angekommen bist, kannst du dort auf dem Marktplatz den Ausblick auf die Berge genießen. Auf deiner Busfahrt zum Bahnhof Fiesch und auf deiner Heimreise schwelgst du noch in den Erinnerungen an die unberührte Alpenwildnis, die du hier erleben konntest.Diese Tour lässt sich auch perfekt als Tageswanderung planen. Nimm vom Zielort einfach das Postauto zurück zu deiner Unterkunft.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    104 km
  • Zeit
    43:40 Std
  • Höhenmeter
    6 520 m

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