Palme, Bhudda, Kokosnuss – Biken in Thailand und Indonesien

Mountainbike-Collection von
komoot

Stell dir mal vor, du fährst über einen Trail, der nicht von Gänseblümchen, Kuhweiden und Bauernhöfen umsäumt ist, sondern von Palmen, riesigem Bambus und prächtigen Tempelanlagen. Dazu strahlt die Sonne, es hat 35 Grad und am Horizont ruft schon der Sandstrand. Was wir damit sagen wollen: Mountainbiken ist auch in Asien Mountainbiken.

Eine Reise nach Thailand oder Indonesien, da kann man schon ins Träumen geraten. Wir setzen einen oben drauf, packen einfach beide Länder in unser Roadbook, nehmen die Mountainbikes mit und reisen von einem coolen Asia-Bikespot zum nächsten. Denn – was die wenigsten wissen – in Thailand und Indonesien gibt es einige echt spannende (und abgefahrene) Mountainbike Spots. Welche das sind und wie man das alles in eine Reise packt, das verraten wir dir in dieser Tourensammlung.

Einmal Bali, bitte!
Die 16-stündige Anreise im Zeitraffer: Düsseldorf, Abu Dhabi, Bangkok – von 5 °C auf 35 °C. Stau, Lichter, Farben, Reizüberflutung, geil. Sauleckeres Thai-Food um zehn Uhr abends - Kampf dem Jetlag. Und Chinesen. Überall Chinesen! Chinesen lieben Billigflieger und treten grundsätzlich in großen Gruppen auf. Aber diese Low-Cost-Airlines machen diese Reise erst möglich. Was daheim das Auto, ist in Asien der Billigflieger. Der dickste Brocken ist ohnehin die Reise von Deutschland nach Bangkok, die Hauptstadt von Thailand. Um den Jetlag zu verdauen und in die bunte, laute Welt Thailands einzutauchen ist Bangkok ein unterhaltsamer Reiseauftakt. Von hier aus startet der Roadtrip – oder besser gesagt der Airtrip. Die Stopps lauten: Bali (Indonesien), Bandung (Indonesien) und Chiang Mai (Thailand). Zwei Bikeparks, ein Vulkan, ein Mountainbike Mekka und Kokosnüsse bis zum Abwinken. So die Kurzversion der Reise.

Die Ziele sind bestens über die Low-Cost-Verbindungen von Air Asia miteinander verbunden, die Tickets kosten kaum mehr, als eine innerdeutsche Bahnfahrt. Alles, was es braucht, ist ein wenig Planung, um die Zeit so effizient wie möglich zu nutzen. Dabei bestimmst du selbst die Reihenfolge und den Umfang der Reise. Jedes Ziel für sich ist schon eine Reise wert. Wenn du deinen Bikeurlaub mit Sonne, Palmen und Strand kombinieren willst, reicht es dir vielleicht auch, nur Bali anzusteuern. Wenn du die Berge liebst und lieber dort jeden Trail abgrasen magst, fliegst du eben nur ins Bikemekka Chiang Mai in den Norden von Thailand. Oder du stehst auf Abwechslung, eine gesunde Portion Stress und ganz viele tolle Trails – dann gib dir das volle Programm. Alles, was du für die Planung wissen musst, haben wir dir im Folgenden zusammen gestellt.

Die Touren
Was diese Touren hier so besonders macht, ist ganz ohne Zweifel das einmalige Urlaubsambiente, das ganz automatisch entsteht. Wenn du zuhause gern technische Singletrails auf deinem All-Mountain- oder Endurobike fährst, wirst du hier besonders viel Spaß haben. Eine solide Fahrtechnik kann allerdings nicht schaden, insbesondere auf den Bikepark-Strecken dieser Sammlung.

Anreise
Von Deutschland aus fliegen vor allem die Nahost Airlines Emirates und Etihad nach Bangkok, in der Regel mit Zwischenstopp in Dubai oder Abu Dhabi. Ab Bangkok hat die Low-Cost-Airline Air Asia super Angebote. Wenn du dein eigenes Bike mitnehmen willst, musst du das rechtzeitig anmelden. Dadurch wird die Reise natürlich etwas stressiger, dafür hast du dein eigenes Material. In Chiang Mai und auf Bali kannst du dir sehr gute Bikes vor Ort ausleihen.

Unterkunft und Mobilität vor Ort
Auf Bali können wir dir ganz klar das Chillhouse empfehlen, denn hier gibt es maßgeschneiderte Angebote für Biker bis hin zur kompletten Tagesplanung im Bikepark inklusive Shuttleservice. In Chiang Mai gibt es einige Anbieter vom Tourguide bis zum Komplettpaket mit Hotel-Pickup-Service. Vor Ort ist es tatsächlich am einfachsten, sich per Auto fortzubewegen. Noch einfacher ist es, sich ein Taxi zu nehmen oder ein Shuttle zu buchen. Es klingt ein wenig dekadent, ist aber erschwinglich und darauf ist man hier eingestellt. Sich per Fahrrad oder gar zu Fuß fortzubewegen erscheint dem Durchschnitts-Asiaten dagegen eher befremdlich – selbst auf kürzesten Distanzen. Abgesehen davon macht es wenig Spaß und ist schlichtweg gefährlich, eine Stadt wie Bandung mit dem Rad zu erkunden. Einzige Ausnahme ist Chiang Mai, hier kann es sogar passieren, dass du anderen Freizeit-Radlern begegnest.

Material
Mit einem Enduro-Bike ist man bestens für die recht unterschiedlichen Bedingungen gerüstet und variabel genug, um auch mal einen langen Trail-Tag einzuschieben. Im Chillhouse auf Bali gibt es eine voll ausgestattete Werkstatt, für die anderen Ziele macht es Sinn, selber das Nö­tigs­te mitzubringen. Insbesondere Ersatzteile wie Schläu­che und Ausfallenden sollte man dabeihaben. In Bali und Chiang Mai kannst du dir auch ordentliche Bikes ausleihen.

Klima
Die Temperaturen sind über das Jahr hinweg sehr kons­tant, allerdings gilt es zu beachten, dass es während der Regenzeit zu erheblichen Niederschlägen kommen kann. In Thailand ist die Regenzeit etwa von Juni bis Oktober, auf Bali von Dezember bis März. Dabei regnet es hier meist nur kurz und auch überwiegend in den Bergen, sodass man auf Bali selbst in der Regenzeit jede Menge Sonne abbekommen wird. In Chiang Mai ist das Klima am angenehmsten: sehr beständig, aber nicht ganz so heiß wie in Bangkok oder auf Bali. Sommerbekleidung reicht demzufolge aus, für den Notfall schadet eine dünne Regen-/Windjacke nicht.

Gut zu wissen...
In Asien wird überall an der Straße leckeres Essen zum – aus europäischer Sicht – Spottpreis angeboten. Oft ist offensichtlich, dass es hier nicht nach sterilen deutschen Hygienestandards zugeht. Aber bedenke: Millio­nen von Asiaten haben es überlebt – und du wirst es auch. Wer sich nicht traut, verpasst was! Musst du probiert haben: den klassischen Papayasalat Som Tam (scharf!).

In Asien werden verschiedene Krankheiten durch ­In­sek­ten übertragen, insbesondere das Denguefieber oder auch Malaria. Diese Krankheiten sind hier kein Drama, die Leute wissen damit umzugehen. Dennoch sollte man sich, so gut es geht, vor Mückenstichen schützen, ins­besondere durch guten Mückenschutz (am besten vor Ort kaufen, dann sind auch die richtigen Stoffe darin enthalten).

Geld kann man überall vor Ort tauschen. Das ist unkompliziert und in der Regel sogar günstiger als zu Hause bei der Bank. Also einfach den gewünschten Betrag in Euros mitnehmen und easy vor Ort umtauschen.

Die Verständigung in Indonesien und Thailand ist so eine Sache. An allen offiziellen Stellen (Flughafen, Hotels, Krankenhäuser und auch bei den Bike-Guide Companies) wird aber Englisch gesprochen, so dass du dich problemlos verständigen kannst. Im Chillhouse auf Bali ist sogar Deutsch kein Problem: Der Betreiber ist einst ausgewandert. Viele Einheimische, insbesondere in den ärmeren Gegenden auf Bali oder in Bandung oder in den Bergen sprechen nicht ein Wort Englisch. Da kannst du dir aber irgendwie immer mit Zeichensprache helfen.

Links
xbikingchiangmai.com
mojobikes.co.th
balibikepark.com
thechillhouse.com

Auf der Karte

Die Touren

  • Mittelschwer
    03:31
    68,0 km
    19,4 km/h
    280 m
    1 520 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Das Haupteinkommen der Balinesen ist traditionell die Landwirtschaft. Bananen, Kokosnüsse, Mangos und… Reis! Reis ist in Asien Grundnahrungsmittel und gleichsam Synonym für das Essen an sich. In Bali wird Reis quasi überall angebaut, am bekanntesten sind aber die Reisterrassen im Südwesten der Insel, die sogar in die Liste UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurden und die man fabelhaft mit dem Rad erleben kann.

    Nach dem Start in Bedugul findest du dich auf einem schönen, technischen, aber eher entspannten Trail wieder, der vor allem landschaftlich einiges zu bieten hat: Riesige Gräser wechseln sich ab mit Bananenstauden und gigantischem Bambus, immer wieder wird der Blick auf die rundum liegenden Täler freigegeben – einfach zum Genießen. Dann bist du endlich da. Über eine malerische Brücke gelangst du mitten in die Reisterrassen, die durch schmale, mit dem Bike problemlos befahr­bare Lehmwege miteinander verbunden sind.

    Die Felder sind komplett bewässert, sodass es hier trotz der Hitze wirklich angenehm ist. Natürlich darf auch ein Mittagessen direkt neben einem Reisfeld nicht fehlen. Es gibt Reis, Baby. Hoffentlich frisch vom Feld. Genieß nochmal die Aussicht, schieß ein paar Fotos und lass dich zu Tale rollen.

    Weiter geht’s, mitten durch ein Stück ursprüngliches Bali. Vielleicht triffst du ein paar einheimische Frauen mit Kör­ben auf den Köpfen, die sich verwundert dein Treiben anschauen oder ein paar Kids, die sich vom Fremden ein paar Geldmünzen erhoffen und dich mit den Worten „Money, money!“ begrüßen.

    Langsam wird es geschäftiger. Du näherst dich der Küste und somit den Dörfern, Straßen und dem Verkehr. Hier ist wirklich etwas Vorsicht geboten – Radfahren einfach nur zum Spaß ist etwas, das den Einheimischen hier völlig fremd ist. Erwarte am besten keine Rücksichtnahme der anderen und verhalte dich möglichst defensiv. Und freue dich auf das Ziel dieser Tour, den Echo Beach. Such dir einen schönen Platz im Sand, bestell dir eine frische Kokosnuss (du wirst verwundert sein, wie gut „echte“ Kokosnüsse schmecken!) und lass den Tag mit einem der schönsten Sonnenuntergänge, den du je erlebt hast, ausklingen.

  • Mittelschwer
    01:34
    16,0 km
    10,2 km/h
    410 m
    410 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig. Der Startpunkt der Tour liegt direkt an einem Parkplatz.

    „Sechs Uhr Frühstück, sieben Uhr Abfahrt“ – eine typische Ansage, die du von einem der Bike Guides auf Bali bekommen könntest. Der Grund für den frühen Aufbruch in den Bali Bikepark: Während in Europa Winter ist, ist auf Bali Regenzeit. Gegen Mittag ist es sehr wahrscheinlich, dass eine gehörige Abkühlung fällig ist, auch wenn es früh morgens vielleicht noch 30 Grad hat. Dass die Abfahrt dann trotzdem erst zwei Stunden später stattfindet, ist irgendwie auch typisch.

    Um zum Start dieser abfahrtslastigen Bikepark-Tour zu gelangen, kommst du um einen Shuttle-Service nicht herum. Also ist erstmal Autofahren angesagt. Umsäumt von Hunder­ten, gefühlt tausenden Scooter-Fahrern, „machines of death“, wie man sie auf Bali nennt. Völlig angst­befreit drängeln die kleinen Mopeds an Autos vorbei, überholen, missachten die Vorfahrt (wenn es hier so etwas gibt) und hupen, wann immer es irgendwie passt. Die Auto­fahrer stehen ihnen in nichts nach. Die Statistik für Verkehrs­unfälle in Bali spricht nicht dafür, dass dieses Ver­halten zur allgemeinen Verkehrssicherheit beiträgt – ein bisschen Downhill-Fahren im Bikepark ist dagegen nahezu narrensicher.

    Im Städtchen Bedugul angekommen geht es per Bike weiter. Alternativ kannst du dich auch direkt in den Park bringen lassen und dort einen Shuttle-Service buchen, der dich nach jeder Abfahrt wieder hoch zum Start bringt. Zwischen Bananenstauden und anderem tropischen Gewächs geht es nun erstmal bergauf. Allein schon dieser Uphill ist ein echtes Erlebnis. Dann geht es endlich los. Es gibt mittlerweile acht Strecken, die alle ausprobiert werden wollen. Am Ende des Tages steht also trotz überschaubarer Streckenlänge (rund einen Kilometer lang und 90 Höhenmeter) einiges auf deinem Tacho.

    Da war doch noch was: der Regen! Es ist nicht unwahrscheinlich, dass du gegen Mittag eine ordentliche Dusche abbekommst. Plötzlich könnte es richtig frisch und sehr nass werden. Der richtige Zeitpunkt, um im Bikepark-Kiosk einzukehren. Wundere dich nicht, wenn das, was du dort kaufst, anders schmeckt, als erwartet und wenn die Dame hinterm Ver­kaufstresen irgendwie belustigt guckt. Vielleicht hast du gerade leckeren Hühnermagen oder eine andere indonesische Delikatesse gegessen. Sei’s drum, solange es schmeckt.

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  • Mittelschwer
    02:14
    34,8 km
    15,5 km/h
    250 m
    1 900 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Eines lernst du auf Bali schnell: kein Biken ohne Autofahren. Heute zeigt sich dieses Vorspiel besonders üp­pig. Rund zwei Stunden braucht es, bis sich das Shuttle zum Batur-Massiv gekämpft hat. Von hier aus wirst du den Rand des rund zehn Kilometer breiten Vulkankraters be­fah­ren.

    In einem ständigen Auf und Ab umrundest du den Vulkan auf einer Art Grat, der normalerweise einen tollen Blick in den besiedelten Krater und auf den Kratersee Danau Batur freigibt. Allerdings kannst du auch Pech haben: Die Re­gen­zeit beschert gern mal dichten Ne­bel, der zwar für eine tolle, mystische Stimmung sorgt, allerdings die Aussicht verdeckt.

    Du wirst dem Krater einige Kilometer folgen, um dann Richtung Küste abzubiegen und bis zum Strand fast 1.800 Höhenmeter plattzumachen. Dabei passierst du einen alten Tempel und ver­schiedene Bergdörfer mit Einheimischen, die dich freundlich anfeuern. Das Leben hier oben erscheint wirklich schlicht und die einzige Verbindung zur Außenwelt sind die Scooter, die dir so­gar auf abgelegenen Waldwegen be­geg­nen.

    Es geht dem Ende der Tour entgegen. Aus dem Lehmweg wird ein Schotterweg, dann eine asphaltierte Straße – bis du dich am Strand wiederfindest. Abschließendes Highlight ist das leckere Bali-Essen in einem kleinen Restaurant, wo es mal wieder für sehr wenig Geld sehr leckeres Essen gibt.

  • Mittelschwer
    02:12
    30,0 km
    13,7 km/h
    330 m
    1 560 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Technische Grundkenntnisse genügen.

    Chiang Mai – auch bekannt als die Rose des Nordens. Zurecht, denn Mountainbiken in Chiang Mai ist ein echtes High­light. Es beginnt mit der Anfahrt zu den Trails, die größ­tenteils gut erreichbar auf dem fast 1.700 Meter hohen Doi Pui angelegt sind. Für thailändische Verhältnisse ist der Shuttle-Ride von gerade mal 20 Minuten kaum der Rede wert. Das Shuttle kämpft sich rauchend in Rich­tung Gipfel, während du die tolle Aussicht auf die Stadt genießen kannst. Und dann geht es endlich los: Maximalem Trail-Spaß steht nichts im We­ge.

    Das Mountainbike Highlight von Chiang Mai ist dieser mehrstündige Enduro-Ride, der mit einer atemberaubenden Aus­sicht am höchsten Punkt des Bergs beginnt (die du dir zuvor allerdings mit einem kleinen Anstieg erarbeiten musst). Danach führt dich der Trail durch Kaffee- und Bananenplan­tagen, an mystischen Tempeln vorbei, und mit Ausblicken, die dir immer wieder den Atem stocken lassen. Letztendlich spuckt dich die Route am Huay Tung Tao Lake aus, dem Naherholungssee von Chiang Mai mit kleinen Bambushütten direkt am Wasser und kleinen Res­tau­rants, die leckeres Thai Food servieren. Hier kannst du dich vom Shuttle-Fahrer wieder einsammeln lassen oder ihr trefft euch ein Stück weiter am großen Parkplatz (Endpunkt dieser Tour).

    Wahrscheinlich lernst du spätestens hier leider auch die kleinen Quäl­geister kennen, auf die man in vielen Teilen Asiens etwas mehr Acht geben sollte, als daheim: Mücken können hier die ein oder andere Tropenkrankheit übertragen. Die Ti­germücke zum Beispiel ist als Überträger des Denguefiebers bekannt. Kein Grund zur Panik, du solltest es aber auf dem Schirm haben und dich so gut es geht gegen Mückenstiche schützen.

  • Schwer
    01:28
    28,3 km
    19,3 km/h
    50 m
    1 180 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Zum Mountainbiken ist Chiang Mai ist ein echtes High­light. Es gibt eigens angelegte Trails, die gut erreichbar am Hang des Doi Pui befindlich sind. Hoch kommst du per Shuttle – das kämpft sich schnaubend in Rich­tung Gipfel, während du auf der Ladefläche eines Pick-ups die tolle Aussicht auf die Stadt genießen kannst. Nach nur rund 20 Mi­nu­ten sitzt du schon auf dem Bike.

    Es gibt verschiedene Trails, die so ziemlich für jeden das Passende bieten. Von einfach und flowig bis steil und schnell ist alles dabei. Dieser Trail hier hat es richtig in sich. Er ist schnell, technisch und ein Wechselspiel aus flowi­gem Single Trail, ruppigen Felspassagen und steilen High-Speed-Stücken. Und das nicht nur für fünf Minuten, du brauchst locker 45 Minuten bis nach unten und vernichtest dabei locker 1.000 Höhenmeter. Der Trail spuckt dich nahe eines echt schönen Dorfs aus mit einem echt schönen Café, das zum Pausieren einlädt. Dort wartet auf Wunsch auch das Shuttle. Oder du radelst zurück nach Chiang Mai.

    Zwar ist Chiang Mai keine kleine Stadt, insgesamt aber doch wesentlich über­schaubarer und vor allem deutlich entspannter als viele andere große Städte in Thailand. Hier kannst du dich gefahrlos mit dem Rad auf eine kleine Erkun­dungs­tour durch die Stadt wagen, das ist hier echt unstressig und macht richtig Spaß.

    Wenn du im Zentrum ankommst, siehst du sofort die historische Stadt­mau­er, die vielen Cafés und ­Res­taurants, Geschäfte und so­gar einige Bike-Shops, al­les sehr gepflegt und beinahe schon mit einer leicht europäischen Aufgeräumtheit. Sobald du jedoch von den Hauptstraßen abbiegst, bist du wieder im ech­ten Thai­land. Überall klei­ne Buden am Straßenrand, wo Obst oder Fleisch verkauft wird oder wo Frauen mit einfachsten Mitteln leckere Thai-Gerichte zaubern. Am besten stoppst du hier und da, probie­rst hier und da ein Häppchen und rollst dann weiter. Ich Chiang Mai triffst du höchstwahrscheinlich sogar auf den ein oder anderen Freizeit-Radfahrer, was im Rest von Thailand eher unwahrscheinlich ist.

  • Mittelschwer
    00:44
    6,27 km
    8,7 km/h
    290 m
    290 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Nahe Badung, der „Blumenstadt“ oder auch dem „Paris des Os­tens“, befindet sich dieses kleine aber feine Juwel indonesischer Mountainbike Kultur, der Bikepark Cikole. Das Projekt betreibt seit mehr als zehn Jahren „O.C.“ aka „Mister Mountainbike von Indonesien“. Er ist ein ech­tes Ur­ge­stein, seit Ende der 80er auf dem Bike unterwegs und hier eine echte Institution.

    Am Hang des Vulkans Tangkuban Perahu liegt eine Art „Amüsiercenter“ für Action-Suchende: Hier kann man Militärübungen buchen, Paintball spielen, Scooter-Rennen fahren oder eben Mountainbike. Die Strecken sind allesamt selbst ge­baut, Locals bekommen das geringe Eintrittsgeld für die Stre­cken­pflege und am zentralen Treffpunkt kann man Snacks und Getränke kaufen. Ein echt chilliger Ort, sieht man von den ge­le­gent­lichen Explo­sio­nen der Militärübungen ab.

    Die Strecken selbst sind mega­spaßig. Im Grunde sehr einfach, je schneller man wird, desto spannender wird es und aus kleinen Wurzeln oder Miniabsprüngen werden rasante Transfers oder Doubles. Und hier bist du nicht allein: Am Wochenende kann es sogar ganz schön voll werden. Von freundlichen und schnellen Locals bis zum älteren Mountainbike-Genießer ist alles vertreten, irgendwie beinahe wie im Bikepark daheim. Statt Lift befördern dich erstaunlich geländegängige Pick-ups die total zerrockte Stra­ße in Richtung Start hinauf. Auf halber Strecke gibt’s einen Kiosk, wo du dich mit Erfrischungen versorgen kannst. Das hier ist ein wirklich sympathischer Bikepark.

  • Mittelschwer
    00:37
    7,09 km
    11,5 km/h
    200 m
    210 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Das Tolle an Mountainbikes ist ja, dass man damit quasi überall fahren kann. Du brauchst keinen Bikepark und keine angelegten Trails, um mit dem Bike Spaß zu haben. Aber es ist doch immer nochmal etwas Anderes, wenn du auf einer Strecke fahren kannst, die mit Herzblut und Sachverstand erbaut wurde, um darauf mit einem Mountainbike richtig Spaß zu haben. Und genau darum lohnt es sich auch, die rund 45 Kilometer lange Fahrt von Chiang Mai zu dieser nur wenige Kilometer langen Mini-Runde in Kauf zu nehmen.

    Wenn wir ehrlich sind, kannst du sogar nochmal den Straßen-Part dieser Tour streichen – du musst eh Auto samt Fahrer ordern, um hierher zu kommen. Dann kannst du auch gleich den ganzen Tag buchen und mit Shuttle-Service eine Abfahrt nach der anderen genießen. Es klingt ein wenig vermessen aber in Thailand ist das wirklich kein übertriebener Luxus und es gibt sogar einige Anbieter von Bike-Touren, die genau das anbieten. Inklusive Abholservice vom Hotel. Also keine falsche Bescheidenheit – genieße einfach einen Downhill-Tag vor den Toren von Chiang Mai.

    Zurück zur Strecke. Sie ist kurz und knackig, hat es dafür aber in sich. Denn sie wurde für die Thailändische Gravity Serie gebaut und muss sich nicht vor einer heimischen Downhillstrecke verstecken. Im oberen Teil ist sie noch eher flach und flowig, wird nach unten hin aber zunehmend schneller und bekam sogar ein paar Sprünge verpasst. Wenn du den Streckenverlauf erstmal drin hast, wirst du hier richtig Spaß haben!

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