Schaurig schöne Moor Touren

Fahrrad-Collection von
komoot

„O, schaurig ists, übers Moor zu gehn, wenn das Röhricht knistert im Hauche!“ – so schrieb schon Annette von Droste-Hülshoff über diese schaurig schöne Landschaft, die auch heute nichts von ihrem mystischen Zauber verloren hat. Komm mit auf eine Fahrt durchs Moor und erlebe diese seltene jedoch wunderschöne Landschaft, wie es am besten geht – auf dem Fahrrad.

Auf diesen Touren tauchst du ein in die feuchte Welt der Moore. Es geht über einsame Wege mitten durch idyllische Seenlandschaften und sumpfige Ebenen, in denen Pflanzen und Tiere leben, die man sonst nirgendwo zu sehen bekommt. Vielleicht wird es neblig, vielleicht ein wenig schaurig. Ganz bestimmt wird es feucht. Und wunderschön. Wir haben einige der wertvollsten Moorlandschaften Deutschlands rausgesucht und tolle Touren durch diese schützenswerten Biotope gelegt – natürlich im Einklang mit der Natur und auf offiziellen Wegen.

Die Routen sind einfach zu fahren, jedoch unterschiedlich lang – es gibt schließlich große und kleine Moore. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Du kannst ein normales Tourenrad nehmen oder mit dem Gravelbike auf Tour gehen. Hauptsache du bist offen für die Schönheit und Ruhe, die dir im Moor begegnen wird – dann wirst du eine zwar durchaus anstrengende aber auch wunderbar entspannende Zeit auf dem Rad erleben.

Auf der Karte

Die Touren

  • Schwer
    08:05
    95,7 km
    11,8 km/h
    1 280 m
    1 280 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Das hohe Venn liegt an der deutsch-belgischen Grenze und ist mit 5.300 Hektar Belgiens größtes Naturschutzgebiet. Das hohe Venn ist ein sogenanntes Hochmoor und genau da durch führt diese wunderschöne aber konditionell fordernde Radtour. Du wirst auf 95 Kilometern eine einmalig schöne Landschaft durchqueren und das ein oder andere mal mit offenem Mund stehen bleiben und einfach nur genießen, was du siehst.

    Größtenteils radelst du durch ziemlich menschenleeres Gebiet – du befindest dich eben inmitten eines Naturschutzgebietes. Die Wege sind überwiegend befestigt und du solltest sie besser nicht verlassen. Denn abseits befestigter Wege ist das Moor eine verdammt feuchte Angelegenheit.

    Start und Ziel der Tour befinden sich an der Skipiste von Sourbrodt, wo du gut parken kannst. Auf etwas über 600 Meter Höhe geht es hier an einem der höchsten Punkte der Tour los, am Ende wartet dann nochmal ein ordentlicher Anstieg auf dich.

  • Schwer
    03:54
    55,0 km
    14,1 km/h
    210 m
    200 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Das Dubringer Moor ist das größte noch erhaltene Moor der Oberlausitz. Im äußersten Osten der Republik kannst du auf dieser Tour die ursprüngliche Schönheit einer Landschaft genießen, die heute nur noch sehr selten zu finden ist. Du wirst ungewohnte Töne von seltenen Tieren hören und wenn du anhältst und die Augen aufmachst, wirst du vielleicht nicht nur die Quelle der Geräusche sehen, sondern auch die ein oder andere Pflanze finden, die du von nirgendwo her sonst kennst. Dieses Moor ist definitiv ein besonderer Ort – und steht nicht umsonst unter Naturschutz.

    Du startest am Bahnhof in Hoyerswerda, jener Kreisstadt, die zu Beginn der 1990er Jahre unschöne Schlagzeilen aufgrund rassistisch motivierter Ausschreitungen machte. Heute wirst du ein ganz anderes Bild von dieser eigentlich sehr schönen Stadt bekommen.

    Die Landschaft, die du durchquerst, ist geprägt von viel Wasser und jeder Menge Sehenswürdigkeiten, zwar wenig spektakulär aber umso natürlicher und idyllischer. Zum Beispiel radelst du an einer alten Wassermühle vorbei. Siehst eine schöne, alte Kirche und eine Windmühle. Und natürlich hast du immer wieder den Blick auf diese wahnsinnig schöne Moorlandschaft.

    Zum guten Schluss führt die Route direkt in die Altstadt von Hoyerswerda, wo du dir eine lokale Stärkung gönnen darfst. In der Region sind Gerichte mit Leinöl Tradition (zum Beispiel Quark mit Leinöl oder Lausitzer Leinkuchen), Gerichte der sorbischen Küche aber auch DDR Klassiker wie Soljanka und Schopska-Salat.

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  • Schwer
    04:03
    49,2 km
    12,2 km/h
    900 m
    900 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Normalerweise findet man Moorgebiete in der Ebene. Dieses hier ist anders. Das Naturschutzgebiet Ebbemoore befindet sich mitten im Ebbegebirge am Rande des Sauerlandes – ein dicht bewaldetes und fast unbesiedeltes Natur-Juwel zwischen Meinerzhagen und Attendorn.

    Das raue und regenreiche Klima hier ist günstig für die Moorentwicklung. Im Vergleich zum „typischen“ Flachlandmoor befinden sich die kleinen Einzelflächen der Ebbemoore meist in Hanglage, was ihnen eine besondere naturkundliche Bedeutung zukommen lässt. Auf dieser Tour wirst du dieses abwechslungsreiche Gebiet mit seiner eigenständigen Flora und Fauna per Rad erkunden. Start und Ziel der Tour liegen in der kleinen Hansestadt Attendorn, die du per Zug und natürlich auch mit dem Auto gut erreichen kannst.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Moortouren geht es auf dieser Runde recht hügelig zu. Du wirst sogar den höchsten Punkt des Ebbegebirges, die Nordhelle auf 663 Meter Höhe, erklimmen und kannst vom Robert-Kolb-Turm aus die tolle Aussicht aufs Ebbegebirge genießen. Außerdem führt dich die Route durch die „Grundlose“, Quellgebiet der Lister und das größte Teilstück der Moore des Naturschutzgebietes. Zurück nach Attendorn geht es auf einer fast zehn Kilometer langen Wahnsinnsabfahrt und entlang der Ostertalsperre, bevor du wieder die sehenswerte Hansestadt erreichst, die überregional bekannt ist, durch ihre Tropfsteinhöhle, die „Attahöhle“.

  • Schwer
    05:47
    84,6 km
    14,6 km/h
    170 m
    170 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    So eine Gegend lässt sich nur mit dem Fahrrad so hautnah erleben. Denn nur damit kommst du erst auf diese stillen Wege auf Deichen, auf die birkengesäumten Dämme, vorbei an alten Höfen und urigen Wirtschaften und schon gar nicht mitten rein in die faszinierende Landschaft des Teufelsmoor. All das lädt geradezu ein, mit dem Fahrrad entdeckt zu werden. Und genau das machst du auf dieser schaurig schönen Tour durchs Teufelsmoor.

    Worpswede liegt mitten im Gebiet des Teufelsmoors. Und wenn wir uns schon darüber auslassen, dass ein Auto das denkbar unpassendste Gefährt ist, diese Gegend zu erkunden, haben wir hier noch einen ganz besonderen Tipp für dich. Wie wäre es mit der Anreise per Bahn? Aber nicht mit einer stinknormalen S-Bahn. Sondern mit dem Moorexpress. Das ist ein historischer Schienenbus, der in den Sommermonaten zwischen Bremsen und Stade verkehrt und in Worpswede hält.

    Vom Bahnhof aus bist du quasi direkt im wunderschönen Teufelsmoor. Über ruhige Straßen und Schotterwege führen wir dich nun durch diese bemerkenswerte Landschaft. Über Brücken, Deiche und vorbei an Windmühlen, Bauernhöfen und sogar einem Naturlehrpfad, in dem du alles über die Besonderheiten der Gegend erfahren kannst. Übrigens, falls es dich doch ab und an schauert: Der Teufel hat hier nichts verloren. Der Name des Moors stammt vom Niederdeutschen „duven“, was so viel wie taub oder unfruchtbar heißt und auf die ungünstigen Eigenschaften eines Moors für die Landwirtschaft hinweist.

  • Mittelschwer
    02:46
    37,4 km
    13,5 km/h
    150 m
    160 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf den ersten Blick gibt es hier nicht viel, irgendwo im Nordwesten Brandenburgs zwischen Elbdeich und Nirgendwo. Wirklich Spektakuläres haben wir dir auf dieser Tour auch nicht zu bieten. Aber genau darin liegt ihr Reiz. Begib dich auf eine Tour der Ruhe, der Natur und der Besinnlichkeit. Willkommen im Rambower Moor.

    Die Tour startet in Boberow und es deutet nichts auf schlechte Erdkundekenntnisse hin, wenn du davon noch nie etwas gehört hast. Dieser kleine, verschlafene Ort am Rande des Moors stimmt dich ein auf die nächsten zwei bis drei Stunden aktiver Entspannung.

    Unsere Tour führt um das Rambower Moor herum, einen einmaligen Naturraum mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Hier und da sind Informationstafeln zu den verschiedenen Lebensräumen aufgestellt und zwei kleine Aussichtstürme bieten einen weiten Blick auf das Moor und den Rambower See.

    Das zweite Highlight dieser Tour führt dich an die Elbauen. Hier wirst du einen kurzen Abschnitt des Elberadweges befahren, der direkt über den Elbdeich mitten durch die wunderschöne Elbaue führt und dich an einem alten Grenzturm ausspuckt, den du unbedingt besteigen solltest, denn die Aussicht hinunter ist atemberaubend.

    Der Rückweg führt entlang des anderen Seeufers zurück nach Boberow, wo du angenehm ausgepowert und tiefenentspannt auf eine wunderschöne Ausfahrt durchs Moor zurückblickst.

  • Schwer
    03:01
    35,8 km
    11,8 km/h
    640 m
    630 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Das schwarze Moor ist ein Hochmoor am Dreiländereck von Hessen, Thüringen und Bayern in der bayerischen Rhön. Weil das Moor bereits seit 1939 unter Naturschutz steht und vollständig vom Torfabbau verschont geblieben ist, zählt es heute zu einem der bedeutendsten Hochmoore Mitteleuropas und gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Diese Tour startet in der nördlichsten Stadt Bayerns, in Fladungen. Hier erwartet dich fränkische Gastlichkeit in mittelalterlichem Fachwerk – aber erst nach der sportlichen Betätigung.

    Das schwarze Moor ist ein Hochmoor. Darum geht es zunächst einmal bergauf von 400 auf rund 800 Meter Höhe. Das Moor selbst kannst du leider nicht mit dem Rad durchqueren. Allerdings lohnt es sich sehr, eine kleine Pause einzulegen und den Rundweg durchs Moor über einen Holzsteg zu Fuß zu nehmen. Die einzigartige Moorlandschaft wird dich begeistern und mit ein bisschen Glück zeigen sich auch ein paar der seltenen Tierarten, die hier noch leben. Für den schnellen Überblick bietet sich der 17 Meter hohe Beobachtungsturm am Rande des Moores an.

    Weiter geht’s. Entlang kleiner Flüsse und Bäche, über ruhige Straßen und Schotterwege führt die Route zurück nach Fladungen, wo besagte fränkische Gastlichkeit des „staatlich anerkannten Erholungsortes“ auf dich wartet und dir die wohlverdiente Stärkung bietet. Eines ist auf jeden Fall garantiert: dass du zwar ausgepowert aber glücklich und zufrieden den Weg nach Hause antrittst.

  • Mittelschwer
    02:23
    34,4 km
    14,5 km/h
    240 m
    240 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Eigentlich ist ja das Wurzacher Ried Hauptdarsteller dieser schönen Radtour rund um das größte noch intakte Hochmoorgebiet Europas. Allerdings bietet die Gegend um die Allgäuer Kurstadt Bad Wurzach so viel mehr – es lässt sich also kaum vermeiden, den ein oder anderen kulinarischen und heimatkundlichen Zwischenstopp einzubauen.

    Du startest im beschaulichen Bad Wurzach und umrundest erst einmal den Kernbereich des Wurzacher Rieds, begleitet von idyllischen Ausblicken auf das Moor. Sobald du dich auf dem Weg zurück nach Bad Wurzach befindest, warten diverse Highlights auf dich: Am alten Torfwerk kannst du eine lehrreiche Fahrt mit der alten Torfbahn unternehmen oder dich im Oberschwäbischen Torfmuseum auf die Spuren der Torfstecher begeben.

    Etwas außerhalb gelegen und über ein ruhige Straße zu erreichen liegt eine Schaukäserei. Wenn dir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen läuft, solltest du die kleine Ehrenrunde in Angriff nehmen. Abschließend fährst du gesättigt nach Hause oder schaust dir noch ein paar der zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Bad Wurzach an.

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