4 wildromantische Hüttennächte hoch über dem Ötztal

Wander-Collection von
komoot

Langsam und stetig wanderst du weiter hinauf, die Landschaft um dich herum wird karger und aus struppigen Grasflächen werden Schutthalden und grobblockiges Gestein. Wenn du dich umdrehst, hast du bereits jetzt einen großartigen Blick ins zurückliegende Tal, aber als du den Pass erreichst, verschlägt es dir fast die Sprache. Das flache Felsplateau, auf dem du hier stehst, ist umgeben von den schroffen Gipfeln des Geigenkamms und unter dir breitet sich das gewaltige Ötztal aus. Während dir der Wind um die Ohren pfeift, setzt du dich auf einen großen Felsblock, um diese einmalige Aussicht in Ruhe auf dich wirken zu lassen.

Der Geigenkamm ist ein rund 28 Kilometer langer Gebirgszug innerhalb der Ötztaler Alpen, der das Ötztal vom Pitztal trennt. Obwohl viele seiner Gipfel über 3000 Meter hoch sind, finden sich hier erstaunlich wenige Gletscher. Das hat den Gebirgszug vor der Erschließung als Skigebiet bewahrt und somit erwartet dich hier heute noch eine unberührte Hochgebirgsnatur. Und das Beste: während die zahlreichen Skilifte und Seilbahnen im nahen Sölden zu Gipfelüberfüllungen führen, hast du im nördlichen Ötztal deine Ruhe. Nur wenige Wanderer machen sich zu den wildromantischen Gipfeln und Hängen auf, und so hast du sie ganz für dich allein.

Unsere Tour führt dich in fünf Tagen von Oetz aus über vier Hütten entlang von traumhaften Gipfeln und einsamen Bergseen. Für alle Gipfelsammler sind auch gleich zwei Dreitausender mit eingeplant, die von weniger Ambitionierten Bergwanderern auch problemlos ausgelassen werden können. Während in Tallage zahlreiche Almen die Wanderwege säumen, ist auf den Hochgebirgspfaden nur ein dünnes Hüttennetz vorhanden. Am besten stattest du dich vor deinem Start in Oetz mit ausreichend Proviant aus und reservierst dir schon einmal ein Bett in den kleinen Berghütten. Wenn das erledigt ist, musst du nur noch deine Bergstiefel schnüren und den Rucksack schultern, um die einsamen Ötztaler Gipfel zu erobern.

Wenn du deine Hüttentour auf zwei oder drei Übernachtungen verkürzen möchtest, kannst du dir unsere Varianten-Etappe ansehen. Mit ihr kannst du deine Wanderung ganz nach deinen Bedürfnissen anpassen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    03:28
    7,77 km
    2,2 km/h
    1 050 m
    120 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich. Der Startpunkt der Tour ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

    Der Einstieg in deine Hüttentour entlang des Geigenkamms erfolgt in Oetz. Von der Bushaltestelle aus schlenderst du über die Hauptstraße und überquerst danach die Ötztaler Ache.

    Dein Weg führt dich zunächst hinauf zum Piburger See. Der See ist eines des ältesten Naturschutzgebiete von Österreich und aufgrund seiner Lage wärmt sich das Wasser in den Sommermonaten früh auf. Somit eignet er sich perfekt für eine kühle Badeerfrischung.

    Im Anschluss führt dein Weg über bequeme, aber steile Waldpfade weiter zum Etappenziel, der Armelenhütte.

    Deinen Startort in Oetz erreichst du problemlos per Bus vom Bahnhof Ötztal.

  • Schwer
    03:53
    9,18 km
    2,4 km/h
    950 m
    160 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Dein zweiter Tag startet nach einer gemütlichen Nacht an der Armelenhütte. Du steigst von dort ins Tumpental ein, das gleichmäßig zum Rücken des Geigenkamms ansteigt.

    Wenn du magst, kannst du hier noch bei der Jausenstation Vordere Tumpenalm eine Rast einlegen, bevor du deinen Aufstieg zur Erlanger Hütte fortsetzt.

    Eine Weile verläuft der Weg noch über eine gut zu gehende Wirtschaftsstraße. Oberhalb der Baumgrenze wird das Gelände jedoch karger und du folgst dem Wanderweg zunächst über Wiesen und dann durch grobblockiges Gelände.

    Über ein paar kurze Serpentinen geht es über den Pass zwischen Brechkogel und Kreuzjochspitze, bevor du nach einem letzten Anstieg die Erlanger Hütte erreichst.

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  • Schwer
    05:47
    10,00 km
    1,7 km/h
    750 m
    1 100 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die dritte Tagesetappe erwartet dich mit einmaligen Aussichten und einsamen Bergpfaden und verläuft auf dem ausgeschilderten Wanderpfad 911 des Alpenvereins. Deine Tour beginnt an der Erlanger Hütte und führt dich um den malerisch gelegenen Wettersee herum und hinauf zum Grat zwischen Wildgrat und Dreirinnenkogel.

    Vom Grat geht es in Serpentinen über einen langen und aussichtsreichen Pfad am Hang von Schafhimmel und Edeltrautenkopf weiter in Richtung Feilerscharte.

    Nach deinem Aufstieg zur Feilerscharte, kannst du dich entscheiden, den Fundusfeiler zu besteigen. Der nördlichste Dreitausender des Geigenkamms bietet dir eine unglaubliche Aussicht, erfordert aber auf den letzten Metern leichte Kletterei im Grad UIAA 1, so dass du immer wieder mal deine Hände zur Hilfe nehmen musst.

    Im Anschluss geht es gleichmäßig abwärts zur Frischmannhütte.

  • Schwer
    04:04
    7,55 km
    1,9 km/h
    710 m
    510 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auch auf dieser Etappe folgt der Wanderweg dem ausgeschilderten Weg 911. Von der Frischmannhütte aus startend, erwarten dich rund 600 Höhenmeter Aufstieg in Richtung Felderjöchel. Im wenig bewanderten Norden der Ötztaler Alpen kannst du dich ganz auf deine Atmung und auf deine Schritte konzentrieren, während du den Hang zum Joch bewältigst..

    Bei jedem Schritt hinauf bieten sich dir erstklassige Bergpanoramen an, die nur noch von der Rundumsicht auf dem Felderjöchel übertroffen werden können. Wenn das Wetter mitspielt, ist der Ausblick vom Felderjöchel der perfekte Platz, um eine Rast einzulegen.

    Nach der Rast geht es hinab am Weißen See und am Unteren Spitzigsee vorbei zum Etappenziel. Nachdem du den letzten Hang nach dem Spitzigsee überwunden hast, breitet sich unter dir der Blick auf den türkisblauen Hauersee aus. Direkt am Seeufer gelegen, erwartet dich die kleine Selbstversorgerhütte vom DAV.

  • Schwer
    06:30
    13,1 km
    2,0 km/h
    610 m
    1 840 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Mit über 3100 Meter Höhe erwartet dich am fünften Tag der höchste Punkt der gesamten Tour. Nachdem du dich bei deiner Übernachtung in der Hauerseehütte gut ausgeruht hast, geht es um den Hauersee herum zum kleinen Gletscher.

    Direkt am glattgeschliffenen Rand des Gletschers geht es entlang zum versicherten Aufstieg zum Gipfel des Luibiskogel. Der Aufstieg ist nicht ganz leicht und erfolgt zum Teil über eiserne Tritte. Wenn dir der Aufstieg zu fordernd ist, kannst du dich auch direkt auf den Abstieg nach Längenfeld begeben.

    Nach deinem Gipfelsturm geht es auf dem gleichen Weg zurück zur Hauerseehütte. Von dort führ ein markierter Pfad über große Steinstufen hinab ins Hauertal. Auf deinem Abstieg merkst du deutlich, wie sich die Landschaft um dich herum verändert und immer lieblicher und grüner wird.

    Sobald du die Waldgrenze erreichst, führt der Weg über schmale und zum Teil steile Waldwege bis zu einer Forststraße. Der Fortstraße folgend gelangst du zum Aussichtspunkt Teufelskanzel und schließlich zum Abschluss deiner Wanderung in Längenfeld.

    Im quirligen Urlaubsort Längenfeld kommst du wieder langsam in der normalen Welt an, nachdem du fünf ruhige und einsame Tage auf den Gipfeln und Hängen des Geigenkammgebirgszug verbracht hast.

  • Schwer
    04:02
    11,2 km
    2,8 km/h
    200 m
    1 220 m
    Schwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Wenn dir die fünftägige Hüttentour zu lang oder zu anstrengend ist, dann hast du die Möglichkeit, mit dieser Wanderung deine Tour auf drei oder vier Tage zu verkürzen.

    Für eine viertägige Wanderung wanderst du nach deiner Übernachtung in der Frischmannhütte über den bequemen Köfler Waalweg zum Schartle. Anschließend steigst du zur Wurzbergalm ab und kannst dort bei malerischer Aussicht eine bequeme Rast einlegen. Über den Winkelbergsee gelangst du schließlich zum Etappenziel Längenfeld Winklen.

    Für eine dreitägige Tour steigst du den Weg von Längenfeld Winklen zur Frischmannhütte auf und wanderst von dort am nächsten Tag weiter zu Hauerseehütte, wie in Etappe E04 beschrieben. Nach deiner Übernachtung am Hauersee geht es auf Etappe E05 wieder in Ötztal nach Längenfeld.

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