9 Tage auf dem Westfälischen Jakobsweg

Wander-Collection von
komoot
10-18 days
212 km
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Der Jakobsweg ist einer der wichtigsten und längsten christlichen Pilgerwege in Europa. Bereits durch Deutschland winden sich unzählige Abschnitte des Pilgerwegs. Einen zentralen Teil auf dem Weg zur französischen Grenze legen Pilger in Deutschland dabei auf dem Westfälischen Jakobsweg zurück.

In der Mitte des 9. Jahrhunderts wurde die Grabstätte des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela ausgemacht und die ersten Pilger begaben sich auf den Weg. Im 11. Jahrhundert sprach sich die Grabstätte in ganz Europa herum und es entwickelte sich eine der größten Pilgertraditionen des Christentums. Allen Pilgern, die den Weg bis nach Compostela gehen würden, wurde der Erlass ihrer Sünden versprochen und so machten sich Menschen aus ganz Europa auf den Weg ins weit entfernte Spanien.

Alleine in Deutschland existieren über 10.000 Kilometer ausgewiesene Jakobswege. Alle führen weiter nach Frankreich und von dort über die Pyrenäen nach Spanien. Nicht alle heutigen Pilger unternehmen die Reise um einen Sündenerlass zu erwirken. Viele machen sich auf, um in der Ruhe des Laufens wieder zu sich selbst zu finden und ihren hektischen Alltag zu reflektieren. Wer täglich über 20 Kilometer wandert, wird seinen Körper und seinen Rhytmus neu kennenlernen. Hier geht es nicht um Effektivität oder um Erfolg, sondern um die ursprünglichste Art und Weise der menschlichen Fortbewegung.

Der Westfälische Jakobsweg ist ein Jahrhundertealter Teilabschnitt des Pilgerwegs, der dich in neun Tagesetappen und über eine Strecke von rund 210 Kilometern von Osnabrück über das Ruhrgebiet bis nach Wuppertal führt. Der Weg folgt alten Handels- und Heerstraßen, er führt dich über die weiten Felder des Münsterlandes, durch das dicht besiedelte Dortmund und bis an die Grenze des grünen und hügeligen Bergischen Landes. Manche Tagesetappen haben eine herausfordernde Länge, die du problemlos auf zwei Tage aufteilen kannst. Jeder Pilger hat seinen eigenen Rhytmus und auch du wirst ihn schon nach kurzer Zeit finden. So hast du die Chance, dich schon auf diesem Teilabschnitt neu entdecken.

Wenn du in Wuppertal-Beyenburg richtig Gefallen am Pilgern gefunden hast, kannst du direkt den siebentägigen Rheinischen Jakobsweg über Köln bis nach Aachen anschließen: komoot.de/collection/546/eine-pilgerwoche-im-rheinland-der-rheinische-jakobsweg

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    07:02
    26,7 km
    3,8 km/h
    240 m
    240 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der Westfälische Jakosbweg beginnt für dich am Dom in Osnabrück. Tritt ein in die beeindruckende Kirchenanlage und hol dir hier deinen ersten Stempel für deinen Pilgerpass. Anschließend geht es über die Straßen der Altstadt und durch die Stadt hinaus ins Grüne. Die Häuser werden kleiner und bald wanderst du über weite Felder und Wiesen.

    Es geht vorbei an den kleinen Städten Hasbergen und Natrup-Hagen, bevor du die Stiftskirche in Leeden erreichst. Direkt neben der Kirche ist das Hotel-Restaurant Stiftsschänke, in dem du dich stärken kannst, bevor du dich auf zum Etappenziel machst.

    Du überschreitest den westlichsten Ausläufer des Teutoburger Walds und kannst von oben bereits Lengerich und das Münsterland vor dir erkennen. In Lengerich bekommst du in der Evangelischen Stadtkirche einen weiteren Stempel, bevor du deine Herberge aufsuchst.

    Deinen Pilgerausweis bekommst du entweder direkt in Münster oder du kannst ihn dir vorab bestellen. Mehr Infos unter jakobspilger.lwl.org/de/routen/ab-osnabrueck-weg-1/stempelstellen

  • Mittelschwer
    03:37
    14,2 km
    3,9 km/h
    30 m
    60 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Mit einer Strecke von 14 Kilometern ist die zweite Etappe eine der kürzesten Touren auf deinem Pilgerweg. Nach dem fordernden Einstieg ist das genau das Richtige, um dein eigenes Tempo zu finden und mit deinem Schritt in Einklang zu kommen.

    Du verlässt Lengerich und wanderst über die weiten Felder und an den alten Bauernhöfen des Münsterlandes vorbei nach Ladbergen. Die Landschaft ist friedlich und einsam und hier kannst du lernen, deine Gedanken auszuschalten und zur Ruhe zu kommen.

    In Ladbergen angekommen lohnt sich der Besuch der Evangelischen Kirche. Berliner Architekten haben damals am Bau mitgewirkt, daher fällt die große Dorfkirche zwischen den kleinen Kirchen im Münsterland besonders auf.

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  • Schwer
    08:20
    32,6 km
    3,9 km/h
    130 m
    110 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf die zurückhaltende zweite Etappe folgt Etappe Drei mit einer Strecke von 33 Kilometern. Beim Pilgern geht es schließlich gerade darum, seine Kräfte an seine Grenzen zu bringen und beim Gehen in Einklang mit dem eigenen Selbst zu kommen.

    Du verlässt Ladbergen und gelangst bald an den Dortmund-Ems-Kanal. Du folgst seinem Lauf und wechselst mehrmals die Uferseiten. Der Jakosbweg folgt hier den uralten Handelswegen, die lange vor dem Kanal angelegt worden waren.

    Auf halber Strecke bietet sich eine Rast im Tennenhof an, bevor es an der Werse entlang durch die kleinen Vororte nach Münster hinein geht. Nach zwei Tagen Ruhe auf den Feldern und in kleinen Dörfern wird dir das lebendige Münster wie eine Metropole vorkommen. An den historischen Gebäuden vorbei, geht es in die Altstadt zum Dom, um dort deinen wohlverdienten Stempel zu erhalten.

  • Schwer
    08:27
    33,2 km
    3,9 km/h
    100 m
    80 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die vierte Etappe ist zugleich auch die längste Etappe deiner Pilgerreise auf dem Westfälischen Jakobsweg. Du brichst in den frühen Morgenstunden auf und verlässt Münster in Richtung Süden. Nach rund fünf Kilometern lässt du die Stadt hinter dir und erreichst dann den Vorort Hiltrup. Nach einem kurzen Stop an der St. Clemens-Kirche geht es wieder hinaus auf die Wiesen und hinein in die Wälder des Münsterlandes.

    Bald hast du wieder deinen Schritt gefunden und wanderst mit deinem eigenen Tempo durch die friedliche Landschaft. Im kleinen Dorf Rinkerode gibt es einen Stempel in den Pilgerpass und hier bietet sich perfekt eine Rast im Restaurant Lohmann an, bevor es in Richtung Etappenziel weitergeht.

    Auf Feldwegen erreichst du nach stolzen 33 Kilometern das Dorf Herbern. Wenn du vor 18 Uhr ankommst, hat die kleine Kirche sogar noch geöffnet. Ansonsten holst du dir am nächsten Morgen deinen Stempel nach einer erholsamen Nacht in deiner Herberge.

  • Schwer
    07:02
    27,2 km
    3,9 km/h
    130 m
    160 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Am Morgen verlässt du Herbern und machst dich auf deinen Weg durch das Münsterland. Schon nach wenigen Schritten geht es über ausgedehnte Felder und durch kleine Waldstücke deinem Etappenziel entgegen.

    Am fünften Tag findest du schnell in dein Tempo zurück und trotz der langen gestrigen Etappe, geben dir deine bisherigen Erfolge die Kraft, mit Freude weiterzumachen.

    Bald erreichst du Werne mit seinem malerischen Stadtkern. Hier kannst du perfekt eine Rast einlegen, bevor du dich dem letzten Abschnitt widmest.

    In Lünen, deinem heutigen Etappenziel, lässt du schließlich auch das Münsterland hinter dir. Die nächsten zwei Tage führen dich durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet, aber dahinter wartet bereits das idyllische Bergische Land auf dich.

  • Mittelschwer
    04:13
    16,3 km
    3,9 km/h
    100 m
    60 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die sechste Etappe gehört eindeutig zu den kürzeren Etappen und ist eine echte Belohnung für die zurückgelegte Strecke. Der Jakobsweg führt dich zunächst aus Lünen heraus und nachdem du den Datteln-Hamm-Kanal überquert hast, erwarten dich noch einmal Wiesen, Felder und Wälder.

    Nach du durch den dichten Wald des Naturschutzgebiets Süggel gewandert bist, erreichst du bald die Dortmunder Stadtgrenze. Die Häuser werden schnell größer, während du dich in Richtung Zentrum fortbewegst.

    Der Dortmunder Norden, insbesondere das Viertel um den Nordmarkt, hat nicht den besten Ruf. Wenn du dir das ersparen möchtest, steigst du einfach an der U-Bahnstation Burgholz oder Eisenstraße in die U42 und fährst direkt durch bis zur Haltestelle Reinoldikirche.

    An deinem Etappenziel erwarten dich gleich zwei besondere Kirchen. Sowohl die Reinoldikirche als auch die Sankt-Marien-Kirche haben die Zerstörungen des zweiten Weltkrieg überstanden und erzählen heute von der jahrhundertealten Geschichte von Dortmund.

  • Schwer
    06:53
    25,6 km
    3,7 km/h
    290 m
    280 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf deiner siebten Etappe verlässt du bereits wieder Dormund und wanderst durch das grüne Syburg hinunter zur Ruhr. Zunächst geht es noch durch die Stadt und durch den Westfalenpark. An Sportplätzen, Veranstaltungshallen und am BVB-Stadion vorbei führt dich der Jakobsweg weiter nach Süden.

    Bald werden die Häuser wieder kleiner und nach einem kurzen Stopp an der Alten Kirche Wellinghofen, geht es durch dichten Wald hinauf auf den Syberg. Hier oben kannst du die Aussicht auf den Hengsteysee genießen und die alte Burgruine besichtigen.

    Am Ufer des Sees geht es im Anschluss weiter zu deinem Etappenziel, die kleine Fachwerkstadt Herdecke.

    Ungefähr auf halber Strecke, kurz bevor es auf den Syberg hinauf geht, bietet sich das Restaurant Dieckmann's perfekt für eine gemütliche Rast an.

  • Schwer
    07:59
    27,8 km
    3,5 km/h
    710 m
    570 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der achten Etappe führt dich der Jakobsweg durch den bergigen Süden des Ruhrgebiets. Entsprechend herausfordernd ist die Etappe. Dich erwartet eine Strecke von fast 28 Kilometern Länge und ein Höhenunterschied von 710 Metern im Aufstieg. Da der Jakobsweg unweit von Städten und Dörfern entlang führt, kannst du die Tour problemlos auf zwei Tage aufteilen.

    Bei Herdecke überquerst du die Ruhr und erreichst bald den Hagener Stadtteil Vorhalle. Kurz geht es durch den kleinen Ort, schon bist du im Naturschutzgebiet Funckenhauser Bachtal. Hier kannst du den Weg durch die saftige Natur genießen, bevor du Hagen-Haspe erreichst. Hier gibt es in der Bonifatiuskirche einen Stempel für den Pilgerpass.

    Ab hier wird es immer hügeliger, wenn du auf den Waldpfaden oberhalb des Ennepetals nach Grevelsberg wanderst. Noch ein Abschnitt über Felder und Wiesen und bald erreichst du den historischen Stadtkern deines Etappenziels Schwelm.

  • Mittelschwer
    02:15
    8,03 km
    3,6 km/h
    150 m
    170 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Am neunten Tag steht deine letzte Pilgeretappe an. Die Tour ist mit acht Kilometern angenehm kurz, so kannst du dir auf deinem Weg ausreichend Zeit nehmen, die letzten Tage Revue passieren zu lassen.

    Mit frischer Energie verlässt du Schwelm in Richtung Süden und erreichst schon nach kurzer Zeit den Stadtrand. Der Jakobsweg führt dich auf der Strecke nach Wuppertal-Beyenburg durch dichte Wälder und über hügelige Wiesen. Zufrieden und mit dir selbst im Reinen folgst du dem Weg hinab zum Ufer der Wupper und wanderst an ihrem Ufer in das malerische Örtchen Beyenburg. Früher verliefen durch den kleinen Ort wichtige Handels- und Heerstraßen, insbesondere die Straße von Dortmund nach Köln. Durch die Eisenbahn und das Aufblühen anderer Städte in der Zeit der Industrialisierung schwand jedoch die Bedeutung von Beyenburg. Heute kannst du durch den idyllischen Ortskern schlendern und die alten Gebäude bewundern.

    Als Jakobspilger führt dich der Weg in jedem Fall auch zur beeindruckenden Klosterkirche. Seitdem Beyenburg zu Wupertal eingemeindet wurde, ist die Kirche das älteste Gebäude von Wuppertal. Hier bekommst du deinen letzten Stempel in deinen Pass, bevor du von der Bushaltestelle Am Kriegermal zum Hauptbahnhof Oberbarmen weiterreist.

    Auch wenn du Santiago de Compostela noch nicht erreicht hast, jeder Schritt auf dem Jakobsweg bringt dich wieder ein Stück näher zu dir. Eine große Strecke zu Fuß zurücklegen und alle Hast zu vergessen, das ist das Ziel vieler moderner Pilger.

Collection Statistik

  • Touren
    9
  • Distanz
    212 km
  • Zeit
    55:49 Std
  • Höhenmeter
    1 870 m

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