Brandenburger Wildnis – 4 Tage im Schlaubetal

Wander-Collection von
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Wie ein Gebirgsbach plätschert die Schlaube vor dir durch das schmale Tal. Der schmale Wanderpfad schlängelt sich am Flusslauf unterhalb der Hänge entlang und du kraxelst immer wieder über morsche Stämme und duckst dich unter umgestürzten Bäumen hindurch. Eine Wasseramsel hüpft im Bach von Stein zu Stein, das Klopfen eines Schwarzspechts hallt durch den Wald und den nächsten umgestürzten Baum hat eindeutig ein Biber gefällt. Nur wenige Schritte weiter und vor dir breitet sich ein stiller See aus, umgeben von dichtem Wald. Dein Blick gleitet über den See und hoch über dem Wasser entdeckst du zwei gewaltige Seeadler, die hier ihre Kreise ziehen. Das ist die Wildnis von Brandenburg.

Der Naturpark Schlaubetal erwartet dich mit einer einzigartigen Landschaft. Die schmale Schlaube hat auf ihrem 27 Kilometer langen Flusslauf eine tiefe Schneise in die Brandenburger Ebene geschnitten. Von der Quelle bis zur Mündung durchfließt sie mehrere Seen und hat in dem Tal einen fruchtbare Naturraum geschaffen. Umgeben ist das Tal von weiten, nahezu unberührten Mischwäldern. Die abwechslungsreiche Landschaft ist Heimat unzähliger Tierarten und Pflanzen. Kaum eine andere Region Brandenburgs ist so artenreich wie das Schlaubetal und zahlreiche Tiere kannst du sogar nur hier antreffen.

Wir haben dir eine viertägige Tour durch Brandenburgs Wildnis vorbereitet, die dich durch alle Landschaftsformen führt. Du wanderst von Müllrose den gesamten Lauf der Schlaube hinauf bis zur Quelle, durchquerst naturbelassene Mischwälder und besuchst stille Waldseen. Auf vier Etappen legst du eine Strecke von rund 72 Kilometer zurück. Dabei sind die erste und vierte Etappe so angelegt, dass du noch problemlos am gleichen Tag an- und abreisen kannst. Von Berlin aus brauchst du eine gute Stunde mit dem Auto oder rund eineinhalb Stunden mit dem Zug nach Müllrose. An allen Etappenzielen findest du direkt vor Ort gemütliche Unterkünfte, in denen du übernachten kannst. Steig einfach in den Zug und entdecke ein Stück echte Brandenburger Wildnis.

Wenn dir die Strecke zu lang ist, kannst du die zweite Etappe um rund fünf Kilometer verkürzen und dann am dritten Tag wieder zur Hauptstrecke zurückwandern – diese Variante findest du am Ende der Tour. Insgesamt sparst du dann rund acht Kilometer und kannst noch entspannter die malerische Landschaft genießen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    04:17
    16,5 km
    3,9 km/h
    110 m
    80 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit einer Strecke von knapp 17 Kilometer kannst du die erste Etappe auch gut am Anreisetag schaffen. Dich erwartet der Große Müllroser See mit seiner langgestreckten Uferpromenade, das Mühlenmuseum an der Ragower Mühle und das verwunschene Schlaubetal.

    Du startest deine Tour am Bahnhof in Müllrose, den du bequem mit der Regionalbahn RB 36 erreichst. Von hier geht es direkt zur Strandpromenade am Großen Müllroser See. Die Tour führt dich einmal um den See herum und hinein in den Wald des Schlaubetals. An den Wustrower Bergen, Endmoränen der letzten Eiszeit, geht es bis zum Belenzsee. Durch ein mooriges Gebiet erreichst du schließlich die Schlaube und die Ragower Mühle.

    Von dieser Stelle an wanderst du die restliche Etappe immer am Ufer der Schlaube entlang. Mal führt der Wanderweg direkt am Ufer entlang, mal durch die unberührten Wälder an den Hängen des Tals. Deine Wanderung führt dich entlang mehrerer Seen, die von der Schlaube auf ihrem Weg nach Müllrose durchflossen werden.

    Direkt am Ufer des Hammersees liegt auch schließlich dein Etappenziel, das Forsthaus Siehdichum. Hier entspannst du dich von deiner ersten Etappe und genießt die Ruhe und Stille des Waldes.

  • Schwer
    05:28
    20,9 km
    3,8 km/h
    180 m
    140 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf deiner zweiten Etappe wanderst du hinauf bis zur Quelle der Schlaube. Auf dem Weg dorthin erwartet dich eine für Brandenburg unübliche Landschaft: Über eine lange Strecke hat die munter fließende Schlaube ein tiefes Tal in die Landschaft gegraben.

    Nach einer geruhsamen Nacht startest du deine Tour am Forsthaus Siehdichum und wanderst am Hammersee und dem Großen Treppelsee entlang bis zur Bremsdorfer Mühle.

    Danach wird es dann spannend. Der Wanderweg führt dich am Ufer durch das wildromantische und moorige Schlaubetal. Zu beiden Seiten des Flusses erheben sich die dich bewaldeten Hänge.

    Ab der Kieselwitzer Mühle wird die Schlaube langsam schmaler, sie fließt aber trotzdem zügig durch das malerische Tal. Am Stubbensee und Wirchensee hast du schließlich den Ursprung der Schlaube erreicht. Wenn du magst, kannst du einen Abstecher zum morastigen Quellgebiet am Südufer einlegen, bevor du deine Wanderung fortsetzt.

    Der letzte Abschnitt bis zum Etappenziel führt entlang einer wenig befahrenen Straße durch einen ausgedehnten Wald, bevor du das friedliche Dorf Treppeln erreichst.

    Wenn du es auf deiner Wanderung gemütlicher angehen lassen möchtest, dann kannst du die heutige Etappe auch am Wichernsee beenden und im BUND Naturschutzhaus oder im Waldseehotel übernachten. Von dort startest du dann am nächsten Tag mit der Etappe 03B, die dich wieder zurück auf die Tour führt.

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  • Schwer
    05:20
    20,2 km
    3,8 km/h
    170 m
    210 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der dritten Etappe wanderst du über die hügelige Wiesenlandschaft östlich des Schlaubetals. Hier findest du immer wieder Spuren der letzten Eiszeit: Große und kleine Findlinge, die von den Gletschern bis hierher transportiert wurden, liegen immer wieder am Wegesrand. In einer großen Schleife geht es zurück zum Schlaubetal und weiter bis zum Chossewitzer See.

    Du startest deine Tour in Treppeln. Du schlenderst durch das malerische Dorf mit seinen alten Häusern und wanderst dann über weite Wiesen und Felder in Richtung Möbiskruge. Dort geht es durch das kleine Dorf zur beeindruckenden Wehrkirche. Von hier folgst du dem Wanderweg durch dichte, teils unberührte Wälder. Die Gegend um den Klautzkesee wird seit Jahrzehnten nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und hat sich eine besondere Artenvielfalt erhalten.

    Der Wald lichtet sich und nachdem du durch Kieselwitz gewandert bist, kreuzt du an der Kieselwitzer Mühle die Schlaube. Auf bequemen Waldwegen erreichst du schließlich das idyllische Dorf Chossewitz direkt am Chossewitzer See. Dort findest du eine Pension, einen Campingplatz und einen kleinen Bungalowpark, in denen du übernachten kannst.

    Auf der heutigen Etappe findet sich leider keine Einkehrmöglichkeit. Am besten fragst du bei deiner vorherigen Unterkunft an, ob du ein Lunchpaket für die heutige Etappe bekommen kannst.

  • Mittelschwer
    03:47
    14,6 km
    3,9 km/h
    80 m
    100 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die vierte Etappe führt dich durch zwei kleine Flusstäler und entlang mehrerer Seen bis nach Mixdorf. Du befindest dich hier immer noch im Naturpark Schlaubetal und die Wege führen dich durch naturbelassene Mischwälder und entlang uriger Moorlandschaften.

    Du startest deine Tour in Chossewitz und nach einem Blick auf den idyllischen See folgst du dem schmalen Fluss Oelse bis zum Klingeteich. Am Ferienpark Klingemühle vorbei geht es in das bewaldete und von Sumpfgebieten durchzogene Oelsetal. Der Wanderweg folgt grob dem Lauf der Oelse, bis diese in den ausgedehnten Oelsesee mündet.

    Du wanderst am Ostufer des Sees bei traumhafter Aussicht über das ruhige Wasser weiter nach Dammendorf. Nördlich von Dammendorf mündet der Bach Demnitz in den See und der Wanderweg führt dich nun entlang des moorigen Demnitztals weiter Richtung Etappenziel. Alle Abenteurer können auch den nicht vollständig markierten Weg direkt am Westufer der Demnitz entlang laufen. Hier kommst du der urigen Landschaft noch näher, aber du solltest wasserfeste Schuhe tragen.

    Du wanderst am Bach entlang bis hinauf zur Quelle. Hier öffnet sich der Wald und kurz darauf erreichst du dein Etappenziel Mixdorf. Vom Bahnhof aus kannst du mit der Regionalbahn RB 36 zurück nach Müllrose oder gleich nach Hause reisen. Vor dem Zugfenster gleitet die idyllische Landschaft dahin und du genießt zufrieden die Erinnerung an die Ursprünglichkeit des Schlaubetals.

    Auch auf der vierten Etappe findet sich kein Café oder Gasthaus entlang des Weges. Auf deinem Weg finden sich aber zahlreiche Stellen, wo du bei schöner Aussicht dein Lunchpaket unter freiem Himmel genießen kannst.

  • Mittelschwer
    04:40
    17,7 km
    3,8 km/h
    150 m
    160 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wenn du die zweite Etappe verkürzt und am Wichernsee übernachtest, dann kannst du am dritten Tag auf dieser alternativen Tour zurück zur Hauptstrecke wandern.

    Am dritten Tag kannst du dir ein wenig Zeit nehmen, um das Quellgebiet der Schlaube zu erkunden. Danach kannst du bei deiner Wanderung durch die ausgedehnten und naturbelassenen Waldgebiete des Schlaubetals richtig abschalten.

    Du startest deine Tour am Stubbensee und und wanderst am Ufer des Wichernsee bis zum Quellgebiet der Schlaube. Die Schlaube entspringt an zwei Stellen in einer sumpfigen Wiese und fließt dann als schmaler Bach in den Wichernsee.

    Anschließend wanderst du über Waldpfade und Forstwege weiter zum Naturschutzgebiet Klautzkesee. Das ehemalige Jadgebiet von hohen Beamten der Stasi wurde jahrzehntelang nicht forstwirtschaftlich genutzt. Heute kannst du hier besonders urige Wälder und ursprüngliche Waldseen bewundern.

    Über Felder und Wiesen geht es durch Kieselwitz und weiter zur Kieselwitzer Mühle. Hier überquerst du die Schlaube und wanderst durch einsame und friedliche Wälder weiter in Richtung Etappenziel.

    In dem kleinen Dorf Chossewitz hast du gleich mehrere Unterkünfte zur Auswahl. Es gibt eine Pension, einen Zeltplatz und einen kleinen Bungalowpark.

    Auf der heutigen Etappe findet sich leider keine Einkehrmöglichkeit. Am besten fragst du bei deiner vorherigen Unterkunft an, ob du ein Lunchpaket für die heutige Etappe bekommen kannst.

Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    89,9 km
  • Zeit
    23:32 Std
  • Höhenmeter
    690 m