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Tanz auf dem Vulkan – drei Tage Bikepacking Abenteuer am Etna

Martin Donat | lifeCYCLE magazine

Tanz auf dem Vulkan – drei Tage Bikepacking Abenteuer am Etna

Mountainbike-Collection von Martin Donat

3

Touren

17:18 Std

180 km

5 510 m

Sizilianische Sonne, italienischer Flair, azurblaues Mittelmeer und surreale Vulkanlandschaft. Was nach einem aufwändigen Urlaubsprogramm klingt, habe ich in ein intensives Micro-Abenteuer gepackt, das du ganz einfach nachmachen kannst. Drei Tage Bikepacking auf Sizilien. Über ein langes Wochenende fährst du rundherum um Europas höchsten Vulkan, mitten durch die atemberaubende Landschaft des Nationalpark Etna. Ich zeige dir, wie das möglich ist.

Das Zauberwort: Bikepacking
Pack das Allernötigste zusammen, schnall es auf dein Bike und los geht’s. Bikepacking eröffnet dir ungeahnte Möglichkeiten. Denn du bist völlig frei und unabhängig. Du bist nicht darauf angewiesen, Abends wieder in deinem Hotel anzukommen. Fahr, soweit du kannst und bleib, wo es dir gefällt. Ein paar Wechselklamotten, Zahnbürste und Seife, das ein oder andere Ladekabel und ein paar Ersatzteile reichen für ein Wochenende in der Natur. „The Simple life“ – mehr brauchst du nicht zum Glücklichsein.

Material und Trails
Die Straßen und Wege dieser Rundtour werden dich vor keine fahrtechnischen Herausforderungen stellen. Nicht ganz ohne sind hingegen die Anstiege und Distanzen, die dich erwarten. Eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein, damit du drei Tage Biken am Stück auch vollends genießen kannst. Du fährst über Landstraßen oder Wirtschaftswege. Dafür brauchst du kein gefedertes Endurobike. Am besten geeignet ist ein leichtes Cross-Country-Mountainbike oder ein robustes Gravelbike. Damit du dein Gepäck sicher und geschützt verstaut bekommst, machen entsprechende Bikepacking Taschen, wie eine Satteltasche und eine Lenkerrolle Sinn. Ganz wichtig: In den Bergen kann es kalt werden, auch wenn es unten in Catania so gar nicht danach aussieht. Plane das ein: Regenbekleidung und was Warmes zum Überziehen solltest du auf keinen Fall weglassen. Ebenfalls ins Gepäck gehört Notfallwerkzeug und eine ausreichende Anzahl von Ersatzschläuchen. Zwar ist das Vulkangestein, über das du gelegentlich auch fährst, nicht so scharfkantig, wie man es befürchten könnte – dennoch fährst du über lange Strecken fernab der Zivilisation und musst einfach auf den ein oder anderen Platten vorbereitet sein.

Anreise
Dieses Abenteuer beginnt direkt in Catania. Wenn du nicht ohnehin in der Gegend bist, kannst du mit der Bahn anreisen oder fliegen. So ziemlich jeder größere deutsche Flughafen bietet Direktverbindungen hierher an. Falls du für die Reise dein Bike verpackst, kannst du die Tasche oder den Karton hier abgeben: atripical.it/en/luggage-storage-catania. Um zum Ausgangspunkt der Tour zu gelangen, kannst du natürlich dein Fahrrad nehmen. Wenn du dir die Fahrt über die relativ verkehrsreiche Straße von Catania nach Zafferana Etnea und etwas Kraft sparen möchtest, nimmst du den Zug von Catania Hauptbahnhof.

Unterkunft
Eine der günstigsten und oft auch eine der schönsten Möglichkeiten, in Italien zu übernachten, bieten die sogenannten Agriturismi. Grob gesagt steht das für „Urlaub auf dem Land“. Meistens handelt es sich dabei um Landgüter, manchmal auch um Bauernhöfe oder Kloster. In der Regel sind diese Unterkünfte eher abgelegen, oft in wunderschöner Landschaft inmitten von Feldern oder Weinbergen gelegen. Die Zimmer selbst sind meist eher schlicht und rustikal gehalten. Perfekt für alle, die es ruhig, bodenständig, naturverbunden und nicht zuletzt günstig mögen. Für beide Stopps dieses Abenteuers hatte ich Agriturismi genutzt, die optimal zur Route passten. In beiden bekommst du Essen und kannst dein Bike unterstellen, musst dich also um nichts kümmern, außer es vorher zu buchen.

Beste Reisezeit
Das Klima auf der größten Insel des Mittelmeers ist mediterran: Im Sommer ist es heiß und trocken, im Winter ist es mild, aber feucht. Zum Radfahren ist am besten das Frühjahr (März bis Mai) geeignet. Dann ist es noch angenehm kühl, wobei das Thermometer auch schnell mal über 20 Grad steigt. Im Hochsommer ist es oft drückend heiß, zum Radfahren ist das nicht so angenehm. Im Prinzip ebenfalls sehr schön ist es im Oktober und November, allerdings kann es in dieser Jahreszeit zu heftigen Regenfällen kommen, auf die du vorbereitet sein solltest. Egal, wann du die Reise antrittst: Du fährst rund um einen 3.323 Meter hohen Berg. Zwar führt dich diese Route nur auf rund 2.500 Meter Höhe, dennoch kann das Wetter dort oben schnell umschlagen und es kann deutlich kälter sein, als beim Start am Fuße des Berges.

Übrigens: Wenn du noch etwas Zeit dranhängen kannst, lohnt es sich sehr, noch einen Tag in Catania zu verbringen. Die barocke Stadt am Fuß des Etna gilt als eine der schönsten Siziliens. Hier kannst du italienischen Flair atmen, italienischen Lifestyle beobachten und italienische Köstlichkeiten genießen. Catania ist die zweitgrößte Stadt der Insel und definitiv einen Besuch wert.

PS: Ich habe diese Reise gemacht, bevor ich dem Fliegen entsagt habe. Heute würde ich sie anders angehen. Und zwar so: Ich würde mit dem Zug nach Mailand fahren und dort abends in den Nachtzug nach Catania einsteigen. Wenn du genug Zeit hast, kannst du auch einen oder zwei Tage in Mailand verbringen. Klar ist diese Art der Anreise zeitaufwändiger. Nimm dir einfach genug Zeit, entdecke die Gegend, die schönen Städte und schöne Landschaft – dann gerät die lange Anfahrt schnell in den Hintergrund, beziehungsweise wird zum Teil deines Abenteuers.

Auf der Karte

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Touren & Highlights

  • Map data © OpenStreetMap-Mitwirkende
    Schwer
    06:32
    65,2 km
    10,0 km/h
    2 530 m
    2 920 m
    Schwere Gravel-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Vor dir liegen 1.500 knackige Höhenmeter. Heute geht‘s zum ersten Mal hoch auf den Etna. Du beginnst mit der Südseite. Und du tust gut daran, warme Klamotten mitzunehmen, auch wenn es unten noch angenehm warm ist: Vor allem oben in den Bergen kann es empfindlich kalt werden. Packe warme Sachen zum Überziehen ein, dann musst du nicht frieren und kannst …

  • Schwer
    06:40
    76,3 km
    11,5 km/h
    1 680 m
    1 280 m
    Schwere Gravel-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Heute steht relativ viel „Gravel“ auf dem Programm. Vom Agriturismo startend geht es erstmal ein Stück bergauf in die kleine Stadt Santa Maria di Licodia, wo du ein Stück echtes Sizilien atmen kannst: eng, laut, hektisch aber irgendwie gemütlich und herzlich. Wenn dir danach ist, such dir doch am besten ein kleines Café und starte die Tour mit einem leckeren, …

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  • Schwer
    04:06
    38,9 km
    9,5 km/h
    1 300 m
    1 300 m
    Schwere Gravel-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    So kann ein Tag beginnen! In einem wunderbaren italienischen Land-Anwesen umringt von Weinbergen fällt es nicht schwer, Urlaubsfeeling zu spüren.

    Die Tour beginnt mit einem rund 1.000 Höhenmeter langen Anstieg an der Ostseite des Etna hinauf. Hier ist es ganz anders, als im Norden und Süden. Du fährst hauptsächlich durch Wald, aber immer wieder öffnet er sich, lässt die Sonne …

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Fragen und Kommentare

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Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    180 km
  • Zeit
    17:18 Std
  • Höhenmeter
    5 510 m

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