NATOUR-GUIDE – lebendige Flüsse erleben

Unsere heimischen Flusslandschaften bieten naturnahe und naturschonende Erholung. Entdecke die Schönheit unserer Flusslandschaften und entspanne dich vom Alltag. Denn Flusswanderungen bieten etwas in Reinkultur, was der Wanderer liebt: Abwechslung! Du kannst direkt am Flussufer oder in den Wäldern und Weinbergen oberhalb des Flusses gehen. Du kannst durch Auenlandschaften spazieren oder an Flusspromenaden in Städten flanieren. Genau diese Abwechslung spiegeln die Wege in dieser Collection wider.

„Lebendige Flüsse“ mit natürlichen Ufern und Auen schaffen Lebensraum für Tausende Tiere und Pflanzen. Sie sind ein Hotspot der Artenvielfalt und bieten natürlichen Hochwasserschutz, denn in (renaturierten) Auen darf sich der Fluss bei Hochwasser ausbreiten.

KYOCERA Document Solutions pflegt seit über 30 Jahren eine enge Partnerschaft mit der Deutschen Umwelthilfe. Eine besondere Rolle spielt dabei das gemeinsame Engagement im Netzwerk „Lebendige Flüsse“. Das Netzwerk ist eine Initiative für den Fließgewässerschutz und die Renaturierung von Flusslandschaften in Deutschland. Das Projekt „Lebendige Flüsse“ hat in den vergangenen Jahren faszinierende Naturlandschaften entstehen lassen und die Artenvielfalt sowie den Hochwasserschutz verbessert.

Auf dich wartet Genuß pur inmitten dieser wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaft sowie herrliche Wanderwege und nicht zuletzt die Freiheit und Erholung, die dir die Umgebung dieser lebendigen Flusslandschaften bietet.

Auf der Karte

Die Touren

  • Mittelschwer
    02:26
    9,66 km
    4,0 km/h
    20 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Das 14,5 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet ist Deutschlands größte Hochmoorfläche und Teil des Naturparks Flusslandschaft Peenetal. Es liegt südlich der Peenemündung direkt an der Westküste des Stettiner Haffs. Wo damals Torfabbau große Teile des Hochmoores zerstörte, kann man nach Jahren der Wiedervernässung eine einzigartige Moorlandschaft aus nächster Nähe erleben. Hier gibt es zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken, spektakulär ist die Kranichrast im Frühjahr und Herbst.

    Im 19. Jahrhundert erkannte die Anklamer Bevölkerung die Eignung des Hochmoores im heutigen Stadtbruch für land- und forstwirtschaftliche Nutzungen sowie für die Torfgewinnung. Die Moore wurden durch Gräben stark entwässert, was zu einer Sackung des Moorkörpers führte. Der Torfabbau erfolgte bis 1945 und führte zur Halbierung der ursprünglichen 500 Hektar Hochmoorfläche. Viele der Gräben sind heute im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen wieder geschlossen und das Hochwasser von 1995 aus Richtung des Stettiner Haffs sorgte für eine natürliche Wiedervernässung. Den überwiegenden Teil des Schutzgebietes bestocken Bruchwälder, in den ausgetorften Bereichen wachsen Moorwälder mit Torfmoosen, Schnabelseggen und Birken. Auf dem Weg können Königsfarn, Gagelstrauch und Gilbweiderich bestaunt werden. 100 Brutvogelarten kommen im Gebiet vor, darunter Seeadler, Habicht, Wespenbussard, Kranich und Wendehals. Fischotter und Biber sind im Gebiet heimisch.

    Festes Schuhwerk ist im Moor generell zu empfehlen. In regenreicher Zeit sind Teile der Strecke (letztes Drittel) nur mit Gummistiefeln begehbar.

  • Leicht
    01:04
    4,22 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Der Nationalpark Unteres Odertal ist Deutschlands einziger Auen-Nationalpark. Als Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 gibt es hier kleine und große Naturschätze zu entdecken. Davon hat sich auch schon Wanderexperte Manuel Andrack persönlich überzeugt.

    Auf dem Wasser, zu Fuß oder per Rad: Der Auenpfad macht die einzigartige Landschaft der Polderwiesen in der Flussaue des Nationalparks Unteres Odertal südlich von Schwedt erlebbar. Über ein verzweigtes Wegenetz können die Besucher des Nationalparks Unteres Odertal das Schutzgebiet aus nächster Nähe erleben. Neben den verschiedenen Rundwegen durch das Schutzgebiet führen auch mehrere Erlebnis- pfade in die Auen- und Polderlandschaft. Diese warten mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt auf: Der Wasser- und Nährstoffreichtum des Unteren Odertals bietet ideale Lebensbedingungen. In Ufernähe wachsen hier auffällig große und blütenreiche Pflanzen, zu denen die Sumpf-Schwertlilie oder der Gewöhnliche Blutweiderich gehören.

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  • Schwer
    05:13
    20,2 km
    3,9 km/h
    110 m
    110 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Ilmenau wird durch Grünland dominiert, das von Solitärbäumen und Baumreihen sowie eingestreuten Sümpfen und kleinen Erlenau- und Bruchwäldern durchsetzt ist. Bei der Wanderung werden verschiedene Nebengewässer wie der Dieksbach, der Hasenburger Mühlenbach und der Göxer Bach überquert.

    Die Strecke ist vollständig auch mit dem Rad zu befahren (Ilmenau-Radweg von Bad Bodenteich bis Winsen), auch Kanutouren sind möglich. Bahnhöfe gibt es in Bienenbüttel und Lüneburg – unterwegs hast du Anbindung an den Busverkehr. Am Wegesrand und an Schutzhütten stehen 31 Naturinfotafeln (erarbeitet vom SCHUBZ Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Lebendige Ilmenau). Alle Informationstafeln wurden vertont, durch zusätzliche Hörspiele ergänzt und im Internet zum Herunterladen bereitgestellt. So lässt sich schon daheim ein Eindruck von den Schönheiten entlang des Ilmenau-Radweges gewinnen oder du nutzt die Audio-Podcasts gemeinsam mit den GPS-Daten des Weges als elektronischen Reiseführer.

  • Leicht
    01:56
    7,63 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Landgraben-Dumme-Niederung ist eine sehr abwechslungsreiche Wanderung durch zwei Naturschutzgebiete – das Naturschutzgebiet Obere Dummeniederung mit seinem ausgedehnten Feuchtgrünland und das Naturschutzgebiet Gain mit artenreichen Wäldern und Niederungsbereichen. Stillgewässer, Fließgewässer, kleinteilige ausgedehnte Wiesenlandschaft und kleinteilige Äcker mit Schilfflächen wechseln sich mit einem Feuchtwald, dem historischen Jiggel (Rundling mit Wassermühle und Furt) und einem Beobachtungsturm mit Amphibienstation an Flachgewässern ab.

    Festes Schuhwerk ist zu empfehlen. In regenreicher Zeit sind Teile der Strecke nur mit Gummistiefeln begehbar. Nächster Bahnhof ist in Schnega (6,4 Kilometer entfernt).

  • Mittelschwer
    02:14
    8,82 km
    4,0 km/h
    20 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Insbesondere durch die Überbauung der Hase in den 1960er und 1970er Jahren wurde nicht nur der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen zerstört, sondern auch Lebens- und Erlebnisraum für die Osnabrücker Bevölkerung. Das änderte sich durch das Projekt „Lebendige Hase“, dem auch schon Wander-Experte Manuel Andrack mit dieser Tour auf den Grund ging.

    Die Hase, der Osnabrücker Stadtfluss, ist für das niedersächsische Oberzentrum eine wertvolle Naturressource. Das Gewässer, das Osnabrück auf einer Länge von 17 Kilometern durchfließt, ist der einzige natürliche Lebensraum, der sich geschlossen durch das ganze Stadtgebiet zieht. Als Vernetzungselement hat der Fluss damit eine besonders große Bedeutung für das Ökosystem Stadt – der Fluss ist die Schnittstelle, die sämtliche Wasserläufe und damit die Lebensräume aller im und am Gewässer lebenden Organismen in Osnabrück miteinander verbindet.

    Nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern auch für die Menschen in Osnabrück ist die Hase ein wertvolles Naturareal.

  • Leicht
    01:10
    4,56 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    An der mittleren Elbe in Sachsen-Anhalt hat eine struktur- und artenreiche Auenlandschaft die Zeiten überdauert und die größten zusammenhängenden Hartholzauwälder Mitteleuropas konnten erhalten werden.

    Am Roßlauer Oberluch hat das Land Sachsen-Anhalt 2005 das erste großflächige Auenrenaturierungsprojekt mit Deichrückverlegung realisiert: Ein neuer 930 Meter langer Deich wurde an den Altdeich angeschlossen, die Deichlinie um zwei Drittel gekürzt und der Altdeich an drei Stellen auf einer Länge von 300 Meter geschlitzt. Hierdurch hat die Elbe 140 Hektar Überflutungsauen zurückerhalten. Etwa 3,6 Millionen Kubikmeter sogenannter Retentionsraum sind entstanden.
    Mehrere zeitweilig wasserführende Flutrinnen und ganzjährige wasserführende Biotope durchziehen das Gebiet, in denen heute neben vielen anderen Tier- und Pflanzenarten auch Elbebiber, Schwarzstörche, Kraniche und Rotbauchunken wieder einen Lebensraum finden.

    Die Strecke ist auch mit dem Rad zu befahren. Achtung: Bei Hochwasser sind Teile des Auen- pfades Außerdeichs nicht begehbar! Rastplätze sind nicht vorhanden, man findet aber andere Sitzmöglichkeiten. Mehr als 30 Text- und Bildtafeln liefern interessante Hintergründe zum Blick in die Natur, Wegmarkierungen und Übersichtskarten erleichtern die Orientierung.

  • Leicht
    01:09
    4,56 km
    3,9 km/h
    10 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Seit dem Jahr 2003 wurden an der Lippe in Lippstadt zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt und umgesetzt. Das Resultat: In unmittelbarer Nähe zu Wohnsiedlungen, Gewerbegebieten und Kulturdenkmälern gibt es eine eindrucksvolle Flusslandschaft zu bestaunen.

    Wo sich Störche und Rinder gute Nacht sagen: Diese Wanderung kann nach Belieben nach Westen entlang der Lippe verlängert werden. Diverse Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein und geben die Möglichkeit, sich von den Entwicklungen der Renaturierungsmaßnahmen und vom vielfältigen Lebensraum der Lippeaue zu überzeugen. Hier lohnt es, ein Fernglas dabeizuhaben. Am Aussichtspunkt „Pastorat“ kann man einen der vielen Weißstorchenhorste in der Region sehen – und mit etwas Glück auch das entsprechende Brutpaar. 2007 gab es die Rückkehr der Weißstörche, nachdem sie 1994 das letzte Mal in diesem Gebiet gesehen wurden. Aktuell gibt es zwölf Brutpaare im Kreis Soest – ein voller Erfolg. Am Aussichtspunkt „Anglerweg“ kann man Konikpferde und Taurusrinder beobachten. Auch der Biber ist wieder in das Gebiet zurückgekehrt.

    Das renaturierte Auenland entlang der Lippe lädt neben dem Wandern besonders zum Radfahren ein. Größere Strecken kann man wunderbar mit dem Fahrrad über den „Auenland“-Radweg erkunden. Da dieser asphaltiert ist, kann der gesamte Weg auch mit einem Rollstuhl befahren werden.

  • Mittelschwer
    01:50
    6,95 km
    3,8 km/h
    60 m
    60 m
    Mittelschwere Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Seit dem Jahr 2003 wurden in Arnsberg zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt und umgesetzt. Das Resultat: In unmittelbarer Nähe zu Wohnsiedlungen, Gewerbegebieten und Kulturdenkmälern gibt es eine eindrucksvolle Flusslandschaft zu bestaunen.

    Zwischen Fachwerk und Flusslandschaft: Trotz der innerstädtischen Lage konnten in Arnsberg sehr weitreichende Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dadurch wurde nicht nur der Hochwasserschutz verbessert. Inmitten der Stadt ist eine wilde Flusslandschaft entstanden, durch die die Attraktivität der Ruhr auch für die Bürger gesteigert werden konnte. Dazu setzen die Projektverantwortlichen auf einen engen Austausch mit den Arnsbergern, die zum Teil selbst einzelne Maßnahmen realisierten. So hat sich die Ruhr, die sich bis dahin vorrangig bei Hochwasser ins Gedächtnis der Bürger rief, zu einem attraktiven, stadtnahen Naherholungsgebiet entwickelt, die eine Reise wert ist.

    Die Strecke dieser Wanderung ist größtenteils behindertengerecht, allerdings führt der Weg teilweise auch über lose Flusskiesel. Es ist aber problemlos möglich, auf den angrenzenden Ruhrradweg auszuweichen.

  • Mittelschwer
    01:52
    7,38 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Mittelschwere Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Urdenbacher Kämpe im Süden Düsseldorfs bietet Wanderern eine Naturlandschaft, die man unweit einer der größten Metropolen NRWs so nicht vermuten würde. So führt die Wanderung entlang des Düsseldorfer Altrheins durch eine atemberaubende Auenlandschaft, in der nicht nur Vogelfreunde auf ihre Kosten kommen.

    In den 1950er Jahren wurden im Bereich des Altrheins ein Sommerdeich sowie zwei Entwässerungsgräben angelegt. Ziel war es, die angrenzenden Wiesen vor Sommerhochwasser zu schützen. Der Altrhein büßte dadurch jedoch seinen ökologischen Wert ein. Im Jahr 2014 wurde der Sommerdeich an zwei Stellen geöffnet, so dass der Altrhein sich wieder einen natürlichen Verlauf suchen konnte. Auf diese Weise entstand eine Auenlandschaft mit einer besonders artenreichen Flora und Fauna, die sich entlang der Wanderung erleben lässt. Alleine die Artenvielfalt im Wasser hat sich innerhalb kürzester Zeit verzehnfacht. Es lohnt sich daher ein Fernglas oder eine Kamera mitzunehmen, um die Tier- und Pflanzenwelt der Urdenbacher Kämpe zu genießen.

    Bei Hochwasser könnten Teile der Strecke nicht begehbar sein. Wegen der regelmäßigen Überflutung durch Hochwasser können Wege schlammig sein, daher ist festes Schuhwerk zu empfehlen.

  • Mittelschwer
    03:32
    13,3 km
    3,8 km/h
    150 m
    70 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Werra ist eines der wichtigsten Fließgewässer im Freistaat Thüringen. Dabei wurde sie vielerorts durch salzige Abwässer der Kaliindustrie, durch Stauanlagen sowie Uferbefestigungen und -begradigungen stark beeinträchtigt. Im Rahmen des Projekts „Lebendige Flüsse“ hat sich hier viel getan. Davon kannst du dir – wie auch schon Wander-Experte Manuel Andrack – ein Bild machen: Zu Land, aber auch zu Wasser.

    Mit einer Länge von 298 Kilometern ist die Werra einer der Hauptflüsse Thüringens. Er war lange Zeit Lebensader im wahrsten Sinne des Wortes, denn er lieferte Trinkwasser und Fisch für die Ernährung. Im Fluss wurde gebadet und gewaschen. Später trieb er die zahlreichen Mühlen an und Holzflöße aus dem Thüringer Wald wurden bis zum Meer transportiert. Bis ins 18. Jahrhundert hinein zogen sogar Lachse vom Meer kommend die klaren Bäche am Oberlauf des Flusses zum Laichen hinauf. Durch die zunehmende Industrialisierung jedoch wurde der Fluss stark beeinflusst, sodass die Wasserqualität abnahm. Im Rahmen des Projekts „Lebendige Flüsse“ arbeitet der BUND, der NABU und die DUH seit dem Jahr 2000 daran, die noch intakten Lebensräume zu schützen, Verständnis bei den Menschen zu entwickeln und weitere Verbesserungen anzuschieben.

    Wenn du möchtest, kannst du einen Teil der Strecke per Kanu auf der Werra erleben: Es gibt einen Kanuverleih in Meiningen, der Einstieg ist auf der Straße „Am Bielstein“. Bei der Strecke handelt es sich nicht um einen Rundweg. Es ist aber möglich, von Wasungen mit der Bahn zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Die Fahrt dauert circa zehn Minuten.

  • Mittelschwer
    02:23
    8,53 km
    3,6 km/h
    170 m
    170 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    In Thüringen, dem grünen Herzen Deutschlands, liegt das Saaletal. Es wird von Burgen bewacht und von ausgedehnten Wäldern gesäumt. Hier haben die Bürgerinnen und Bürger von Uhlstädt-Kirchhasel einem Naturlehrpfad neues Leben eingehaucht. Er führt durch den Hangwald an alten Höhlenbäumen vorbei zur Kirchruine Töpfersdorf. Der abzweigende Wildnisweg bringt trittsichere Wanderer auf geführten Touren ans wilde Saaleufer.

    Manchmal kommt in den Saalleiten ein Stück Hang ins Rutschen. Die Saale baut aus den umgestürzten Bäumen und dem Lockermaterial Inseln, neue Biotope entstehen. Die Strömung wird umgelenkt und schafft am gegenüberliegenden Ufer jene Abbruchkanten, die der Eisvogel zum Brüten benötigt. Diese Prozesse lassen sich vom Wanderweg aus gut beobachten. Wilde Ufer bieten Lebens- und Rückzugsraum inmitten der Kulturlandschaft. Auch der Fischotter profitiert davon.

    Der „Entdeckerpfad Saalleiten“ ist gut begehbar, größtenteils auch mit Kinderwagen. Für den Besuch der Aue und des naturnahen Saaleufers gilt „Betreten auf eigene Gefahr“, ein Führer des Natur und Umwelt Saalleiten e.V. wird empfohlen. Auch Schlauchboottouren sind möglich.

  • Leicht
    01:13
    4,18 km
    3,4 km/h
    110 m
    110 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Im unteren Nahetal im Landkreis Bad Kreuznach liegt der wichtigste Reptilien-Hotspot unseres Landes. Neben vier Eidechsenarten und der Blindschleiche kommen hier alle (!) ungiftigen Schlangenarten Deutschlands vor.

    Die Strecke ist insbesondere für Reptilienfreunde interessant. Wer aber keine Nattern auf der Wanderung findet, kann diese sehr gut in der naheliegenden Naturstation Lebendige Nahe in Bad Münster beobachten (naturstation.org). Die Region bietet aber nicht nur Schlangen-Fans eine Vielzahl von attraktiven Ausflugszielen entlang des „Lebendige Nahe“ Weges. Wanderungen sind auf verschiedenen Strecken möglich, so zum Beispiel auf dem Nahe-Weinwanderweg, dem neuen Hildegard-Weg sowie im Wegenetz des Naturparks Soonwald-Nahe. Mehrmals an den Strecken gibt es Lehrpfade, eine durchgehend gute Beschilderung sowie ein optimales Kartenangebot.

    Vorsicht bei Radtouren morgens, damit die sich auf den Wegen aufwärmenden Kriechtiere (zum Beispiel Reptilien) nicht überfahren werden.

  • Schwer
    04:34
    13,0 km
    2,8 km/h
    600 m
    670 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Das Renaturierungsprojekt am Neckar startete bereits im Jahr 1998 und war eines der ersten im Netzwerk „Lebendige Flüsse“. Um den Neckar zu erkunden, begab sich auch schon Wander-Experte Manuel Andrack nicht nur in schwindelnde Höhen, sondern auch an die konditionelle Leistungsgrenze.

    Der Neckar ist der einzige große Fluss Baden-Württembergs, der von der Quelle bis zur Mündung fast nur durch dieses Bundesland fließt. Mit der Aktion „Lebendiger Neckar“ wollen die Deutsche Umwelthilfe, der Bund für Umwelt und Naturschutz und der Naturschutzbund den Neckar von seiner Quelle bis zur Mündung in einen naturnäheren Zustand versetzen. In der Region Stuttgart wird bereits seit Jahren die Idee eines Landschaftsparks verfolgt. Biotopverbundmaßnahmen oder Angebote für sanften Tourismus wie zum Beispiel neue Wander- oder Radfahrwege erhalten hiermit eine neue Chance.

    Diese Wanderung führt über den Königstuhl, sodass eine entsprechende Kondition vonnöten ist.

  • Leicht
    01:57
    7,65 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Bei Deggendorf, am Rande des Bayerischen Waldes, fließt die Isar in die Donau. Im Mündungsbereich hat sich eine einzigartige Auenlandschaft erhalten. Begib dich auf die Spuren von Wander Experte Manuel Andrack, der sich hier auch schon umgesehen hat.

    Eine einzigartige Auenlandschaft gestaltete die Isar auf den letzten acht Kilometern bis zu ihrer Mündung in die Donau bei Deggendorf. Durch ihre unterschiedlichen Strukturen und Standorte bietet die Aue eine Heimat für rund 100 bedrohte und besonders gefährdete Pflanzen, rund 30 Feuchtgebietsvogelarten, zahlreiche Insekten sowie Fisch- und Amphibienarten.

    An der Isarmündung treffen sich flora- und faunatechnisch die Alpen, die niederbayerische Donauniederung und kurioserweise in gewisser Weise auch letzte Ausläufer der ungarischen Tiefebene. Jodeln vermengt sich mit Wiener Schmäh und der Puszta. Eine faszinierende Mischung!

  • Schwer
    06:16
    23,0 km
    3,7 km/h
    110 m
    770 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Murgtalpfad ist von der Quelle bis zur Mündung 20 Kilometer lang. Auch wenn es sich lohnt, die gesamte Strecke zu wandern, lässt sich diese Tour in mehrere Etappen einteilen.

    Lebendige Flüsse und kleine Wasserkraft werden hier in einzigartiger Weise erlebbar. Geschichtlich und technisch, kulturhistorisch und gewässerökologisch. Ein Wuhren genanntes Kanalsystem, mit dem die Bauern bereits im 13. Jahrhundert ihre Wiesen vom Schnee befreit haben und das Webern frühe Wasserkraftnutzung ermöglichte. Frühe Eisenhämmer, Ölmühlen und Sägewerke wurden so angetrieben. Bis heute ist das kilometerlange System intakt. Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für das 1908 erbaute Wasserkraftwerk, wenige Meter bachaufwärts vom Energiemuseum im Wald gelegen. Hier wird der Murg auch Wasser entnommen, das in die modernen Kavernenkraftwerke der Schluchseewerke abgeleitet wird. Sieben Jahrhunderte Wasserkraftnutzung auf wenigen Metern Länge der Murg.

    Die circa elf Kilometer lange Strecke von Hottingen bis nach Murg ist gut ausgebaut und mit dem Fahrrad oder Rollstuhl machbar.

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