Alpencross im Wochenend-Format – 3 Tage im Rätikon

Mountainbike-Collection von
komoot

Ein Alpencross ist eine Challenge, die auf der To-Do Liste vieler Mountainbiker steht. Doch dieser Challenge stellst du nicht einfach so. Sie erfordert eine gute Portion Fitness, etwas Zeit und eine gute Vorbereitung. Aber bist du auch wirklich bereit für das Abenteuer? Mit dieser 3-Tages-Tour durchs Rätikon kannst du es herausfinden. Wir haben dir hier eine Art Alpcross-Schnupperkurs zusammen gestellt. Eine komprimierte Runde von St. Anton am Arlberg in die Schweiz und zurück. Du entdeckst alpine Pässe, fordernde Anstiege, atemberaubende Ausblicke und Übernachtungen in Hütten direkt in der idyllischen Bergwelt. Kurzum: Du bekommst das Abenteuer eines Alpencross komprimiert in zwei bis drei Tage.

Tour-Charakteristik
Von Tag zu Tag steigert sich der Anspruch dieser Tour etwas. Du beginnst am Freitag mit einem „Warmup“ rauf zur ersten Unterkunft der Tour, der Heilbronner Hütte. Die Distanz ist überschaubar, die Wege gut fahrbar. Am zweiten Tag stehen immerhin 44 Kilometer auf dem Programm und deutlich mehr Höhenmeter. Außerdem erwarten dich hier und da steile, verblockte Passagen, auf denen du möglicherweise dein Bike schieben oder tragen musst. Tag drei ist dann eine echte Alpencross-Herausforderung. Diese Etappe ist lang, hat viele Höhemeter und übers Schweizer Tor eine längere Tragepassage. Dafür wirst du aber mit absolut atemberaubender hochalpiner Alpenlandschaft und Ausblicken vom Feinsten belohnt. Für den Fall, dass dir die dritte Etappe zu heftig ist, haben wir noch eine deutlich leichtere Alternative für den dritten Tag ausgearbeitet.

Material
Straffe Allmountain-/Tourenfullys und Endurobikes sind bestens für diese Tour geeignet – natürlich geht’s auch mit dem Hardtail, wenn du es gewöhnt bist. Auf den Abfahrten freust du dich natürlich über ein softes Fahrwerk, bergauf kann es nicht schaden, wenn du die Federung etwas straffer einstellen kannst, zum Beispiel über eine Lockout Funktion. Da du in hochalpinem Gelände unterwegs bist, solltest du in jedem Fall ausreichend Ersatzteile, Bekleidung für einen Wetterumschwung, ein Erste-Hilfe-Kit, genügend Verpflegung und eventuell eine Powerbank für Navi und Smartphone dabei haben. Eine gute Idee ist es auch, einem Kontakt daheim einen „Livetracking-Link“ zu geben (die meisten GPS Computer beziehungsweise Smartphones können das) – Safety first!

Unterkunft
Für die Übernachtung haben wir dir zwei herrlich gelegene Berghütten vorgeschlagen. Die Infos dazu findest du in den Highlights der Etappen. Grundsätzlich macht es Sinn, die Übernachtungen im Voraus zu buchen, damit du unterwegs keine bösen Überraschungen erlebst.

Mit ein bisschen Vorbereitung bist du nun bestens gerüstet für deinen Alpencross-light! Wir sind uns sicher, dass du ein paar atemberaubende, unvergessliche Tage erleben wirst und wünschen dir viel Spaß dabei.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    02:57
    20,1 km
    6,8 km/h
    1 020 m
    20 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Die erste Etappe deines Alpen-Abenteuers ist genau richtig, um aus dem Alltag raus und ins Urlaubsfeeling rein zu kommen. Die Distanz ist überschaubar, die Anzahl der Höhenmeter sorgt trotzdem dafür, dass du danach warm bist.

    Los geht’s im Ausgangsort St. Anton am Arlberg. Noch einmal das Gepäck gecheckt: Hast du alles dabei? Wenn nicht, solltest du noch einmal die Gelegenheit nutzen, denn am Berg gibt es keine Supermärkte. Wenn du startbereit bist, kann der Mini-Alpencross beginnen. Raus aus St. Anton, schon wartet das erste Highlight auf dich. Der Verwallsee gibt dir einen ersten Eindruck von der wunderschönen Alpenwelt.

    Die Auffahrt zum ersten Etappenziel ist richtig was zum Genießen. Auf der einen Seite plätschert der Bergbach, auf der anderen Seite geht es steil bergauf. Und egal wo du hinschaust, ist das Alpenpanorama postkartenreif. Etwa auf halber Distanz bietet sich die Konstanzer Hütte für eine kurze Rast an. Noch einmal durchatmen für den Endspurt.

    Dieser hat es in sich. Während der größte Teil des Anstieges bisher easy zu fahren war, wird es jetzt kurz mal etwas anspruchsvoller. Eine kleine Vorschau auf die raue Bergwelt, die dich in den nächsten beiden Tagen erwartet. Wenn du schieben musst, ist das keine Schande, sondern eher die Chance, die tolle Aussicht endlich mal in Ruhe zu genießen. Und dann hast du es auch schon geschafft: Willkommen in der Heilbronner Hütte, deinem Nachtlager.

    Tipp:
    Beachte die Betriebszeiten der Hütte. Sie ist in der Regel von Juni bis September geöffnet. Da sie recht gut besucht ist, solltest du reservieren. Unter der Woche ist es hier deutlich ruhiger.

  • Schwer
    05:46
    44,0 km
    7,6 km/h
    1 950 m
    2 460 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Tag zwei startet mit einer so schönen Aussicht, dass du kurz mal darüber nachdenken wirst, einfach hier zu bleiben. Verständlich, aber unnötig: Das wunderbare Alpenpanorama wird dich noch zwei Tage lang begleiten. Also, los geht’s. Heute wartet eine kleine Herausforderung auf dich!

    Zum Frühstück gibt’s eine schöne Abfahrt, gefolgt von einem kurzen aber knackigen Serpentinen-Anstieg. Danach bist du warm und bereit für das erste Tageshighlight: Die schier endlose Abfahrt durchs wunderschöne Valschavieltal, das dich auf einem Schotterweg am Ufer des Ill ausspuckt, dem du entspannt bis nach St. Gallenkirchen folgst. Bis hierher ist die Tour ein wahrer Genuss. Das bleibt sie auch, allerdings kommt nun die eigentliche Herausforderung: Der Anstieg zum Antönierjoch – heute geht es rauf auf fast 2.500 Meer.

    Am besten planst du in St. Gallenkirchen eine Pause ein, damit du frisch gestärkt ans Werk gehen kannst. Dann geht es parallel zum Suggadinbach und der Gargellner Straße langsam aber sich immer höher. Next Stop: Gargellen, das höchstgelegene Bergdorf des Montafon. Wenn du dich für den Endspurt stärken möchtest, Gargellen bietet die perfekte Kulisse. Ruhe und Natur treffen hier auf die Gastfreundschaft der Gastgeber – ein schöner Ort für eine Pause.

    Nun folgt der fordernste Part des Tages. Über tolle Trails gelangst du immer höher in die hochalpine Bergwelt. Wunderschön auf der einen Seite, durchaus anspruchsvoll auf der anderen. Geh die Sache in Ruhe an, genieße die Natur und die Anstrengung und geht auf Nummer sicher, denn die Bergwelt ist schön, aber auch rau. Und freu dich schonmal auf die heutige Unterkunft. Die Aussicht vom Berghaus Sulzfluh ist atemberaubend und wenn du willst, kannst du sie aus dem „Hot Tub“ heraus genießen!

    Tipps
    Buche die Unterkunft rechtzeitig. Nichts ist stressiger, als wenn du unterwegs nicht sicher sein kannst, dass mit der Übernachtung alles klar geht. Wenn dir der Anstieg insgesamt zu heftig ist, kannst du in Gargellen die Schafbergbahn nehmen, die dir rund 700 Höhenmeter erspart.

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  • Schwer
    08:43
    80,1 km
    9,2 km/h
    2 810 m
    3 290 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Tag drei startet, wie es idyllischer kaum geht: Vom Berggasthof aus wirst du direkt vom Alpenpanorama begrüßt. Der Berg ruft und du solltest dem Ruf folgen. Denn heute steht eine ganz schöne Challenge auf dem Programm. Es warten 80 Kilometer Fahrt auf dich und du bist in hochalpinem Gelände unterwegs, die Luft hier oben ist spürbar dünn. Dazu gehört auch mal schieben, tragen und pausieren. Die Strecke ist fordernd, doch das Erlebnis ist einzigartig.

    Absolutes Highlight der Tour ist das „Schweizer Tor“, der Übergang zwischen Schweiz und Österreich. Nach dessen Überschreiten öffnet sich ein weiter Blick in die Bergwelt, der dich faszinieren wird. Zeit für eine Pause. Bis hierher hast du schon eine Menge geschafft. Der Aufstieg kann als Mountainbike-Climbing bezeichnet werden. Das Bike kurz vom Schweizer Tor zu schultern, ist unumgänglich, darüber solltest du dir im Klaren sein. So schön es hier ist, so klar müssen wir sagen, dass diese Passage nur für Fahrer geeignet ist, die sich das Schultern des Bikes auf engen, steilen Trails zutrauen. Wenn dir das zu heftig erscheint, schau dir unsere entschärfte dritte Etappe dieses Alpen-Abenteuers an.

    Es folgt eine wunderbare, teils technische Abfahrt runter zum Alpengasthof Rellstal, wo du dich erfrischen kannst, bevor nochmal eine fordernde Passage über einen Wanderweg folgt. Danach ist aber erstmal Genuss pur angesagt. Mehr als zehn Kilometer und 1.200 Höhenmeter Abfahrt runter nach Vandans, der satte Lohn für jeden erklommenen Meter.

    Nun hast du etwa die Hälfte geschafft und den forderndsten Teil der Tour hinter dir gelassen. Zwar geht es nun nochmal rauf aufs Silbertaler Winterjöchle, die Trails und Wege sind aber deutlich entspannter und gut fahrbar.

    Tipp:
    Wenn dir die Etappe zu lang ist, kannst du von Vandans aus mit der Bahn zurück nach St. Anton fahren. Alternativ kannst du auch das Schweizer Tor aus der Route raus nehmen. Es gibt auch einfachere Wege runter nach Vandans, wie unsere alternative Etappe „E03b“.

  • Schwer
    08:27
    64,7 km
    7,7 km/h
    2 750 m
    3 230 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Der Plan B, falls unsere E03 etwas zu fordernd ist. Diese Tour ist kürzer und beinhaltet gleich zwei Optionen, um Kraft zu sparen.

    In St. Gallenkirch kannst du dir satte 1.160 Höhenmeter sparen, indem du die Grasjochbahn nimmst und dir den Uphill über die Straße zur Grasjoch Hütte sparst.

    Noch schneller bist du zurück, wenn du in St. Gallenkirch in Richtung Schruns fährst. Von dort aus besteht eine Zugverbindung nach St. Anton am Arlberg, mit der du ruckzuck wieder zurück am Ausgangspunkt der Rätikon-Runde bist.

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