Der Kerry Way – in 9 Etappen über Irlands Berge

Wander-Collection von
komoot

Entlang der zerklüfteten Atlantikküste erheben sich im County Kerry die höchsten Berge Irlands. Die einsamen Landschaften sind geprägt von grünen Hügeln und kargen Bergen, von steilen Küsten und sanften Stränden. Die Küstenlinie besteht aus Buchten, Halbinseln und Inseln. Auf der Iveragh-Halbinsel, der größten Halbinsel von Kerry, findest du nicht nur die höchsten Gipfel Irlands, sondern auch einen der schönsten Fernwanderwege Europas – den Kerry Way.

Der Kerry Way führt dich in neun Tagesetappen einmal rund um die Iveragh-Halbinsel herum. Die Wanderung beginnt in der rauen Natur des Killarney Nationalparks. Von dort aus wanderst du über Schafweiden, durch Moore und über Gebirgspässe. Der Kerry Way verläuft dabei auf schmalen Straßen, Feldwegen und naturbelassenen Bergpfaden. Auf deiner neuntägigen Wanderung hast du die Chance, die landschaftliche Vielfalt der gesamten Halbinsel zu entdecken. Zwischen den einzelnen Etappen liegen kleine irische Dörfer und Städtchen, wo du gemütliche B&Bs mit herzlichen Gastgebern findest. Wenn du nach deiner Wanderung wieder zufrieden in Killarney eintriffst, hast du über 220 Kilometer zurückgelegt und dabei rund 4.000 Höhenmeter überwunden.

Der Kerry Way ist hervorragend beschildert und gut ausgebaut. Die Wanderung erfordert keine besonderen Kenntnisse und somit ist sie auch für konditionsstarke Anfänger gut geeignet. Trotzdem erwarten dich rustikale Wege, die vor allem nach den häufigen Regenfällen morastig und feucht sein können. Dank des milden Klimas kannst du die Fernwanderung das ganze Jahr über planen. Besonders schön ist es im Frühling und im Herbst, wenn weniger Touristen in Irland unterwegs sind.

Zusätzlich zum Kerry Way habe wir dir noch die fordernste Bergtour in Irland herausgesucht. Vom Lough Acoose aus kannst du in einer 10-stündigen Wanderung über den Coomloughra-Horseshoe-Trail zum Gipfel des Carrantouhill, dem höchsten Berg Irlands, aufsteigen. Diese Bergtour ist kein Teil des offiziellen Kerry Ways und nur etwas für erfahrene und ausdauernde Bergwanderer. Der Weg zum Gipfel verläuft über schmale Gratpassagen und teilweise unwegsames Gelände. Wenn dir das zu abenteuerlich ist, dann schau dir den Carrantouhill einfach in Ruhe von unten an.

Aufgrund des wechselhaften Wetters benötigst du in jedem Fall eine gute Ausrüstung. Regenkleidung, Regenhülle für den Rucksack und knöchelhohe, rutschfeste Wanderstiefel sind in jedem Fall Pflicht. Außerdem solltest du alle Unterkünfte vorab reservieren, denn in manchen Dörfern gibt es nur sehr wenig Auswahl. So können selbst in der Nebensaison alle Zimmer ausgebucht sein.

Von Frankfurt Hahn und von Düsseldorf fliegt Ryanair direkt zum Regionalflughafen Kerry. Von dort kommst du problemlos mit dem Linienbus bis nach Killarney. Alternativ fliegst du nach Dublin und reist von dort aus mit dem Zug zum Startpunkt der Wanderung. Wenn du alle Vorbereitungen getroffen hast, kann deine Wanderung durch die urwüchsige Landschaft der Iveragh-Halbinsel beginnen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    04:26
    15,7 km
    3,5 km/h
    330 m
    330 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die erste Etappe des Kerry Way führt dich durch die raue Natur des Killarney Nationalparks. Du wanderst hier entlang der höchsten Berge Irlands, über weite Moorwiesen und durch verwunschene Urwälder.

    Klassischerweise startet der Kerry Way direkt am Tourist Office in Killarney. Der Weg führt von dort aus für einige Kilometer an der Landstraße entlang bis zum Nationalpark. Daher lohnt es sich, die ersten Kilometer mit dem Shuttlebus zu überspringen. Ein perfekter Startpunkt für deine erste Etappe ist die Bushaltestelle am Wanderparkplatz Torc Waterfall. Der Shuttlebus fährt direkt am Tourist Office ab.

    Am Toilettenhäuschen vorbei geht es zum beeindruckenden Wasserfall. Hier wirst du noch einigen Touristen begegnen, aber schon auf dem direkt am Wasserfall beginnenden Aufstieg wird es immer einsamer. Auf breiten Steinstufen gewinnst du schnell an Höhe. An einer Abzweigung geht es nach rechts auf einer steinernen Brücke über den Torc River. Am anderen Ufer folgst du dem bequemen Wanderweg nach links und wanderst durch einen verwunschenen Wald. Der Weg steigt bald darauf an und die Vegetation wird zusehends karger.

    Nach einem letzten Anstieg führt dich der breite Wanderweg auf eine offene, weite Wiesenlandschaft. Dein Blick schweift über die umgebenden Berge und ins vor dir liegende Tal. Mal auf, mal ab wanderst du gemütlich auf dem Weg weiter in den Nationalpark hinein. Im Tal geht es auf schmalen Stegen durch eine urwüchsige Moorlandschaft. Der Weg wird felsiger und steigt zügig an. Entlang eines Hains von knorrigen Eichen führt dich der Weg auf eine kahle Hochfläche. Umgeben von felsigen Bergen wanderst du über Bergpfade und Holzstege zur Passhöhe. Auf knapp 280 Metern Höhe erreichst du hier den höchsten Punkt der Etappe.

    Ein alter, von Steinmauern gesäumter Hirtenpfad führt dich durch einen stillen Wald abwärts. Am Waldrand triffst du auf einen gut ausgebauten Wanderweg. Links geht es nach Kenmare, rechts in Richtung Etappenziel Black Valley. Nahezu eben schlängelt sich der Weg durch ein offenes Tal. Du kreuzt die Nationalparkstraße und steigst auf rustikalen Waldpfaden ab zum Upper Lake. Über die Feuchtwiesen am Ufer des Sees geht es weiter zum Ausflugscafé Lord Brandon's Cottage. Nach einem Tee oder Kaffee auf der Terrasse folgst du der schmalen Straße über eine Brücke. Die wenig befahrene Straße führt dich schließlich bis zum heutigen Etappenziel, dem Örtchen Black Valley.

    Den Fahrplan vom Shuttlebus findest du unter killarneyshuttlebus.com

  • Schwer
    05:13
    17,2 km
    3,3 km/h
    560 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der zweiten Etappe wanderst du durch drei der abgeschiedensten Täler Irlands. Am Fuße der Berge der Macgillycuddy's Reeks führt dich die Tour von Tal zu Tal. Dabei übersteigst du zwei aussichtsreiche Passhöhen.

    Du beginnst deine Wanderung in Black Valley. Du folgst dem ausgeschilderten Kerry Way über eine schmale Straße. Diese biegt an einer Gabelung nach links ab, für dich geht es aber weiter geradeaus. Bei traumhafter Aussicht ins Black Valley wanderst du auf einem einfachen Fahrweg weiter. Am Wegesrand schauen dich immer wieder verdutzte Schafe an. Außer dem leisen Blöken der wolligen Lämmer, dem Zwitschern der Vögel und dem entfernten Rauschen eines Wasserfalls herrscht hier herrliche Ruhe. Du durchquerst mehrere Schafgatter und kletterst auf Viehstiegen über Zäune. Der Weg wird mehr und mehr zu einem einfachen Feldweg. Nach einem urigen Waldstück führt dich der Kerry Way langsam aufwärts in Richtung Talschluss.

    Über Schafweiden beginnt dein Aufstieg zur ersten Passhöhe. Selbst bei perfektem Wetter kann der felsige Pfad stellenweise tief morastig sein. Bei regnerischem Wetter solltest du sorgfältig auf jeden deiner Schritte achten. Der Pfad schlängelt sich an Bachläufen entlang aufwärts. Oben auf der Passhöhe erwartet dich eine fantastische Aussicht. In Richtung Osten liegt das raue Black Valley hinter dir, in Richtung Westen erwartet dich bereits das lieblichere Bridia Valley.

    Über Steine und Wiesen geht es nun abwärts. Im Tal angekommen, wanderst du auf einem bequemen Fahrweg weiter. Direkt an der Wegabzweigung zum nächsten Passaufstieg findest du das freundliche Stepping Stone B&B. Im angeschlossenen Gartencafé gibt es Suppen, Sandwiches und hausgemachtes Eis. Nach einer Rast geht es über Schafweiden steil aufwärts in Richtung Pass. Oben angekommen sind die hohen Gipfel der Macgillycuddy's Reeks schon zum Greifen nahe. Unter dir im Tal liegt der See Lough Acoose, dein heutiges Etappenziel. Ein schmaler und steiler Bergpfad führt dich hinab ins Tal. Dort wanderst du auf einem einfachen Fahrweg an einem Bauernhof vorbei. Kurz darauf triffst du auf eine kaum befahrene Straße, die dich bis zum Etappenziel am Nordufer des Lough Acoose führt.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Schwer
    05:10
    18,2 km
    3,5 km/h
    350 m
    480 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der dritten Etappe geht es von der rauen Berglandschaft am Fuße von Irlands höchsten Bergen über Weiden und durch Wälder bis zur Dingle Bay. Der Weg verläuft über lange Strecken eben, aber kurz vor Schluss erwartet dich eine Passüberquerung über das Windy Gap.

    Nach einer erholsamen Nacht beginnst du deine dritte Tagesetappe. Auf der wenig befahrenen Landstraße wanderst du oberhalb vom Seeufer in Richtung Westen. Wenn du zurückblickst, schaust du auf die majestätischen Gipfel der Macgillycuddy's Reeks, die sich direkt über dem Lough Acoose erheben. Auf der asphaltierten Straße lässt es sich bequem laufen und du legst zügig die ersten vier Kilometer zurück. Hier triffst du dann auf das Climber's Inn. Das Inn ist zugleich B&B, Pub, Poststelle und Lebensmittelladen.

    Mit aufgefüllten Vorräten geht es weiter. Gegenüber vom Climber's Inn führt der Kerry Way auf einem Feldweg von der Straße weg. Zwischen Kuh- und Schafweiden geht es durch hügelige Landschaft. Nach einer Weile triffst du auf eine schmale Straße. Du folgst der Straße nach rechts und überquerst den River Caragh. Auf der anderen Seite zweigt der Kerry Way scharf rechts auf einen schmalen Wanderweg ab. Zunächst wanderst du am Flussufer entlang und dann über eine weite Moorlandschaft.

    Der Wanderweg wird breiter und schließlich zu einem bequemen Forstweg. Der Weg ist völlig vom Grün des Waldes umschlossen und du wanderst durch einen Tunnel aus Ästen und Blättern. An einer Weggabelung folgst du dem ausgeschilderten Kerry Way nach links in den Lickeen Forest. Der Weg steigt zwischen moosigen Stämmen an. Am höchsten Punkt des Waldes geben die Bäume eine herrliche Aussicht auf den See Lough Caragh frei. Durch den Wald geht es wieder abwärts.

    Der Waldweg trifft auf eine schmale Straße. Du folgst der Straße für eine Weile, bis der Kerry Way nach links abzweigt. Auf dem ausgedehnten Bergrücken vor dir kannst du bereits deutlich den Pass Windy Gap ausmachen. Bei moderater Steigung wanderst du rund 200 Meter aufwärts. Oben am Pass hast du eine tolle Aussicht auf die Dingle Bay und die gegenüberliegende Dingle Halbinsel. In Richtung Süden kannst du noch einen letzten Blick auf das Bergmassiv der Macgillycuddy's Reeks werfen. Nach einer Rast geht es stetig abwärts zum Etappenziel Glenbeigh.

  • Schwer
    08:01
    29,0 km
    3,6 km/h
    510 m
    520 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der vierten Etappe erwarten dich traumhafte Aussichten auf die Dingle Bay und die Hügel und Täler der westlichen Iveragh Halbinsel. Der Kerry Way verläuft hier über einsame Straßen und mittelalterliche Handelswege.

    Du beginnst deine Wanderung im Ortskern von Glenbeigh. Du folgst der Landstraße N70 an der Tankstelle vorbei. In der Tankstelle ist außerdem ein großer Supermarkt, wo du deine Vorräte aufstocken kannst. Kurz darauf macht die Landstraße eine Linkskurve. Du folgst der Kerry Way Beschilderung und wanderst geradeaus auf eine schmale Straße in Richtung Rossbeigh. An einem kleinen Wanderparkplatz zweigt der Kerry Way nach links in den Wald ab.

    Der Weg steigt langsam an und auf einem bequemen Waldweg wanderst du weiter. Der Wald lichtet sich und du triffst auf eine schmale, asphaltierte Straße. An einem Bauernhof und einigen Wohnhäusern entlang folgst du der Straße Richtung Westen. Vor dir erhebt sich bereits der große Drung Hill über der Dingle Bay. An seinem seegewandten Hang kannst du deutlich den Wanderweg erkennen. Auf einer Brücke überquerst du die N70 und kurz darauf zweigt ein steiniger Wanderweg von der Straße ab.

    Du folgst der sogenannten Butterroad durch mehrere Viehgatter. Stetig geht es aufwärts und die Vegetation wird karger. Schon beim Aufstieg genießt du eine fantastische Aussicht auf die unter dir liegende Dingle Bay. Der Weg schlängelt sich am Drung Hill weiter empor und über einen breiten Bergsattel hinein in ein Waldstück. Auf einer Schneise durchquerst du den Wald. Nach Regenfällen ist der Weg hier sehr matschig und übersät mit tiefen Pfützen.

    Nachdem du eine einsame Straße gekreuzt hast, steigt der schlichte Feldweg ein wenig an. Am höchsten Punkt hast du einen tollen Blick über das weite Tal bis hinab zum Atlantik. Nach einer Weile trifft der Feldweg auf eine asphaltierte Straße. Bequem und zügig geht es zwischen Schaf- und Rinderweiden weiter in Richtung Cahersiveen.

    Von der schmalen Straße zweigt der Kerry Way nach links in Richtung Cahersiveen und Waterville ab. In einer Schleife führt der Kerry Way über Schafweiden und an Feldern entlang bis zum Etappenziel Cahersiveen.

    Wenn dir die gesamte Strecke zu lang ist, solltest du an dieser Abzweigung geradeaus weiterwandern. Nach einem kurzen Stück erreichst du die Landstraße N70. Hier findest du das urgemütliche Strand's End B&B. Wenn du hier übernachtest, sparst du rund sieben Kilometer Strecke. Auch die nächste Etappe wird dadurch ein wenig verkürzt.

  • Schwer
    08:32
    29,4 km
    3,5 km/h
    750 m
    760 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die fünfte Etappe des Kerry Way verläuft durch das hügelige Binnenland der Iveragh Halbinsel. Dabei folgt der Weg den natürlichen Höhenzügen und du genießt jederzeit herrliche Ausblicke auf die Berge und auf den Atlantik.

    Zu Beginn der Etappe folgst du dem vom Vortag bekannten Abschnitt bis zur Wegkreuzung in Richtung Waterville. Von dort aus wanderst du den sanft ansteigenden Weg hinauf auf den Coomduff Hill. Vom breiten Hügelrücken aus hast du einen schönen Blick über die weite Landschaft. Der Pfad verläuft hier über Weideflächen und du musst immer wieder auf Viehstiegen über Zäune und Mauern klettern.

    Der Coomduff Hill gehört zu einem lang gestreckten Kamm, der sich in einem Bogen bis zur Atlantikküste hinabzieht. Bei toller Weitsicht folgst du dem Kerry Way über den Kammweg. Vom höchsten Punkt der Hügelkette, dem Knockavohaun, führt dich der Kerry Way hinab ins Tal des Flusses Inny. Nachdem du den Fluss überquert hast, wanderst du für ein kurzes Stück auf der ruhigen Landstraße.

    Kurz darauf zweigt der Kerry Way von der Straße ab. Nun geht es hinauf auf den zweiten Höhenzug dieser Etappe. Der schmale Wanderweg steigt moderat an, zumal dieser Höhenzug mit rund 200 Metern Höhe niedriger ausfällt. Oben auf dem Kamm hast du nicht nur einen schönen Blick auf die Ballinskelligs Bay, sondern auch auf den unter dir liegenden Lough Currane.

    Vom höchsten Punkt des Hügelkamms schlängelt sich der Kerry Way gemächlich abwärts in Richtung Waterville, dem heutigen Etappenziel.

  • Mittelschwer
    04:03
    14,6 km
    3,6 km/h
    270 m
    250 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die sechste Etappe führt dich vom idyllischen Küstenstädtchen Waterville über einen Gebirgspass an die sonnige Südküste der Iveragh Halbinsel. Bei herrlicher Aussicht geht es an der felsigen Küste entlang nach Caherdaniel.

    Du beginnst deine Tagesetappe am Community Center in Waterville. In zwei Supermärkten kannst du hier noch deine Vorräte auffrischen, danach geht es los. Am Strandboulevard wanderst du in Richtung Süden. Hier triffst du auf die altbekannte Landstraße N70. Du folgst ihr ein Stück und nach kurzer Zeit zweigt der Kerry Way nach rechts ab. Bei traumhaften Ausblicken über die weite Ballinskelligs Bay wanderst du weiter. Langsam steigt der Weg an und nach einer Weile folgst du der Beschilderung über schmale Wanderwege.

    Über Viehstiegen gelangst du von Schafweide zu Schafweide. Die Ruhe des Ortes wird nur vom Blöken der Schafe und vom Rollen der Wellen unterbrochen. Der Weg steigt weiter an und bald erblickst du weit im Westen mitten im Atlantik die berühmten Skellig Islands. Der Feldweg kann nach Regenfällen ziemlich morastig sein, aber an vielen Stellen bieten Trittsteine Abhilfe.

    Nach einem steilen Aufstieg kreuzt du die N70. Auf der anderen Straßenseite hast du den Pass und somit den höchsten Punkt der Etappe fast erreicht. Oben angekommen genießt du einen herrlichen Blick über die Kenmare Bay und die Berge der Beara Halbinsel. Über Wiesen und Weiden geht es wieder abwärts in Richtung Meer. Die Südküste unterscheidet sich hier deutlich von der Nordküste der Iveragh Halbinsel. Kleine Felseninseln liegen im Meer, winzige Buchten sind aneinander gereiht und überall gedeihen Blumen und sogar Palmen.

    Du überschreitest ein weiteres Mal die Landstraße und folgst dem ausgeschilderten Weg weiter abwärts. Auf einen Feldweg folgt eine schmale, kaum befahrene Straße, die dich in Serpentinen zum Mass Path hinunterführt. Der Mass Path verläuft dann auf schmalen Wegen direkt entlang der felsigen Küste.

    Am Ende des Weges erwartet dich der malerische Darrynane Beach. Nach einer ausgedehnten Pause geht es an dem alten Herrenhaus Darrynane House vorbei und auf einer Straße zum Etappenziel Caherdaniel.

  • Mittelschwer
    04:54
    17,2 km
    3,5 km/h
    360 m
    390 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die siebte Etappe gehört zu den einfachsten Etappen des Kerry Way. Die Strecke beträgt weniger als 20 Kilometer und nach zwei moderaten Passhöhen geht es gleichmäßig abwärts zum idyllischen Städtchen Sneem. Dabei folgt der Wanderweg über weite Strecken dem Verlauf der historischen Butter Road.

    Du startest deine Wanderung im Ortskern des winzigen Dörfchens Caherdaniel. Direkt an der N70 führt dich der Wegweiser auf den alten Handelsweg Olde Butter Road. Der Pfad steigt sanft an und bald wanderst du durch eine herrlich abgeschiedene Hügellandschaft. Tief unter dir siehst du das Wasser in der Kenmare Bucht und dahinter die Berge der Beara Halbinsel. Über Wiesen, Trittsteine und alte Pfade wanderst du gemächlich weiter.

    Der Kerry Way folgt dem natürlichen Verlauf der Hügelketten, mal aufwärts und mal abwärts. Neben den obligatorischen Schafen leben auf den weiten Hängen der Hügel auch einige Rinder. An mehreren Stellen kann es vorkommen, dass die großen Wiederkäuer mitten auf dem Weg stehen oder sogar liegen. Verhalte dich dann ruhig und gehe langsam an den Rindern vorbei. Wenn kleine Kälber in der Nähe sind, nimm ruhig einen kleinen Umweg in Kauf und beobachte die drolligen Tiere mit ein wenig Abstand.

    Nach einer Weile triffst du auf eine schmale Straße. Du folgst dem Straßenverlauf bis zu einer Gabelung. Hier biegt die Straße nach links ab, der Kerry Way verläuft hingegen geradeaus auf einen Feldweg. Zunächst auf dem breiten Feldweg und dann auf einem schmalen Wanderweg geht es hinauf zur ersten Passhöhe. Kurz vor dem höchsten Punkt wird der Weg breiter. Auf dem Schotterweg wanderst du über die Anhöhe und hinab in ein weites Tal.

    Vom Tal aus geht es direkt wieder hinauf zur zweiten Passüberquerung. Hier verläuft die Butter Road durch einen natürlichen Hohlweg. Oben angekommen, blickst du über eine weite Hochebene und erkennst bereits ein paar alte Bekannte: In Richtung Osten ragen die kahlen Berggipfel des Killarney Nationalparks in den Himmel. Gemächlich geht es abwärts.

    Die letzten Kilometer wanderst du bei herrlichem Blick auf die Berge über einen bequemen Feldweg. Am Ende deiner heutigen Etappe erreichst du zufrieden das malerische Städtchen Sneem.

  • Schwer
    09:29
    34,2 km
    3,6 km/h
    610 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die vollständige Etappe von Sneem nach Kenmare ist über 34 Kilometer lang und damit ziemlich fordernd – besonders wenn dir die letzten sieben Tage schon in den Knochen stecken. Es ist eine schöne Alternative, einen Teil der Strecke mit dem Bus oder mit dem Taxi zu überbrücken. Idealer Einstieg ist dann das winzige Örtchen Templenoe. Wenn du hier startest, lässt du auch gleich die ungemütlichen Abschnitte an der schmalen und viel befahrenen Landstraße aus. Vor dir liegen dann stattdessen schöne Feld- und Waldwege sowie herrliche Ausblicke auf die Bucht von Kenmare.

    Du beginnst deine Wanderung am South Square in Sneem. Du folgst der Beschilderung über weite Wiesen und Schafweiden. Nahezu eben wanderst du fernab der Landstraße durch eine malerische Hügellandschaft. Der Kerry Way führt dich unterhalb der Berghänge in einen dichten Wald hinein. Kurz darauf kreuzt du die viel befahrene N70. Der Wanderweg verläuft anschließend mit etwas Abstand zur Landstraße. Du wanderst hier auf einer schmalen Straße, die nach einigen Kilometern wieder die N70 kreuzt.

    Der Wanderweg führt nach einer Weile an einem kleinen, lang gestreckten See vorbei. Bald gelangst du an den Fluss Blackwater. Der Fluss hat sich ein schmales Tal geformt und kann nur auf der alten Blackwater Bridge überquert werden. Über die Brücke verläuft auch die N70, achte hier also unbedingt auf den Autoverkehr.

    Nachdem du die Brücke überquert hast, führt dich der Kerry Way durch dichten Wald hinab zum Ufer der Kenmare Bay. Bei schöner Aussicht wanderst du weiter und erreichst wenig später das märchenhafte Dromore Castle. Nachdem du den Schlosspark durchquert hast, wanderst du weiter nach Templenoe. Der Kerry Way verläuft hier für ein kurzes Stück auf der N70 und schlängelt sich dann an den Berghängen aufwärts.

    Hier wanderst du auf einer schmalen Straße an einzelnen Wohnhäusern entlang und genießt den Ausblick auf die unter dir liegende Kenmare Bay. Die Straße verläuft in einer Schleife hinab zur Landstraße, doch vorher zweigt der Kerry Way auf einen schmalen Forstweg ab.

    Auf dem Schotterweg wanderst du durch ein dichtes Waldstück aufwärts. Der Weg führt dich aus dem Wald hinaus auf eine weite Bergwiese. Mit jedem Schritt wird die Aussicht auf die Kenmare Bay schöner. Von einer Hügelkuppe aus genießt du den herrlichen Blick. Als Nächstes folgst du dem Weg durch einen Nadelwald gemächlich abwärts. Nachdem du eine offene Feuchtwiese überquert hast, geht es über eine Rinderweide.

    Nun steht die letzte und höchste Anhöhe der Etappe an. Auf einem schmalen Wanderweg gewinnst du zügig an Höhe. Am höchsten Punkt angelangt, hast du einen fantastischen Blick auf die Bucht von Kenmare und die Berge der Beara Halbinsel. Über den von Felsen übersäten Berghang wanderst du abwärts. Im Tal vor dir kannst du bald darauf Kenmare erblicken. Der Wanderweg mündet in eine wenig befahrene Straße. Diese führt bis zur N70 und schließlich bis zum Etappenziel Kenmare.

  • Mittelschwer
    03:22
    11,4 km
    3,4 km/h
    380 m
    240 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Etappe des Kerry Way führt dich von der lieblichen Landschaft an der Bucht von Kenmare über eine Anhöhe und einen Gebirgspass zu den rauen Gebirgstälern des Killarney Nationalparks. Am Ende der Etappe erwartet dich der berühmte Aussichtspunkt Ladies' View. Von hier aus fährst du dann bequem mit dem Shuttlebus zurück nach Killarney.

    Vom Ortskern in Kenmare folgst du der Beschilderung aus dem Ort heraus. Zunächst geht es auf einem Gehweg an der Hauptstraße entlang, doch danach führt dich der Kerry Way auf eine schmale asphaltierte Straße. Die steigt ziemlich zügig an. Du gewinnst an Höhe und wanderst an einzelnen Wohnhäusern vorbei. Am höchsten Punkt des Aufstiegs angekommen lässt du Häuser und Bäume hinter dir. Auf einem Schotterfahrweg geht es bei schöner Aussicht auf die felsigen Berge weiter.

    Der Weg fällt sanft ab und führt dich durch ein weites, offenes Hochtal. Auf der gegenüberliegenden Seite kannst du bereits deutlich die Passhöhe unterhalb des Berggipfels erkennen. Der Weg wird schmaler und die umgebende Landschaft mit jedem Schritt ein wenig rauer. Nur noch vereinzelte Schafe grasen zwischen den Felsen. Auf der Passhöhe erwartet dich nicht nur ein herrliches Panorama, sondern auch eine Pausenbank.

    Nach einer wohlverdienten Rast geht es stetig abwärts in Richtung Nationalpark. Auf einem breiten Schotterweg wanderst du durch das kahle, von Felsen übersäte Hochland. Der Wanderweg windet sich durch das wildromantische Tal. Bald erreichst du eine altbekannte Kreuzung. Hier treffen sich die Wege aus Killarney, aus Kenmare und aus dem Black Valley. Du folgst dem Wanderweg weiter in Richtung Black Valley.

    An einer verlassenen Kapelle triffst du auf die Nationalparkstraße N71. Du folgst der Straße für rund eineinhalb Kilometer und erreichst dann das Café High Altitude. Das Café liegt direkt am Aussichtspunkt Ladies' View, an dem auch der Shuttle Bus hält. Hier genießt du einen letzten großartigen Blick auf die Seen von Killarney. Anschließend fährst du glücklich mit dem Shuttle Bus zurück ins Ortszentrum von Killarney.

    Der Shuttle Bus fährt täglich nur um 14 Uhr an Ladies' View ab. Die Strecke von Kenmare bis zur Haltestelle ist gut bis zu dieser Uhrzeit zu schaffen, sofern du spätestens um 9 Uhr mit der Wanderung startest. Alternativ kannst du auch weiter in Richtung Killarney laufen. Vom Muckross House, dem Herrenhaus im Nationalpark, fährt der Shuttle Bus täglich um 17 Uhr ab. Die gesamte Wanderung von Kenmare bis zum Muckross House ist dann rund 20 Kilometer lang.

  • Schwer
    09:40
    16,2 km
    1,7 km/h
    1 020 m
    1 020 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Comloughra Horseshoe Trail ist Bergabenteuer pur und die spannendste Bergwanderung in Irland. In einer großen Schleife führt er hinauf zum Carrantuohill, dem höchsten Berg Irlands. Dabei wanderst du über drei der vier höchsten Berge Irlands und genießt eine einzigartige Aussicht auf die Iveragh Halbinsel.

    Die Tour zum Gipfel erfolgt weglos über karge Bergwiesen, von Geröll übersäte Hänge und schmale Grate. Damit eignet sich die Bergtour ausschließlich für erfahrene und sehr ausdauernde Bergwanderer. Du benötigst in jedem Fall stabile und rutschfeste Wanderstiefel, ausreichend Proviant und wetterfeste Kleidung. Außerdem solltest du über hervorragende Kondition, Trittsicherheit und ein gutes Orientierungsvermögen verfügen. Du solltest die Wanderung in keinem Fall bei Regen, Nebel oder starkem Wind unternehmen, denn aufgrund der ausgesetzten Lage des Bergkamms kann es oben sonst gefährlich werden.

    Deine Wanderung startet in dem kleinen Dorf am Nordufer des Sees Lough Acoose. Von dort aus wanderst du am Rand der ruhigen Landstraße in Richtung Norden, bis du auf einen kleinen Wanderparkplatz triffst. Hier beginnt der Aufstieg. Eine sehr steile asphaltierte Straße führt am Berghang aufwärts zum Einstieg der Wanderung.

    Der Weg flacht ein wenig ab und du musst über ein Gatter klettern, um zum Einstieg der Tour zu gelangen. Nach wenigen Metern erreichst du den kleinen Bergsee Lough Eighter. In einem perfekten Halbkreis erheben sich vor dir die Macgillycuddy's Reeks steil in den Himmel.

    Der einfachere Aufstieg führt gegen den Uhrzeigersinn über den Gipfel des Caher zum Carrantuohill. Diese Route hat noch einen weiteren Vorteil: Der Gipfelgrat zwischen dem Carrauntuohill und dem nördlichen Nebengipfel Beenkeragh ist sehr schmal und felsig. Wenn nun Nebel aufzieht oder dir der weitere Weg vom Carrantuohill zum Beenkeragh zu abenteuerlich ist, kannst du auf dem bereits bekannten Weg zurück ins Tal wandern.

    Zu Beginn deines Aufstiegs überquerst du ein feuchtes Moorgebiet. Danach führt dich ein Trampelpfad am Hang des Caher hinauf. Der Weg steigt steil zum Gipfel hin an. Zunächst wanderst du über feuchte Bergwiesen, dann über karge Schutthänge. Ein grober Trampelpfad ist zu erkennen, bei schlechter Sicht solltest du den Weg aber auf deinem Handy verfolgen oder die Wanderung pausieren.

    Der Weg führt dich zunächst hinauf zum Westgipfel des Caher und dann über einen Grat zum Hauptgipfel. Von hier oben hast du bereits einen dramatischen Blick über den Talkessel, die umgebenden Gipfel und auf die umgebende Landschaft. Über einen weiteren Gratweg geht es weiter zum Carrantuohill. Zufrieden stehst du am Gipfelkreuz und genießt das einzigartige Gefühl, am höchsten Punkt von Irland zu stehen.

    Nach einer Rast am Gipfel setzt du deine Wanderung fort. Bei guter Sicht und trockener Witterung werden erfahrene Bergwanderer den felsigen Abschnitt bis zum Nachbargipfel Beenkeragh lieben. Wenn das Wetter spontan umschlägt oder du dich bei dem Gratweg nicht sicher fühlst, dann drehe hier um steige in jedem Fall wieder über die Aufstiegsroute hinab ins Tal

    Von dort aus ist der Weg weniger dramatisch und führt stetig abwärts zum Lough Eighter. Dort angekommen, folgst du dem steilen Asphaltweg zurück zum Ausgangspunkt deiner Wanderung.

Collection Statistik

  • Touren
    10
  • Distanz
    203 km
  • Zeit
    62:50 Std
  • Höhenmeter
    5 130 m

Dir gefällt vielleicht auch